DE888840C - Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd

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DE888840C
DE888840C DEP4509A DE0004509A DE888840C DE 888840 C DE888840 C DE 888840C DE P4509 A DEP4509 A DE P4509A DE 0004509 A DE0004509 A DE 0004509A DE 888840 C DE888840 C DE 888840C
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hydrogen peroxide
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anthraquinone
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DEP4509A
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Charles Roberts Harris
Jerome William Sprauer
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EIDP Inc
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EI Du Pont de Nemours and Co
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B15/00Peroxides; Peroxyhydrates; Peroxyacids or salts thereof; Superoxides; Ozonides
    • C01B15/01Hydrogen peroxide
    • C01B15/022Preparation from organic compounds
    • C01B15/023Preparation from organic compounds by the alkyl-anthraquinone process

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd Diese Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd unter Verwendung alkylierter Anthrachinone als Reaktionsmittler.
  • Die amerikanische Patentschrift 2 158 525 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd, wobei ein alkyliertes Anthrachinon in Lösung hydriert wird, und zwar durch Anwendung von Wasserstoff, der in Gegenwart eines Katalysators auf das entsprechende Anthrachinon einwirkt. Zur Darstellung von Wasserstoffperoxyd wird es nach Abtrennen des Katalysators mit Sauerstoff oxydiert. Während dieser Oxydation wird das Anthrachinon regeneriert und wird, nachdem das Wasserstoffperoxyd z. B. durch wäBrige Extraktion entfernt ist, wieder in die hydrierte Stufe übergeführt. Die Erfindung befaBt sich mit einer Verbesserung dieses Vorganges, besonders mit einer Verbesserung der angewandten Lösungsmittel.
  • Verschiedene Lösungsmittel können zur Ausführung benutzt werden, und es ist besonders günstig, das gleiche Lösungsmittel sowohl in der hydrierten wie in der oxydierten Stufe anzuwenden. In der amerikanischen Patentschrift 2 215 883 werden Lösungsmittel genannt, die aus einem Gemisch von zwei oder mehr Substanzen bestehen. Eine davon ist ein guter Löser für Anthrachinon, die andere für Anthrahydrochinon. Gemische von Benzol, Toluol oder Xylol mit Alkohol, wie Amylalkohol, Isoheptylalkohol oder Metlhylcyclohexanol, haben sich als günstig erwiesen. Indessen sind sie aus verschiedenen Gründen nicht vollbefriedigend. So ist die Löslichkeit der organischen Reaktionsmittler in diesen Lösungsmitteln relativ gering, während die Wasserlöslichkeit zu hoch war. Auch der Dampfdruck dieser Lösungsmittel ist verhältnismäßig hoch, was sich in einer gewissen Feuer-und Explosionsgefahr äußert und was zu Lösungsmittelverlusten führt, wenn nicht teure Vorsichtsmaßnahmen zur Wiedergewinnung der Lösungsmitteldämpfe getroffen werden.
  • Ein Gegenstand dieser Erfindung sieht einen verbesserten Kreisprozeß zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd vor, indem alkyliertes Anthrachinon als Reaktionsmittler verwendet wird. Ein weiterer Gegenstand sieht die Anwendung besserer Lösungsmittel vor. Diese und weitere Gegenstände werden in folgendem beschrieben.
  • Vorstehende Gegenstände werden gemäß der Erfindung verwirklicht, indem als Lösungsmittel in einem Verfahren der oben beschriebenen Art ein Gemisch eines primären oder sekundären Nonylalkohols mit einem Monomethyl- oder einem Dimethylnaphthalin verwendet wird. Das Lösungsmittelgemisch soll eine wesentliche Menge, d. h. wenigstens 2o Volumprozent eines oder mehrerer dieser Alkohole und weiterhin eine wesentliche Menge, d. h. wenigstens 2o Volumprozent eines oder mehrerer dieser Naphthaline enthalten. Dieses Lösungsmittelgemisch kann auch, wie in der Patentschrift 2 2r5 883 beschrieben, andere Lösungsmittel enthalten. Das beste Gemisch enthält aber keine anderen Lösungsmittel oder höchstens bis zu 5 °/o davon.
