AT244963B - Verfahren zur Herstellung von Trioxan - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Trioxan

Info

Publication number
AT244963B
AT244963B AT860563A AT860563A AT244963B AT 244963 B AT244963 B AT 244963B AT 860563 A AT860563 A AT 860563A AT 860563 A AT860563 A AT 860563A AT 244963 B AT244963 B AT 244963B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
formaldehyde
trioxane
weight
acid
concentrate
Prior art date
Application number
AT860563A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Degussa
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Degussa filed Critical Degussa
Application granted granted Critical
Publication of AT244963B publication Critical patent/AT244963B/de

Links

Landscapes

  • Heterocyclic Compounds That Contain Two Or More Ring Oxygen Atoms (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Trioxan 
Es ist bekannt, Trioxan, das cyclische Trimere des Formaldehyds, durch Rektifikation von konzentrierten, wässerigen, methanolfreien Formaldehydlösungen in Gegenwart von starken Säuren als Katalysatoren zu gewinnen. Dabei werden Schwefelsäure oder Ameisensäure als saure Katalysatoren verwendet. Auch pToluolsulfonsäure ist in der Patentliteratur schon zu diesem Zweck empfohlen worden. 



   Diesen bekannten Verfahren haften folgende Mängel   an :   Die Konzentration der eingesetzten Formaldehydlösungen darf 60   Gew. -o 0 nicht   überschreiten, da andernfalls durch Einwirkung der oben genannten Säuren eine Nebenreaktion, nämlich die Bildung von Paraformaldehyd, begünstigt wird. Dieser Paraformaldehyd setzt die Ausbeute an Trioxan herab und ist überdies bei den üblichen Reaktionstemperaturen von 90 bis   100   C   schwer aus dem Reaktionsmedium durch Depolymerisation zu entfernen. 



   Ausserdem bewirkt Schwefelsäure in Mengen über 8   Gew.-%   (bezogen auf die Menge Formaldehyd im vorgelegten Konzentrat) eine Disproportionierung des Formaldehyds in Methylformiat und Ameisensäure. Dadurch wird die Ausbeute an Trioxan abenfalls herabgesetzt.   p-Toluolsulfonsäure   dagegen führt zu einer Verharzung der Reaktionsmischung, weil der aromatische Kern mit Formaldehyd reagiert ; dabei verliert der Katalysator an Wirksamkeit, der Umsatz geht auf einen Bruchteil des ursprünglichen Wertes zurück und die Trioxanbildung hört nach einiger Zeit ganz auf. 



   Bei den bekannten Verfahren konnten zur Erzielung ausreichender Trioxanausbeuten nur maximal 10 Gew.-% Destillat (bezogen auf die Menge des vorgelegten Formaldehydkonzentrates) abgenommen werden. Im kontinuierlichen Verfahren ist die abgenommene Destillatmenge gleich dem Durchsatz. Bei Steigerung des Durchsatzes steigt aber der Gehalt an oligomeren Formaldehyd im Destillat und die Trioxanausbeute geht zurück. 



   Eine Erhöhung der Reaktionstemperatur über   100   C   durch Zusatz anorganischer Salze bzw. Glyzerin steigerte zwar die Umsatzgeschwindigkeit, förderte aber gleichzeitig die schon erwähnten Nebenreaktionen und setzte ebenfalls die Ausbeute an Trioxan herab. 



   Ziel der Erfindung ist daher die Verbesserung der Ausbeute bei der säurekatalysierten Trioxangewinnung durch Destillation von wässerigen Formaldehydkonzentraten und eine rationelle Durchführung dieses Verfahrens, insbesondere auf kontinuierlichem Wege. 



   Es wurde nun gefunden, dass bei gleichzeitiger Durchsatz- und Umsatzsteigerung des Monomeren unter Erhaltung der Katalysatorwirksamkeit die Ausbeute an Trioxan, die bei den bisher bekannten Verfahren bis etwa   5000 der   Theorie, bezogen auf Formaldehyd, beträgt, wesentlich erhöht und auf etwa   75-80o, ,   unter Umständen auf   8500 der   Theorie und mehr gesteigert werden kann.

