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Periodisch wirkende Regelvorrichtung Jede selbsttätige Regelvorrichtung
umfaßt ein Meßwerk zur Messung der zu regelnden Größe, einen Fühler zur Abtastung
des Meßergebnisses sowie ein Stellglied, welches mittels des Fühlers jedesmal betätigt
wird, wenn der Nennwert der Regelgröße von dem Sollwert abweicht.
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Die Genauigkeit, mit der die Vorrichtung den Nennwert der zu regelnden
Größe zu halten in der Lage ist, wird groß, wenn der Einfluß des Fühlers auf das
%Teßergebnis möglichst gering ist und die durch die Differenzen zwischen dem Soll-
und den Nennwerten dieser Größe bedingten Einstellungen nicht so erheblich sind,
daß sie eine Pendelung, d. h. eine Reihe von abwechselnd positiven und negativen
Differenzen zwischen diesen Werten herbeiführen. Außerdem ist es wesentlich, daß
das Stellglied die Einstellung schnell zu bewirken imstande ist.
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Die vorliegende Erfindung verschafft eine Vorrichtung, welche den
obigen Bedingungen entspricht. Gemäß der Erfindung wirkt der Fühler nicht kontinuierlich,
sondern periodisch, und die Differenzen zwischen dem Soll- und den Nennwerten der
betreffenden Größe lassen das Stellglied nur zwischen nahe aneinandergerückten Grenzen
arbeiten.
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Hierzu ist zu bemerken, daß der Ausdruck Sollwert sich nicht notwendig
auf einen einzigen Wert zu beziehen braucht, sondern auch einen beschränkten Wertbereich
angeben kann.
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Die Zeichnung veranschaulicht in den Fig. r, 2 und 2a, 3, -. und -ja
vier Ausführungsformen der Erfindung.
Gemäß Fig. r ist am einen
Ende eines Waagebalkens i ein Körper 2, am anderen Ende ein profiliertes, mit einem
Gewicht 4 beschwertes Blöckchen 3 aufgehängt. Während der Schwingbewegung des Balkens
z kann das Blöckchen 3 sich mit sehr geringem Spiel an einem festen Anschlag 5 vorbeibewegen.
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Eine Leitung 61 dient zum Speisen eines Behälters 7 mit einer verhältnismäßig
schweren Flüssigkeit, die mit einer verhältnismäßig leichten Flüssigkeit aus der
Leitung 62 vermischt werden soll. In letzterer ist ein Ventil 8 eingebaut, mittels
dessen die pro - Zeiteinheit durchströmende Flüssigkeitsmenge so geregelt werden
kann, daß das spezifische Gewicht des Gemisches im Behälter 7 nach Möglichkeit auf
dem Sollwert gehalten wird. Die Auslaßleitung des Behälters 7 ist mit 9 bezeichnet.
Durch ein Ventil 91 kann pro Zeiteinheit eine gewisse Menge des Gemisches einem
Gefäß io zugeführt werden, welches den Körper 2 umgibt, so, daß letzterer fortwährend
im Gemisch eingetaucht ist, ohne die Wände des Gefäßes zu berühren. Letzteres hat
einen Überlauf i i und ist im Boden einer Auslaßleitung 12 angeschlossen. Die bei
i i überlaufende und die unten aus dem Gefäß io strömende Flüssigkeit wird durch
die Leitung ,9 abgeführt.
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Das Ventil 91 ist so einzustellen, daß die Flüssigkeit im Gefäß io
fortwährend überläuft, so dä.ß der Flüssigkeitsspiegel in diesem Gefäß konstant
erhalten wird. Weiter soll die Masse des Gewichtes 4 so gewählt sein, daß der Waagebalken
i die Mittellage einnimmt, solange das ,spezifische Gewicht der Flüssigkeit im Gefäß
io den Sollwert hat.
