DE876144C - Verfahren zur Reinigung und Gewinnung von Aureomycin - Google Patents

Verfahren zur Reinigung und Gewinnung von Aureomycin

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DE876144C
DE876144C DEA6680A DEA0006680A DE876144C DE 876144 C DE876144 C DE 876144C DE A6680 A DEA6680 A DE A6680A DE A0006680 A DEA0006680 A DE A0006680A DE 876144 C DE876144 C DE 876144C
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DE
Germany
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aureomycin
butanol
water
extraction
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Expired
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DEA6680A
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English (en)
Inventor
Charles Pidacks
Edward Everett Starbird
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Wyeth Holdings LLC
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American Cyanamid Co
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C233/00Carboxylic acid amides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)

Description

  • Verfahren zur Reinigung und Gewinnung von Aureomycin Die Erfindung betrifft die Reinigung von rohem Aureomycin sowie seine Gewinnung und ist eine Verbesserung des Verfahrens nach Patent 869679, welches die Herstellung von Aureomycin durch Beimpfen eines wäßrigen Nährmediums mit einer Kultur von Streptomyces aureofaciens betrifft, wobei man eine Züchtung unter aeroben Bedingungen stattfinden läßt und das Aureomycin aus der Fermentierungsflüssigkeit gewinnt.
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung von rohem Aureomycin, welches das Extrahieren einer wäßrigen sauren Lösung desselben mit Butanol in Gegenwart eines Salzes, Abscheidung der Butanolschicht und Gewinnung des Aureomycins daraus umfaßt. Die Wirkung des Salzes, welche in der Vergrößerung des Verteilungskoeffizienten eines in Wasser derart löslichen Materials, wie es das Aureomycin ist, besteht, ist ein bemerkenswertes Phänomen. Bezüglich verschiedener Theorien über den Aussalzeffekt sei verwiesen auf Penrose S. Albright (vgl. Journal of the American Chemical Society, 59, 2o98 [i937]).
  • Die Extraktion kann unter variierenden Säurebedingungen durchgeführt werden. Die günstigsten Verteilungskoeffizienten werden zumeist bei -einem ziemlichen Säuregrad erhalten, jedoch ist bei solchen sauren Lösungen die Korrosion häufig ein wichtiges Problem,' so .daß ein wirtschaftliches Gleichgeeicht angestrebt werden muß zwischen dem Ansteigen der Korrosion und dem Ansteigen der Acidität einerseits und den weniger günstigen -Verteilungskoeffizienten andererseits, die bei der Erniedrigung der Acidität erhalten -werden. _ Die Auswahl des px-Bereichs hängt weitgehend- von den wirtschaftlichen Bedingungen, insbesondere der Korrosion ab. Da die übliche therapeutische Praxis Aureomycin als Hydrochlorid verlangt, so wird es am zweckmäßigsten durch Verwendung eines Chlorids bei einem ziemlich niedrigen px-Wert ausgesalzen, so daß das Aureomycin als Hydrochlorid gewonnen wird.
  • Bei der Extraktion sind mehrmaliges Extrahieren und Extraktion im Gegenstrom geeignete Hilfsmittel. Eine gefüllte Säule oder ändere Mittel, wie ein Podbielniak-Extraktor oder eine Zentrifuge,können ebenso benutzt werden wie die Abscheidung nach dem spezifischen Gewicht der Phasen bei der Extraktion.
  • Die Temperatur, bei der die Extraktion stattfindet, wird teilweise sowohl durch die Bedingungen der benutzten Apparatur als auch der Lösungsmittel bestimmt. Temperaturen von 55° C insbesondere mit saureren Lösungen verursachen keine unerwünschte Zersetzung des Aureomycins während der Behandlung, und da die Lösungen in der Wärme weniger viskos sind, so ist eine raschere Extraktion möglich, jedoch wächst dabei auch die Korrosionsgeschwindigkeit. Zimmertemperatur ist für Operationen- im kleinen Maßstab zweckmäßig, und Temperaturen unter Zimmertemperatur sind zufriedenstellend.