   Zu diesem Zweck wird die Herstellung von Trioxan durch Erhitzen von wässerigen Formaldehydkonzentraten auf mindestens 90   C in Gegenwart einer Säure als Katalysator und Abdestillieren des gebildeten Rohtrioxans aus dem Reaktionsgemisch gemäss der Erfindung in der Weise ausgeführt, dass als Reaktionsgemisch eine Emulsion aus dem wässerigen Formaldehydkonzentrat, einem gegenüber Formaldehyd inerten, bei Temperaturen über 90  C im sauren Medium stabilen öligen Bestandteil, z. B. Paraffinöl, und einer (als Katalysator bekannten)   Alkyl- oder Arylsulfonsäure   als Emulgator, z. B. eine Alkylslfonsäure mit   14-16   Kohlenstoffatomen, eingesetzt wird. Beim Arbeiten mit dieser Emulsion, das zweckmässig bei Temperaturen von 95 bis 150  C erfolgt, wird durch intensives Rühren die Trioxanbildung begünstigt.

   Das entstehende Rohtrioxan wird hierauf in bekannter Weise aus dem Reaktionsmedium abdestilliert und aufgearbeitet. 



   Die zum Einsatz gelangenden wässerigen Formaldehydkonzentrate enthalten 60-80 Gew.-%, vorzugsweise 70   Gew.-%   Formaldehyd. 



   Die als Emulgator beim erfindungsgemässen Verfahren angewendeten Alkyl- bzw. Arylsulfonsäuren, wozu auch   Arylalkyl- bzw. Alkylarylsulfonsäuren   gehören, können eine oder mehrere Sulfonsäuregruppen 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 pro Molekül enthalten. Vorzugsweise kann die Alkylgruppe, wie bereits erwähnt, 14-16 Kohlenstoffatome, entsprechend einem mittleren Molekulargewicht von etwa 300 aufweisen. Die Konzentration an Sulfon- säuren beträgt im allgemeinen 20-50 Gew.-%, vorzugsweise 43 Gew.-%, bezogen auf die Menge des vor- gelegten Formaldehyds im Konzentrat. Im Gegensatz zu den bisher bekannten Verfahren kann die Säure- konzentration sehr hoch gewählt werden, ohne merkliche Disproportionierungsreaktionen des eingesetzten
Formaldehyds befürchten zu müssen. 



   Wie schon angegeben, eignen sich vor allem Alkylsulfonsäuren als Emulgatoren und gleichzeitige Säurekatalysatoren. Aber auch   Arylalkyl- bzw. Alkylarylsulfonsäuren   sind verwendbar, ebenso Arylsulfonsäuren selbst. Jedoch kann in den drei letztgenannten Fällen eine geringe Verharzung des Katalysators mit dem Formaldehyd eintreten. 



   Als inerter öliger Anteil erwiesen sich ausser dem bereits genannten Paraffinöl, synthetische Schmieröle, wie isomerisierte Polyäthylene, als sehr geeignet. 



   Die Reaktionstemperaturen liegen, wie schon erwähnt, bei   95-150   C,   doch wird vorzugsweise bei   101-104  C   gearbeitet. 



   Die Emulsion ist vorzugsweise aus einem Teil Formaldehydkonzentrat und 2-3 Teilen Ölanteile und
Sulfonsäuren zusammengesetzt, wobei der Sulfonsäuregehalt, wie schon gesagt, bei 20-50 Gew.-% (bezogen auf das Formaldehyd im Konzentrat) liegt. Es sind aber auch andere Verhältnisse von Formaldehydkonzentrat und den beiden andern Emulsionspartnern möglich. 



   Die Vorteile des erfindungsgemässen Verfahrens gegenüber dem bekannten Verfahren liegen in folgendem : Durch Umsetzung des Formaldehyds in der erfindungsgemässen Emulsion wird die Bildunggeschwindigkeit von Trioxan durch die Erhöhung der Säurekonzentration und der Formaldehydkonzentration wesentlich vergrössert, gleichzeitig aber die Geschwindigkeit der oben genannten Nebenreaktionen nicht beschleunigt. 



