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Innenbackenbremse Nach dem Patent 874 861 gelangt bereits eine Innenbackenbrem;se
zur Verwendung, bei welcher, zur Erziehung einer gleichmäßigen Anlage der Bremshacken
bzw. einer intensiveren Bremswirkung die Gelenkenden der Bremsbacken im Bereich
ihres Schwenkpunktes elastisch nachgiebig gelagert sind, so daß die beim Bremsvorgang
auftretende Bremskraft der einen in Laufrichtung der Bremstrommel bewegbaren Bremsbacke
automatisch auf die andere Bremsbacke übertragen wird.
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Die Ausbildungsmöglichkeiten wesentlich zu erweitern bzw. derartige
Innenhackenbremsen in außerordentlichem Maße zu vervollkommnen, ist Zweck der Erfindung,
deren Wesen darin liegt, :daß die Bremsbacken statt nur an eigner Stelle ;auch an
mehreren Stellen elastisch nachgiebig gelagert sein können und das entgegengesetzt
zur Bremsrichtung befindliche Bremsbackenende zwecks Entlastung des Spreiznockens
an einem mit dem Bremsträger starr verbundenen Widerlager seine Abstützung :erfährt,
wobei die Bremsbacken in ihrem Abstand zueinander verstellbar sind.
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Die Zeichnung läßt verschiedene Ausführungsbeispiele von in Seitenansicht
gezeichneten Innenbackenbremsen jeweils in ihrer Außergebrauchsstellung erkennen,
und zwar zeigt Abb. r eine Innenhackenbremse mit an zwei Stellenelastisch nachgiebig
und abstandmäßig verstellbar gelagerten Bremsbacken, Abb.2 eine gleichartige Innenbackenbremse;
bei welcher jedoch die Abstützung der Bremsbackenenden unter Einschaltung von Puffern.
:aus elastisch nachgiebigem Material geschieht, Abb. 3 eine Innenbackenbremse, deren
spreizringartig
gestalteten, eine Einheit bildenden Bremsbacken
ian .drei verschiedenen Stellen ihre elastisch nachjgi;ebige Einlagerung erfahren;
Abb. 4 eine Innenbackenbremise mit verstellbarer Druckstange.
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Die Innenbackenbremsen bestehen im wesentlichen@aus Bremsbacken i
und 2, die von einer Bremstrommel 3 aufgenommen werden, Zugfedern 4 od. -dgl., durch
welche die Bremsbacken s,tändi`g wieder in die Grundstellung (Außergebrauchsstellung)
zurückgezogen werden, als elastisch nachgiebige:Mitte1 flür die Bremsbacken,düeneüdem
Druek-bzw. Schwingfedern 5, die iauf Drehbolzen edex Zapfen, 6 ,aufgesteckt bzw.
gelagert sind, einem Spreiznocken 7, der mit dem Bremshebel 8 im Eingriff steht,
dem mit einem Widerlager i ö versebenen Bremsträger i i, sowie Stellschrauben 12
und Puffern 13 und 14 :o6. 6,g1. :aus elastisch nachgiebig wirkendem` Material.
= Bei den Innenbackenbremsen nach Abb. i und. 2 der Zeichnungen sind die beiden
Bremsbacken gesondert voneinander im Bereich ihrer Gelenkenden elastisch nachgiebig
gelagert und in baden: Fällen in ihrem Abstand zueinander verstellbar.
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Zum Verstellen der Bremsbacken finden hierbei zweckmäßig Stellschrauben
12 Verwendung, die in eine :der Bremsbacken verstell- und unter Zuhilfenahme einer
Gegenmutter 9 so feststellbar ist; daß sie eine genlaue Distanzierung .der Bremsbackenstoßflächen
gewährleisten. Während nach Abb: i die rechtsseitige Brexnsba,cke sich ummittelbar
dem Kopf :der Stellschraube und denn Bremsträger i i verbundenen Widerlager i o-
,anlegt, ist die -gleiche Bremsbacke gemäß Alb. z mit Puffern 13 und
14 aus elastisch nachgiebigem Material ausgestattet, die zwischen Bremsbackenstoßflächen
und Wider-Zager bzw. S:tellschxaubenkopf eingeschaltet sind.