  • Nach der Extraktion und Abscheidung des Extraktes von der wäßrigen Schicht kann das Lösungsmittel wenigstens teilweise durch Destillation entfernt werden. Normalerweise wird Vakuum vorgezogen, so daß die Temperatur nicht hoch genug ansteigt, um Zersetzung zu verursachen.- Es ist vorzuziehen, jedoch nicht unbedingt notwendig, daß die Temperatur unter etwa 50° C bleibt. Das Lösungsmittel wird 'so -weit entfernt, bis das Aureorriycin in.der dann existierenden Form genügend konzentriert ist; -um- beim- Erkalten auszukristallisieren, in welcher Foren es dann gewonnen werden kann. Der Konzentrationsgrad hängt notwendigerweise von der Menge des bei der Extraktion verwendeten Lösungsmittels. -und den vorliegenden Konzentrationen ab, jedoch für wirtschaftliche Ansätze liegt er häufig für viele Bedingungen in der Nähe von 1/1o mit den Grenzen von 5 bis 25 °/o des ursprünglichen Volumens. Bereiche außerhalb können natürlich auch durch Einstellen der Extraktionsverhältnisse verwendet werden, so daß sich eine bei diesen Bereichen leicht zu handhabende Aureomycinkonzentration ergibt. Das Konzentrat kann dann gerührt und die Kristalle gewonnen werden. Etwaiges Wasser wird mit dem Destillat abgehen, und der Rückstand ist im wesentlichen wasserfreies Butanol. Die Kristalle können durch Filtrieren, Zentrifugieren, Dekantieren oder irgendeine andere Art der Abscheidung entfernt, in einem geeigneten Lösungsmittel gewaschen und gewonnen werden. Es wird eine verbesserte Ausbeute erhalten, wenn das Konzentrat und die Waschlösung gekühlt werden. Waschen zuerst mit Äthanol, dann mit Wasser und wieder mit Äthanol ergibt verhältnismäßig reine K=istalle,.'ohne daß ein unverhältnismäßig großer Teil des Materials gelöst würde. Andere Lösungsmittel, wie Methanol, die höheren Alkohole, Ketone usw. können auch verwendet werden und werden die meisten Verunreinigungen aus den Kristallen entfernen. Das Produkt wechselt normalerweise beim Waschen seine Farbe von ursprünglich dunkelbraun in ein helles Gelb. Das Wasser entfernt die anorganischen Salze, welche etwa anwesend sein können.
  • Salz kann bis zur Grenze seiner Löslichkeit vorhanden sein, jedoch erweist sich häufig eine geringere Menge als praktischer. Die relative Wirksamkeit der verschiedenen Lösungsmittel und der verschiedenen Salze kann aus den Beispielen, die deren Verteilungskoeffizienten zeigen, ersehen werden. Bei Natriumchlorid erscheint eine Menge von 3 bis 30 °j, besonders günstig.
  • Die Menge des Lösungsmittels ist nicht besonders kritisch, und es werden bessere Resultate bei Verwendung von größeren Volumina und Anwendung von Mehrfach-, Gegenstrom- oder anderer besonders wirksamer Extraktionsmethoden erhalten. Mit Butanol erhält man anscheinend bei mehrfacher oder Gegenstromextraktion von 2o bis 6o Volumprozent wirtschaftlich zufriedenstellende Ausbeuten- und mit 400,16-einen zweckmäßigen und ökonomischen Kompromiß zwischen Ausbeute und Kosten für das Lösungsmittel.
  • Die Erfindung -soll durch die folgenden Beispiele näher erläutert werden, wobei die Wirksamkeit der verschiedenen Verteilungssysteme und gewisse spezifische Gewinnungen, welche kommerziell besonders vorteilhaft sind, gezeigt werden. Änderungen der in den Beispielen angegebenen Konzentrationen, Temperaturen und Zeiten liegen -selbstverständlich im Bereich der Erfindung.
