DE953790C - Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd

Info

Publication number
DE953790C
DE953790C DEL19231A DEL0019231A DE953790C DE 953790 C DE953790 C DE 953790C DE L19231 A DEL19231 A DE L19231A DE L0019231 A DEL0019231 A DE L0019231A DE 953790 C DE953790 C DE 953790C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solvent
hydrogen peroxide
anthraquinone
benzene
substituted
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEL19231A
Other languages
English (en)
Inventor
Charles William Lefeuvre
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Evonik LCL Ltd
Original Assignee
Laporte Chemicals Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Laporte Chemicals Ltd filed Critical Laporte Chemicals Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE953790C publication Critical patent/DE953790C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B15/00Peroxides; Peroxyhydrates; Peroxyacids or salts thereof; Superoxides; Ozonides
    • C01B15/01Hydrogen peroxide
    • C01B15/022Preparation from organic compounds
    • C01B15/023Preparation from organic compounds by the alkyl-anthraquinone process

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd Die britische Patentschrift 465 o7o beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd durch Hydrierung einer Lösung eines substituierten Anthrachinons mit Wasserstoff in Anwesenheit eines Katalysators, wobei das entsprechende Anthrahydrochinon oder Antbrachinhydron gebildet wird, welches anschließend mit Sauerstoff oxydiert wird, um das Anthrachinon zurückzubilden unter gleichzeitiger Erzeugung von Wasserstoffperoxyd, welches hierauf abgetrennt wird. Das Verfahren wird auf diese Weise im Kreislauf geführt. Diese Patentschrift gibt als Beispiele von geeigneten Lösungsmitteln für die Anthrahydrochinone Amylalkohol, Cyclohexanol und Methylcyclohexanol an, während das Lösungsmittel, das im einzelnen für das Anthrachinon angegeben wird, Benzol, Toluol, Xylol oder Tetrahydronaphthalin ist. Zahlreiche andere Lösungsmittel sind später zur Verwendung in einem solchen Verfahren vorgeschlagen worden. So ist in der britischen Patentschrift 5o8o8r das Lösungsmittel, das im Beispiel angegeben wird, eine Mischung von Benzol und Methylcyclohexanol.
  • Die britische Patentschrift 669 274 beschreibt die Verwendung einer Lösungsmittelmischung, die aus einem Kohlenwasserstoffbestandteil zur Lösung der Chinone und einem wasserunlöslichen organischen Phosphonat zur Lösung des Anthrachinons besteht. Angegebene Beispiele für Kohlenwasserstoffe sind Benzol und Dimethylnaphthalin.
  • Die britische Patentschrift 67159-4 beschreibt eine Lösungsmittelmischung mit dem üblichen Kohlenwasserstoffbestandteil für die Chinonform, während das Lösungsmittel für die Hydrochinonform des alkylierten Anthrachinons ein trisubstituierter organischer Ester der Phosphorsäure ist. Angegebene Beispiele für Kohlenwasserstoffe sind Benzol und Dimethylnaphthalin.
  • In der USA.-Patentschrift 2:Z15 883 sind geeignete Lösungsmittehnischungen, z. B. Benzol oder Cyclohexanol, Toluol und Amylalkohol, Xylol oder Anisol und Isoheptylalkohol und Anisol und Methylcyclohexanol, genannt.
  • Die USA.-Patentschrift 2 455 238 jedoch beschreibt das Arbeiten mit einem einzigen Lösungsmittel, welches das erforderliche Lösungsvermögen sowohl für das Chinon als auch für die Hydrochinonform aufweist und in welchem sowohl die Reduktion als auch die Oxydation bei verhältnismäßig hohen Konzentrationen der beiden Formen der Zwischenprodukte durchgeführt werden kann. Beispiele für solche einzige Lösungsmittel sind Ester der Sebazinsäure oder Ester von anderen zweibasischen organischen Säuren, wie z. B. Bernsteinsäure und Adipinsäure, wobei das Molekül des Esters 12 bis 16 Kohlenstoffatome enthält und zwei Estergruppen besitzen, die aus einer aliphatischen oder aryl-aliphatischen Säure und einem aliphatischen oder aryl-aliphatischen Alkohol hergestellt worden sind. Die bevorzugten Ester sind Dibutylsebazat, Bernsteinsäure-di-n-hexylester und Adipinsäure-di-n-hexylester. .' Die britische Patentschrift 686 567 beschreibt eine' Lösungsmittelmischung, die aus primären und sekun= dären Nonylalkoholen und Mischungen davon und einer Substanz, die aus der Gruppe von monomethyl-und dimethylsubstituierten Naphthalinen und Mischungen davon ausgewählt ist, besteht.
