DE88541C - - Google Patents

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DE88541C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A19/00Firing or trigger mechanisms; Cocking mechanisms
    • F41A19/06Mechanical firing mechanisms, e.g. counterrecoil firing, recoil actuated firing mechanisms
    • F41A19/42Mechanical firing mechanisms, e.g. counterrecoil firing, recoil actuated firing mechanisms having at least one hammer
    • F41A19/43Mechanical firing mechanisms, e.g. counterrecoil firing, recoil actuated firing mechanisms having at least one hammer in bolt-action guns
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A3/00Breech mechanisms, e.g. locks
    • F41A3/12Bolt action, i.e. the main breech opening movement being parallel to the barrel axis
    • F41A3/36Semi-rigid bolt locks, i.e. having locking elements movably mounted on the bolt or on the barrel or breech housing
    • F41A3/50Toggle-joint locks, e.g. crank-operated
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A9/00Feeding or loading of ammunition; Magazines; Guiding means for the extracting of cartridges
    • F41A9/01Feeding of unbelted ammunition
    • F41A9/06Feeding of unbelted ammunition using cyclically moving conveyors, i.e. conveyors having ammunition pusher or carrier elements which are emptied or disengaged from the ammunition during the return stroke
    • F41A9/09Movable ammunition carriers or loading trays, e.g. for feeding from magazines
    • F41A9/10Movable ammunition carriers or loading trays, e.g. for feeding from magazines pivoting or swinging
    • F41A9/13Movable ammunition carriers or loading trays, e.g. for feeding from magazines pivoting or swinging in a vertical plane
    • F41A9/16Movable ammunition carriers or loading trays, e.g. for feeding from magazines pivoting or swinging in a vertical plane which is parallel to the barrel axis
    • F41A9/17Movable ammunition carriers or loading trays, e.g. for feeding from magazines pivoting or swinging in a vertical plane which is parallel to the barrel axis mounted within a smallarm
    • F41A9/18Movable ammunition carriers or loading trays, e.g. for feeding from magazines pivoting or swinging in a vertical plane which is parallel to the barrel axis mounted within a smallarm feeding from a tubular magazine under the barrel

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Magazinfeuerwaffen, welche sich durch Benutzung des Rückstofses selbstthätig wieder laden, bei denen also vermöge ihrer besonderen Einrichtung nach dem Abfeuern selbstthätig derVerschlufsbolzen zurückgeht und alle übrigen Verrichtungen ausgeführt werden, um die Waffe zum Abfeuern wieder bereit zu machen. Die Erfindung eignet sich zwar in erster Linie für Handfeuerwaffen, doch ist ihre Anwendung nicht darauf beschränkt.
Der Rückstofslader, welcher den Gegenstand der Erfindung bildet, ist von derjenigen Art, bei welcher der Lauf sich in der Längsrichtung verschiebt und seine hintere Verlängerung mit dem Verschlufsbolzen durch einen Kniehebel verbunden ist,' durch dessen Beugung der Verschlufs geöffnet wird, und zwar besteht seine Haupteigenthümlichkeit darin, dafs der Verschlufs geöffnet ist, während der Lauf bereits in seine normale Lage zurückgekehrt ist, sei es, dafs die Beugung des Kniehebels erst nach oder bereits während der Rückkehr des Laufes in diese Lage vor sich geht. Das letztere ist der Fall bei den in den Zeichnungen durch Fig. 1 bis 15 bezw. 16 bis 23 dargestellten zwei Rückstofsladern, welche beide als Handwaffen ausgeführt sind und für den Mechanismus zur Bewegung des Kniehebels zwei verschiedene Ausführungsbeispiele darbieten.
Fig. ι ist eine Ansicht des Gewehres von derjenigen Seite aus, von welcher das Magazin gefüllt wird.
Fig. 2 ist ein' senkrechter Längsschnitt nach der Linie 2 in Fig. 6.
Fig. 3 ist ein senkrechter axialer Längsschnitt in gröfserem Mafsstabe. Das Gewehr ist soeben abgefeuert worden und der Hahn ruht noch auf dem Schlagbolzen.
Fig. 4 ist ebenfalls ein senkrechter axialer Längsschnitt, der aber die Stellung der Theile nach vollendetem Rückstofs zeigt, also wenn der Lauf sich in seiner hinteren Endstellung befindet.
Fig. 5 ist derselbe Schnitt bei einer Stellung der Theile, wie sie statt hat, wenn der Lauf in seine· normale Lage zurückkehrt und der Verschlufsbolzen vollständig zurückgezogen ist.
Fig. 6 und 7 sind waagrechte Längsschnitte nach den Linien 6 bezw. 7 in Fig. 3.
Fig. 8, 9, 10, 11 und 12 sind Querschnitte nach den mit denselben Ziffern bezeichneten Linien in Fig. 3.
Fig. 13 ist eine perspectivische Ansicht des Verschlufsbolzens.
Fig. 14 ist eine untere Ansicht des Verschlufsbolzens unter Fortlassung des Schlagbolzens.
Fig. 15 zeigt eine perspectivische Ansicht des Kniehebels mit dem Patronenzubringer.
Der Lauf A ist mit der Verschlufshülse Ä aus einem Stück hergestellt, oder wenigstens sind beide Theile starr mit einander verbunden. Sie gleiten in dem Rahmen -B und sind durch Feder und Nuth 10 (Fig. 9 bis 11) gehindert, sich in diesem Rahmen zu drehen. Der Verschlufscylinder C ist in der Verschlufshülse Ä verschieblich, indem er mit Rippen 11 (Fig. 13) sowohl in Nuthen 12 der Verschlufshülse, als auch in solchen 13 des Rahmens geführt ist. In dem rohrförmigen Magazin D,
welches unterhalb des Laufes liegt, sind die Patronen hinter einander angeordnet und werden in üblicher Weise durch einen unter Federdruck stehenden Kolben 14 nach einander herausgeschoben. Der Patronenzubringer E nimmt die aus dem Magazin hervortretenden Patronen auf und hebt sie in die Laufrichtung empor. Der Handhebel F dient zur nicht selbsttätigen Bewegung der Theile, z. B. in dem Falle, wenn sich keine Patrone im Laufe befindet. Der als G bezeichnete Theil ist der Schlagbolzen, der als H bezeichnete der Hahn.
