DE876840C - Verfahren zur Herstellung von gesaettigten aliphatischen Halogenverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gesaettigten aliphatischen Halogenverbindungen

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DE876840C
DE876840C DEB7216D DEB0007216D DE876840C DE 876840 C DE876840 C DE 876840C DE B7216 D DEB7216 D DE B7216D DE B0007216 D DEB0007216 D DE B0007216D DE 876840 C DE876840 C DE 876840C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/26Preparation of halogenated hydrocarbons by reactions involving an increase in the number of carbon atoms in the skeleton
    • C07C17/272Preparation of halogenated hydrocarbons by reactions involving an increase in the number of carbon atoms in the skeleton by addition reactions
    • C07C17/278Preparation of halogenated hydrocarbons by reactions involving an increase in the number of carbon atoms in the skeleton by addition reactions of only halogenated hydrocarbons

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von gesättigten aliphatischen Halogenverbindungen Es ist bekannt, gesättigte aliphatische Halogenverbindungen mit Diolefinen in Gegenwart von Metallhalogeniden zu ungesättigten Halogenverbindungen umzusetzen. Man hat auch bereits Polychlorbutane durch Anlagerung von asymm. Dichloräthan an Chloräthylene in Gegenwart von Aluminiumchlorid hergestellt.
  • Es wurde nun gefunden, daB man gesättigte aliphatische Halogenverbindungen in guter Ausbeute erhält, wenn man ungesättigte aliphatische Halogenverbindungen, insbesondere solche vom Typ des V inylchlorids, in Gegenwart von Katalysatoren vom Friedel-Crafts-Typ mit gesättigten aliphatischen Halogenverbindungen umsetzt, in denen mindestens ein Halogenatom an ein sekundäres oder tertiäres Kohlenstoffatom gebunden ist.
  • Die Umsetzung gelingt so leicht, daß man als Katalysatoren mild wirkende Metallhalogenide, z. B. Ferrichlorid oder Antimonchlorid, verwenden kann und nicht auf die Verwendung des energisch wirkenden Aluminiumchlorids angewiesen ist, das die Bildung von Nebenprodukten begünstigt. Überraschenderweise findet bei der Umsetzung keine oder nur in untergeordnetem Maße eine Abspaltung von Halogenwasserstoff aus denn Ausgangsstoff statt, obwohl es eine bekannte Tatsache ist, daß sekundäre und tertiäre Halogenkohlenwasserstoffe besonders leicht unter Halogenwasserstoffabspaltung zerfallen. Hingegen kann aus dem Anlagerungserzeugnis in sekundärer Reaktion Halogenwasserstoff abgespalten werden, so daß man eine ungesättigte Halogenverbindung erhält.
  • Als Ausgangsstoffe kommen einerseits insbesondere die Chlorsubstitutionsprodukte des Äthylens, z. B. Vinylchlorid und asymm. Dichloräthylen, und andererseits sekundäre und tertiäre Chlorkohlenwasserstoffe der Paraffinreihe, z. B. Isopropylchlorid, 2-Chlorn-butan, 2, 2'-Dichlorpropan, tertiär-Butylchlorid, i, 2-Dichlor-2-methylpropan oder tertiär-Amylchlorid in Betracht. Das Verfahren kann aber auch mit den entsprechenden Brom-, Jod- oder Fluorverbindungen durchgeführt werden. Die Umsetzung gelingt am besten bei gewöhnlicher oder erniedrigter Temperatur; bei höherer Temperatur besteht die Gefahr, daß Nebenumsetzungen die Ausbeute beeinträchtigen. Erforderlichenfalls arbeitet man unter Kühlen.
  • Man kann die Ausgangsstoffe in äquimolekulären Mengen aufeinander einwirken lassen oder den einen im Überschuß anwenden. Auch die Mitverwendung inerter Lösungsmittel ist möglich, jedoch nicht erforderlich.
  • Die in den nachstehenden Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile.
  • Beispiel i Zu einer Suspension von 15 Teilen wasserfreiem Ferrichlorid in 3oo Teilen flüssigem Vinylchlorid läßt man in 5 Stunden unter Rühren 37o Teile tertiär-Butylchlorid zulaufen. Man arbeitet hierbei an einem Rückflußkühler, der mit einem geeigneten Kühlmedium versehen wird, z. B. -Sole von -4o°, durch welches das verdampfende Vinylchlorid kondensiert wird. Wird mit fortschreitender Umsetzung eine Temperatur von 2o° im Kolben erreicht, so sorgt man durch Kühlen mit Eiswasser dafür, daß die Temperatur nicht über 2o° steigt. Man rührt noch weitere io Stunden, versetzt mit verdünnter Salzsäure, trennt die nichtwäßrige Schicht ab, trocknet sie und destilliert zunächst bei Normaldruck unveränderte Ausgangsstoffe ab. Das Umsetzungserzeugnis, Dichlorhexan, wird dann im Vakuum abdestilliert (Kp.3s = 55°). Es siedet unter Normaldruck bei 14q.°. Die Ausbeute beträgt 8o °/o, berechnet auf eingesetztes Vinylchlorid. Beispiel o -Zu einer Suspension von 7 Teilen wasserfreiem Ferrichlorid in 94 Teilen Vinylchlorid läßt man unter Rühren am mit Sole beschickten Rückflußkühler in 2 Stunden z6o Teile tertiär-Ämylchlorid zutropfen, wobei man Sorge trägt, daß die Endtemperatur 2o° nicht überschreitet. Bei der Aufarbeitung in der im Beispiel i beschriebenen Weise erhält man ein Dichlorheptan, das unter Normaldruck bei r7o bis z72° siedet. Beispiel 3 Zu einer Suspension von i5 g wasserfreiem FeCl3 (oder FeBr3) in 30o Teilen Vinylchlorid läßt man unter den im Beispiel i angegebenen Bedingungen 37o Teile tertiär-Butylbromid zutropfen. Man erhält in guter Ausbeute Bromchlorhexan, das bei 15 mm bei 55° siedet und eine Dichte von i,291 bei 2q.° hat. Beispiel q.
  • Zu einer Lösung von 12,5 Teilen Antimonpentachlorid in 125 Teilen Vinylchlorid läßt man unter Rühren am Solekühler in 2 Stunden 137 Teile Isopropylchlorid zulaufen, wobei man durch Kühlen mit Eis dafür sorgt, daß die Endtemperatur 2o° nicht überschreitet. Bei der Aufarbeitung in der im Beispiel i beschriebenen Weise erhält man ein Dichlorpentan, das unter Normaldruck bei 127° siedet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von gesättigten aliphatischen Halogenverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man auf einfach ungesättigte aliphatische Halogenverbindungen in Gegenwart von Katalysatoren vom Friedel-Crafts-Typ gesättigte aliphatische Halogenverbindungen einwirken läßt, in denen mindestens ein Halogenatom an ein sekundäres oder tertiäres Kohlenstoffatom gebunden ist.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1027648B (de) * 1954-02-03 1958-04-10 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung von halogenierten Alkanen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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