  • Die Lösungskomponente für das Anthrachinhydrön oder Anthrahydrochinon kann ebenso die Leichtigkbit der wäßrigen Extraktion des hergestellten Wasserstoffperoxyds beeinflussen, wenn die andere Komponente in der Lösungsmittelmischung ein aromatischer Kohlenwasserstoff, z. B. Benzol, ist, da der Verteilungskoeffizient des Wasserstoffperoxyds zwischen dem Wasser und der Lösungsmittelmischung in großem Ausmaß davon abhängt. Die früher vorgeschlagenen, vorstehend erwähnten Lösungsmittel für das Anthrachinhydron oder das Anthrahydrochinon hatten jedoch verschiedene Nachteile. So ist zwar das Cyclohexanol ein gutes Lösungsmittel für das Anthrachinhydron oder Anthrahydrochinon, jedoch ist es sehr wasserlöslich und wird zu Adipinsäure oxydiert. Sowohl der Amylalkohol als auch das Methylcyclohexanol haben eine unerwünscht hohe Löslichkeit in Wasser. Auch die Verteilungskoeffizienten der Mischungen aus Cyclohexanol, Methylcyclohexanol und Arnylalkohol mit dem Lösungsmittel für die Anthrachinone sind niedrig, Gemäß dem deutschen Patent 933 088 wird die Verwendung von Estern des Cyclohexanols und des Alkylcyclohexanols als verbesserte Lösungsmittel für die Anthrachinhydrone vorgeschlagen.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine Verbesserung oder Modifizierung des Verfahrens gemäß dem deutschen Patent 933 088. In diesem Patent wird ein Kreislaufverfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd durch Autoxydation eines Anthrachinhydrons oder Anthrahydrochinons in einer Lösungsmittelmischung beschrieben, wobei nach erfolgter Abtrennung des Wasserstoffperoxyds das Anthrachinon wieder zu dem Anthrachinhydron oder Anthrahydrochinon reduziert wird; welche wiederum autoxydiert werden, und wobei die Komponente der Lösungsmittelmischung, welche das Lösungsmittel für das Anthrachinhydron oder Anthrahydrochinon darstellt, ein aliphatischer Ester eines Cyclohexanols oder eines Alkylcyclohexanols ist. Benzol wird dabei als ein Beispiel für die andere Komponente der Lösungsmittelmischung, die als Lösungsmittel für das Anthrachinon dient, angegeben.
  • Das 'Benzol, das gewöhnlich als Lösungsmittel für das Chinon verwendet wird, hat jedoch den schwerwiegenden Nachteil eines niedrigen Flammpunktes und eines hohen Dampfdruckes. Außerdem ist Benzoldampf in hohem Grade giftig, so daß damit nicht nur Feuersgefahr, sondern auch die Möglichkeit der" Gesundheitsschädigung der bei diesem Verfahren Beschäftigten besteht. Bei einem Verfahren, bei welchem Gase durch eine Mischung geblasen werden, die Benzol enthält, sind wegen seines hohen Dampfdruckes umfangreiche Anlagen zur Wiedergewinnung des Lösungsmittels notwendig.
  • Es wurde nun gefunden, daß das in dem im deutschen Patent 933 o88 beschriebenen Verfahren verwendete Benzol durch ein oder mehrere Benzolabkömmlinge, die eine oder mehrere Alkylgruppen enthalten, z. B. mit Äthyl oder Methyl substituierte Benzole, ersetzt werden kann.