  • Es wurde gefunden, daß die. obigen gesättigten acychschen Nonylalkohole ausgezeichnete Löser für die organischen Reaktionsmittler der reduzierten Stufe sind, während die Naphthaline gute Löser in der oxydierten Stufe sind, und daß das Gemisch beider Lösungsmittel in den vorgeschriebenen Verhältnissen ein gutes Lösungsmittel sowohl für die reduzierte wie auch die oxydierte Stufe darstellt. Wird dasselbe Lösungsmittel sowohl in der Hydrierungs- wie in der Oxydationsstufe verwendet, so ist es wesentlich, daß die organischen Reaktionsmittler hinlänglich in dem Lösungsmittel in beiden Stufen löslich sind. Enthält das Lösungsmittel weniger als 2o 0/a des Alkohols, so ist die Löslichkeit des reduzierten Reaktionsmittlers zu gering, während die Löslichkeit des oxydierten Reaktionsmittlers zu niedrig ist, wenn das Lösungsmittel weniger als 20 °/o des Naphthalins enthält. Diese Grenzverhältnisse können etwas schwanken in Abhängigkeit von der Art der jeweils angewendeten Reaktionsmittler. Für die meisten der alkylierten Anthrachinone und - ihrer entsprechenden Anthrahydrochinone hat sich das Verhältnis von 25 bis zu 75 Volumprozent an Alkohol und 75 bis zu 25 Volumprozent an substituierten Naphthalinen als günstig erwiesen. Bevorzugt wird ein Mischungsverhältnis von 35 bis 65 Volumprozent an Alkohol und 65 bis 35 Volumprozent an substituierten Naphthalinen. Die speziellen Verhältnisse sind in einigen gegebenen Fällen von den vorhandenen Reaktionsmittlern, einschließlich der ringförmigen, hydrierten Derivate abhängig. Je höher die Konzentration an letzteren ist, desto höher muß der Anteil der substituierten Naphthaline in dem Lösungsmittel sein.
  • Die vorliegenden Lösungsmittelgemische sind durch ihre hohe chemische Stabilität, hohen Siedepunkt und niederen Dampfdruck gekennzeichnet. Sie sind verhältnismäßig ungiftig, insbesondere wenn man sie mit benzolhaltigen Lösungsmitteln vergleicht. Bedingt durch ihren niederen Dampfdruck besteht bei gewöhnlicher Temperatur keine ernstliche Feuersgefahr. Auch ist zufolge dieses niedrigen Dampfdruckes die Anwendung von Luft voll befriedigend, und sie wird als Sauerstoffquelle in der Oxydationsstufe vorgezogen. Wenn Luft in Verfahren angewendet wird, die Lösungsmittel verwenden, welche einen niedrigsiedenden Stoff, wie Benzol, enthalten, so ist eine Lösungsmitteldampfrückgewinnung aus dem mitgeführten Stickstoff notwendig, was teuer ist. Im Gegensatz hierzu ist bei Anwendung der beschriebenen Lösungsmittel eine Rückgewinnung des Dampfes nicht notwendig, wenn Luft verwendet wird. Ein weiterer wichtiger Vorteil dieser Lösungsmittel liegt darin, daß sie einen hohen Wasserstoffperoxydverteilungskoeffizienten haben, der eine wesentliche Extraktion des Wasserstoffperoxyds aus der verarbeiteten Lösung gewährleistet. Auch ist die Wasserlöslichkeit in den Gemischen niedrig.
  • Ein weiteres wichtiges Kennzeichen dieser Lösungsmittelgemische ist die unvermutet hohe Löslichkeit der alkylierten Anthrachinone, der entsprechenden Anthrahydrochinone sowie auch der tetrahydroalkylierten Anthrachinone und ihrer entsprechenden Anthrahydrochinone in ihnen. Diese hohen Löslichkeiten ermöglichen ein Arbeiten mit Konzentrationen von Reaktionsmittlern, die wirtschaftliche und hohe Konzentrationen an Wasserstoffperoxyd bei der unmittelbaren Extraktion ergeben, ohne teure Verdampfungs- und Konzentrationsmethoden anwenden zu müssen. Die beschriebenen Lösungsmittelgemische können erfolgreich bei den organischen Reaktionsmittlern wie alkylierten Anthrachinonen und ihren entsprechenden Anthrahydrochinonen sowie tetrahydroalkylierten Anthrachinonen und ihren entsprechenden Anthrahydrochinonen angewandt werden. Spezielle Beispiele für geeignete Anthrachinone sind: 2 -Äthyl-, 2-Isopropyl-, 2-sekundäres Butyl-, 2-tertiäres Butyl-, 2-sekundäres Amyl-, i, 3-Dimethyl-, 2; 3-Dimethyl-, i, q.-Dimethyl- und 2, 7-Dimethylanthrachinon.