Die Verschlufshülse A' ist auf die Länge einer Patrone in senkrechter Richtung durchbrochen und der Rahmen B zeigt entsprechende Oeffnungen oberhalb und unterhalb der Verschlufshülse. Der untere Ausschnitt steht mit dem hinteren Ende des Magazins D in Verbindung und umschliefst den Patronenzubringer E, während der obere Ausschnitt das Auswerfen der leeren Patronenhülse ermöglicht, wobei eine Nase 15 am hinteren Ende des Laufes der emporgestofsenen Hülse eine Drehung nach vorwärts giebt. Das Magazin wird von hinten durch die Oeffnung 16 (Fig. 1) in der Seitenwand des Rahmens gefüllt.
Der Verschlufsbolzen ist mit der Verschlufshülse A' durch einen aus den beiden zusammengelenkten Gliedern α und b bestehenden Kniehebel verbunden, indem das vordere Ende des Gliedes α durch den Bolzen 17 an dem Verschlufscylinder C und das hintere Ende des Gliedes b durch den Bolzen 18 an der Verschlufshüse Ä drehbar befestigt ist. Der beiden Gliedern gemeinsame Drehbolzen 19 liegt in der gestreckten Lage des Kniehebels ein wenig oberhalb der Verbindungslinie der beiden Gelenke 17 und-18, welche letztere zweckmäfsig in der Achse des Laufes liegen. Eine zufällige geringe Abwärtsbewegung des Bolzens ig hat daher kein Lockern des Verschlusses zur Folge. An das hintere Ende des Gliedes b ist eine Doppelschiene 20 angelenkt, welche in den Schaft hineinreicht und sich dort auf eine Feder 21 stützt. Letztere ist um eine Stange 22 gewunden und kann mittelst einer auf dieser sitzenden Mutter 23 in ihrer Spannung verändert werden. Die Doppelschiene 20 besitzt ein Anschlagstück 24, welches nicht nothwendig, aber zweckmäfsig, wie in der Zeichnung angegeben, etwas drehbar gemacht ist und mit den Ansätzen 1 zweier in dem Rahmen unterhalb der Verschlufshülse gelagerter Hebel 25 zusammenwirkt. An den Nasen 2 werden diese Hebel zeitweilig von den Absätzen 2 a der Verschlufshülse mitgenommen.
Der Schlagbolzen G besteht aus einem flachen Metallstück, welches in einer Nuth 27 auf der unteren. Fläche des Verschlufsbolzens verschieblich ist und sich mit seinem vorderen Ende um das vordere Ende des Gliedes a herumkrümmt, so dafs seine Spitze in die Seelenachse eintritt, ohne dafs die Drehung des Gliedes α um den Zapfen 17 verhindert ist. Nahe seinem hinteren Ende trägt der Schlagbolzen einen Knaggen 3, welcher in einer Nuth 4 des Vers'chlufscylinders eine begrenzte Bewegung ausführen kann. Es besitzt diese Anordnung des Schlagbolzens den praktisch wichtigen Vorzug, dafs bei einem Bruch desselben , der nur an seinem vorderen Ende möglich ist, sein hinteres Ende, weil durch den Knaggen 3 festgehalten, nicht nach hinten hinausgeworfen wird.
In eine durch den Schlagbolzen abgeschlossene Nuth in der unteren Fläche des Verschlufsbolzens ist ferner ein Patronenanschlag c eingesetzt, der mittelst eines Stiftes 28 (Fig. 4) in der Nuth geführt ist. Ein abwärts gerichteter Knaggen 5 desselben tritt zeitweise mit einer Aussparung am hinteren Ende des Gliedes. b in Eingriff, so dafs der Anschlag c unter Zusammendrückung der Feder 29 vorgeschoben wird und die Aufwärtsbewegung der Patrone begrenzt. Um einen Bruch zu vermeiden, wenn zufällig einmal eine Patrone während des Vorstofsens des Anschlages c in den Weg desselben treten sollte, ist der Knaggen 5 nicht fest, sondern verschieblich auf der Stange 28 angebracht und wirkt auf den Anschlag c mittelst einer Feder 3 0, welche stärker ist als die Feder 29, so dafs sie nur zusammengedrückt wird, wenn der Anschlag c gegen eine Patrone stöfst. Der Verschlufsbolzen besitzt weiter an seinem vorderen Ende seitliche Auszieher d, welche in Fig. 6 als an dem Bolzen 17 befestigte hakenförmige Blattfedern dargestellt sind.
Das Glied α besitzt am vorderen Ende einen abwärts gerichteten Knaggen 31, an welchem der Patronenzubringer E angebracht ist. Derselbe besteht aus zwei dünnen Blättern e, welche so an den Knaggen 31 angelenkt sind, dafs sie seitlich schwingen können, und aus einem mittleren hakenförmigen Hebel f, der zwischen diesen Platten so innerhalb des Knaggens 31 drehbar befestigt ist, dafs er in der Längsrichtung schwingen kann, und der hinter seinem Drehpunkt einen nach oben durch das Glied a heraustretenden Stift 32 besitzt. Legen sich die Glieder α und b in der Beugestellung des Kniehebels dicht gegen einander, so wird dieser Stift 32 durch einen Stift 33 des Gliedes b in das Glied α zurückgetrieben, wodurch der Haken f des Patronenzubringers die Bewegung ausführt, durch welche die Patrone in die Höhe gehoben wird. Der Hebel f mit dem Stift 32 wird in seine normale Lage dadurch zurückgeführt, dafs die nächste Patrone durch den Kolben 14 aus dem Magazin heraus und gegen ihn geschoben wird. Eine federbelastete Klinke g hält, so lange der Zubringer angehoben ist, die Patrone in dem Magazin zurück,
während sie beim Niedersinken des Zubringers durch eins der Blätter e, welches auf ihren Stift 8 trifft, niedergedrückt wird, so dafs die hinterste Patrone in den Zubringer eintreten kann (Fig. 2 und 3).
