DE877040C - Anordnung zur Abnahme elektrischer Stroeme und Spannungen - Google Patents

Anordnung zur Abnahme elektrischer Stroeme und Spannungen

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DE877040C
DE877040C DED5579D DED0005579D DE877040C DE 877040 C DE877040 C DE 877040C DE D5579 D DED5579 D DE D5579D DE D0005579 D DED0005579 D DE D0005579D DE 877040 C DE877040 C DE 877040C
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DE
Germany
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brush
voltages
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measuring
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Expired
Application number
DED5579D
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English (en)
Inventor
Georg Dr-Ing Fleissner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Deutsche Versuchsanstalt fuer Luftfahrt eV
Original Assignee
Deutsche Versuchsanstalt fuer Luftfahrt eV
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01RELECTRICALLY-CONDUCTIVE CONNECTIONS; STRUCTURAL ASSOCIATIONS OF A PLURALITY OF MUTUALLY-INSULATED ELECTRICAL CONNECTING ELEMENTS; COUPLING DEVICES; CURRENT COLLECTORS
    • H01R39/00Rotary current collectors, distributors or interrupters
    • H01R39/02Details for dynamo electric machines
    • H01R39/08Slip-rings

Landscapes

  • Motor Or Generator Current Collectors (AREA)

Description

  • Anordnung zur Abnahme elektrischer Ströme und Spannungen Für die Abnahme elektrischer Ströme und Spannungen, insbesondere kleiner Meßströme und -spannungen von bewegten Geräte- oder Maschinenteilen, sind die Abnahme über Schleifringe, die Nullpunktmethode und die Induktionsmethode bekannt.
  • Die erste Methode, Abnahme über Schleifringe, ist sehr einfach, jedoch nicht immer verläßlich. Ist z. B. ein Kupferschleifring vorgesehen, an dem mittels einer Kupfer- oder Kupfergraphitbürste eine kleine Spannung abgenommen werden soll, so ist durch die sich auf dem Schleifring bildende Oxydschicht eine Abnahme nur bei übermäßig hohem Bürstendruck möglich. Durch den hohen Bürstendruck soll die Oxydschicht zerstört und damit ein guter Kontakt geschaffen werden. Der hohe Bürstendruck bedingt aber gleichzeitig starke Erwärmung und hohen Verschleiß (Fressen), so daß der Kontakt nur kurzzeitig in Betrieb genommen werden kann. Kontinuierliche Messungen (Dauerprüfungen) sind also mit dieser Methode nicht möglich. Bei Verkleinerung des Bürstendruckes auf einen Wert, wie er normalerweise üblich ist, geht zwar der Verschleiß um ein beträchtliches Maß herunter, dafür schwankt aber der Widerstand im Schleifkontakt so sehr, daß Messungen von kleinen Strömen und Spannungen erheblich verfälscht werden.
  • Bei der Nullpunktmethode wird der Einfluß des Übergangswiderstandes von Oxyd- wie überhaupt Fremdschichten dadurch ausgeschaltet, daß der zu messenden Spannung eine veränderliche Spannung von bekannter Größe entgegengeschaltet wird. In dem Zeitpunkt, wo ein in den Kontaktkreis geschaltetes, hochempfindliches Meßinstrument (Galvanometer ) auf Null einspielt, ist die Meßspannung gleich der entgegengeschalteten Spannung. Die Empfindlichkeit der Meßanordnung geht aber mit dem Ansteigen des Kontaktwiderstandes zurück. Die gegenüber der einfachen Schleifmethode zusätzlich notwendigen Meßgeräte komplizieren diese Art derSpannungsmesseng.
  • Um von den Schleifringen und deren unkontrollierbarem Übergangswiderstand unabhängig zu werden, ist man zur Induktionsmethode übergegangen. Die kleinen zu messenden elektrischen Ströme erzeugen magnetische Felder, welche durch die Bewegung der stromführenden, die Magnetfelder erzeugenden Teile Spannungen in feststehenden. Spulen erzeugen. Die dabei benutzten Magnetpole dürfen jedoch kein Eisen besitzen, weil dieses wegen der Remanenz die Messungen verfälschen würde; also sind die vori den Meßströmen erzeugten Felder und damit die Empfindlichkeit der Meßanordnung gering. Außerdem ist die Meßmethode störanfällig gegenüber fremden magnetischen Feldern, so z. B. schon gegenüber dem Erdfeld. Wollte man diese Störfelder kompensieren, so brauchte.man dazu einen unverhältnismäßig großen Apparaturaufwand.