  • Beispiel i Zu einer Fermentierungsmaische, welche lösliche Calciumsalze enthält, wurde so viel z5°/Qiges Natriumhydroxyd zugegeben,. daß der pg-Wert auf 8,5 stieg. Die festen Substanzen wurden durch Filtration entfernt und wurden mit einer verdünnten Säure, z. B. Schwefelsäure, bei einem pH-Wert von 1,4 zu einem Volumen aufgeschlämmt, das annähernd 25 °/o des ursprünglichen Volumens der Maische beträgt. Die Aufschlämmung wurde filtriert und wieder mit demselben Volumen Wasser extrahiert, welches mit Schwefelsäure auf einen pn-Wert von 1,5 angesäuert war. Die flüssigen Filtrate wurden vereinigt und 17 Gewichtsprozent, bezogen auf das ursprüngliche Volumen, an Natriumchlorid zugegeben. Hierzu wurden q.o Volumprozent Butanol gegeben und der Butanolextrakt nach einer genügend langen Zeit und nach kräftigem Rühren zwecks Verteilung des Aureomycins zwischen dem Wasser und dem Butanol abgetrennt. Der Butanolextrakt wurde bei einer Temperatur von nicht mehr als 5o° C auf 1j5 seines ursprünglichen Volumens eingedampft und dann, nach dem Ansäuern -mit Salzsäure auf einen pH-Wert von i, abgekühlt. ' Das Aureomycinhydrochlorid, welches sich daraus in Kristallform abschied, wurde durch Filtration entfernt, mit Wasser, mit Äthanol und wieder mit Wasser gewaschen, wobei man eine gute Ausbeute an verhältnismäßig reinem Aureomycin als Hydrochlorid erhielt.
  • Um die optimalen Salzkonzentrationen bei einer bestimmten Acidität zu ermitteln, wurde der Wert des Verteilungskoeffizienten E = C Las"ngsmittel I CWasser bestimmt. Man ließ Aureomycin als Hydrochlorid bei Zimmertemperatur mit gleichen Volumina Butanol, das mit Salzwasser gesättigt war, und Salzwasser, das mit Butanol gesättigt war, ins Gleichgewicht kommen. Der Verteilungskoeffizient wurde durch Analyse der Lösungsmittel und der wäßrigen Schichten bestimmt, wobei man die unten angeführten Mengenverhältnisse feststellte:
    Verteilungskoeffizient
    Konzentration
    CButanoZ
    Na Cl . x = Cyy@aa
    9/10o ccm ptt = 2,8 ,I PH = 1,5 I PH = I
    o ......... 1,3
    2 ......... 2,8 4,4 15
    6 ........ 3,0 7,3 28
    io ......... 2,9 10,0 41
    15 ......... 3,2 13'3 38
    20 ......... 3,0 21,1
    30 ......... 2,8
    Beispiel 2 3o 1 fermentierte Maische wurden durch Zugabe einer Kalkaufschlämmung auf einen pH-Wert von 8,7 eingestellt. Die resultierende Aufschlämmung wurde mittels einer Filterhilfe auf der Platte und der Rahmenfilterpresse filtriert. Der Filterkuchen .wurde dann mit 61 Wasser aufgeschlämmt, das auf einen pH-Wert von 1,4 eingestellt war, was etwa 58o ccm 6 n-Salzsäure erforderte. Die Temperatur stieg auf 50° C. Nach 15 Minuten langem Rühren wurde die Aufschlämmung filtriert. Der Filterkuchen wurde mit weiteren 61 Wasser, die mit Salzsäure auf einen pil-Wert von 1,3 angesäuert waren, wieder extrahiert, filtriert und die Extrakte vereinigt. Zu den vereinigten wäßrigen Extrakten- wurden 2295 g Natriumchlorid und 1350 ccm n-Butylalkohol gegeben. Die Wasser-Alkohol-Mischung wurde 15 Minuten lang gerührt, absetzengelassen und die Schichten getrennt. Die wäßrige Schicht wurde mit demselben Volumen Butanol noch dreimal erneut extrahiert. Die vier Butanolextrakte wurden vereinigt und im Vakuum bei einer 50° C nicht übersteigenden Temperatur bis auf ein Volumen von 300 ccm konzentriert. Bei diesem Punkt bildete sich eine beträchtliche Kristallmenge. Das Lösungsmittel wurde gekühlt, die Kristalle durch Filtration abgetrennt, mit Wasser, Äthylalkohol und wieder mit Wasser gewaschen und dann im Vakuum getrocknet. Die Gesamtausbeute betrug 35 %.
  • Beispiel 3 Das Beispiel 2 wurde wiederholt, jedoch wurde das Alkalischmachen durch Verwendung von 25°ioigem Natriumhydroxyd und das Ansäuern durch Verwendung von 9 n-Schwefelsäure bewirkt. Innerhalb der Fehlergrenzen ergab sich bei der Ausbeute keine beachtliche Differenz. Dieses Verfahren scheint etwas vorteilhafter wegen des preislichen Vorteils von Schwefelsäure gegenüber Salzsäure.
