DE890641C - Verfahren zur Herstellung von Schmierölen aus Amylalkoholen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schmierölen aus Amylalkoholen

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DE890641C
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DE
Germany
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amylenes
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amyl alcohols
lubricating oils
viscosity
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Expired
Application number
DENDAT890641D
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Inventor
Paris Pierne A. Laurent
Original Assignee
Compagnie Franqaise de Raffimage, Paris
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10MLUBRICATING COMPOSITIONS; USE OF CHEMICAL SUBSTANCES EITHER ALONE OR AS LUBRICATING INGREDIENTS IN A LUBRICATING COMPOSITION
    • C10M3/00Liquid compositions essentially based on lubricating components other than mineral lubricating oils or fatty oils and their use as lubricants; Use as lubricants of single liquid substances
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G50/00Production of liquid hydrocarbon mixtures from lower carbon number hydrocarbons, e.g. by oligomerisation
    • C10G50/02Production of liquid hydrocarbon mixtures from lower carbon number hydrocarbons, e.g. by oligomerisation of hydrocarbon oils for lubricating purposes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10MLUBRICATING COMPOSITIONS; USE OF CHEMICAL SUBSTANCES EITHER ALONE OR AS LUBRICATING INGREDIENTS IN A LUBRICATING COMPOSITION
    • C10M2205/00Organic macromolecular hydrocarbon compounds or fractions, whether or not modified by oxidation as ingredients in lubricant compositions
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Description