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Die Wirkungsweise der Bremse nach den vorerwähnten Abbildungen ist
folgende: Durch Ziehen iam Hebel 8 wird .der Spreiznocken 7 in :der @eingezeichneten
Drehrichtung bewegt. Der Nocken schwingt dabei um den Direhpunkt ,a. Hierdurch wirkt
eine Spreizkraft .auf die Primärbacke r. Die ebenfalls in Pfeilrichtung rotierende
Bremstrommel 3 wird durch die Primärbacke i abgebremst, wobei die in der letzteren
durch die Anpressung auftretende Kraft versucht, die Primärbacke in Pfeilrichtung
mitzunehmen. Da die Abstützung,der elastisch-nachgiebig auf der Feder 5 gelagerten
Primärbacke i durch Idas verstellbare Zwischenglied 12 ,auf der ebenfalls elastis=ch
nachgiebig .gelagerten Sekundärbacke ä. erfolgest, Überträgt sich die der Primärbacke
anhaftende Bremskraft automatisch auf die Sekundärbacke 2, wodurch die ,gewünschte
Selbstverstärkung der Bremse entsteht. -Da sich nun die Sekundärbacke 2 an dem auf
dem Bremsträger i i sitzenden Widerlager i ö abstützt, ist eine kreisförmige Fortbewegung
:der Sekundärbacke 2 ummöglich und eine sichere Anlage an die Bremstrommel 3 gewährleistet.
Da die beiden Bremsbacken durch hie Federn 5 schwingend bzw. schwimmend aufgehängt
sind, kommt bei der Spreizbewegung des Brernsnoekens 7 die -gesamte Belä:che der
beiden Bremsbacken absolut gleichmäßig zur Anlage. Da, ferner bei der Spreizbewegung
des Bremsnockens 7 die Spreizkraft nur 'in Pfeilrichtung erfolgt und andererseits
die Primärbacke i in Pfeilrichtung durch die Bremskraft mitgenommen wird, vermindert
sich die aufzuwendende Spreizkraft ganz erheblich. Die im gesamten Bremsbackenring
auftretende Bremskraft einschließlich Selbstverstärkung stützt sich auf dem auf
dem Bremsträger i r sitzenden Widerlager io ab, also nicht auf dem Brernsnoicken
selbst. Hierdurch wird der Bremsnocken entlastet. Es entsteht keine zusätzliche
Reibung auf demselben, und er kann infolgedessen bedeutend schwächer ausgeführt
wenden. Bei Zurücknahme der Bremsbetätigüngskraft werden die beiden Bremsbacken
durch die auf die Drehbolzen bzw. Zapfen 6 zentrierten Federn 5 wieder in die Ausgangszentrierung
zurückgebracht und durch Federn, ¢ in der Ruhestellung festgehalten.
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Die in Abb. 2 zwischen dem verstellbaren Glied 12 und der Sekundärbacke
2 einerseits oder zwischen Sekundärbacke 2 und dem Widerlager i o oder beides zusammen,
eingeschalteten elastischen Mittel, Puffer 13 und 14 ed.:dgl.,dämpfen eine
erhöhte Belastung der Sekundärbacke 2 ;ab, wodurch ebenfalls eine gleichmäßige Belastung
der beiden Bremsbacken erreicht wird.
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Bei :einer Innenbackenbremse gemäß Abb. 3 handelt es sieh .m eine
solche, deren Bremsbacken spreizringartig gestaltet eine Einheit bilden.
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Der hierbei aus den beiden Bremsbacken i und 2 gebildete Bremsring
wird in an sich bekannter Weise an die Bremstrommel angelegt und steht zwecks Rückführung
in seine Grundstellung unter Wirkung der beispielsweise rauf drei Drehbolzen bzw.