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Die Anlage umfaßt weiter eine Nockenscheibe 13, die auf eine waagerechte,
durch einen nicht dargestellten Motor angetriebene Welle gekeilt ist und mit Rollen
14a, 14b zusammenwirkt, die an den Enden der annähernd waagerechten Arme von Winkelhebeln
i5 a bzw. 15b drehbar angeordnet sind. Diese Winkelhebel sind drehbar auf einem
gemeinschaftlichen Zapfen 16 gelagert und durch Federn 17a bzw. 17 b belastet,
welche bestrebt sind, die Rollen 14a, 14b mit demUmfang derNockenscheibe 13 in Berührung
zu halten. Die etwa lotrechten Arme der Winkelhebel tragen Fühler i 8 a bzw. i 8
b zum Abtasten der denselben zugekehrten. Seiten des Blöckchens 3.
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Solange die Rollen 14a, 14b mit dem kreisförmigen Teil des Umfanges
der Nockenscheibe 13 in Berührung sind, werden die Fühler 1811, I8 b im Abstand
vom Blöckchen 3 gehalten, so daß lezter es sich frei auf und ab bewegen kann. Wenn
aber die Rollen den niedrigen Teil der Nockenscheibe erreichen, werden die Fühler
durch die Federn 17a, 17 b in Berührung mit dem Blöckchen 3 gebracht, und letzteres
wird gegen denAnschlag 5 angedrückt.
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Wie aus der Zeichnung hervorgeht, ist der in der Bewegungsebene des
Winkelhebels 1511 liegende Teil des Blöckchens mit einem Ausschnitt gleichbleibender
Tiefe versehen, der sich vom Boden bis nahe der waagerechten Mittelebene erstreckt,
während der in der Bewegungsebene des Winkelhebels i5b liegende Teil einen entsprechenden
Ausschnitt hat, der sich von der Oberseite bis nahe der waagerechten Mittelebene
erstreckt. Der schireale mittlere Teil des Blöckchens hat somit die volle Stärke.
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Gemäß Fig. i nehmen die Teile die Lage ein, welche einem spezifischen
Gewicht der Flüssigkeit im Gefäß io entspricht, das den Sollwert übersteigt. Der
Waagebalken i hat eine kleine Winkelverdrehung im Uhrzeigersinne ausgeführt, und
das Blöckchen 3 nimmt eine Lage etwas unterhalb der Mittellage ein. Infolgedessen
ist der Fühler 18a des Winkelhebels 15a mit einem nicht ausgeschnittenen Teil des
Blöckchens 3, der Fühler 18b .des Winkelhebels i 5b mit dem Boden eines Ausschnittes
in Berührung. Das heißt, der Winkelhebel 15b hat eine Drehung im Uhrzeigersinne
ausgeführt, welche diejenige des Winkelhebels i5a übersteigt, so daß er einen in
seiner Bahn liegenden elektrischen Kontakt igb geschlossen hat. Der in der Bahn
des Winkelhebels 15" liegende Kontakt ist geöffnet. Der geschlossene Kontakt
I9b hat den Stromkreis eines Elektromotors 2o geschlossen, der durch eine nicht
dargestellte Reibungskupplung das Ventil 8 so einstellt, daß die dem Gefäß io pro
Zeiteinheit zugeführte leichte Flüssigkeitsmenge zunimmt.
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Wäre das spezifische Gewicht des Gemisches im Gefäß io zu niedrig
gewesen, so hätte das Blockchen 3 eine Lage oberhalb der Mittellage eingenommen,
und der Winkelhebel 15a wäre in der Uhrzeigerrichtung weiter ausgeschlagen als der
Winkelhebel 15b, d. h. es wäre der Kontakt I9a geschlossen, so daß der Motor :2o
das Ventil 8 in der Weise eingestellt hätte, daß dem Gefäß io pro Zeiteinheit eine
geringere Menge leichter Flüssigkeit zugeführt worden wäre.
