DE879804C - Verfahren und Vorrichtung zum Vermahlen von Gut auf hohe Feinheit in Rohrmuehlen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Vermahlen von Gut auf hohe Feinheit in Rohrmuehlen

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DE879804C
DE879804C DEK3793D DEK0003793D DE879804C DE 879804 C DE879804 C DE 879804C DE K3793 D DEK3793 D DE K3793D DE K0003793 D DEK0003793 D DE K0003793D DE 879804 C DE879804 C DE 879804C
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DE
Germany
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mill
air
grinding
tube
discharge end
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Expired
Application number
DEK3793D
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English (en)
Inventor
Alfred Schmid
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Aktiengesellschaft fuer Unternehmungen der Eisen und Stahlindustrie
Original Assignee
Aktiengesellschaft fuer Unternehmungen der Eisen und Stahlindustrie
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C17/00Disintegrating by tumbling mills, i.e. mills having a container charged with the material to be disintegrated with or without special disintegrating members such as pebbles or balls
    • B02C17/18Details

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Crushing And Grinding (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Vermahlen von Gut auf hohe Feinheit in Rohrmühlen Bei der Vermahlung von Gut in Rohrmühlen zeigt es sich, besonders bei der Vermahlung auf große Feinheit, häufig, daß sich die Mahlkörper während der Mahlung mit einer Schicht feinen ,#lahlgutes belegen und so verfilzen. Die Schicht wird allmählich so dick, daß sich die Mahlwirkung der Mahlkörper ganz wesentlich verringert. Die .Neigung der Mahlkörper, sich mit Mahlgut zu belegen, ist wahrscheinlich auf die sich während der Mahlung ergebende Aufladung des Mahlgutes und der Mahlkörper mit statischer Elektrizität zurückzuführen, die sich durch die starke Reibung der Mahlkörper untereinander und bei der Erzeugung des Feinmehles bildet. Ist nun das Mahlgut entgegengesetzt aufgeladen wie die Mahlkörper, so wird es von den Mahlkörpern angezogen und belegt deren Oberfläche.
  • Um nun die Mahlung nicht zu beeinträchtigen, geht das Bestreben dahin, die statische Elektrizität sofort nach ihrer Bildung abzuleiten. Diese Ableitung kann durch Luft erfolgen, die durch die Mühle hindurchgeleitet wird. Luft wird bisher allgemein an der Einlaufseite der Mühle zugeführt und durchwandert die Mühle im Gleichstrom mit dem Gut. Luft ist aber bekanntlich nur leitfähig, wenn sie stark mit Wasserdampf gesättigt ist. Im allgemeinen ist zwar atmosphärische Luft verhältnismäßig hoch mit Wasserdampf gesättigt. Die Luft-* wird aber `in der . Mühle durch . die bei der Vermahlung entstehende Reibungswärme beträchtlich erwärmt und verliert dadurch die Ableitfähigkeit. So haben Messungen -ergeben; daß Luft, die mit etwa 2o° in die Mühle eintritt, mit etwa 8o° die Mühle verläßt. Vollkommen gesättigte Luft enthält bei einer Eintrittstemperatur von 2o° etwa' 2o g Wasser. Bei der Aüstrittstemperatizr von 8o° ist aber diese Luft dann nur noch zu etwa 811/o gesättigt und ist dann kein guter Ableiter der Elektrizität: Um diesen Nachteil zu beseitigen, führt man mit dem Mahlgut einen gewissen Prozentsatz Wasser zu, das dann in der Mühle durch die Reibungswärme verdampft. Diese zusätzliche Wassermenge kann jedoch nur gering sein @(etwä i o/o der Aufgabernenge). Trotz der Wasserzugabe ist aber die Sättigung bei .der -,verhältnismäßig hohen Austrittstemperatur der Luft aus der Mühle häufig nicht hoch genug, um eine gute Ableitung der statischen Elektrizität zu erreichen.
  • Gemäß der Erfindung wird nun vorgeschlagen, die Frischluft der Mühle nicht wie bisher im Gleichstrom mit dem Gut, sondern im Gegenstrom dazu durch die Mühle zu führen, also an der Auslaufseite in die Mühle einzuführen.