  • Beispiel 4 6o 1 einer fermentierten Maische wurden auf einen pH-Wert von i,2 angesäuert, was etwa 1700 ccm 6 n-Salzsäure erforderte. Die Aufschlämmung wurde unter Verwendung einer Filterhilfe auf einem kontinuierlichen Rötationsvakuumfilter filtriert und der Mycelkuchen verworfen. Zu dem Filtrat wurden 6 kg Natriumchlorid und 6 1 n-Butanol gegeben. Nach 15 Minuten langem Rühren ließ man die Schichten sich durch Absetzenlassen abtrennen, und die Butanolschicht wurde entfernt. Die wäßrige Schicht wurde noch weitere drei Male unter Verwendung von 6 1 Butanol bei jedem Mal extrahiert, und die vier Butanolextrakte wurden vereinigt. Der Butanolextrakt wurde im Vakuum von etwa 28 bis auf ein Volumen von 70o ccm konzentriert, bei welchem Punkt das Aureomycinhydrochlorid aus der Lösung auskristallisierte. Der Inhalt des Destillierapparates wurde abgekühlt und die Kristalle abgetrennt, mit Wasser, Äthylalkohol und wieder mit Wasser gewaschen und im Vakuum getrocknet. Es wurde eine Gesamtausbeute von etwa 28 °,!o erhalten. Beispiel 5 301 einer fermentierten Maische wurden durch Zugabe von etwa 130 ccm einer io°/oigen Suspension von Calciumhydroxyd auf einen pH-Wert von 8,6 gebracht. Die Aufschlämmung wurde durch eine Platte und eine Rahmenfilterpresse filtriert und der Filterkuchen in 61 Wasser aufgeschlämmt und bei Zimmertemperatur mit g n-Schwefelsäüre auf einen pH-Wert von 1,5 eingestellt. Nach 15 Minuten langem Rühren wurde die Aufschlämmung filtriert und der Filterkuchen abgetrennt. Der Filterkuchen wurde mit weiteren 6 1 Wasser, das mit Schwefelsäure auf einen pH-Wert von 1,4 gebracht worden war, wieder extrahiert. Die Aufschlämmung wurde wieder filtriert und die zwei Extrakte vereinigt. Die vereinigten wäßrigen Extrakte wurden dann bei einer 5o° C nicht übersteigenden Temperatur durch Destillation auf ein Volumen von 3,25 1 eingeengt. Ein während des Einengens gebildeter Niederschlag wurde abfiltriert, und es wurde gefunden, daß er biologisch unwirksam ist. Er wurde deshalb verworfen. Zu diesem klaren Filtrat wurden 30o ccm n-Butanol und goo g Natriumchlorid gegeben. Die Mischung wurde gerührt, das Butanol durch Absetzenlassen abgetrennt und das Konzentrat noch drei weitere Male mit Butanol extrahiert. Die Extrakte wurden vereinigt und in einer Vakuumdestillationsapparatur verdampft, bis Aureomycinhydrochlorid auszufallen begann. Dann wurde der Inhalt des Destillationsapparates abgekühlt und das Aureomycinhydrochlorid durch Filtration gewonnen. Das Aureomycinhydrochlorid wurde mit Wasser, Äthanol und wieder mit Wasser gewaschen und dann getrocknet.
