DE880296C - Verfahren zur Herstellung von Bleiphthalat und Bleisalze aliphatischer Monocarbonsaeuren in komplexer Bindung enthaltenden Salzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Bleiphthalat und Bleisalze aliphatischer Monocarbonsaeuren in komplexer Bindung enthaltenden Salzen

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DE880296C
DE880296C DEN3694A DEN0003694A DE880296C DE 880296 C DE880296 C DE 880296C DE N3694 A DEN3694 A DE N3694A DE N0003694 A DEN0003694 A DE N0003694A DE 880296 C DE880296 C DE 880296C
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DE
Germany
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lead
acid
phthalate
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aliphatic carboxylic
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DEN3694A
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Leonard M Kebrich
Adrian R Pitrot
Alexander Stewart
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/41Preparation of salts of carboxylic acids
    • C07C51/418Preparation of metal complexes containing carboxylic acid moieties

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Polyesters Or Polycarbonates (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Bleiphthalat und Bleisalze aliphatischer Monocarbonsäuren in komplexer Bindung enthaltenden Salzen Die Erfindung betrifft neue und wertvolle Komplexsalze, welche Bleiphthalat und ein Bleisalz einer einbasischen gesättigten aliphatischen Carbonsäure enthalten und die entweder allein oder in Verbindung mit anderen Pigmenten zur Herstellung verbesserter Farbzusammensetzungen verwendet werden.
  • Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß bei der Einführung von stöchiometrischen Mengen einer einbasischen gesättigten aliphatischen Carbonsäure der allgemeinen Formel C"H2"+,.COOH (ya bedeutet die Zahl der Kohlenstoffatome) in einer bereits für die Herstellung von Bleiphthalaten angegebenen Weise, Komplexsalze gebildet werden, die den folgenden allgemeinen empirischen Formeln entsprechen. Hierbei bedeutet 3a die Anzahl der Kohlenstoffatome, wie in der obigen allgemeinen Formel.
  • 4. PbC,H4 (C00)2 - Pb (C"H2" , 1C00)2 (Typ A) Pb0 PbC,H,(COO)2Pb(C"H2""C00)., (TYP B) Nach dem, vorliegenden erfindungsgemäßen Verfahren wurden folgende unter Typ A fallende Verbindungen hergestellt: i. Tetra-Bleiphthalat-Bleiacetat: 4PbC,H4(C00)2 - Pb(CH"C00)2, 2. Tetra-Bleiphthalat-Bleipropionat 4PbCEH4(C00)2' Pb (C,Hb02)2, 3. Tetra-Bleiphthalat=n-Bleibutyrat: 4PbC1H4(C00)2 - Pb(C4H102)2, 4. Tetra-Bleiphthalat-Bleüsobutyrat 4PbC,H4(C00)2 - Pb (C4H702)2.
  • Zu den unter Typ B fallenden Verbindungen gehören folgende: 5. basisches Bleiphthalat-Bleiacetat: Pb0 - 2PbC6H4(C00)2 - Pb(C2H302)2, 6. basisches Bleiphthalat-Bleipropionat: Pb 0 - 2PbC,H4(C00)2 - Pb (C,H502)2, 7. basisches Bleiphthalat-Bleibutyrat: Pb0 - 2PbC'H4(C00)2 - Pb(C,H702)2, B. basisches Bleiphthalat-Bleüsobutyrat: Pb 0 - 2PbC,H4(C00)2 - Pb (C4H7 02)2, 9. basisches Bleiphthalat-Bleicapronat Pb0 - 2PbC6H4(C00)2 - Pb(C,H"02)" io. basisches Bleiphthalat-Bleicaprinat: Pb 0 - 2PbC,HQ(C00)2 - Pb (C"H1°02)2, ii. basisches Bleiphthalat-Bleistearat: Pb 0 - 2 PbC,H4 (C 0 0), - Pb (C13 H35 0,)" 12. basisches Bleiphthalat-Blei-2-äthylbutyrat Pb0 - 2PbC6H4(COO)2 - Pb[(C,H5)2CHC02]2. Die unter Typ B genannten Verbindungen und ihre Herstellungsverfahren sind noch besonders in der amerikanischen Patentschrift 2 424 515 beschrieben.