Damit der Verschlufscylinder C sich nach hinten aus der Verschlufshülse A' herausnehmen läfst, ist die letztere hinten durch einen besonderen Klotz 34 abgeschlossen, der durch einen Bolzen 35 festgehalten wird. Entfernt man diesen Klotz und stöfst auch den Bolzen 18 heraus, der das Glied b mit der Verschlufshülse verbindet, sowie den Bolzen, mit welchem die Doppelschiene 20 an dem Gliede b angelenkt ist, so kann man den Kniehebel mit dem Patronenzubringer und dem Verschlufsbolzen herausziehen.
Die das Magazin umfassende, den Lauf in die normale Stellung zurückführende Feder K ist zwischen Ringen 36 und 37 angeordnet, welche auf einen Theil ihrer Länge je einen Schlitz zur Aufnahme von am Laufe angebrachten Knaggen 38 besitzen. Diese Knaggen treten durch den Schlitz einer Hülse L hindurch, welche mit dem Rahmen verschraubt ist und den Lauf auf einem grofsen Theil seiner Länge umschliefst. Der hintere Ring 37 streckt unterhalb des Magazins einen Arm 39 nach hinten, wo derselbe mit einem Stück 40 zusammengelenkt ist, welches auf dem Zapfen einer Kurbel 41 sitzt. Diese Kurbel sitzt lose auf dem Drehbolzen 42 des Handhebels F und wird durch letzteren mittelst eines Stiftes 9 (Fig. 4) mitgenommen, der beiden Theilen gemeinsam ist. Vermöge dieser Einrichtung wird einerseits der Lauf durch den Rückstofs unter Zusammendrückung der Feder K nach rückwärts getrieben und durch die Wirkung der letzteren wieder in die normale Lage zurückgeführt; andererseits aber braucht man bei der Bethätigung des Lademechanismus durch Drehen des Handhebels F den Widerstand der Feder K nicht zu überwinden, weil auch der Stützring 37 dieser Feder mit Hülfe der soeben beschriebenen Verbindung und erst durch diesen Stützring der Lauf A zurückgezogen wird.
Das gabelförmige Verbindungsstück 40 ist nach oben hin verlängert und zeigt dort abge-' schrägte Flächen q, an denen die seitlichen Blätter e des Patronenzubringers E während der Vorwärtsbewegung des 'Laufes entlanggleiten, so' dafs. diese Blätter vermöge ihrer gelenkigen Befestigung einander genähert werden und den Kopf der Patrone fest erfassen. Man könnte diese Keilflächen allerdings auch auf einem festen Theil der Feuerwaffe, also auf der Innenfläche des Rahmens anbringen oder den Zusammenschlufs der Blätter durch Federn hervorbringen. Die Wirkungsweise dieser Keilflächen q ändert sich nicht, wenn das Oeffnen des Verschlusses anstatt durch den Rückstofs durch die Drehungen des Handhebels bewirkt wird, da in letzterem Falle das Verbindungsglied 40 sich zwar vorwärts, zugleich aber aufwärts bewegt.
Der Hahn H ist um den Bolzen 43 drehbar und ist wie üblich durch eine Feder 44 belastet, welche an ihm mittelst des Lenkers 45 angreift. Der Stengel h mit der Stengelfeder 46 hat seinen Drehpunkt vor dem Bolzen 43 und steht mit einer nach hinten gerichteten Zunge 47 mit einem Anschlagstück 48 in Eingriff, welches auf dem wie der Hahn H auf dem Bolzen 43 drehbaren Abzug i sitzt. Das Anschlagstuck 48 trägt einen Stift 6, der, in einen Schlitz, des Abzuges eingreifend, die Beweglichkeit des Anschlagstückes begrenzt, so dafs das letztere je nach der Bewegung des Abzuges aus der einen in die andere seiner Endlagen übergehen kann.
Aufser der Sicherung des Verschlusses, welche, wie bereits erläutert, durch die gegenseitige Lage der drei Drehbolzen 17, 18, 19 bei gestrecktem-Kniehebel gegeben ist, wird während der Vorwärtsbewegung des Laufes eine weitere Sicherung noch dadurch geboten, dafs auf beiden Seiten des Hahnes angebrachte Knaggen 49 unter die Doppelschiene 20 greifen und so lange die Senkung dieser Doppelschiene und dadurch die Bewegung des Kniehebels verhindern, bis der Hahn durch das Stück 34 seiner rückwärtigen gespannten Lage genähert ist. Es ist dies noch eine Sicherheitsvorrichtung in anderem Sinne, insofern der Hahn nicht früher auf den Schlagbolzen treffen kann, als bis der Verschlufsbolzen vollständig in seine normale Lage zurückgekehrt, der Kniehebel also gestreckt und die Doppelschiene 20 angehoben ist, weil sonst die Knaggen 49 gegen die untere Fläche der letzteren schlagen. Ist der Kniehebel nahezu gestreckt, wenn der Hahn vorwärts schlägt, und besitzt letzterer eine starke Feder, so werden die Knaggen 49 die Doppelschiene 20 anheben, den Kniehebel vollends strecken und dadurch den Verschlufsbolzen in die Abschlufsstellung bringen, bevor noch der Hahn den Schlagbolzen erreicht. Ist aber die Schlagkraft zu schwach, so wird der Verschlufs zwar etwas geöffnet bleiben, der Hahn aber auch den Schlagbolzen gar nicht berühren.
Wie aus den Figuren ersichtlich, trifft die Verschlufshülse den Hahn unterhalb des Schlagbolzenendes, so dafs der Druck auf den Schlagbolzen aufhört, sobald das Spannen des Hahnes beginnt.