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' Nimmt der Waagebalken i die Mittellage ein und befinden sich beide
Rollen 14a, i4b gegenüber dem vertieften Teil der Nockens-cheibe 13, so werden beide
Fühler i8a, 186 durch ihre Federn mit dem nicht ausgeschnittenen mittleren Teil
des Blockchens 3 in Berührung gehalten, so daß weder der eine noch der andere der
beiden Kontakte I9a, I9b geschlossen ist.
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Sind die Form und die Umdrehungsgeschwindigkeit der Nockenscheibe
13 entsprechend gewählt und ist zwischen den Motor so und das Ventil 8 ein geeignetes
Übersetzungsgetriebe geschaltet, so kehrt der Waagebalken i jedesmal frei und allmählich
in die Mittellage zurück, nachdem er infolge eines zu hohen oder .eines zu niedrigen
spezifischen Gewichtes der Flüssigkeit im Gefäß io in der einen oder in der anderen
Richtung ausgeschlagen ist. Hierzu ist zu bemerken, daß während einer Umdrehung
der Nockenscheibe 13 der Motor 2o das Ventil 8 nur während einer sehr kurzen Zeit
betätigt, während der die Einstellung es Ventils sich nur wenig ändert.
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Die Tatsache, daß das Ventil 8 absatzweise betätigt wird, hat den
Vorteil, daß die Meßvorrichtung praktisch keine Energie für das Einstellorgan zu
liefern hat und ihre normale Wirkung daher nicht beeinträchtigt wird. Außerdem ist
eine periodische Einstellung besser als eine kontinuierliche dazu geeignet, Abweichungen
vom Sollwert auf ein
Mindestmaß zu beschränken. Diesbezüglich ist
zu berücksichtigen, daß die Erhöhung bzw. die Erniedrigung des spezifischen Gewichtes
der Flüssigkeit im Gefäß io in bezug auf die Einstellung des Ventils 8 immer etwas
nacheilt, weil im Augenblick der Einstellung dieses Ventils das spezifische Gewicht
der Flüssigkeit im Behälter 7 sich ändert, die Flüssigkeit im Gefäß io aber noch
ein vom Sollwert abweichendes spezifisches Gewicht aufweist und letzteres sich nur
allmählich ändert. Sollte während dieser Zeit der Ausschlag des Waagebalkens i dauernd
auf das Ventil 8 einwirken, so würde sich im Augenblick, in dem der Waagebalken
seine Mittellage erreicht, das spezifische Gewicht der Flüssigkeit im Gefäß io noch
ändern, so daß nach einiger Zeit das Ventil 8 in der entgegengesetzten Richtung
eingestellt werden und zu einer Änderung des spezifischen Gewichtes in umgekehrtem
Sinne Anlasse geben, der Nennwert des spezifischen Gewichtes also um den Sollwert
pendeln würde. Dies wird aber vermieden, wenn die Fühler i811, 18b absatzweise betätigt
werden, vorausgesetzt, daß die Frequenz und die Dauer der Zusammenwirkung zwischen
den Fühlern und dem Blöckchen 3 der Dauer entspricht, welche für die Einstellung
des Waagebalkens i erforderlich ist.
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Fig. 2 und Fig. -2 a veranschaulichen eine zweite Ausführungsform
der Erfindung. Fig.2 zeigt die Waage in der Ansicht, und Fig. 2 a läßt in der Draufsicht
einen Teil der Waage mit den dadurch gesteuerten Teilen erblicken. Entsprechende
Teile sind mit den gleichen Bezugszeichen belegt wie in Fig. i. Das Gefäß io und
die damit zusammenwirkenden Teile sind nicht dargestellt worden.
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Während gemäß Fig. i der Zeiger des Waagebalkens fest mit diesem verbunden
ist, ist der in Fig. 2 dargestellte Zeiger 21 dem Waagebalken i durch einen Zapfen
22 angelenkt, so daß er in einer rechtwinklig zur Achse des Balkens liegenden Ebene
schwingen. kann. Dieser Zeiger ist zu beiden Seiten mit zwei in der Höhenrichtung
versetzt zueinander angeordneten Blöckchen 311 und 3b versehen. Die Nockenscheibe
13 ist um eine lotrechte Welle drehbar und wirkt zusammen mit einer Rolle 14 am
kurzen Arm eines Winkelhebels 15, der um einen lotrechten Zapfen. 16 drehbar ist.