(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 21. SEPTEMBER 1953
C 3181 IVd/12
Pierre A. Laurent, Paris
ist als Erfinder genannt worden
Die Erfindung betrifft ein Verfahren für die Herstellung von Schmieröl aus Amylalkohol, das im wesentlichen aus den folgenden Vorgängen besteht: i. Überführung der Amylalkohole in die entsprechenden Amylene; 2. Polymerisation der Amylene unter geeigneten. Bedingungen und 3. Behandlung des erhaltenen Polymerisats für die Gewinnung von Schmierölen.
Diese verschiedenen Vorgänge werden im folgenden beschrieben:
I. Überführung der Amylalkohole in Amylene
Der Ausgangsstoff besteht aus zwischen 129 und 1310 siedenden Amylalkoholen. Die Alkohole werden in irgendeiner bekannten Weise dehydratisiert, vorzugsweise jedoch auf katalytischem Wege in der Dampfphase. Die erhaltenen Amylene werden danach destilliert, um das gebildete Wasser und die geringen, nicht umgesetzten Alkoholmengen abzutrennen. Die Amylene werden alsdann als solche verwendet, falls ihr Gemisch die gewünschte Zusammensetzung aufweist bzw. fraktioniert, um für die späteren Prozesse die Mischung der verschiedenen Amylene in den für den beabsichtigten Zweck geeigneten Verhältnissen erzeugen zu können.
Es wurde festgestellt, daß die wahllose Verwendung der verschiedenen Isomere des Amylens
nicht gleichgültig ist. Die Ausbeute an zähflüssigen Erzeugnissen und der erhaltene Zähflüssigkeitsgrad werden durch die Wahl des Isomers ganz beträchtlich beeinflußt. Unter sonst gleichen Umständen wird in bezug auf den verwendeten Amylalkohol eine Ausbeute an zähflüssigen Erzeugnissen von ungefähr i8°/o erhalten, wenn von einem an Trimethyläthylen reichen Gemisch ausgegangen wird, während bei Verwendung ίο eines ungefähr 500A) Isopropyläthylen
(CH3)2CH-CH = CH2
enthaltenden Gemisches die Ausbeute auf 65 °/o und
X5 mehr ansteigt.
Es wurde ferner gefunden, daß sich die Wahl des Katalysators und der Reaktionsbedingungen unmittelbar auf den Gehalt der verschiedenen erhaltenen Amylene auswirkt. Wird z. B. die Ent-Wässerung in der .Dampfphase bei 260° auf mit 85°/oiger Phosphorsäure getränkter Holzkohle bzw. Aktivkohle vorgenommen, so wird zum größten Teil Trimethyläthylen erhalten; wird dagegen mit aktiviertem Aluminiumhydroxyd bei 330 bis 3700 verfahren, so ist der Anteil an Isopropyläthylen viel größer und kann 50% des Amylengemisches überschreiten.
Nachstehend wird die Polymerisation beispielsweise von durch katalytische Entwässerung mittels aktiviertem Aluminiumhydroxyd bei 3600 erhaltenen Amylene beschrieben.
II. Polymerisation der Amylene
Das verwendete iKondensationsmittel ist wasserfreies Aluminiumchlorid. In einem mit einer Kühlvorrichtung versehenen Mischer werden erst auf· 100 Volumen der zu behandelnden Amylene 25 bis 50 Volumen eines flüchtigen Lösemittels, wie Petroleumäther, eingeführt und danach ungefähr 10 Volumen gepulvertes, wasserfreies Aluminiumchlorid zugegeben. Die Masse wird durchgerührt und auf —io'bis —50 abgekühlt und danach unter kräftigem Rühren und Vermeiden einer Temperaturerhöhung das Amylen langsam zugegeben.
Anstatt die Amylene vermischt zuzugeben, kann auch zunächst eins der Isomeren, z. B. Isopropyläthylen, und die übrigen Isomere erst nach Beendigung der Reaktion mit dem ersten Anteil je einzeln oder gemischt zugesetzt werden.
Es ist zu bemerken, daß die Einstellung der Temperatur der Reaktionsmasse von großer Bedeutung ist, da im allgemeinen die Zähflüssigkeit der Enderzeugnisse um so größer ist, wenn die Temperatur niedriger gehalten wird. Die Konzentrationswerte der Amylene spielen übrigens eine recht bedeutende Rolle. Werden z. B. die Amylene vor dem Einbringen in den Rührer in Gegenwart von Ahiminiumchlorid in dem gleichen Volumen Petroleumäther verdünnt, so verläuft die Reaktion ganz verschieden, und die gewünschten zähflüssigen Erzeugnisse werden nicht erhalten. Es ist daher der hier beispielsweise als 25 bis 50 Volumprozent der Amylene angegebene Anteil an Petroleumäther je nach dem gewünschten Endergebnis einzustellen.
III. Behandlung des Polymerisats
Nachdem die gesamten Amylene in Reaktion gebracht worden sind, wird das Rühren eingestellt und das nicht umgesetzte Aluminiumchlorid gegebenenfalls durch bloßes Dekantieren abgetrennt. Der flüssige Anteil wird zunächst mit io°/o Chlorwasserstoff enthaltendem Wasser und danach mit Wasser gewaschen. Alsdann werden 2 bis 3°/o pulverförmiges Calciumcarbonat zugesetzt und zwecks Entfernen des Petroleumäthers erhitzt. Der abgehende Petroleumäther wird zweckmäßig kondensiert, gesammelt und in den Fabrikationsgang zurückgegeben. Die Heizung erfolgt bis auf i6o°, zwecks Zerstörung der eventuell gebildeten chlorierten Abkömmlinge, deren Zersetzungsprodukte durch das Calciumcarbonat neutralisiert werden. Es wird filtriert, und die klare Flüssigkeit bildet den verbrauchsbereiten Schmierstoff. Die Ausbeute an Schmierstoff übertrifft 65 °/o< des verwendeten Amylalkohols.
Eine Zusatzbehandlung besteht darin, den auf 110 bis 120° erhitzten Schmiermitteln eine aktivierte Erde in dem Verhältnis von ungefähr 5% beizusetzen. Es wird zwecks guter Berührung durchgerührt und alsdann filtriert. Während dieses Vorgangs wird die Zähflüssigkeit des Öls leicht erhöht.
Es wurde ferner gefunden, daß die Zeitdauer zwischen dem zweiten und dritten Herstellungsgang eine recht bedeutende Rolle spielen kann, und zwar folgenderweise·.
Wird nach Zugabe der sämtlichen Amylene das Rühren und damit die Berührung mit dem nicht umgesetzten Aluminiümchlorid verlängert, so wächst zunächst die Zähflüssigkeit bis zu einem Maximum, um danach' wieder herabzusinken. Die Jodzahl hingegen nimmt ständig ab. Es kann daher durch Veränderung der Berührungszeit entweder die Zähflüssigkeit auf den gewünschten Wert eingestellt oder die Jodzahl verbessert werden.
Das für die Polymerisation angewandte Aluminiumchlorid kann durch Borfluorid bzw. Eisen-, Wismut- oder Antimonchloride ersetzt werden.
Der Rahmen der Erfindung wird nicht. überschritten, wenn, anstatt von Isoamylalkoholen bzw. einer an Isoamylalkohol reichen Mischung von Amylalkoholen: auszugehen, die beiden letzten Herstellungsgänge mit .an Isopropyläthylen reichen Amylenmischungen ausgeführt werden, die z. B. durch 'zweckmäßige Behandlung und Anreicherung von natürlichen bzw. Raffineriegasen oder durch beliebige andere Mittel erhalten worden sind.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    I. Verfahren zur Herstellung, von Schmierölen aus Amylalkoholen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Amylalkohole dehydratisiert
    und das an Isopropyläthylen reiche Olefingemisch polymerisiert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Dehydratisierung in Gegenwart von aktiviertem Aluminiumhydroxyd bei 3600 erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Polymerisation mittels eines Katalysators nach Friedel-Crafts erfolgt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Polymerisation in Gegenwart eines flüchtigen Lösungsmittels, wie Petroleumäther, vorgenommen wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähflüssigkeit durch Änderung der Anteile an flüchtigem Lösungsmittel eingestellt wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähflüssigkeit und die Jodzahl durch Änderung der Berührungsdauer zwischen dem Polymerisat und dem nicht umgesetzten Katalysator eingestellt werden.
    © 5427 9.53
DENDAT890641D 1941-05-26 Verfahren zur Herstellung von Schmierölen aus Amylalkoholen Expired DE890641C (de)

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