Die beschriebenen Mechanismen wirken in folgender Weise zusammen:
Es mögen sich die Theile in der in Fig. 2 und 3 dargestellten Lage befinden, die Waffe möge also gerade abgefeuert worden sein. Der Rückstofs führt alsdann den Lauf A und die'
Verschlufshülse A' nach rückwärts unter Zusammendrückung der Feder K, indem der vordere der beiden Knaggen 38 des Laufes den Ring 37 mitnimmt, bis der hintere Knaggen 38 gegen den hinteren Bund des Magazinrohres stöfst oder die Rückwärtsbewegung des Laufes durch einen beliebigen anderen Anschlag gehemmt wird. Während dieser Bewegung bleibt der Kniehebel gestreckt vermöge der Lage des Bolzens 19 oberhalb der beiden Bolzen 17 und 18 und vermöse der zu Anfane der Bewegung vorhandenen Unterstützung der Doppelschiene 20 durch die Knaggen 49 des Hahnes H. Es können also während dieser Bewegung keine Gase an der Verschlufsstelle aus dem Lauf treten und die vorhandene Rückstofskraft wird vollständig ausgenutzt. Gegen das Ende der Bewegung wird der Hahn vollständig gespannt, so dafs die Knaggen 49 sich senken und die Doppelschiene 20 ihre Beweglichkeit erlangt. Die Doppelschiene 20 ist inzwischen nach vorwärts geführt und dadurch die Feder 21 gespannt, sowie das Anschlagstück 24 bis hinter die Nasen 1 der Hebel 25 geschoben worden, worauf dann diese Hebel durch die Feder 26 heruntergedrückt werden und ihre Absätze 2 in den Weg der Ansätze 2a der Verschlufshülse emportreten. Ferner ist während der Vorwärtsbewegung des Laufes die Patrone, welche in dem Zubringer durch die seitlichen Blätter e unter der zusammendrückenden Wirkung der Keilflächen q des Zwischenstückes 40 festgehalten wird, zum Theil aus dem Magazin herausgetreten. Die Stellung aller erwähnten Theile ist also die in Fig. 4 dargestellte, indem auch der Hahn durch die Vorwärtsbewegung der Kammerhülse vollständig gespannt worden ist.
Die Feder K führt jetzt Lauf und Verschlufshülse in ihre normale Stellung zurück, an welcher Bewegung also auch der Bolzen 18 des Gliedes b theilnimmt, während das Glied b selbst durch die mit dem Anschlagstück 24 sich gegen die Nasen 1 der Hebel 25 stützende Doppelschiene 20 in der Weise zurückgehalten wird, dafs der Kniegelenkbolzen ig sich senkt und die Glieder α und b des Kniehebels sich zusammenschliefsen, wobei das vordere Ende der Stange 20 entsprechend heruntergedrückt wird. Das Glied α zieht den Verschlufsbolzen mit der leeren Patronenhülse nach rückwärts.
Während das Glied α aus der waagrechten in eine ungefähr senkrechte Lage übergeht, müssen die mit ihm verbundenen Blätter e des Patronenzubringers E sich zunächst mehr vorwärts und dann mehr aufwärts bewegen, so dafs die von ihnen gefafste Patrone vollständig aus dem Magazin herausgezogen und emporgehoben wird. Sobald die Glieder α und b sich vollständig zusammenschliefsen, trifft der Stift 33 des hinteren Gliedes b auf den Stift 32 des vorderen Gliedes α und dreht den Hebel nach aufwärts, so dafs die Patrone aus den seitlichen Blättern e heraus und hinter den Lauf gehoben wird, dabei die leere Patronenhülse nach oben stofsend, so dafs letztere, mit ihrem vorderen Ende durch die Nase 1 5 zurückgehalten, in der Richtung nach vorn aus dem oberen Schlitze des Rahmens B herausfliegt. Zu derselben Zeit wirkt der Einschnitt in dem hinteren Ende des Gliedes b auf den Knaggen 5 des Anschlagstuckes c ein und treibt das letztere nach vorn, so dafs es die Aufwa'rtsbewegung der Patrone begrenzt und letztere die gehörige Lage hinter der hinteren Oeffnung des Laufes einnimmt. Die Theile haben nun die in Fig. 5 dargestellte Lage.
WTenn Lauf und Verschlufshülse wieder in ihren normalen Stellungen ankommen, trifft der Absatz 2a der Verschlufshülse gegen die Ansätze 2 am vorderen Ende der Hebel 25 und dreht letztere, so dafs ihre Nasen 1 von dem Anschlagstück 24 abgleiten und die Feder 21 die Doppelschiene 20 vorstofsen kann, wodurch der Kniehebel wieder gestreckt und der Verschlufsbolzen unter Einführung der Patrone in den Lauf in seine Schlufsstellung gebracht wird. Der Knaggen 5 des Anschlagstückes c wird durch die Drehung des Gliedes b wieder frei und die Feder 29 zieht das Anschlagstück c wieder zurück. Der Uebergang des Gliedes a aus der senkrechten in ' die waagrechte Lage bringt die Blätter e und den Hebel f des Patronenzubringers E wieder nach vorwärts, da inzwischen die Patrone schon so weit in den Lauf eingeführt ist, dafs sie der Unterstützung durch den Hebel f entbehren kann. Erreicht der Zubringer seine unterste Lage, so drückt er die Klinke g herunter, die nächste Patrone wird frei und tritt zwischen die Blätter e, gleichzeitig durch den von dem federbelasteten Kolben 14 auf sie ausgeübten Druck den Hebel f mit dem Stift 32 in die normale Lage zurückführend. Alle Theile besitzen jetzt die in Fig. 2 und 3 dargestellte Lage, nur dafs keine leere Hülse, sondern eine Patrone in dem Lauf steckt, die Waffe also bereit ist, durch einen Druck auf den Abzug abgefeuert zu werden.
Die Abzugsvorrichtung wirkt folgendermafsen. Wird der Abzug nach hinten gezogen, so besteht die erste Thätigkeit des Anschlagstückes 48 darin, dafs es den Stengel h durch Einwirkung auf seine Zunge 47 anhebt, indem das hintere Ende des Schlitzes in dem Abzüge das Anschlagstück mitnimmt. Der Stengel entfernt sich dadurch von der Nase des Hahnes und der letztere schlägt nach vorn. Da der Stift 6 des Anschlagstückes 48 um einen anderen Punkt drehbar ist als der Abzug und mit dem Anschlagstück concentrisch ist, so befindet er sich am Ende der Abzugsbewegung im oberen
Theile des Schlitzes im Abzug, wo er durch die Spannung der Feder 7 erhalten wird. Wird der Hahn gespannt, so drückt die Stengelfeder 46 den Stengel wieder in die Lage, in welcher er sich gegen die Nase des Hahnes stemmt, während das Anschlagstück 48 um seinen Drehpunkt herum entgegen der Spannung der Feder 7 nach abwärts gedrückt wird. Soll durch einmaliges Abziehen wiederholtes Feuern bewirkt werden, so kann man das Anschlagstück 48 durch eine feste Nase auf dem Abzug ersetzen, wobei dann der Stengel so lange aufser Eingriff mit dem Hahn gehalten wird, als man den Abzug nach hinten drückt.