  • Zur Strom- bzw. Spannungsabnahme an hin und her gehenden Maschinenteilen werden hauptsächlich zwei Methoden angewendet. Die Abnahme erfolgt im einen Fall galvanisch durch Drähte, die mittels Hilfskonstruktionsteilen so angeordnet sind, daß sie den Schwingungsbeanspruchungen durch den hin und her gehenden Maschinenteil wenigstens für eine kurze Versuchszeit gewachsen sind. Im anderen Fall geschieht die Stromabnahme nur kurzzeitig in einer Endlage des hin und her gehenden Maschinenteiles über Hilfskontakte. Da bei dieser Meßart nur Stromstöße abgenommen werden, müssen die Werte der zu messenden Spannungen nach der Nullpunktmethode bestimmt werden. Sie ist also mit deren Nachteilen behaftet.
  • Gegenstand der Erfindung ist eine Anordnung zur Abnahme elektrischer Ströme und Spannungen von bewegten Geräte- oder Maschinenteilen, die nicht nur durch große Einfachheit, sondern auch durch große Meßgenauigkeit ausgezeichnet ist. Darüber hinaus ist sie auch über längere Betriebszeiten brauchbar. Erfindungsgemäß ist die Anordnung derart getroffen, daß auf einer vorgegebenen Schleiffläche (Schleifring; Schleifschiene od. dgl.) ein Stromabnehmer (Meßbürste) von vorzugsweise gleichem oder in der Tkiermospannungsreihe zumindest benachbartem Werkstoff, wie dem der Schleiffläche selbst, und außerdem mindestens eine Fremd- und Oxydschichten beseitigende Hilfsbürste anderen Werkstoffes schleift. Durch die getroffene Wahl des Stromabriehmerwerkstoffes ist das Auftreten störender Thermospannungen mit Sicherheit unterbunden.
  • Abb. i zeigt ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Anordnung. Die Strom- und Spannungsabnahme geschieht hier über einen Schleifring i mittels der Meßbürste 2. Ring i und Bürste 2 sollen dabei aus gleichen bzw. aus solchen Metallen hergestellt sein, daß keine zusätzlichen Thermospannungen entstehen. Neben der Bürste 2, die man als Gewebebürste ausbildet, ist zweckmäßig noch eine Hilfsbürste 3 (aus Elektrographit, Naturgraphit oder Elektrodenkohle) auf die Schleifringbahn gesetzt. bedeutet eine Verbindungsleitung.
  • Die Anordnung einer Hilfsbürste ist, vom rein konstruktiven Gesichtspunkt betrachtet; bekannt. So werden Hilfsbürsten als zusätzliches Schaltelement zwecks Verbesserung der Kommutierungsverhältnisse auf Stromwendermaschinen verwendet. Die Hilfsbürste ist dann an der Führung des Hauptbürstenstromes beteiligt und muß, um ihren Zweck erfüllen zu können, einen möglichst hohen Übergangswiderstand gewährleisten.
  • Demgegenüber besteht das Neuartige der Erfindung darin, daß die Hilfsbürste vollkommen stromlos ist und durch ihr Zusammenwirken mit der Hauptbürste 2 ein bei beiden Bürsten vorhandener niedriger Übergangswiderstand zustande kommt: Durch die Verwendung der Hilfsbürste ist es möglich, den Druck und Verschleiß der den Meßstrom führenden Bürste 2 auf das normale, bei elektrischen Maschinen übliche Maß herabzusetzen. Hierdurch geht die Betriebsdauer der Meßanordnung entsprechend hinauf (einige =o Stunden), ohne daß der Übergangswiderstand die sonst bei hohen Bürstendrucken und hohem Verschleiß sich ergebenden niedrigen Werte überschreitet. Die Wirkung der Hilfsbürste (Kohlebürste) wird dadurch erreicht, daß sie ihrerseits durch ihre harten Bestandteile und durch die Graphitschuppen verhindert, daß sich auf dem Schleifring bei kleinen Drücken störende dicke Oxydschichten ausbilden können. Sie hat also hierbei eine stark putzende Wirkung. Andererseits üben einige auf der Schleifringfiäche sich festsetzende Graphitschuppen eine Schmierwirkung aus und verhindern so einen übermäßig großen Verschleiß.