Die Feder 17 ist bestrebt, die Rolle 14 mit dem Umfang der Scheibe 13 und den langen
Arm des Winkelhebels in Berührung mit dem Zeiger 21 zu bringen.
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Solange die Rolle 14. mit dem kreisrunden Teil der Scheibe 13 in Berührung
ist, wird der lange Arm des Winkelhebels 15 im Abstand vom Zeiger 21 gehalten. Der
niedrige Teil der Scheibe gestattet der Feder 17 aber, diesen Arm zum Anlegen an
den Zeiger 21 zu bringen und letzteren um einen kleinen Winkel um den Zapfen 22
zu verschwenken nach zwei elektrischen Kontakten iga, lgb hin, mit denen die Blöckchen
311 und. 3b zusammenwirken können. Nimmt der Waagebalken i die Mittellage ein, so
wird der Ausschlag des Zeigers -21 weder den einen noch den anderen Kontakt schließen.
Ist der Balken aber ausgeschlagen, so kommt entweder das Blöckchen 3 11 mit
dem Kontakt iga oder das Blöckchen 3b mit dem Kontakt igb in Berührung, wodurch
der Elektromotor 20 angelassen und das nicht dargestellte Regelventil (8 in Fig.
i) in der einen oder der andern Richtung eingestellt wird, genau so wie unter Bezugnahme
auf Fig. i beschrieben.
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Wie aus Fig.2a hervorgeht, sind die mit den Kontakten lga, igb zusammenwirkenden
Flächen der Blöckchen 311, 3b in einander entgegengesetzten Richtungen abgeschrägt
in bezug auf die lotrechte Ebene durch die Achse des Waagebalkens i, und zwar so,
daß die Zeit, während der der eine oder der andere Kontakt durch den Winkelhebel
15 geschlossen wird, dem Ausschlag dieses Balkens proportional ist. Es hat dies
den Vorteil, daß verhältnismäßig große Differenzen zwischen dem Nennwert des spezifischen
Gewichtes der Flüssigkeit im Gefäß io (Fig. i) und dem Sollwert ebenso schnell korrigiert
werden wie die verhältnismäßig kleinen, ohne daß ein Pendeln des Nennwertes um den
Sollwert eintritt.
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Die in Fig. 3 dargestellte Ausführungform entspricht im wesentlichen
derjenigen nach Fig. i, aber der Elektromotor zum Einstellen des nicht gezeichneten
Regelventils (8 in Fig. i) ist durch ein mechanisches Getriebe ersetzt worden. Dadurch
ist die Vorrichtung besonders geeignet zur Verwendung in Anlagen, wie Kohlewäschen,
wo die Betriebsverhältnisse schwierig sind.
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Wie dieser Figur zu entnehmen ist, sind die Enden der langen Arme
der Winkelhebel 15a, 15b mit ihren Federn 17a bzw. 17b durch Ketten, Kettenscheiben
und Arme 28a bzw. 28b verbunden, die an diesen Scheiben befestigt sind. Die Fühler
1811, i8b wirken mit dem Blöckchen 3 zusammen, welches im wesentlichen entsprechend
dem Blöckchen 3 nach Fig. i ausgestaltet ist, mit der Maßgabe aber, daß die Tiefe
jedes Ausschnitts von dem nicht ausgeschnittenen mittleren Teil ab nach oben bzw.
nach unten zum gleichen Zwecke zunimmt, wozu die Blöckchen 311, 3b in Fig. 2 und
2 a abgeschrägt sind.