  • Zu den obenerwähnten Verbindungen sei erwähnt, daß das Verfahren für die Herstellung von komplexen Bleisalzen der Phthalsäure mit normalen, isomeren und substituierten einbasischen gesättigten aliphatischen Carbonsäuren brauchbar ist.
  • Nach dem Verfahren werden die Reaktionsteilnehmer Bleimonoxyd, Phthalsäure oder Phthalsäureanhydrid und die Monocarbonsäuren im wäßrigen Medium miteinander zusammengebracht. Hierbei tritt Reaktion unter praktisch quantitativer Bildung der komplexen Bleiverbindung in Form eines weißen Niederschlags, der in Wasser wenig löslich ist, ein.
  • Die Art des Mischens in dem wäßrigen Medium ist hierbei nicht entscheidend. Beispielsweise kann die Phthalsäure (unter diesem Ausdruck soll auch Phthalsäureanhydrid verstanden werden) in heißem Wasser gelöst und die heiße Lösung allmählich, vorzugsweise unter Rühren, zu einer wäßrigen Suspension von Bleimonoxyd und einer gesättigten aliphatischen Monocarbonsäure zugegeben werden. Die Ausgangsstoffe können aber auch einfach mit Wasser gemischt werden. Es wurde gefunden, daß es gelegentlich wünschenswert ist, die mit Wasser gemischten Ausgangsstoffe in eine Kugel- oder Steinmühle oder ähnliche Vorrichtung zu geben, worin die Reaktion stattfindet.
  • Die Reaktion kann bei irgendeiner geeigneten Temperatur zwischen etwa 15 und ioo° durchgeführt werden. Bei der Auswahl der Art des Mischens der Reaktionsteilnehmer und der Reaktionstemperatur soll das Wesen der verwendeten aliphatischen Carbonsäure in Betracht gezogen werden. Wo, wie dies bei den oben angeführten Verbindungen i bis 8 der Fall ist, diese Säure wasserlöslich ist, braucht eine Kugelmühle nicht verwendet und die Reaktionsteilnehmer können mit Wasser in irgendeinem geeigneten Gefäß gemischt werden. In einem solchen Fall beschleunigt die Anwendung einer erhöhten Temperatur, z. B. zwischen etwa 75 und 95°, die Vervollständigung der Umsetzung. Wo jedoch die aliphatische Carbonsäure nicht wasserlöslich ist, sondern fest oder gummiartig bleibt, wie dies bei den obengenannten Verbindungen 9 bis 12 der Fall ist, ist es vorzuziehen, die mit Wasser gemischten Reaktionsteilnehmer in eine Kugelmühle zu geben und die Umsetzung bei Zimmertemperatur, also zwischen etwa 15 und 25°, durchzuführen. Wenn eine erhöhte Temperatur angewandt wird, so werden die Reaktionsteilnehmer miteinander in dem wäßrigen Medium, vorzugsweise unter Rühren, so lange in Berührung gebracht, bis die Umsetzung vollständig ist, was gewöhnlich zwischen etwa 3 und 8 Stunden erfordert. Wenn die Umsetzung bei Zimmertemperatur durchgeführt wird, so wird im allgemeinen ein längerer Zeitraum beansprucht, bisweilen i8 oder 2o Stunden.
  • Die folgenden Beispiele sollen das Verfahren näher erläutern.
  • Beispiel i Bleiphthalat-Bleiacetat 4PbC,H4(C02)2 - Pb (C,H302)2 .
  • 89,3 g (0,4 Mol) feingepulvertes Bleimonoxyd (Pb 0) wurden in i2oo ccm Wasser, das i2 g 8o°/°ige Essigsäure (äquivalent o,o8 Mol Essigsäureanhydrid) enthielt, suspendiert. Die Suspension wurde gerührt und auf 7o bis 8o0 erhitzt. Eine Phthalsäurelösung, welche durch Lösen von 47,4 g (o,32 M01) in 500 ccm siedendem Wasser hergestellt worden war, wurde zu der Suspension im Verlaufe von 5 Stunden allmählich zugegeben. Das entstehende weiße Produkt wurde abfiltriert, mit 2 1 heißem Wasser gewaschen und bei 85° getrocknet. Die Ausbeute war im wesentlichen vollständig. Das Produkt enthielt 82 °/° Bleiphthalat und 18 0/a Bleiacetat. Sein spezifisches Gewicht betrug 3,246.