  • Besonders' günstig hat sich bei diesen Lösungsmittelgemischen das 2-tertiäre Butylanthrachinon als Reaktionsmittler erwiesen. Diese Verbindung hat eine ungewöhnlich hohe Löslichkeit in diesem Lösungsmittelgemisch sowohl in der oxydierten wie reduzierten Stufe. Es ist besser löslich als das 2-Äthylanthrachinon; was früher bevorzugt angewandt wurde. 2-tertiäres Butylanthrachinon ist auch außergewöhnlich stabil, und seine Anwendung wird eindeutig bevorzugt. Wird das Anthrachinon in dem vorliegenden Lösungsmittelgemisch angewandt, so wird ein wäßriges Wasserstoffperoxyd mit einem Gehalt von 35 bis q.o Gewichtsprozent an Wasserstoffperoxyd durch direkte Gegenstromextraktionsmethoden erhalten. Die folgenden Beispiele zeigen verschiedene Eigenarten des vorliegenden Lösungsmittelgemisches und der bevorzugten alkylierten Anthrachinone sowie ihre Verwendung in einem Kreisprozeß, der zur Gewinnung des Wasserstoffperoxydes führt. Beispiele 1. Die Löslichkeit von 2-Äthylanthrachinon und 2-tertiärem Butylanthrachinon in einem Lösungsmittelgemisch, welches aus 6o Volumprozent Diisobutylcarbinol und 40 Volumprozent Benzol besteht, wird durch Auflösen eines bekannten Gewichtes von Anthrachinon in der kleinstmöglichen Menge von Lösungsmittel, die zur vollständigen Auflösung des Materials bei 30' führt, bestimmt. Die Dichte der erhaltenen Lösungen wird bestimmt, und aus den Verhältnissen von Gelöstem zu Lösungsmittel werden die Löslichkeiten von 2-Äthylanthrachinon und 2-tertiärem Butylanthrachinon in Gramm pro Liter der Lösung zu 130 g bzw. 265 g bestimmt.
  • 2. Eine Lösung von 2-Athylanthrachinon wird in dem Lösungsmittel des Beispiels Z bereitet, welche loo g pro Liter von dem Chinon enthält. Um die maximale Menge von absorbiertem Wasserstoff zu messen, ohne Fällungen von Anthrahydrochinon zu erhalten, werden aliquote Teile hydriert. Auf solche Weise wird die Löslichkeit von 2-Äthylanthrahydrochinon bei 30' zu 35 g pro Liter gefunden. Die Löslichkeit von 2-tertiärem Butylanthrahydrochinon wird in der gleichen Weise durch Anwendung von 25o g pro Liter von Anthrachinon in demselben Lösungsmittel bei 30' zu loo g pro Liter ermittelt.
  • 3. Als Löslichkeit von 2-tertiärem Butylanthrachinon und 2-Äthylanthrachinon in einem Lösungsmittelgemisch, welches aus 40 Volumprozent a-Methylnaphthalin und 6o Volumprozent Diisobutylcarbinol besteht, werden bei 30' 293 g bzw. 15o g pro Liter der Lösung festgestellt. Die Ergebnisse dieses Beispiels zeigen, daß 2-tertiäres Butylanthrachinon in dem vorliegenden Lösungsmittelgemisch weitaus löslicher ist als 2-Äthylanthrachinon. Der Vergleich der Ergebnisse dieses Beispieles mit denjenigen von Beispiel Z macht deutlich, daß die Anwesenheit von a-Methylnaphthalin an Stelle von Benzol die Löslichkeit eines jeden Anthrachinons verbessert.
  • 4. Quantitative Hydrierung bei etwa 30° einer Lösung von loo g pro Liter von 2-Äthylanthrachinon im Lösungsmittelgemisch von 6o °/a Diisobutylcarbinol und 40 °/o a-Methylnaphthalin gemäß der durch die in Beispiel 2 beschriebenen Methode ergibt eine Lösung, die 52 g pro Liter an 2-Äthylanthrahydrochinon enthält. Dagegen kann eine Lösung von 175 g pro Liter an 2-tertiärem Butylanthrachinon in demselben Lösungsmittel hydriert werden, ohne daß eine Fällung eintritt, welche dann 114 g pro Liter Anthrahydrochinon enthält.