  • Die kühle Frischluft hat eine verhältnismäßig große Sättigung und ist zum Ableiten der statischen Elektrizität geeignet. Die am Austragende der Mühle zugeführte Luft wird dort wirksam, wo die höchste Feinheit des Mahlgutes erzeugt wird und daher auch die Aufladung des Mahlgutes und der Mahlkörper mit Elektrizität, also die Belegung der Mahlkörper am stärksten ist. Infolge der Ableitung der sich bildenden: statischen -Elektrizität durch die mit -Feuchtigkeit- gesättigte Luft können sich die Mahlkörper nicht mit Mahlgut belegen und bleiben blank. Die durch die Mühle hindurchzuführende Luftmenge- wird möglichst groß bemessen, weil dann die Erwärmung der Luft beim Durchgang durch die Mühle nur gering ist, und die Luft dann ihre Leitfähigkeit behält. Wesentlich ist, daß die am Austragende der Mühle in diese eingeleitete - Frischluft eine- hohe Sättigung an Feuchtigkeit hat. Um dies zu gewährleisten, kann es erforderlich werden, mit der Frischluft gegebenenfalls Wasser in Form von Dämpf in die Mühle einzuführen, wodurch die Luft dann den gewünschten Sättigungsgrad erhält: Der Dampf- kann z. B. in die Frischluftzuleitung in regelbarer Menge eingeführt Werden.
  • In der Zeichnung ist eine zur Ausführung des Verfahrens dienende Rohrmühle im Längsschnitt dargestellt. Mit i ist die Rohrmühle bezeichnet. Am Austragende der Mühle ist neben dem Mahlraum eine Kammer :2 angeordnet; die am Umfang mit Öffnungen 3 versehen ist. Die Trennwand zwischen Mahlraum und 'Kammer 2 hat die zentrische Öffnung 5. Der übrige Teil der Trennwand q. hat die üblichen Öffnungen 6 für den Austritt des Feingutes. Die Kammer 2 ist von dem Gehäuse 7 umgeben, das unten trichterförmig ausgebildet ist. Die Auslaßöffnung 8 des Trichters g für das Feingut ist durch eine Fächerwalze io verschlossen. An das Gehäuse 7 ist oben das Rohr i i angeschlossen, durch das Frischluft hoher Sättigung in die. Kammer 2 eingeführt wird, durch die zentrische Öffnung 5 der Trennwand q. in den Mahlrauen gelangt und diesen durchzieht. Die den Mahlrauen verlassende Abluft wird durch das Rohr 13 zum Entstauber geleitet. An das Gehäuse ist noch das Rohr 12 angeschlossen, durch das Dampf in die Kammer 2 geleitet werden kann. 14 ist die Gutaufgabe. Gut und Luft bewegen sich im Mahlrauen im Gegenstrom.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Vermahlen von Gut auf hohe Feinheit in Rohrmühlen, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Mühle zur Ableitung der sich bei der Vermahlung bildenden statischen Elektrizität mit Feuchtigkeit hochgesättigte Luft vom Austragende nach dem Aufgabeende der Mühle hin, also im Gegenstrom zum Gut, geführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung oder Erhöhung des Sättigungsgrades der Luft dieser Wasserdampf zugeführt oder für sich in die Mühle eingeführt wird.
  3. 3. Rohrmühle zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dalB am Austragende der Mühle eine Zuführungseinrichtung für mit Feuchtigkeit hochgesättigte Frischluft angeordnet ist, die im Gegenstrom zum Gut den Mahlraum durchzieht und nach Verlassen der Mühle zum Entstauber geleitet wird. q.. Rohrmühle nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Austragende der Mühle eine mit dem Mahlraum in Verbindung stehende Kammer (2) angeordnet ist, mit Anschlußrohr (ii) für die Frischluft und Zuleitung 12) für Dampf.
DEK3793D 1945-01-31 1945-01-31 Verfahren und Vorrichtung zum Vermahlen von Gut auf hohe Feinheit in Rohrmuehlen Expired DE879804C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1200657B (de) * 1961-10-18 1965-09-09 Onoda Cement Co Ltd Verfahren und Einrichtung zum Mahlen von un-geloeschtem Kalk
DE2659169A1 (de) * 1975-12-29 1977-07-07 Smidth & Co As F L Mehrkammer-rohrmuehle und mahlverfahren

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1200657B (de) * 1961-10-18 1965-09-09 Onoda Cement Co Ltd Verfahren und Einrichtung zum Mahlen von un-geloeschtem Kalk
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