  • Beispiel 2 Basisches Bleiphthalat-Bleiacetat Pb0 - 2PbC6H4(C02)2Pb(C,H302)2 89,3 g (0,4 M01) feingepulvertes Bleimonoxyd wurden in i2oo ccm Wasser, das 15 g .8o°/°ige Essigsäure (äquivalent o,i Mol Essigsäureanhydrid) enthielt, suspendiert. Die Suspension wurde gerührt und auf 7o bis 8o0 erhitzt. Eine Phthalsäurelösung, welche durch Lösen von 29,6 g (o,2 Mo1) Phthalsäureanhydrid in 3oo ccm siedendem Wasser hergestellt worden war, wurde allmählich zu der Suspension im Verlaufe von 5 Stunden zugegeben. Das entstehende weiße Produkt wurde abfiltriert, mit 21 heißem Wasser gewaschen und bei 85° getrocknet. Die Ausbeute war im wesentlichen vollständig. Das Produkt enthielt 57,5 °/0 Bleiphthalat, 25,2 °/° Bleiacetat und 17,3 °/° gebundenes basisches Bleioxyd. Sein spezifisches Gewicht betrug 3,73.
  • Beispiel 3 Bleiphthalat-Bleipropionat 4 Pb C5 H, (C O.)2 Pb (C., H5 0,).= Eine Suspension von 89,3 g feingepulvertem Bleimonoxyd in 1200 ccm Wasser, das 12,15 g 97,56°;'oige Propionsäure enthielt, wurde bei 7o bis 75' gerührt und im Verlaufe von 5 Stunden mit einer Phthalsäurelösung gemischt, welche durch Lösen von 47,37 9 Phthalsäureanhydrid in 50o ccm siedendem Wasser hergestellt worden war. Das weiße Produkt enthielt nach dem Abfiltrieren, Waschen und Trocknen bei 85' So,8 °/o Bleiphthalat und 19,2 °!o Bleipropionat. Es war elektrostatisch aufgeladen und sein spezifisches Gewicht betrug 3,235.
  • Beispiel 4 Basisches Bleiplithalat-Bleipropionat Pb0 - 2PbC,H,(C0.)2Pb(C,H50.)2 Eine Suspension von 8g,3 g feingepulvertem Bleimonoxyd in 1200 ccm Wasser, welches 15,6o g g5°/oige Propionsäure enthielt, wurde bei 7o bis 75'' gerührt und im Verlaufe von 5 Stunden mit einer Phthalsäurelösung gemischt, welche durch Lösen von 2g,6 g Phthalsäureanhydrid in etwa 300 ccm siedendem Wasser hergestellt worden war. Das weiße Produkt enthielt nach dem Abfiltrieren, Waschen und Trocknen bei 85' 56,3 oro Bleiphthalat, 26,8 °/a Bleipropionat und 16,9 0/, gebundenes, basisches Bleioxyd. Sein spezifisches Gewicht betrug 3,32.
  • Beispiel 5 Basisches Bleiphthalat-Bleibutyrat Pb0 - 2PbC,H,(CO.),Pb(C,H,02)2 89,1 g feingepulvertes Bleimonoxyd wurden zu r2oo ccm Wasser gegeben, das 17,6 g n-Buttersäure enthielt. Die Mischung wurde gerührt und auf 7o bis 75' erhitzt. Zu der heißen Suspension von Bleioxyd wurde innerhalb von 5 Stunden eine Phthalsäurelösung zugegeben, welche durch Lösen von 29,6 g Phthalsäureanhydrid in 60o ccm siedendem Wasser hergestellt worden war. Das weiße Produkt enthielt nach dem Abfiltrieren, Waschen und Trocknen bei 85' 55,1 °/o Bleiphthalat, 31,2 °/o Bleibutyrat und 13,7 % gebundenes basisches Bleioxyd. Sein spezifisches Gewicht betrug 3,15.