   Da die Nebenreaktionen nur im untergeordneten Massstab ablaufen, können sowohl der Durchsatz als auch die Destillationstemperatur gesteigert werden. Der Mengendurchsatz erreicht mindestens 20   Gew.-"/o/h   an Rohtrioxan ; bezogen auf die Menge des vorgelegten Formaldehydkonzentrates, und ist damit doppelt so hoch wie bei dem bekannten Verfahren. 



   Durch die Erhöhung der Destillationstemperatur ist nicht nur eine Vergrösserung der Umsatzgeschwindigkeit, sondern auch eine restlose Entfernung des gebildeten geringen Anteils an Paraformaldehyd durch Zusatz von wenig Wasser möglich. 



   Das nach dem erfindungsgemässen kontinuierlichen Verfahren anfallende Rohtrioxan hat folgende durchschnittliche Zusammensetzung :
43-46 Gew.-% Trioxan,   21-24   Gew.-% Formaldehyd,
30-31 Gew.-% Wasser. 



   Das entspricht einem Umsatz von 66% des eingesetzten Formaldehyds zu Trioxan. Dagegen arbeiten die bekannten Verfahren mit Umsetzungen von maximal   50%   des eingesetzten Formaldehyds bei wesentlich geringeren Durchsätzen, nämlich, wie schon angegeben, von nur 5-10%. 



   Es hat sich in manchen Fällen als günstig erwiesen, zusätzlich zu der als Emulgator wirkenden Sulfonsäure noch Schwefelsäure dem Reaktionsgemisch zuzusetzen. 



   Das anfallende Rohtrioxan wird in bekannter Weise durch Extraktion, Wasserdampfdestillation bzw. 



  Ausfrieren gereinigt. 



   Die Erfindung wird an Hand der nachstehenden Beispiele weiter erläutert :
Beispiel 1 : In einem mit Rührer und Heizbad ausgerüsteten Reaktionsgefäss werden 200   Gew.-Teile   Paraffinöl (DAB VI) auf 90   C erwärmt. Nun gibt man 100   Gew. - Teile 70%iges   wässeriges Formaldehydkonzentrat, welches ebenfalls auf 90  C erwärmt wird, zu. In dieses Gemisch werden unter Rühren 15   Gew.-Teile Alkylsufbnsäuren (C -Ce)   vom durchschnittlichen Molekulargewicht 300 zugegeben, wobei sich eine Emulsion bildet. Beim Erhöhen der Heizbadtemperatur auf 105   C beginnt die Destillation des Rohtrioxans, welches bei etwa 96   C übergeht. Der Destillationsaufsatz wird mittels elektrischer Heizbandage auf 96   C erhitzt.

   In einem mit Wasser von 60   C beschickten Kühler wird das Rohtrioxan kondensiert. 30 werden pro'Stunde 20   Gew.-Teile   Destillat abgenommen. Die erhaltenen Destillate 
 EMI2.1 
 gleichzeitig 20   Gew.-Teile   Formaldehydkonzentrat mit 70   Gew.-% CH O   in das Reaktionsgefäss einlaufen lassen. Die durchschnittliche   Destillatzusammensetzung   ist   45, 5 Gew.-%   Trioxan,   20, 0 Gew.-%   Formaldehyd. Nach einer Laufzeit von 30 h ist weder eine Minderung des Umsatzes noch eine Verfärbung der Reaktionsmischung zu beobachten. Der Umsatz beträgt   66%.   

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
Beispiel 3 : In der vorbeschriebenen Apparatur werden 100   Gew.-Teile Formaldehydkonzentrat   von 65   Gew.-% CH O   vorgelegt.

   Ohne Zusatz von Paraffinöl werden 15   Gew.-Teile C -Cie-Alkyl-   
 EMI3.1 
 



  Im Reaktionsgemisch scheiden sich merkliche Mengen Paraformaldehyd ab. 