Wenn die Waffe von Hand geladen werden soll, so dreht man den Handhebel F nach vorn, wie in Fig. 2 durch punktirte Linien angedeutet. Durch Vermittelung der Kurbel 41, des Zwischenstückes 40, des Ringes 37 mit dem Arm 39 und des hinteren Knaggens 38 des Laufes wird alsdann der letztere zurückgezogen, womit ganz dieselbe Bewegung, des Lademechanismus hervorgebracht wird, wie wenn der Rückstofs die Vorwärtsbewegung des Laufes verursacht, nur mufs der Lauf auch wieder durch Rückwärtsdrehen des Handhebels F in seine normale Lage gebracht werden, da, wie bereits oben erläutert, die Feder K durch die Bewegung des Handhebels nach vorwärts nicht gespannt wird.
Von den Fig. 16 bis 23, welche das zweite Ausführungsbeispiel der Erfindung darstellen, ist
Fig. 16 ein senkrechter Längsschnitt nach der Linie 16 in Fig. 20. Die Waffe ist soeben abgefeuert worden, die Wirkung des Rückstofseshat aber noch nicht begonnen;
Fig. 17 ein senkrechter axialer Längsschnitt in gröfserem Mafsstabe. Die Theile haben dieselbe Lage wie in Fig. 16;
Fig. 18 derselbe Schnitt wie in Fig. 17. Der Lauf ist durch den Rückstofs in seine hintere Endstellung geführt;
Fig. 19 ein eben solcher Schnitt wie Fig. 17 und 18. Der Lauf ist wieder in seine normale Lage zurückgeführt, der Verschlufsbolzen vollständig zurückgezogen und die neu in den Lauf einzuführende Patrone befindet sich zwischen diesem und dem Verschlufsbolzen;
Fig. 20 ein waagrechter Schnitt nach der Linie 20 in Fig. 17;
Fig. 2i und 22 je ein Querschnitt nach der Linie 21 bezw. 22 in Fig. 17;
Fig. 23 eine Einzelansicht der Verschlufshülse mit dem Kniehebel.
Es ist wieder mit A der Lauf, mit A' seine die Verschlufshülse bildende hintere Verlängerung , mit B der Rahmen, mit C der Verschlufscylinder, mit D das Magazin, mit E der Patronenzubringer, mit F der Handhebel, mit G der Schlagbolzen und mit H der Hahn bezeichnet worden. Lauf und Verschlufshülse sind in dem Rahmen durch Feder und Nuth gerade geführt und Verschlufshülse und Rahmen sind wie bei dem ersten Beispiel in senkrechter Richtung auf die Länge einer Patrone ausgeschnitten , doch ist diesmal anstatt zweier seitlicher Auszieher ein oberer 112 angeordnet.
Lauf und Verschlufshülse werden in ihren normalen Stellungen (Fig. 16 und 17) durch eine Spiralfeder 114 erhalten, welche in dem Schaft angebracht ist und mittelst einer Druckstange auf das hintere untere Ende der Verschlufshülse einwirkt. Die Druckstange besteht aus einem cylindrischen Theil x, einem gegabelten Theil 116 und einem zapfenförmigen Kopfstück 117, welches sich in eine pfannenartige Aushöhlung der Verschlufshülse einlegt. Durch diese Stützgelenkverbindung zwischen der den Rückstofs aufnehmenden und den Lauf sammt der Verschlufshülse wieder in ihre normalen Stellungen zurückführenden Feder 114 und der Verschlufshülse wird das Auseinandernehmen der Waffe wesentlich erleichtert.
Von den beiden den Verschlufsbolzen mit der Kammerhülse verbindenden Gliedern des Kniehebels ist das vordere wieder mit a, das hintere mit b bezeichnet worden. Das vordere Glied ist nach hinten gegabelt, während das hintere überhaupt aus zwei getrennten Platten besteht, deren jede mit einem unten offenen Schlitz ι o-i versehen ist. In diesen Schlitzen wird ein bei 119 an dem Untertheil des Rahmens drehbar befestigter getheilter Hebel 118 mittelst seines zu beiden Seiten heraustretenden Zapfens 102 geführt. Zwischen den Seitenplatten des Hebels 118 ist ein Knaggen 103 angeordnet, welcher mit dem Haken 104 eines Hebelärmes 120 in Eingriff treten kann. Der Handhebel F, welcher auf demselben Zapfen 119 sitzt wie der Hebel 118, nimmt bei einer Drehung den Hebel 118 mit, indem ein Ansatz 140 des ersteren gegen einen Knaggen 141 des letzteren stöfst. Die normale Lage des Hebels 118 ist die senkrechte (Fig. 16 und 17). Sie wird durch eine starke Blattfeder 121 hervorgebracht, welche gegen eine kleine Walze 222 auf der hinteren Seite des Hebels drückt. In dieser Stellung befindet sich der Zapfen 102 in dem mittleren, ungefähr waagrechten Theil der Schlitze 101, so dafs das Glied b durch den Zapfen 102 gehindert ist, sich nach abwärts zu drehen, während der Drehung nach aufwärts in der Hauptsache an der Verschlufshülse angeordnete seitliche Anschläge (s. Fig. 22) entgegenstehen. Durch den Druck der Feder 121 wird übrigens das Glied b fest gegen diese Anschläge geprefst, so dafs die gestreckte Lage des Kniehebels auch während der Rückstofsbewegung des Laufes gesichert ist. Während dieser Bewegung wird nun der Hebel 118 von dem Gliede b nach vorwärts gedreht, so dafs der Zapfen 102 die in Fig. 18
gezeichnete Lage erhält und der Haken 104 der Klinke 120 unter dem Druck der Feder 122 der letzteren hinter den Knaggen 103 des Hebels 118 einschnappt, so dafs der letztere festgehalten wird und mittelst des Zapfens 102 auch das Glied b feststellt.