  • Beispiel 6 Basisches Bleiphthalat-Bleiisobutyrat Pb0 - 2PbCGH,(C0")2Pb(C,,H7 02) 2 89,3 g feingepulvertes Bleimonoxyd wurden zu 1200 ccm Wasser gegeben, das 17,6 g Isobuttersäure enthielt. Die Mischung wurde gerührt und auf 70 bis 75° erhitzt. Zu der heißen Suspension von Bleioxyd wurde innerhalb von 5 Stunden eine Phthalsäurelösung gegeben, welche durch Lösen von --q,6 g Plithalsäureanhydrid in 60o ccm siedendem Wasser hergestellt worden war. Das weiße Produkt enthielt nach dem Abfiltrieren, `'raschen und Trocknen bei 85' 55,1 °/u Bleiphthalat, 31,0- % Bleiisobutyrat und 13,70/, gebundenes basisches Bleioxyd. Sein spezifisches Gewicht betrug 3,30.
  • Beispiel 7 Bleiphthalat-Bleibutyrat 4 Pb C, H, (C 0.)2 Pb (C1 H; 0.)2 89,1 g feingepulvertes Bleimonoxyd wurden zu 1200 ccm Wasser gegeben, das 14,2 g gg,5%ige n-Buttersäure enthielt. Die Mischung wurde gerührt und auf 7o bis 75° erhitzt. Zu der heißen Suspension wurde innerhalb von 5 Stunden eine Phthalsäurelösung gegeben, welche durch Lösen von 47,4 g Phthalsäureanhydrid in 50o ccm heißem Wasser hergestellt worden war. Das weiße Produkt enthielt nach dem Filtrieren und Trocknen bei 85' 79,6 °/o Bleiphthalat und 20,4 °/o Bleibutyrat. Sein spezifisches Gewicht betrug 3,o1. Beispiel 8 Bleiphthalat-Bleiisobutyrat 4 Pb C s H, (C 0.), Pb (C,, H; 02) 2 89,3 g feingepulvertes Bleimonoxyd wurden zu 120o ccm Wasser gegeben, das 14,4 g g8°/oige Isobuttersäure enthielt. Die Mischung wurde gerührt und auf 7o bis 75' erhitzt. Zu der heißen Suspension von Bleimonoxyd wurde innerhalb von 5 Stunden eine Phthalsäurelösung gegeben, welche durch Lösen von 2g,6 g Phthalsäureanhydrid in 60o ccm siedendem Wasser hergestellt worden war. Das weiße Produkt enthielt nach dem Abfiltrieren, Waschen und Trocknen bei 85° 55,10/, Bleiphthalat, 31,2 °o Bleiisobutyrat und 13,7 °/o gebundenes, basisches Bleioxyd. Sein spezifisches Gewicht betrug 3,17. Beispiel g Basisches Bleiphthalat-Bleicapronat Pb 0 - 2PbCEH,(C0.)2Pb(C,H,0@)2 Eine Mischung aus 67 g gepulvertem Bleimonoxyd, 22,2 g Phthalsäureanhydrid, 17,4 g Capronsäure und 30o ccm Wasser wurde in eine Kugelmühle gegeben und 16 Stunden bei Zimmertemperatur (15 bis 2o') gemahlen. Das weiße Produkt, das in vollständiger Ausbeute erhalten wurde, enthielt kein ungebundenes Bleiphthalat und erweichte oder schmolz nicht beim Trocknen bei go°. Sein spezifisches Gewicht betrug 2,86.
  • Beispiel 1o Basisches Bleiphthalat-Bleicaprinat Pb 0 - 2PbC,H,,(CO@),Pb(C1oH"0.)2 Eine Mischung aus 67 g gepulvertem Bleimonoxyd, 22,2 g Phthalsäureanhydrid, 21,6 g Caprinsäure und 300 ccm Wasser wurde in eine Kugelmühle gegeben und 16 Stunden bei Zimmertemperatur (15 bis 2o') gemahlen. Das weiße Produkt, das in vollständiger Ausbeute erhalten wurde, enthielt kein ungebundenes Bleiphthalat und erweichte oder schmolz nicht, wenn es bei go° getrocknet wurde. Sein spezifisches Gewicht betrug 2,6z.