  • Quantitative Hydrierung einer Lösung von 175 g pro Liter an 2-tertiärem Butylanthrachinon in einem Gemisch von 6o Volumprozent . 3, 5. 5-Trimethylhexanol-Z und 40 Völumprozent a-Methylnaphthalin bei 30° gemäß der in Beispiel 2 beschriebenen Methode ergibt eine Lösung mit einem Gehalt von 11o g pro Liter an 2-tertiärem Butylanthrahydrochinon, ohne daß dabei eine Fällung auftritt.
  • 5. Ein Gemisch von 6o Volumprozent Diisobutylcarbinol und 40 Volumprozent a-Methylnaphthalin wird zu einem gleichen Volumen von io°/oigem wäßrigemWasserstoffperoxyd hinzugegeben, und die beiden Schichten werden bei 30' miteinander geschüttelt, bis Gleichgewicht vorliegt. Aliquote Teile jeder Schicht werden auf Wasserstoffperoxyd analysiert, und der Verteilungskoeffizient von Wasserstoffperoxyd zwischen der wäßrigen und organischen Phase wird durch Teilung der Konzentration von Wasserstoffperoxyd in der wäßrigen Phase durch die Konzentration in der organischen Phase errechnet. Dieser Koeffizient beträgt 95. In ähnlicher Weise wird ein Verteilungskoeffizient von 55 für ein Lösungsmittel, bestehend aus 6o Volumprozent Diisobutylcarbinol und 40 Volumprozent ß-Methylnaphthalin, ermittelt. Der entsprechende Wert für ein Lösungsmittel aus 6o °/o Diisobutylcarbinol und 40 % Dimethylnaphthalin beträgt 69. Diese Ergebnisse zeigen, daß für Gemische von Diisobutylcarbinol mit Monomethyl- oder Dimethylnaphthalin der Verteilungskoeffizient wesentlich vergrößert wird, wenn a-Methylnaphthalin angewendet wird.
  • Wenn in den obigen Beispielen Methylnaphthalin durch Benzol ersetzt wird, ist der Verteilungskoeffizient 55.
  • Der Verteilungskoeffizient von Wasserstoffperoxyd zwischen der wäßrigen und organischen Phase eines Gemisches mit einer lo°/oigen wäßrigen Lösung von Wasserstoffperoxyd, die sich im Gleichgewicht mit einem Gemisch von Heptanol-2 mit Benzol im Volumverhältnis 1: 1 befand, beträgt 28. Entsprechende Werte wie 41 und 36 werden gefunden, wenn Diisopropylcarbinol und Octanol-2 an Stelle von Heptanol-2 angewandt werden.
  • 6. Ein Gemisch von gleichen Volumteilen von Methylcyclohexanol und Benzol wird mit einem gleichen Volumen von wäßrigem io°/oigem Wasserstoffperoxyd bei 3o' geschüttelt, bis das Gleichgewicht erreicht wird. Der Wasserstoffperoxydverteilungskoeffizient wird wie vorher beschrieben bestimmt und zu 18 gefunden.
  • 7. Eine besonders gute Versuchslösung besteht in einer Lösung, welche 175 g pro Liter 2-tertiäres Butylanthrachinon enthält, dessen Lösungsmittel zu 6o Volumprozent aus Diisobutylcarbinol und zu 40 Volumprozent aus a-Methylnaphthalin besteht. Diese Lösung wird mit einem gleichen Volumen von 35 °/oigem wäßrigem Wasserstoffperoxyd geschüttelt. Nach Einstellen des Gleichgewichtes bei 30' werden beide Schichten auf Wasserstoffperoxyd analysiert und aus den erhaltenen Daten der Verteilungskoeffizient zu 40 ermittelt. Der Verteilungskoeffizient für dieselbe Versuchslösung mit io°/oigem wäßrigem Wasserstoffperoxyd beträgt 52. Wenn ein gleichteiliges Gemisch von Methylnaphthalin an Stelle des a-Methylnaphthalins in der obigen Versuchslösung verwendet wird, beträgt der Verteilungskoeffizient für 35°/oiges wäßriges Wasserstoffperoxyd 36.