  • Demgemäß besteht das Verfahren der vorliegenden Erfindung in einem Kreislaufverfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd,durch die Autoxydation eines substituierten Anthrachinhydrons oder Hydrochinons in einer Lösungsmittelmischung mit nachfolgender Entfernung des Wasserstoffperoxyds, wobei anschließend das Anthrachinon wieder zu dem Anthrachinhydron oder Hydrochinon reduziert wird, welche wiederum autoxydiert werden, und wobei die Komponente in der Lösungsmittelmischung, welche das Lösungsmittel für das Anthrachinhydron oder Hydrochinon darstellt, eih aliphatischer Ester eines Cyclohexanols oder eines aAlkylcyclohexanols ist, das dadurch gekennzeichnet :ist, daß als `Komponente in der Lösungsmittelmiscliung, welche das Lösungsmittel für das Anthrachinon darstellt, ein oder mehrere Benzolabkömmlinge verwendet werden, die eine oder mehrere Alkylgruppen enthalten, wie z. B. mit Äthyl oder Methyl substituierte Benzole.
  • Das Verfahren der Erfindung ist anwendbar auf die Behandlung von alkyl und arylsubstituierten Anthrachinonen, z. B. Äthylanthrachinonen und Butylanthrachinonen. ' Die Verwendung eines- Esters des Cyclohexanols oder eines A1kyIcyclohexanols ergibt zahlreiche Vorteile im Vergleich mit den gewöhnlichen Lösungsmitteln, wie dies schon im deutschen Patent 933088 näher ausgeführt wird. Außer der niedrigeren Entflammbarkeit haben die Benzolabkömmlinge, die eine oder mehrere Alkylgruppen enthalten, wie z. B. mit Äthyl oder Methyl substituierte Benzole, ebenso noch andere Vorteile. Mit Zunahme der Substitution nimmt der Dampfdruck und die Giftigkeit ab, während der Flammpunkt erhöht wird. Auf diese Weise können durch geeignete Auswahl des Lösungsmittels Feuersgefahr und andere Gefahren in großem Umfang vermindert werden, während die Notwendigkeit großer Anlagen zur Rückgewinnung des Lösungsmittels stark eingeschränkt werden kann. Ein anderer Vorteil ist, daß die Überwachung der Lösungsmittelverhältnisse vereinfacht wird, da dies schwierig sein kann, wenn eine der Komponenten der Lösungsmittelmischung flüchtiger als die andere ist.
  • Beispiele für Cyclohexanolester, die zur Anwendung bei dem erfindungsgemäßen Verfahren geeignet sind, sind die Essigsäure- oder Propionsäureester des Cyclohexanols oder des Methylcyclohexanols. Die mit Alkylgruppen substituierten Benzole können z. B. ein oder mehrere Xylole oder ein oder mehrere Trimethylbenzole sein. Ein Beispiel für ein mit Methyl substituiertes Benzol ist ein Lösungsmittel, das aus Petroleum gewonnen wird und einen Siedebereich von 5 % bei I55° und 95 °/o bei i85° hat. Das Verhältnis der aromatischen zu den paraffinischen Verbindungen ist in diesem Lösungsmittel in der Größenordnung von 4 : I. Es enthält 50 °/o Mesitylen (I, 3, 5-Trimethylbenzol), 30 °/o Pseudocumol (r, 2, 4-Trimethylbenzol) und I, 3, 4-Trimethylbenzol. Die restlichen 2o °/o sind paraffinische Verbindungen. Dieses Lösungsmittel hat einen Flammpunkt von 4I° und ein spezifisches Gewicht 'von o,855. Ein anderes ähnliches Lösungsmittel hat einen Flammpunkt von 520 und ein -spezifisches Gewicht von 0,870. Ein anderes Beispiel ist eine Mischung von Xylohsomeren, die aus Erdöl erhalten wurde und ein spezifisches Gewicht von ungefähr o,855 und einen Flammpunkt von 240 hat.