Das vordere Glied a des Kniehebels besitzt einen Knaggen 142 (Fig. 23) auf jeder Seite, welcher in einen Ausschnitt 143 der Kammerhülse eingreift, wenn sich der Kniehebel in gestreckter Lage befindet, so dafs der von den Gasen im Lauf auf den Verschlufsbolzen ausgeübte Druck bereits durch das Glied α und nicht erst durch das Glied b auf die Kammerhülse übertragen wird, der beiden gemeinsame Gelenkbolzen diesem Druck also ebenfalls nicht ausgesetzt ist. Dadurch werden nicht nur die Abmessungen der beiden Kniehebelglieder, sondern auch diejenigen der Verschlufshülse und des Rahmens verringert.
Der Patronenzubringer E sitzt ebenfalls mittelst eines Armes 123 drehbar auf dem Zapfen 119. Der Arm 123 zeigt auf seiner oberen Seite vor und hinter dem Drehzapfen je eine Nase 124 bezw. 125, welche zeitweilig mit dem hinteren Ende des Gliedes α zusammenwirken. Der Zubringer E besitzt seitliche Flügel 1, welche die Patrone zwischen sich nehmen und während ihrer Abwärtsbewegung festhalten. Eine Klinke 126 mit ~ Federbelastung dient wieder zum Festhalten der Patronen in dem Magazin D. Die Klinke 120 reicht so weit über ihren Haken 104 hinaus, dafs sie mit dem Arm 123 des Patronenzubringers E in Berührung treten kann. An dem Verschlufsbolzen C ist zweckmäfsig noch eine kleine Walze 115 angebracht, welche in der Verschlufsstellung zwischen die Flügel 1 tritt und einen Anschlag für die Patrone bildet, so lange dieselbe durch den federbelasteten Kolben 14 aus dem Magazin auf den Zubringer E geschoben wird.
Der Hahn wird durch eine Schraubenfeder 127 bethätigt, deren Führungsstange 128 an den Hahn angelenkt ist und mit ihrem anderen Ende in einem drehbar zwischen den Druckschienen 116 der Rückstofsfeder 114 angeordneten Klotze 129 geführt ist. Der Hahn wird während der Vorwärtsbewegung des Laufes zunächst durch das hintere Ende des Schlagbolzens G und alsdann vollständig durch einen Ansatz in der Nähe dieses Endes gespannt (Fig. 17 bis 19).
Das Losgehen des Schusses, bevor der Verschlufsbolzen seine normale Lage einnimmt, wird durch eine Nase 106 an dem Gliede a und durch einen damit zusammenwirkenden Ausschnitt 105 in dem Schlagbolzen G verhindert. Fig. 19 zeigt, wie durch diese Einrichtung in der gebeugten Lage des Kniehebels die Vorwärtsbewegung des Schlagbolzens verhindert ist, und aus Fig. 18 ist ersichtlich, wie erst bei der vollkommen gestreckten Lage dieses Kniehebels der Schlagbolzen so weit vorzudringen vermag, als zum Abfeuern erforderlich ist.
Die bei diesem Ausführungsbeispiel benutzte Abziehvorrichtung zeigt den Drücker 130 mit einem Schlitz versehen für den Durchtritt der Feder 121 und der Klinke 120, mit welcher er auf demselben Drehbolzen 131 sitzt. Der Stengel 132 hat denselben Drehpunkt und trägt in einem Schlitz einen Sperrkegel 133, der unter dem Druck einer Feder 134 steht und dadurch den Stengel gegen den Hahn zu drücken vermag. Für den Abzug 130 selbst ist eine Feder 135 vorgesehen. ' Ist der Hahn1 gespannt, so greift der Stengel hinter eine Nase desselben und der Sperrkegel 133 liegt oberhalb einer Nase 109 des Abzuges. Drückt man auf letzteren, so wirkt die Nase 109 auf das untere Ende des Sperrkegels 133 ein und hebt dasselbe an, so dafs der Stengel 132 gegen den Druck seiner Feder 134 gedreht wird und den Hahn losläfst. Während der Hahn nach vorn schlägt, schiebt eine Nase 136 desselben den Sperrkegel 133 von der Abzugsnase 109 herunter, so dafs der Stengel 132 wieder mit dem Hahn in Eingriff zu treten vermag, wenn auch der Abzug in seiner rückwärtigen Lage erhalten wird.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist besonders Rücksicht auf die Zerlegbarkeit genommen. Der Rahmen B besteht aus drei Stücken b1 b- bs. Der Lauf A, das Magazin B, die Verschlufshülse A', der Verschlufsbolzen C, der Schlagbolzen G und die beiden Kniehebelglieder α und b stecken in dem Theile b\ welcher von den Rahmenstücken b- und b3 und von dem am letztgenannten Theile befestigten Schafte abgenommen werden kann, wie durch die punktirte Linie y in Fig 16 angedeutet wird. Zur Zerlegung entfernt man die Unterlage P des Magazins D, welche an letzterem in üblicher Weise durch eine Klinkfeder befestigt sein mag, und drückt alsdann die federnde Nase 137 herunter, so dafs der Bügel 138 um seine Achse 1 31 herum sich zurückschlagen läfst. Alsdann kann der ganze vordere Theil der Waffe um den Bolzen 139 an dem Theil b2 herumgedreht werden, bis das Band am vorderen Ende des Theiles b l von dem Bolzen 139 frei ist, worauf die Verschlufshülse A' mit dem Druckzapfen 117 und der Zapfen 102 mit den Schlitzen 101 aufser Eingriff gebracht wird.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Mechanismen ist folgende:
Geht man von der in Fig. 16 und 17 dargestellten Stellung der Theile, aber mit der Abweichung, dafs der Hahn gespannt ist, aus, so wird bei Bethä'tigung des Abzuges 130 der
Stengel aus dem Hahn herausgehoben, indem die Nase 109 auf das untere Ende des Sperrkegels 133 einwirkt, worauf der Hahn den Schlagbolzen vortreibt. Durch den Rückstofs wird der Lauf mit der Verschlufshülse und den an dieser befestigten Theilen unter Zusammendrückung der Feder 144 zurückgetrieben. Während Lauf und Verschlufshülse sich beide rückwärts bewegen, werden die Glieder α und b dadurch nach oben gegen die Verschlufshülse A' gedrückt, dafs die Feder 121 gegen den Hebel 118 und dieser mittelst des Zapfens 102 gegen das Glied b drückt, während er selbst durch die Rückwärtsbewegung dieses Gliedes nach hinten gedreht wird, bis am Ende des Rückstofshubes sein ,Knaggen 103, wie in Fig. 18 dargestellt, mit der Nase 104 der Klinke 120 in Eingriff tritt.