    PATENTANSPRÜCHE :   
1. Verfahren zur Herstellung von Trioxan durch Erhitzen von wässerigen Formaldehydkonzentraten auf mindestens   900 C   in Gegenwart einer Säure als Katalysator und Abdestillieren des gebildeten Rohtrioxans aus dem Reaktionsgemisch, dadurch gekennzeichnet, dass als Reaktionsgemisch eine Emulsion aus dem wässerigen Formaldehydkonzentrat, einem gegenüber Formaldehyd inerten, bei Temperaturen über 90  C im sauren Medium stabilen öligen Bestandteil, z. B. Paraffinöl, und einer (als Katalysator bekannten)   Alkyl- oder Arylsulfonsäure   als Emulgator, z. B. eine Alkylsulfonsäure mit   14-16   Kohlenstoffatomen, eingesetzt und das anfallende Rohtrioxan in bekannter Weise aus dem Reaktionsgemisch abdestilliert und aufgearbeitet wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man auf einen Teil wässeriger Formaldehydlösung 1, 5-2, 5 Teile Ölanteil verwendet. EMI3.2 verwendet wird.
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass wässerige Formaldehydkonzentrate mit 60-80 Gew.-% Formaldehyd eingesetzt werden.
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung bei Temperaturen von 101 bis 1040C durchgeführt wird.
AT860563A 1962-11-26 1963-10-28 Verfahren zur Herstellung von Trioxan AT244963B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE244963X 1962-11-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT244963B true AT244963B (de) 1966-02-10

Family

ID=5928623

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT860563A AT244963B (de) 1962-11-26 1963-10-28 Verfahren zur Herstellung von Trioxan

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT244963B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH408895A (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung reiner Kondensationsprodukte des Acetons
AT244963B (de) Verfahren zur Herstellung von Trioxan
EP0025940B1 (de) Verfahren zur Hydroxylierung olefinisch ungesättigter Verbindungen
DE1543340B2 (de)
DE1276645B (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Alkyl-5-cyan-oxazolen
DE2102476C3 (de) Verfahren zur Reinigung von o-Hydroxydiphenyl
DE1919495A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Trioxan
DE4301554C1 (de) Verfahren zur Herstellung von Diethoxymethan
DE2001070C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Trioxan
DE1002305C2 (de) Verfahren zur Gewinnung von methanolfreiem Methylal
DE1299640B (de) Verfahren zur Herstellung von Trioxan
DE1643402C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 2,6-Diphenylphenol
DE941974C (de) Verfahren zur Herstellung von 1, 1, 3-Trialkoxyalkanen
DE890641C (de) Verfahren zur Herstellung von Schmierölen aus Amylalkoholen
DE765521C (de) Verfahren zur Herstellung von 1, 3-Diolefinen
AT121997B (de) Verfahren zur Darstellung von Acetalen.
DE297203C (de)
DE903210C (de) Verfahren zur Abtrennung von Kohlenwasserstoffen aus deren Gemischen mit hochmolekularen sauerstoffhaltigen Verbindungen
DE2263881A1 (de) Verfahren zur herstellung von carvon
DE2424128B2 (de) Verfahren zum Herstellen von ras, cis-2,4,6- Trüsopropyl-133-trioxan
DE1020635B (de) Verfahren zur Herstellung von Butylphenolen
AT205018B (de) Verfahren zum Reinigen von insbesondere mit Methylvinylketon und Acetaldehyd verunreinigtem Acrylnitril
AT225691B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung reiner Kondensationsprodukte des Acetons
DE1493508B1 (de) Verfahren zur Spaltung eines Cumylphenols
DE1016254B (de) Verfahren zur Herstellung von Derivaten niedrigmolekularer Polymerisationsprodukte der Acryl- und Methacrylsaeureester bzw. deren Anlagerungsverbindungen an Verbindungen mit einem aktiven Wasserstoffatom