  • Beispiel zz Basisches Bleiphthalat-Bleistearat Pb0 # 2PbC.H4(C02)2Pb(C1sH3602)2 Eine Mischung aus 67 g gepulvertem Bleimonoxyd, 22,2 g Phthalsäureanhydrid, 42,6 g Stearinsäure und 300 ccm Wasser wurde in eine Kugelmühle gegeben und 40 Stunden bei Zimmertemperatur (z5 bis 2o°) gemahlen. Das weiße Produkt, das in vollständiger Ausbeute erhalten wurde, enthielt keine ungebundene Stearinsäure oder Bleiphthalat und erweichte oder schmolz nicht, wenn es bei go° getrocknet wurde. Sein spezifisches Gewicht betrug 2,03. Beispiel z2 Basisches Bleiphthalat-Blei-2-äthylbutyrat (basisch) Pb0 - 2PbC6H4(C02)2Pb[(CpH6)2CHCO212 Eine Mischung aus 67 g gepulvertem Bleimonoxyd, 22,2 g Phthalsäureanhydrid, 17,4 g 2-Äthylbuttersäure und 300 ccm Wasser wurde in eine Kugelmühle gegeben und 16 Stunden bei Zimmertemperatur gemahlen. Das entstehende weiße Produkt, das in vollständiger Ausbeute erhalten wurde, enthielt kein ungebundenes Bleiphthalat und erweichte oder schmolz nicht, wenn es bei go° getrocknet wurde. Sein spezifisches Gewicht betrug 3,o2.
  • Bei der Herstellung der erfindungsgemäßen komplexen Bleiverbindungen werden die Reaktionsteilnehmer in den stöchiometrischen Mengenverhältnissen verwendet, wie sie in den Formeln für Verbindungen vom Typ A und B angegeben sind.
  • Die Erfindung umfaßt die Herstellung von Produkten, welche sowohl Mischungen der Verbindungen vom Typ A mit Verbindungen vom Typ B als auch Bleiphthalat enthaltende Mischungen darstellen. Alle diese Mischungen sind in Wasser im wesentlichen unlöslich. Beispielsweise können Mischungen, welche einbasisches Bleiphthalat und Verbindungen vom Typ B enthalten, hergestellt werden, indem man Bleimonoxyd, Phthalsäureanhydrid und eine einbasische aliphatische Carbonsäure im molaren Mengenverhältnis von 2n: n: 2 verwendet (n = 2 oder größer als z). Mischungen von Verbindungen vom Typ A mit normalem Bleiphthalat können hergestellt werden, indem man Bleimonoxyd, Phthalsäureanhydrid und aliphatische Säure im molaren Mengenverhältnis von n : n-z : 2 verwendet (n = 5 oder größer als 5). Es wurde gefunden, daß Verbindungen vom Typ B die niedrigsten Mengen Bleimonoxyd und Phthalsäure enthalten, welche zur Erzeugung unlöslicher komplexer Bleiverbindungen erforderlich sind und daß sie im wesentlichen die gesamte, in dem System mögliche aliphatische Carbonsäure enthalten.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: _. Verfahren zur Herstellung von Bleiphthalat und Bleisalze aliphatischer Monocarbonsäuren in komplexer Bindung enthaltenden Salzen, dadurch gekennzeichnet, daß man Bleimonoxyd, Phthalsäure und eine einbasische aliphatische Carbonsäure der allgemeinen Formel C" H2,, + i C O O H in wäßrigem Medium in solchen Mengen miteinander umsetzt, daß auf j e 2 Mol aliphatische Carbonsäure 2 bis 4 Mol Phthalsäure und zwischen 4 bis 5 Mol Bleimonoxyd treffen, wobei man die Temperatur der Mischung unter Rühren zwischen etwa =5 und xoo° hält, bis die Umsetzung im wesentlichen beendet ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß als einbasische aliphatische Carbonsäure Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure, Isobuttersäure, Capronsäure, Caprinsäure oder Stearinsäure verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß. das molare Verhältnis von Bleimonoxyd zu Phthalsäure zur aliphatischen Carbonsäure im wesentlichen 5:4: 2 beträgt.
DEN3694A 1943-09-11 1951-03-31 Verfahren zur Herstellung von Bleiphthalat und Bleisalze aliphatischer Monocarbonsaeuren in komplexer Bindung enthaltenden Salzen Expired DE880296C (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1153845B (de) * 1958-07-23 1963-09-05 Associated Electrical Ind Manc Anstrichmittel

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