Lauf und Verschlufshülse treten nun unter dem Druck der Feder 114 den Rückweg nach vorn an, und da der Hebel 118 durch die Klinke 120 gehindert ist, sich wieder nach vorn zu drehen, so findet eine drehende Bewegung des Gliedes b um den Zapfen 102 herum statt, durch welche der Kniehebel gebeugt und der Verschlufsbolzen C nach rückwärts gezogen wird. Das hintere Ende des Gliedes α berührt dabei die Nase 125 des den Patronenzubringer tragenden Armes 123 und wirft diesen Zubringer in die Höhe, so dafs die von ihm gefafste Patrone in die Lage vor dem Verschlufsbolzen kommt, wobei sie zugleich die leere Hülse aus dieser Lage verdrängt und nach oben auswirft. In dieser Lage sind die Gewehrtheile in Fig. 19 dargestellt.
Die Aufwärtsdrehung des Armes 123 hebt die Klinke 120 aus, so dafs der Hebel 118 unter dem Druck seiner Feder 121 in die senkrechte Lage zurückkehren und dadurch den Kniehebel strecken, also den Verschlufsbolzen in die normale vordere Lage und gleichzeitig die Patrone in den Lauf schieben kann. Durch die Berührung des Verschlufsbolzens mit dem Patronenzubringer wird der letztere wieder nach abwärts gedrückt, und durch die Einwirkung des hinteren Endes des Gliedes α bei der Rückkehr des Kniehebels in die gestreckte Lage auf die Nase 124 des Hebels 123 wird diese Abwärtsbewegung des Patronenzubringers gesichert und vervollständigt. In seiner untersten Lage angekommen, drückt der Zubringer E die Klinke 126 herunter, welche beim Aufwärtsgang des ersteren sich vor die nächste Patrone gelegt hatte, und beim nächsten Zurückgange des Verschlufsbolzens kann alsdann diese Patrone zwischen die Flügel 1 eintreten. Die dargestellte Form der letzteren ist dadurch bedingt, dafs sie die Füllung des Magazins von der Seite aus gestatten müssen.
Der Hahn wurde während der Rückwärtsbewegung des Laufes bereits zum Theil durch das hintere Ende des Schlagbolzens und darauf vollständig durch die an dem Schlagbolzen angeordnete Nase gespannt, als der Verschlufsbolzen und mit ihm der Schlagbolzen zurückgezogen wurde. Beim Vorwärtsschlagen des Hahnes wirkte seine Nase 136 so auf den Sperrkegel 133 ein, dafs derselbe von der Nase 109 des Abzuges unabhängig und der Stengel befähigt wurde, beim Wiederspannen des Hahnes hinter dessen Nase einzuschnappen. Wird ein selbsttätiges Schiefsen verlangt, soll also der Gesammtinhalt des Magazins durch eine einzige Bethätigung des Abzuges verschossen werden, so braucht man nur die Nase 136 des Hahnes fortzulassen, weil alsdann der Stengel so lange aufser Eingriff mit dem Hahn gehalten wird, als der Abzug seine hintere Lage behält. Selbstverständlich läfst sich auch eine verstellbare Einrichtung treffen, um die Waffe nach Belieben in eine einzeln feuernde oder in eine selbsttätige zu verwandeln.
Soll das Gewehr von Hand geladen werden, so wird der den Abzugsbügel bildende Handhebel F in die in Fig. 17 punktirte Lage gedreht, und der Ansatz 140 desselben dreht den Hebel 118 mittelst dessen Knaggen 141 nach rückwärts, so dafs der Kniehebel gebeugt und der Verschlufsbolzen zurückgezogen wird, wie in Fig. 19 dargestellt, unter gleichzeitigem Spannen des Hahnes durch den Schlagbolzen. Legt man den Handhebel wieder in seine hintere Lage, so macht die Feder 121 alle Bewegungen wieder rückgängig, zu denen auch diejenige des Patronenzubringers gehört, welche ganz wie bei der Bewegung des Mechanismus durch den Rückstofs vor sich geht.
Wird das Magazin nicht benutzt, so kann man die Patrone jedesmal von hinten in den Zubringer durch eine seitliche Oeffnung des Rahmens B vor dem Zurückziehen des Verschlufsbolzens einbringen, oder man kann die Patrone bei vollständig zurückgezogenem Verschlufsbolzen von oben einlegen.

Claims (12)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Ein Rückstofslader mit Kniegelenkverschlufs und in der Längsrichtung verschiebbarem Lauf, dadurch gekennzeichnet,. dafs bei der Rückkehr des Laufes in die Feuerstellung das hintere Glied (b) des Kniegelenkes an einem aufserhalb der Verbindungslinie der Gelenkbolzen liegenden Punkte ■ festgehalten wird und dadurch das Knicken des Kniegelenkes und das Oeffnen des Verschlufscylinders bewirkt.
  2. 2. Eine Ausführungsform des im Anspruch 1 gekennzeichneten Rückstofsladers, bei welcher der Patronenzubringer zur Entnahme der Patronen aus dem Magazin und Ueberführung derselben in den Raum
    zwischen dem hinteren Ende des Laufes und dem zurückgezogenen Verschlufsbolzen durch das vordere Glied des Kniegelenkes bethätigt wird.
  3. 3. Eine Ausführungsform des im Anspruch 1 gekennzeichneten Rückstofsladers, bei welcher eine an dem hinteren Gliede des Kniegelenkes angreifende Stange oder dergl. beim Rückwärtsgange des Laufes unter Spannung einer Feder mitgenommen und durch eine unter Federdruck stehende Klinke an dem Wiedervorgang des Laufes theilzunehmen verhindert wird, so dafs letzterer das hintere Glied des Kniegelenkes um den Angriffspunkt der Stange dreht und somit das Kniegelenk knickt, worauf nach Auslösung der Klinke die durch ihre Feder in die Ausgangsstellung zurückkehrende Stange das Kniegelenk streckt und den Verschlufsbolzen wieder schliefst.