  • Des weiteren können auch andere handelsübliche alkylsubstituierte Benzole verwendet werden, und gewünschtenfalls können sie durch die üblichen Verfahren vor der Verwendung bei dem erfindungsgemäßen Verfahren gereinigt werden.
  • Die folgenden Beispiele sollen die Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens und seine Vorteile näher erläutern: Beispiel I Die Löslichkeit des 2-Äthylanthrachinons in einer Mischung gleicher Volumina Methylcyclohexanolacetats (97,5 °/o Estergehalt) und I. Benzols mit einem Flammpunkt von - r=0, II. des oben beschriebenen methylsubstituierten Benzols mit einem Flammpunkt von 4I0, III. des oben beschriebenen methylsubstituierten Benzols, jedoch mit einem Flammpunkt von 520, bei 250 ist größer als 8o g/1 in jeder der Lösungsmittelmischungen. Dara44. ergibt sich, daß die Löslichkeit von Anthrachinon '.durch den Austausch von Benzol durch ein substituiertee;Benzol nicht stark vermindert wird. Es wurden Lösungen von 2-Äthylanthrachinon in den oben beschriebenen Lösungsmittehnischungen hergestellt. Das gelöste 2-Äthylanthrachinon wurde dann mit Wasserstoff in Gegenwart des unten beschriebenen Palladiumkatalysators hydriert. Das Hydrierungsverfahren wurde so lange fortgesetzt, bis das 2-Äthylanthrachinon vollständig zu 2-Äthylanthrahydrochinon umgewandelt war. Nach 24stündigem Stehen bei 250 wurden der Katalysator und das ausgeschiedene Anthrahydrochinon aus allen drei Lösungen abfiltriert und die Konzentration des in der Lösung verbleibenden Anthrahydrochinons in jeder Lösungsmittelmischung bestimmt. Die Ergebnisse waren die folgenden
    Löslichkeit von
    Löslichkeit von 2-Athylanthra-
    Lösungs- 2-Athylanthra- hydrochinon
    mittel- hydrochinon als Äquivalent
    mischung Wasserstoffperoxyd
    g/1 g/1
    I 15,4 2,20
    II 15,8 2,26
    III 15,5 2,2I
    Die oberen Ergebnisse zeigen, daß der Austausch des Benzols durch die substituierten Benzole die Löslichkeit des 2-Äthylanthrahydrochipons nicht vermindert.
  • Es wurden Lösungen, die ioo g/1 ' 2-Äthylanthrachinon in den- oben beschriebenen Mischungen I und II enthielten, in Gegenwart des unten beschriebenen Katalysators hydriert, bis sich gerade ein Niederschlag von 2-Äthylanthrachinhydron bildete. Nach 24stündigem Stehen bei 250 wurden der Niederschlag und der Katalysator abhltriert und die Konzentration des verbleibenden 2 - Äthylanthrachinhydrons in der Lösungsmittelmischung bestimmt. Die Ergebnisse waren' folgende
    Konzentration des
    Konzentration des 2-Athylanthrachin-
    Lösungs- 2-Athylanthrachin- hydrons
    mittel hydrons als Äquivalent
    Wasserstoffperoxyd
    g/1 g/1
    I 45,5 3,3
    II 455 3,3
    Die obigen Ergebnisse zeigen, daß der Austausch des Benzols durch ein substituiertes Benzol nicht auf die Löslichkeit des 2-Ätliylanthraehinhydrons einwirkt.
  • Teile der oben beschriebenen Lösungsmittelmischungen I, "II und III wurden mit gleichen -Raumteilen von I5°/oigem wäßrigem Wasserstoffperoxyd bei 250 geschüttelt, bis Gleichgewicht eingetreten war. Die beiden. Phasen wurden dann getrennt und die Konzentration des Wasserstoffperoxyds in jeder bestimmt. Der Verteilungskoeffizient des Wasserstoffperoxyds zwischen den beiden Phasen wurde dann durch Dividieren der Konzentration in der wäßrigen Phase durch die Konzentration der organischen Phase berechnet. Die so erhaltenen Ergebnisse waren die folgenden
    Lösungsmittel- Verteilungs-
    mischung koeffizient
    I ................. 95
    TI ................. ii9
    ITI .....:........... iig
    Die obigen Ergebnisse zeigen, daß der Verteilungskoeffizient und also auch die maximale Wasserstoffperoxydkonzentration, welche durch Extrahieren aus den Lösungen in den Mischungen erhalten werden kann; bei Austausch des Benzols durch das substituierte Benzol nicht ungünstig beeinflußt wird.