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Der lange Arm des Winkelhebels i511 ist weiter mit -dem einen Ende
einer Schnur 23a verbunden, die in der Uhrzeigerrichtung um eine Holzscheibe 27
geschlagen ist, welche zur Einstellung des Regelventils (8 in Fig. i) dient. Das
zweite Ende dieser Schnur ist an einem Rahmen 2d.11 befestigt, den eine Feder 2511
mit einem Anschlag 26a in Berührung zu halten bestrebt ist. In ähnlicher Weise ist
der lange Arm des Winkelhebels 15b mit der Scheibe 27 durch eine Schnur 23b verbunden,
die entgegen der Uhrzeigerrichtung um diese Scheibe herumgeführt und an einem Rahmen
24b befestigt ist, der durch eine Feder 25b nach einem Anschlag 26b hin gezogen
wird.
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Die Schnüre 23a, 23b haben eine derartige Länge, daß sie lose auf
der Scheibe 27 liegen, solange die Rollen 1.11.a, i:lP mit dem kreisrunden Teil
der Scheibe 13 in Berührung sind. Erreichen sie aber den niedrigen Teil dieser Scheibe
und nimmt das Blöckchen 3 eine Lage unterhalb seiner Mittellage ein, so wird der
Winkelhebel 15b durch seine Feder 17b um einen Winkel verdreht, der dazu genügt,
die Schnur 23b straff um die Scheibe 27 zu ziehen und letztere in
der
Uhrzeigerrichtung etwas zu drehen, wodurch die pro Zeiteinheit durch das Regelventil
(8 in Fig. z) -dem- Gefäß zugeführte Flüssigkeitsmenge zunimmt, wobei die verhältnismäßig
schwache Feder 25b die Schnur daran verhindert zu gleiten. Der zweite Winkelhebel
15,1 wird durch den nicht ausgeschnittenen Teil des Blöckchens 3 angehalten und
kann daher die Schnur 23a nicht spannen, so daß letztere unwirksam bleibt.
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Selbstverständlich muß jede Feder 17a; 17b stark genüg sein, das Regelventil
durch Vermittlung der Scheibe 27 zu betätigen. Wie dargestellt greift jede Feder
das Ende ihres Armes 2811 bzw. 28b an, der in seiner unwirksamen Lage einen
kleinen Winkel, am Ende seines Arbeitshubes aber einen Winkel von etwa 9o° mit der
Achse seiner Feder einschließt. Dies hat den Vorteil, daß, solange dieser Arm unwirksam
ist, seine Feder der Drehung der Scheibe 13 mir einen sehr geringen Widerstand entgegensetzt;
aber ein verhältnismäßig großes Moment ausübt, wenn sie der Scheibe 27 zwecks Einstellung
des Regelventils eine Drehung erteilt.
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Obgleich die Ausführungsform nach Fig.3 für verschiedene Zwecke sehr
geeignet ist; hat sie infolge :des Umstandes einen gewissen Nachteil; daß im Augenblick,
in dem die Rolle i4a, 14? den niedrigen Teil der Scheibe 13 erreicht, der
Hebel 15a, 15b mit seinem Fühler i8a; 18b an das Blöckchen 3 schlägt. Falls kräftige
Federn 17a, 17b erforderlich sind, können diese Schläge ein hinderliches Geräusch
erzeugen und sogar einen raschen Verschleiß der zusammenwirkenden Teile herbeiführen.
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Die in Fig. 4 und q.a dargestellte Ausführungsform ist zwar etwas
verwickelter als die nach Fig. 3, weist aber den genannten Übelstand nicht auf.
Auch nach diesen Figuren .dient die Seheibe 27 dazu, das Regelventil (8 in Fig.
i) zu betätigen. Am freien Ende des Hebelarmes 15a (Fig. 4) ist ein Ende der Schnur
2311 befestigt, deren anderes Ende mit einem Hebelarm 24a verbunden ist. Der Arm
15a ist weiter durch eine Kette 35a am einen Arm 3o eines Hebels befestigt, oder
um einen- ortsfesten Zapfen 33 drehbar ist und dessen zweiter Arm 31 durch eine
Kette 34a -das Ende des Hebelarmes 24a angreift. Ein dritter Arm 32 des genannten
Hebels ist durch eine stärke Feder 17 belastet.