  4. 4. Eine Ausführungsform des in den Ansprüchen ι und 3 gekennzeichneten Rückstofsladers, bei welcher das Knicken des Kniegelenkes mittelst einer mit einer federbelasteten Klinke (25) zusammenwirkenden, mit Klinknase (24) ausgerüsteten Stange (20) erfolgt, welche mit dem einen Ende an dem hinteren Gliede (b) des Kniegelenkes angelenkt ist und mit dem anderen Ende auf eine im Schaft angeordnete Feder (21) sich stützt (Fig. 1 bis 15).
  5. 5. Eine Ausführungsform des in den Ansprüchen ι und 3 gekennzeichneten Rückstofsladers, bei welcher das Knicken des Kniegelenkes mittelst eines mit einer federbelasteten Klinke (120) zusammenwirkenden, fest gelagerten Hebels (118) mit Klinknase (103) bewirkt wird, der mit dem hinteren Gliede (b) des Kniegelenkes durch Zapfen (102) und Schlitz (101) verbunden und durch eine Feder (121) im Sinne einer das Kniegelenk streckenden Drehung belastet ist (Fig. 16 bis 23).
  6. 6. Eine Ausführungsform des im Anspruch 1 gekennzeichneten Rückstofsladers, bei welcher ein Handhebel (F) mit dem Widerlager (37) der Rückstofsfeder (K) für den Lauf derart verbunden ist, dafs dieses Widerlager bei normaler Lage des Handhebels die durch den sich rückwärts bewegenden Lauf verursachte Spannung der Feder aufnehmen kann, ohne seine Lage zu ändern, bei Oeffnen des Handhebels aber nach rückwärts gezogen wird und den Lauf an einem Knaggen (38 hinten) desselben mitnimmt, so dafs der Lauf ohne Beanspruchung seiner Rückstofsfeder zurückgeht, während beim Schliefsen des Handhebels der Lauf durch Vermittelung der Feder in die normale Läse zurückgeführt und die Bewegung des Lademechanismus vollendet wird (Fig. 1 bis 1 5).
  7. 7. Eine Ausführungsform des in den Ansprüchen ι, 3 und 5 gekennzeichneten Rückstofsladers, bei welcher auf der Achse des das Knicken des Kniegelenkes bewirkenden Hebels 118 ein Handhebel F lose sitzt, der, aus seiner Schlufslage herausgedreht, mittelst eines Anschlages den Hebel 118 nach hinten dreht und dadurch dieselbe Rückwärtsbewegung der Theile hervorbringt, wie sie beim Rückstofs erfolgt, während beim Schliefsen des Handhebels durch die Rückstofsfeder und diejenige des Hebels 118 die Bewegung des Lademechanismus vollendet wird (Fig. 16 bis 23).
  8. 8. Eine Ausführungsform des in den Ansprüchen ι und 2 gekennzeichneten Rückstofsladers , bei welcher der Patronenzubringer (E) an dem vorderen Gliede (a) des Kniegelenkes befestigt ist, und aus zwei seitlichen Blättern (e), welche die Patrone ergreifen, während sie aus dem Magazin heraustritt, und einem zwischen ihnen angeordneten Hebel (h) besteht, welcher dieselbe vor die Oeffnung des Laufes hebt, indem ein an ihn angelenkter, durch das vordere Glied (a) hindurchragender Stift (3 2) durch einen auf der oberen Fläche des hinteren Gliedes (b) sitzenden Stift (33) beim Zusammenbeugen des Kniegelenkes zurückgeschoben wird (Fig. 1 bis 15).
  9. 9. Eine Ausführungsform des in den Ansprüchen ι und 2 gekennzeichneten Rückstofsladers , bei welcher der Patronenzubringer (E) mittelst eines Armes (123) fest gelagert ist und durch das vordere, abwechselnd auf zwei Ansätze (125, 124) dieses Armes einwirkende Glied (a) des Kniegelenkes gehoben und gesenkt wird (Fig. 16 bis 23).
  10. 10. Eine Ausführungsform des im Anspruch 1 gekennzeichneten Rückstofsladers, bei welcher der durch die Gase im Laufe auf den Verschlufsbolzen ausgeübte Druck durch das vordere Glied (a) des Kniegelenkes unter Entlastung des Kniegelenkbolzens und des hinteren Gliedes (b) auf die Verschlufshülse übertragen wird, indem letztere Ausschnitte (143) besitzt, in welche das vordere Glied mit entsprechend geformten Knaggen eingreift (Fig. 23).
  11. 11. Eine Ausführungsform des im Anspruch 1 gekennzeichneten Rückstofsladers' bei welcher der Hahn mit einem Knaggen (49) ausgestattet ist, welcher derart mittelbar oder unmittelbar mit den Gliedern des Kniegelenkes zusammenwirkt, dafs das letztere beim Beginn der Rückwärtsbewegung des Laufes in seiner gestreckten Lage gesichert wird und beim Abfeuern der Waffe
    nöthigenfalls vollständig gestreckt wird, während, wenn die Schlagkraft des Hahnes dazu nicht ausreicht, letzterer durch den Knaggen in einer Lage festgehalten wird, in welcher er den Schlagbolzen noch nicht berührt (Fig. ι bis ι 5).
  12. 12. Eine Ausführungsform des im Anspruch'1 gekennzeichneten Rückstofsladers, bei welcher der Schlagbolzen mit einem der Kniegelenkglieder derart in Eingriff steht, dafs der Hahn ihn nur in seine wirksame Lage vorstofsen kann, wenn das Kniegelenk gestreckt ist, der Verschlufsbolzen also den Lauf verschliefst (Fig. 16 bis 23).
    Eine Ausführungsform des im Anspruch 1 gekennzeichneten Rückstofsladers, bei welcher ein zur Begrenzung der Aufwärtsbewegung der Patrone dienender, in dem Verschlufsbolzen verschiebbar angeordneter Anschlagbolzen (c) durch das hintere Glied (b) des Kniegelenkes bei dessen Knickung in die Sperrstellung vorgestofsen und, wenn das Kniegelenk sich wieder streckt, durch eine Feder (29) in den Verschlufsbolzen zurückgezogen wird, wobei der Vorstofs durch eine zwischengeschaltete Feder (30) nachgiebig gemacht werden kann (Fig. 1 bis 1 5).
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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