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Einrichtung zur Dämpfung von Brummgeräuschen an Elektrizitätszählern
Die
Bestrebungen, Brummgeräusche an Elel;trizitätszählern zu dämpfen, haben zu verschiedenen
AusgestaltuIagen, inshesondere zu eigenartigenAufbauweisen des Ltnterlagers geführt.
Bekannt sind Turnterlager, deren Spurteil mit Spiel im festen Lagerteil federnd
gehalten wird. Dabei ist die Anordnung so getroffen, daß der Sperrteil nach allen
Richtungen frei schwingbeweglich ist. Erreicht wird dies durch besonders gestaltete
Federglieder, deren Herstellung einen großen Aufwand erfordert.
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Zähler mit derartigen Unterlagern sind daher teuer, zumal auch die
nlontage solcher Unterlager schwierig ist. Der umständliche Aufbau ist bewirkt worden,
um Stöße aufzufangen, die auf das drehbewegliclle Zählersystem treffen. Der Spurstein
dieser IJnterlager soll bei Belastung durch die ÄVelle des drehbeweglichen Zählersystems
schwebend gehalten werden.
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Brummgeräusche an Elektrizitätszählern sind die Folge von meist periodischen
Erschütterungen des drehbeweglichen Systems. Obwohl solche Erschütterungen schwachen
Stößen gleichgesetzt werden können, hat sich in der Praxis gezeigt, daß die vorerwähnte
Unterlageranordnung keine hefriedigende Dämpfung von Brummgeräuschen ergibt.
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Das hat Veranlassung zu systematischen Unter suchungen ergeben, die
gezeigt haben, daß es nicht zum Ziel führt, wenn man eine freie Schwingbeweglichkeit
des drehbeweglichen Systems nach allen Richtungen sicherstellt, daß man vielmehr
nach zwei Richtungen hin Bewegungen und damit auch Schwingbewegungen unmöglich zu
machen
hat. Das umlaufende Zählersystem darf weder in seiner Achsrichtung,
noch parallel zur Ebene des Triebeisens, es darf vielmehr nur senkrecht zu dieser
Ebene schwingen können.
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Die Erfindung betrifft einen nach diesen im Versuchsweg erarbeiteten
Erkenntnissen beschaffenen Zähler. Das bei ihr verwendete Unterlager, in dessen
festem Teil der Spurteil mit Spiel federnd gehalten wird, ist nach der Erfindung
so aufgebaut, daß sein Spurteil von einer in der Verlängerung der Achse aufrecht
stehenden Blattfeder getragen wird, deren Fläche parallel zur Ebene der Triebeisenbleche
steht. Auf diese Weise entsteht ein brummgeräuschfreier Zähler mit einem außerordentlich
einfach gestalteten Unterlager, das noch dazu die Zentrierung des Spurteils dadurch
wesentlich erleichtert, daß dieser nur in einer Ebene beweglich ist.
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Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes.
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Fig. I veranschaulicht einen Aufriß mit Teilen im Schnitt und Fig.
2 einen Aufriß, um go0 gegenüber der Fig. I gedreht; Fig. 3 zeigt einen Querschnitt
nach derLinieA-A der Fig. 1.
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Der Deutlichkeit wegen sind in der Zeichnung die für die Erfindung
wichtigen Teile in größerem Maßstab dargestellt als Teile, die nur zur Erkenntnis
der Lage der wichtigen Teile im Zähler dienen.
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Mit I ist das Spannungseisen, mit 2 das Stromeisen und mit 3 die
Triebscheibe eines Elektrizitätszählers bezeichnet. 4 ist ein im Gehäuse des Zählers
fester Träger. Dieser weist ein Loch 5 auf, das mit Abflachungen 5' versehen ist.
In dieses Loch 5 ist von unten her eine außen mit Gewinde versehene Büchse 6 eingeschoben,
deren Gewinde an zwei einander gegenüberliegenden Stellen abgeflacht ist.
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Die Abflachungen des Gewindes der Büchse 6 passen in die Abflachungen
5', so daß die Büchse 6 im Träger 4 wohl verschoben, nicht aber gedreht werden kann.
Zur Ein- und Feststellung der Büchse 6 im Zähler dienen zwei Schraubenmuttern 7,
8, die von oben bzw. unten an den Träger 4 angezogen werden.
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In die Büchse 6 ist von unten ein Kopf g eingeschoben, der sich mit
einem Flansch 10 gegen die Stirnkante der Büchse 6 legt und durch eine überwurfmutter
II in der Büchse 6 gehalten ist. In den Kopf g ist das untere Ende einer Blattfeder
12 ein gesetzt und durch einen Bolzen I3 darin gesichert.
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Der Bolzen I3 ragt mit beiden Enden aus dem Kopf g heraus und in Schlitze
14 der Büchse 6 hinein. Dadurch ist im Zusammenhang mit der Unverdrehbarkeit der
Büchse 6 die Winkellage der Blattfeder 12 zum Triebeisen I, 2 bestimmt, und zwar
so, daß die Ebene der Blattfeder parallel zur Ebene des Triebeisens liegt.
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Das obere Ende der Blattfeder 12 ist in den Spurteil 15 des Unterlagers
eingesetzt, welcher Spurteil die Spitze der Achse 16 der Triebscheibe 3 aufnimmt
und innerhalb der den festen Teil des Unterlagers darstellenden Büchse mit Spiel
liegt.
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Durch die beschriebene Anordnung kann der Spurteil 15 des Unterlagers
in Richtung senkrecht zum Triebeisen schwingen, und dadurch werden Vibrationen dieses
Spurteils, wie sie durch die die Triebscheibe 3 induzierenden Ströme vom Triebeisen
aus auf den Spurteil entstehen, aufgefangen und ausgeglichen, so daß sie sich nicht
auf die Wandung des festen Unterlagerteils, d. h. der Büchse 6, übertragen können.
Auch Vibrationen, wie sie vom Bremsfluß von bei solchen Zählern zur Verwendung gelangenden
permanenten Magneten bei entsprechender Anordnung in Wirkungsverbindung mit den
in der Triebscheibe induzierten Strömen erzeugt werden könnten, werden durch diese
Anordnung des Spurteils 15 aufgefangen und ausgeglichen.
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Durch die erwähnte Wirkung wird das lästige Brummgeräusch, das bei
fester Rührung des Spurteils im Unterlager leicht eintritt, vermieden oder zum mindesten
so gedämpft, daß es praktisch nicht bemerkenswert ist. Die Blattfeder verhindert
aber ein Federn des Spurteils 15 in Richtung parallel zum Triebeisen I, 2, d. h.
in Richtung des Drehmoments, so daß eine Vibration in dieser Richtung, die sich
auf den Gang des Antriebes des Zählwerkes in einem Geräusch geltend machen könnte,
ebenfalls nach Möglichkeit vermieden wird. Zu letzterem trägt die Anordnung des
Spurteils mit Spiel im festen Teil des Unterlagers auch bei, da hierdurch auch Schwingungskomponenten
des Spurteils in Richtung des Drehmoments nicht auf die Wandung der Büchse, d. h.
auf den festen Unterlagerteil übertragen werden können.
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Die Verwendung einer Blattfeder erleichtert durch das Federn nur
in einer Bahn oder Richtung die Zentrierung des Spurteils im Zähler.