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Der Hebelarm i5a ist auf den drehbar im Gestell gelagerten Zapfen
16 gekeilt und mit einer Rolle 14a versehen, die. mit der Nockenscheibe 13 zusammenwirkt.
Der Hebelarm 24a ist lose um .den Zapfen 16 drehbar und durch eine Feder 25a mit
einem gleichfalls- frei drehbar um den Zapfen 16 gelagerten Hebelarm " 26a nachgiebig
gekuppelt. An letzterem ist der Fühler 1811 befestigt, der zum Abtasten des Blöckchens
3 dient. Das Blöckchen hängt am einen Arm des Waagebalkens i, ,dessen anderer Arm
den Körper 2, trägt: Solange die Rolle i4a mit dem kreisrunden Teil der Nockenscheibe
13 in Berührung ist, liegt die Schnur 23a lose auf der Scheibe 27, und der Hebelarm
26a wird mit seinem abgebogenen Ende 29a durch die Feder 25a mit dem Hebelärm 24a
in Berührung gehalten. Im Augenblick, wo die Rolle 14a den niedrigen Teil der Scheibe
13 erreicht (angenommen, daß das spezifische Gewicht der Flüssigkeit im Gefäß io
[Fig. i] entweder den Sollwert öder einen niedrigeren Wert hat), zieht die Feder
12 den Hebelarm i5a und dadurch den linken Trum der Schnur 23a in die Höhe, wodurch
gleichzeitig der Arm 24" nach unten schwingt, so daß die Schnur 23a lose auf der
Scheibe 27 liegenbleibt. Der Hebelarm 2:6a und der Fühler i8a folgen einfach der
Abwärtsbewegung des Hebelarmes 24.a, da unter den. geschilderten Verhältnissen das
Blöckchen 3 eine Lage einnimmt, in der der untere Ausschnitt dem Fühler i8a gegenüberliegt,
so. daß der Fühler frei ausschlagen kann.
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Wenn aber der Nennwert des spezifischen Gewichts der im Gefäß io befindlichen
Flüssigkeit den Sollwert übersteigt und das Blöckchen 3 daher eine tiefere Lage
einnimmt als gezeichnet, so wird der Ausschlag des Fühlers 1811 durch den vorspringenden
Teil des Blöckchens 3 angehalten, und letzteres wird gegen den Anschlag gedrückt,
wodurch auch der Hebelarm 2611 zum Stillstand kommt und durch die Feder 25a den
Hebelarm 24a bremst; so daß die Kette 34.a lose zu hängen kommt und die Schnur 23a
straff um die Scheibe 27 gezogen wird infolge des nach oben gerichteten Zuges des
Hebelarmes 30 und des durch die Feder 2.511 bedingten aufwärts gerichteten Zuges
des Hebelarmes 24.a. Dadurch wird die Scheibe 27 in der Uhrzeigerrichtung etwas
gedreht durch die Feder 17, die erheblich stärker ist als die Feder 25a.
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Wenn die Rolle 14a dann wieder den kreisförmigen Teil der Scheibe
13 erreicht und dadurch nach unten gedrückt wird, wird der Arm 15a entgegen der
Uhrzeigerrichtung gedreht, wodurch die Feder 17 gespannt und der Arm 24a
unterm Zuge der Kette 34a nach oben gezogen wird, während der Arm 26a reit dem Fühler
i8a dieser aufwärts gerichteten Drehbewegung folgen muß, da sein Ende 29a auf dem
Arm 24a ruht.