  • B. Ungefähr 5 1 werden angesetzt, die 175 g des 2-tertiären Butylanthrachinons pro Liter in einem Lösungsmittel von a-Methylnaphthalin und Diisobutylcarbinol in einem Volumverhältnis von 40 zu 6o in der Versuchslösung enthalten. Die Lösung wird einem Kreisprozeß unterworfen, indem annähernd 20 cm3 in der Minute zuerst durch die Hydrierungsstufe, dann die Oxydationsstufe und endlich durch eine Extraktionsstufe zwecks Entfernung des Wasserstoffperoxyds zirkulieren. Ein aktiver, mit Palladium belegter Tonerdekatalysator wird bei der Hydrierung angewandt, und dieser Katalysator wird von der Lösung abgetrennt, bevor letztere die Oxydationsstufe passiert. Nach der Extraktion wird die Lösung zur Hydrierung zurückgeführt, und dieser Verfahrenskreislauf' wird 1975 Stunden fortgesetzt, während welcher Zeit 26 ooo g Wasserstoffperoxyd entstehen. Während dieser Zeit werden annähernd 13 °/o von dem Anthrachinon in unbrauchbare Nebenprodukte umgewandelt. Dieser Anthrachinonverlust entspricht nur 0,005 g pro Gramm von ioo°/@gem Wasserstoffperoxyd.
  • g. Eine Versuchslösung, welche mehrere Wochen in Gebrauch steht und deren Analyse folgende Werte ergibt: 8,4 °/0 2-tertiäres Butylanthrachinon, 5,0 °/o Tetrahydro-2-tertiäres-butylanthrachinon, 5,8 °/o unbestimmbares Lösliches, 28,5 °/o Diisobutylcarbinol und 52,o °/o a-Methylnaphthalin, wird auf den Wasserstoffperoxydverteilungskoeffizienten untersucht, welcher bei io- bzw. 3o°/oigen wäßrigen Wasserstoffperoxydlösungen 84 bzw. 58 beträgt.
  • Die obige Versuchslösung wird kontinuierlich in einem Kreisprozeß hydriert und oxydiert und fortgesetzt einer Gegenstromextraktion unterworfen, die in einer Kolonne mit 40 Siebplatten durchgeführt wird. Man erhält übereinstimmend einen Extrakt von 35 bis q.o Gewichtsprozenten Wasserstoffperoxyd, was eine wenigstens go%ige Ausbeute an Wasserstoffperoxyd aus der oxydierenden Versuchslösung bedeutet.
  • Die früher für Verfahren dieser Art vorgeschlagenen Temperaturen und Drücke können angewandt werden. Üblicherweise wird die Hydrierung bei 2o bis q.0° ausgeführt, wobei jedoch der Temperaturbereich zwischen 25 und 35° bevorzugt wird. Höhere Temperaturen, z. B. über 5o°, können ebenfalls angewendet werden, aber solche hohen Temperaturen scheinen die Bildung von Nebenprodukten zu beschleunigen. Die Oxydationstemperaturen liegen gewöhnlich im Intervall von 3o bis 6o°, vorzugsweise zwischen '4Ö und 5o°. Indessen können auch Temperaturen außerhalb dieser Grenzen verwendet werden. Es ist wünschenswert, eine so hohe Konzentration an organischen Reaktionsmittlern in der Arbeitslösung zu verwenden, wie sie ohne entstehende Niederschläge an irgendeinem Punkt des Kreisprozesses noch möglich ist. Wenn die bevorzugten Anthrachinone angewandt werden, können Versuchslösungen bis 300 g pro Liter Anthrachinongehalt Anwendung finden. Hauptsächlich bewegen sich die Konzentrationen zwischen ioo und 300 g pro Liter. Zu den Faktoren, die bei der Auswahl der anzuwendenden Konzentration Berücksichtigung finden sollten, gehört die Löslichkeit des hydrierten Reaktionsmittlers, die anzuwendende Temperatur und das Ausmaß, bis zu welchem die Hydrierung ausgeführt werden soll. Bei Verfahren dieser Art ist es im allgemeinen am günstigsten, nur einen Teil des Anthrachinons zu hydrieren und hierbei höhere Konzentrationen an Anthrachinon zu verwenden als in dem Fall, wo die Hydrierung vollständig ausgeführt wird. Die Dichte der entstehenden Lösung sollte bei der Wahl der anzuwendenden Anthrachinonkonzentration auch berücksichtigt werden. Unter Berücksichtigung all dieser Faktoren ist es am günstigsten, wenn als Anthrachinon 2-tertiäres Butylanthrachinon verwendet wird, eine Konzentration von etwa 15o bis 250 g pro Liter anzuwenden und die Hydrierung nur bis etwa q.o bis 65 °/o der Theorie durchzuführen.