  • Eine Lösung von 7o g/1 von 2-Äthylanthrachinon in der oben beschriebenen Lösungsmittelmischung II wurde durch ein Hydrierungsgefäß, ein Oxydationsgefäß und eine im Gegenstrom arbeitende mit Wasser gefüllte Plattenkolonne geführt. Die Lösung wurde mit einer solchen Geschwindigkeit hindurchgeführt, daß ein vollständiger Kreislauf ungefähr 3 Stunden dauerte. Der Katalysator, der in dem Hydrierungsgefäß verwendet wurde, bestand aus Palladium, das auf aktiviertem Aluminiumoxyd aufgebracht war, und dieser Katalysator wurde kontinuierlich aus der hydrierten Lösung abgetrennt, bevor die Lösung in das Oxydationsgefäß gebracht wurde. Die Konzentration des Wasserstoffperoxyds in der oxydierten organischen Lösung war 2,5 g/1 und im wäßrigen Extrakt 7o g/1. Die Wirksamkeit der Extraktion war größer als 95'/,.
  • Beispiel 2 Die Löslichkeit des 2-Äthylanthrachinons und des 2-Äthylanthrahydrochinons wurde in einer Mischung gleicher Volumina Methylcyclohexanoleacetats (mit 98%igem Estergehalt) und handelsüblichen schwefelfreien Xylols unter Verwendung der oben beschriebenen Methode bestimmt.
  • Die Löslichkeit des Chinons wurde zu 1049/1 bestimmt und die des Hydrochinons war 14,79/1, was 2,1 g/1 Wasserstoffperoxyd entspricht.
  • Der Verteilungskoeffizient des Wasserstoffperoxyds zwischen Wasser und der Lösungsmittelmischung wurde gleichfalls in der oben beschriebenen Art bestimmt; er betrug 10q..
  • Diese Ergebnisse zeigen, daß Benzol durch Xylol in der Lösungsmittehnischung ersetzt werden kann, ohne daß irgendwelche ungünstigen Wirkungen auf ihre Eigenschaften als Lösungsmittel eintreten. Außerdem wurden die Flanunpunkte der Lösungsmittelmischung, die Benzol und ioo g/12-Äthylanthrachinon enthielt, und von derjenigen, welche Xylol und ioo g/1 2-Äthylanthrachinon enthielt, bestimmt, und es wurde gefunden, daß die erstere einen solchen von weniger als o° und die letztere einen solchen von 36° besitzt. Dies zeigt, daß durch die Substituierung des Benzols die Feuersgefahr vermindert wird.
  • Eine Lösung, die 8o g 2-Äthylanthrachinon pro Liter einer Mischung gleicher Volumina handelsüblichen schwefelfreien Xylols, wie oben erwähnt, und Methylcyclohexanolacetats enthielt, wurde durch ein Hydrierungsgefäß, ein Oxydationsgefäß und eine im Gegenstrom arbeitende, mit Wasser gefüllte Plattenkolonne geführt, wobei das gebildete Wasserstoffperoxyd extrahiert wurde; die extrahierte organische Lösung wurde dann im Kreislauf zurückgeführt. In dem Hydrierungsgefäß wurde ein Katalysator verwendet, der aus Palladium auf aktiviertem Aluminiumoxyd bestand, und der ununterbrochen aus der hydrierten Lösung abgetrennt wurde, bevor die Lösung autoxydiert wurde. Die Durchschnittskonzentration des 2-Äthylanthrachinhydrons in der hydrierten Lösung war 41 9/1, was einer Wasserstoffperoxyd-Konzentration von 2,9 g/1 entspricht. Die Durchschnittskonzentration von Wasserstoffperoxyd in dem wäßrigen Extrakt war 147 g/1, und die Extraktionswirkung war 96 °/o.