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Ist das spezifische Gewicht der Flüssigkeit im Gefäß io niedriger
als der Sollwert, so wird die Scheibe 27 durch die in Fig. 4a dargestellte Vorrichtung
entgegen der Uhrzeigerrichtung gedreht, wobei zu bemerken ist, daß die Teile 1,
2, 3, 5, 16, 17, 30, 34 32, 33 dieser und der in Fig. 4 gezeichneten Einrichtung
gemein sind, während die in Fig. 4 mit dem Buchstaben a versehenen Bezugsziffern
denjenigen in Fg.4a entsprechen, welche mit dem Buchstaben b !belegt sind.
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Um die Scheibe 27 herum ist eine zweite Schnur 23b geschlagen, deren
Enden mit den Armen 15b bzw. 24b verbunden sind. Wie dargestellt, entsprechen die
Lagen .dieser Arme denjenigen der Arme 24a bzw. 15a, und der Fühler 18b liegt dem
Teil des Blöckchens 3 gegenüber, der oberhalb der Mitte einen Ausschnitt aufweist.
Da der Hebelarm 15b auf den Zapfen 16 gekeilt und infolgedessen starr mit dem Arm
1511 (Fi.g. 4) verbunden ist, wird. eine dem Arm i5a durch .die Nockenscheibe 13
(Fig. 4) erteilte Bewegung dem Hebelarm 15b' übertragen.
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Im Hinblick auf die Erklärung der Wirkung der Vorrichtung nach Fig.
4 erscheint eine Erläuterung
der Wirkung der in Fig. 4a dargestellten
Einrichtung überflüssig.
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Bei der Anordnung nach Fig.,. und 4a werden die Fühler i8a, i8b lediglich
durch die Schwere der Arme 2.4 und 26 mit dem Blöckchen 3 in Berührung gebracht.
Dadurch, daß diese Teile ausbalanciert werden, können die Schläge der Fühler noch
weiter gedämpft werden. Selbstverständlich wird der von den Fühlern auf das Blöckchen
3 ausgeübte Druck durch die Spannung der Feder 25 verstärkt, aber dieser Druck ist
statisch und außerdem erheblich niedriger als der, welcher in der Vorrichtung nach
Fig. 3 durch die Federn 17a, 17b ausgeübt wird.
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Ein anderer Vorteil der Vorrichtung nach Fig. .4, .ja ist, daß der
die Scheibe 13 antreibende Motor nur eine einzige Feder 17 zu spannen hat, welche
die gleiche Stärke hat wie jede der beiden Federn 17a 17b nach Fig. 3.
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In der Einrichtung nach Fig. 4., q. a wird die zur Drehung der Scheibe
27 erforderliche Energie durch die Feder 17 geliefert, welche durch den Antriebsmotor
der Scheibe 13 absatzweise gespannt wird. Gegebenenfalls aber könnte diese Energie
auch direkt vom Motor geliefert werden, z. B. so, daß die Scheibe 13 direkt auf
den. Hebel 32 wirkt und die Arme 15a, 15b durch eine Feder belastet sind, welche
dann erheblich schwächer sein kann als jede der beiden Federn 17 der Vorrichtung
nach Fig. 3. Das ist ein großer Vorteil in den Fällen, wo die Drehung der Scheibe
27 viel Energie erfordert.
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Die Erfindung verschafft daher eine einfache und zuverlässige Vorrichtung
zur Regelung der Dichte von Flüssigkeiten, obgleich sie auch u. a. Anwendung finden
kann zur Prüfung des Gewichtes von allerhand Gegenständen. Wie schon bemerkt, ist
die Erfindung aber in erster Linie geeignet zur Aufbereitung von Kohle und folglich
auch von. Erzen, d. h. zur Erhaltung einer gleichmäßigen Speisung von Schaumschwimmapparaten,
zur Regelung des Mengenverhältnisses zwischen dem festen und dem flüssigen Anteil
von Schlämmen in Eindickern, zur Regelung der Dichte von Erzschlämmen, als Ersatz
für die üblichen selbsttätigen Regeleinrichtungen von Setzkästen, in denen die Hublänge
entsprechend der Stärke der Steinschicht einzustellen ist, usw.