  • Es ist allgemein bekannt, daß, ausgehend von einem alkylierten Anthrachinon, allmählich eine Hydrierung des einen der aromatischen Ringe als Nebenreaktion eintritt, so daß sich Tetrahydroanthrachinon im allgemeinen ständig bildet. So bildet sich bei der Anwendung von 2-tertiärem Butylanthrachinon langsam Tetrahydro-2-tertiäres-butylanthrachinon. Bei höheren Chinonkonzentrationen, abhängig von Temperatur und maximaler Chinonkonzentration, fällt die Tetrahydroverbindung aus und kann abgetrennt werden. Im Reduktions-Oxydationskreislauf entsteht Wasserstoffperoxyd aus Tetrahydro-2-tertiärem-butylanthrachinon. Wenn auch die Oxydation schwieriger verläuft, so ist doch eine wesentliche Konzentration davon, z. B. io bis 40 °/o des gesamten Chinonwertes, gewöhnlich günstig, da diese Konzentration die Gesamtmenge Anthrachinon erhöht, die in Lösung gehalten werden kann und so eine Zunahme der Peroxydkonzentration in dem wäßrigen Extrakt gestattet. Was mit Bezug auf Tetrahydro-2-tertiäres-butylanthrachinon gesagt wurde, gilt normalerweise auch bei Tetrahydroderivaten anderer alkylierter Anthrachinone. Auf Grund dieser Beziehung zwischen den alkylierten Anthrachinonen und den hydrierten Ringen enthält die vorliegende Arbeitslösung immer etwas von den Tetrahydroverbindungen, nachdem die Lösung einige Zeit verwendet wurde.
  • Die oben behandelten Nonylalkohole in Verbindung mit z. B. a-Methylnaphthalin sind bessere Lösungsmittel für die organischen Reaktionsmittler, als es die höheren aliphatischen Alkohole sind. Sie sind auch den niederen Alkoholen überlegen, da sie gleichzeitig die folgenden Eigenschaften haben; einen besseren Wasserstoffperoxydverteilungskoeffizienten, niedrigere Löslichkeit in Wasser und geringere Wasseraufnahme. Der vorteilhafteste Alkohol ist Diisobutylcarbinol. Obwohl einige Monomethyl- oder Dimethylnaphthaline als Naphthalinbestandteil des Lösungsmittels verwendet werden können, ist a-Methylnaphthalin das hervorragendste Naphthalin, und ihm wird deshalb der Vorzug gegeben. Jegliche geeignete Hydrierungskatalysatoren können in der Hydrierungsstufe verwendet werden. Nickelkatalysatoren gelten hierbei als passendste Katalysatoren. Indessen ist mit Palladium belegte aktivierte Tonerde ein erfolgreicher und praktischerKatalysator und wird bevorzugt gebraucht.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd in einem Kreisprozeß, wobei alkylierte Anthrachinone für sich oder neben tetrahydroalkylierten Anthrachinonen zu den entsprechenden alkyliertenund tetrahydroalkyliertenAnthrahydrochinonen hydriert und diese durch Oxydation unter Wasserstoffperoxydbildung und -abtrennung in die Ausgangsverbindungen zurückgeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsmittel in der Reduktions- und Oxydationsstufe Gemische verwendet werden, die nicht weniger als 2o Volumprozent von Verbindungen der Gruppe der primären und/oder sekundären Nonylalkohole und nicht weniger als 2o Volumprozent von Verbindungen der Gruppe der monomethyl- und/oder dimethylsubstituierten Naphthaline enthalten.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Lösungsmittelgemisch von 25 bis 75 Volumprozent, vorzugsweise 35 bis 65 Volumprozent, Nonylalkohol und 75 bis 25 Volumprozent, vorzugsweise 65 bis 35 Volumprozent Naphthalinen verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsmittel a-Methylnaphthalin angewendet wird. q.
  4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsmittelgemisch a-Methylnaphthalinund Diisobutylcarbinolangewendet wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsmittelgemisch a-Methylnaphthalin und 3, 5, 5-Trimethylhexanol-i angewendet wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in der Hydrierungsstufe ein Gemisch von alkyliertem Anthrachinon mit einer wesentlichen Menge von entsprechendem tetrahydroalkyliertem Anthrachinon verwendet wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Gemisch der Hydrierungsstufe der Anteil an tetrahydroalkyliertem Anthrachinon io bis 40 % der völlig alkylierten Anthrachinone ausmacht.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4349526A (en) * 1980-07-18 1982-09-14 Degussa Aktiengesellschaft Process for the production of hydrogen peroxide

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US4349526A (en) * 1980-07-18 1982-09-14 Degussa Aktiengesellschaft Process for the production of hydrogen peroxide

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