  • Beispiel 3 Die obenerwähnte Lösungsmittelmischung Il, die 709/1 2-Äthylanthrachinon enthielt, wurde, wie im Beispiel i ausgeführt, im Kreislauf geführt. In diesem Falle war der Hydrierungskatalysator Palladium, das auf Magnesiumhydroxyd aufgebracht war. Die Durchschnittskonzentration des 2-Äthylanthrachinhydrons war 42,5 g/1, was 3,05 g/1 Wasserstoffperoxyd entspricht. Die Durchschnittskonzentration des Wasserstoffperoxyds im wäßrigen Extrakt war 156 g/l, und die Extraktionswirkung war größer als 99 °/o.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Kreislaufverfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd durch die Autoxydation eines substituierten Anthrachinhydrons oder Hydrochinons in einer Lösungsmittelmischung mit nachfolgender Entfernung des Wasserstoffperoxyds, wobei anschließend das Anthrachinon wieder zu Anthrachinhydron oder Hydrochinon reduziert -wird, welches wiederum oxydiert wird, und als Komponente in .der Lösungsmittelmischung, welche als Lösungsmittel für das Anthrachinhydron oder Hydrochinon dient, ein aliphatischer Ester eines Cyclohexanols oder eines Alkylcyclohexanols verwendet wird nach Patent 933 o88, dadurch gekennzeichnet, daß als Komponente in der Lösungsmittelmischung, welche als Lösungsmittel für das Anthrachinon dient, ein oder mehrere Benzole, die eine oder mehrere Alkylgruppen enthalten, z. B. äthyl- oder methylsubstituierte Benzole, verwendet werden.
DEL19231A 1953-07-01 1954-07-01 Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd Expired DE953790C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB953790X 1953-07-01

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE953790C true DE953790C (de) 1956-12-06

Family

ID=10786345

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEL19231A Expired DE953790C (de) 1953-07-01 1954-07-01 Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE953790C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1112051B (de) * 1957-10-12 1961-08-03 Edogawa Kagaku Kogyo Kabushiki Kreislaufverfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd
US4349526A (en) 1980-07-18 1982-09-14 Degussa Aktiengesellschaft Process for the production of hydrogen peroxide

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1112051B (de) * 1957-10-12 1961-08-03 Edogawa Kagaku Kogyo Kabushiki Kreislaufverfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd
US4349526A (en) 1980-07-18 1982-09-14 Degussa Aktiengesellschaft Process for the production of hydrogen peroxide

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1261838B (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd
DE953790C (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd
DE2150390A1 (de) 1-Alkyl-9,10-anthrachinone und deren 5,6,7,8-Tetrahydroderivate,sowie Anwendung dieser Derivate zur Herstellung von Wasserstoffperoxid
DEL0019231MA (de)
DE2018686C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Was serstoffperoxid
DE1019280B (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd
DE963150C (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd
DE743225C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen aromatischen Carbonsaeuren
DE888840C (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd
DE1195279B (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff-peroxyd im Kreislauf
DE933088C (de) Kreislaufverfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd
DE1112051B (de) Kreislaufverfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd
CH378862A (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd
DE892747C (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd
DE965321C (de) Verfahren zur Herstellung von reiner Terephthalsaeure
DE942807C (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd durch abwechselndes Hydrieren und Oxydieren von Alkylanthrachinonen
AT211790B (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd
AT210387B (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd nach dem Anthrachinonverfahren
AT202973B (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd mit Hilfe von Alkylanthrachinonen
DE833953C (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd
AT202108B (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd
DE940423C (de) Verfahren zur Reinigung von Vitamin B enthaltenden Konzentraten
DE2301118C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxid
DE868896C (de) Verfahren zur Trennung von Mischungen aus hoehermolekularen Alkoholen und Kohlenwasserstoffen
DE1052371B (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd durch Reduktion und Oxydation von al