  • Beispiel 6 6o 1 fermentierte Maische wurden mit Schwefelsäure auf einen pH-Wert von 1,5 angesäuert, i 'Stunde gerührt und filtriert. Das Filtrat wurde auf die Hälfte seines ursprünglichen Volumens, auf 30 1, durch Verdampfen im Vakuum bei einer 5o° C nicht übersteigenden Temperatur konzentriert. Hierzu wurden 5,= kg Natriumchlorid gegeben. Die Mischung wurde viermal mit je' 3 1 n-Butanol extrahiert. Die i21 Extrakte wurden vereinigt und bei einem pH-Wert von 2,2 bis auf 750 ccm bei einer Temperatur von nicht mehr als 45° C konzentriert. Das Konzentrat wurde mit 12 n-Salzsäure auf einen pH-Wert von 0,7 angesäuert und über Nacht bei Zimmertemperatur stehengelassen. Die gebildeten Kristalle wurden von der Lösung abfiltriert, mit Wasser, dann mit Alkohol gewaschen und getrocknet. Es wurde eine Gesamtausbeute von 7104 des ursprünglichen Aureomycins erhalten. Beispiel 7 ioo g rohes Aureomycm wurden in io 1 Wasser suspendiert und mit Salzsäure auf einen pH-Wert von 2,5 angesäuert. Die Mischung wurde 2o Minuten lang unter Zugabe von 5o g Entfärbungskohle gerührt und die Lösung filtriert. Zu dem klaren Filtrat wurden i,7 kg Natriumchlörid und 11 n-Butylalkohol gegeben. Nach dem Rühren wurden die Flüssigkeiten absetzen gelassen und die Butanolschicht abgetrennt. Es wurden noch drei weitere Butanolextrakte hergestellt, die wäßrige Schicht verworfen, die Butanolextrakte vereinigt und im Vakuum bei einer. 50° C nicht übersteigenden Temperatur auf 400 ecm konzentriert. Die Mischung wurde mit konzentrierter Salzsäure leicht angesäuert, abgekühlt und das sich bildende gereinigte Aureomycinhydrochlorid daraus durch Filtration abgetrennt. Die Kristalle wurden einmal mit Butanol, dann mit Äthanol .und schließlich mit Wasser gewaschen. Die Reinheit der gewonnenen Kristalle war bedeutend größer als die des Ausgangsmaterials.
  • Viele Salze außer Natriumchlorid ergeben befriedigende Resultate. Natriumjodid, Natriumbromid und Bariumchlorid sind besonders wirksam beim Aussalzen des Aureomycins in die Lösungsmittelschicht. Natriumsulfat, Ammoniumsulfat, Kaliumsulfat, Käliunichlorid, Magnesiumsulfat, Natriumoxalat, Arn,-moniumchlorid und Triäthylamirihydxochlorid Bind ebenfalls gute Aussalzmittel. Natriumchlorid ist besonders billig und leicht zugänglich und ist therapeutisch verhältnismäßig unschädlich, so daß beim Zurückbleiben eines Teiles des Natriumchlorids in dem gereinigten Produkt- keine schädliche Wirkung entsteht. Auch ist das -Hydrochlorid das therapeutisch bevorzugte Säuresalz und wird mit einem Chlorid erhalten.
  • Es sei erwähnt, daß bei der Gewinnung durch Lösungsmittelextraktion eine um so größere Fraktion des. wirksamen Mittels gewonnen wird, je mehr Lösungsmittel verwendet wird. Bei den obigen Beispielen enthält die erste Butanolextraktion eine verhältnismäßig größere Menge an reinerem Aureomycin und kann gewünschtenfalls allein gewonnen werden. Jedoch sind unter normalen Arbeitsbedingungen zusätzliche Extraktionen wirtschaftlich, da sie die Kosten des therapeutischen Produkts reduzieren.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Reinigung von rohem Aureomycin in weiterer Ausbildung des Verfahrens nach Patent 869 679, dadurch gekennzeichnet, daß eine wäßrige saure Aureomycinlösung mit Butanol in Gegenwart eines Salzes extrahiert, die Butanolschicht abgetrennt und daraus das Aureomycin oder ein Säuresalz desselben gewonnen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige saure Lösung während der Extraktion auf einen pH-Wert zwischen etwa i und etwa 4 eingestellt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige saure Lösung während der Extraktion bei einer etwa 55° C nicht übersteigenden Temperatur gehalten wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Aureomycin-Butanol-Lösung so lange konzentriert wird, bis das Aureomycin in Form eines Säuresalzes auskristallisiert.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentrierung der Aureomycin-Butanol-Lösungdurch Vakuumdestillation vorzugsweise bei einer Temperatur unter etwa 50' C bewirkt wird.
  6. 6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das verwendete Salz ein Alkalihalogenid und vorzugsweise Natriumchlorid ist.
DEA6680A 1949-11-23 1950-11-22 Verfahren zur Reinigung und Gewinnung von Aureomycin Expired DE876144C (de)

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