  • Der Übergangswiderstand eines solchen Schleifkontaktes liegt bei Strömen von i mA bis =o mA unter r mP. Auch Ölfilme, die sich während des Betriebes auf dem Schleifring absetzen können, beeinträchtigen diesen Übergangswiderstand nicht. Er liegt damit in derselben Größenordnung wie der Übergangswiderstand von festen unbeweglichen Kontakten. Die Messung über derartige Schleifkontakte erreicht damit denselben Genauigkeitsgrad wie über Steckkontakte.
  • Bei der Messung z. B. von Thermospannungen zwecks Feststellung der Temperaturen von bewegten Maschinenteilen über derartige Schleifringe liegt der durch die Schleifringe hinzukommende Meßfehler weit unterhalb der Fehlergrenze des Anzeigegerätes. Die erfindungsgemäße Anordnung zur Abnahme elektrischer Ströme und Spannungen läßt sich mit Vorteil auch bei Unipolarmaschinen verwenden. Hier führt die Herabsetzung des Übergangswiderstandes zu einer wesentlichen Erhöhung des Wirkungsgrades.
  • Auch zum Abgreifen von elektrischen Meßgrößen an hin und her gehenden Teilen läßt sich das beschriebene Meßverfahren verwenden. Abb. 2 zeigt ein entsprechendes Ausführungsbeispiel. q. ist hierin eine mit dem Maschinenteil, an dem die Messung vorzunehmen ist, beispielsweise mit einem auf Thermospannung zu messenden hin und her gehenden Kolben, fest verbundene Schiene z. B. aus Kupfer. 2 ist die Meß- oder Hauptbürste, wie sie auch in Abb. i vorhanden ist. Um die gesamte Laufbahn der Schiene, auf der sich die Bürste 2 hin und her bewegt, wie oben geschildert, zu behandeln, sind hier zwei Hilfsbürsten 3 vorgesehen. Die Hilfsbürsten 3 müssen hierbei so dicht an der Bürste :z auf der Schiene 4 überstreichen, d. h. der gegenseitige Abstand der Hilfsbürsten 3 muß kleiner sein als der Hub der Schiene 4. Statt der Schiene 4 kann selbstverständlich auch die Bürstenanordnung mit den hin und her gehenden Teilen starr verbunden sein, sich mit diesen bewegen und auf einer von den hin und her gehenden Teilen getrennten, feststehenden Schiene schleifen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPROCHE: i. Anordnung zur Abnahme elektrischer Ströme und Spannungen, insbesondere kleiner Meßströme und -spannungen an bewegten Geräte- oder Maschinenteilen, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer vorgegebenen Schleiffläche (Schleifring, Schleifschiene od. dgl.) ein Stromabnehmer (Meßbürste) von vorzugsweise gleichem oder in der Thermospannungsreihe zumindest benachbartem Werkstoff, wie dem der Schleiffläche selbst, und außerdem mindestens eine Fremd- und Oxydschichten beseitigende Hilfsbürste anderen Werkstoffes schleift.
  2. 2.. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsbürsten gleichzeitig der Schmierung der Schleiffläche dienen.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsbürsten aus Elektrographit oder Naturgraphit hergestellt sind. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 1$6 633, 492 329, 174 69o.
DED5579D 1942-06-28 1942-06-28 Anordnung zur Abnahme elektrischer Stroeme und Spannungen Expired DE877040C (de)

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DE (1) DE877040C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1096478B (de) * 1957-12-05 1961-01-05 Siemens Ag Stromzufuehrung fuer Elektromagnet-kupplungen

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE186633C (de) *
DE174690C (de) *
DE492329C (de) * 1930-02-21 Siemens Schuckertwerke Akt Ges Anordnung zur Verbesserung der Kommutierung von Wechselstrommaschinen

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