Zapfen 6 gelagerten Schwingfedern 5. Der auf diese Weise entstandene Bremsring isst
durch die elastisch nachgiebigen Federn 5, die auf :den im Bremsträger i i angebrachten
feststehenden, jedoch verschiebbaren Drehbolzen bzw. Zapften 6 zentriert sind, ebenfalls
nach. allen Richtungen nachgiebig, d. h. also schwimmend, aufgehängt, wodurch eine
absolut ;gleichmäßige Anlage des Bremsringes gewährleistet ist. Bei Betätigung der
Bremse wird ebenfalls die dem primären Teil des Bremsringes in Laufrichtung der
Bremstrommel anhaftende Bremskraft .direkt auf den sekundären Teil des Bremsringes
übertragen, wodurch gleichfalls die Selbstverstärkung .einsetzt. Die Anpreßbewegung
des Bremsringes erfolgt genau so, wie bei. Erläuterung der anderen Abbildungen beschrieben.
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Die Wirkungsweise dieser Bremse ist wie folgt: Durch Ziehen am Bremshebel
8 wird der Spreiznocken 7 in der eingezeIchneten Drehrichtung bewegt. Der Nocken
schwingt dabei .um den Drehpünkta. Hierdurch wirkt -eine Spreizkraft auf den primären
Teil des Bremsringes bzw. der spreizartig ausgebildeten Bremsbacken i und 2. Die
ebenfalls in Pfeilrichtung rotierende Bremstrommel 3 wird durch den primären Teil
,der Bremsbacken abgebremst, wobei die in dem letzteren durch die Anpresseng
auftretende
kraft den Bremsring in Pfeilrichtung mitzunehmen sucht. Da die Lagerung des dehnbaren
Bremsringes durch die Schwingfedern 5 auf den Bolzen 6 erfolgt, überträgt sich die
dem primären Teil des Bremsringes anhaftende Bremskraft direkt ,auf den sekundären
Teil, wodurch die gewünschte Selbstverstärkung der Bremse entsteht. Da sich nun
der Bremsring ,auf dem ,auf dem Bremsträzer i i sitzenden Widerlager io ,abstützt,
ist eine' kreisförmige Fortbewegung desselben u möglchund eine sichere Anlage an
die Bremstrommel 3 gewährleistet.
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Durch die in den einzelnen Punkten durch die Schwingfedern gebildete
elastisch nachgiebige Lagerung des Bremsringes, kommt bei der Spreizbewegung des
Bremsnockens 7 die gesamte Belagfläche des Bremsringes ,absolut gleichmäßig zur
Anlage. Auch hierbei vermindert sich die aufzubringende Spreizkraft ganz erheblich.
Ebenso sind die Vorteile der Abstützung des Bremsringes auf dem Widerlager io die
gleichen, wie bei den anderen Ausführungsformen schon beschrieben.
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Bei Zurücknahme der Bremsbetätigungskraft wird der Bremsring durch
die Schwingfedern wieder in seine Ausgangszentrierung zurückgebracht und in seiner
Ruhestellung gehalten.
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Innenbackenbrems-en im Sinne der Erfindung sind durchweg äußerst zuverlässig
in ihrer Wirkungsweise und im Gegensatz zu anderen ähnlich gearteten Bremsen bequem
in der Behandlung und Handhabung.
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Um. die von der Primärbacke erteilte Bremswirkung der Sekundärbacke
nicht zu hoch ansteigen zu lassen, ist :es möglich, unter Zuhilfenahme einer zweckmäßig
verstellbaren Druckstange 15 (wie aus Abb. 4 ersichtlich) zwischen Primärbacke
und Sekundärbacke die Bremskraft der Sekundärbacke je nach Wahl bzw. Verlängerung
der Angriffspunkte der verstellbaren Druckstange zu bestimmen.