DE87510C - - Google Patents

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DE87510C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C1/00Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds
    • B22C1/16Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds characterised by the use of binding agents; Mixtures of binding agents
    • B22C1/20Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds characterised by the use of binding agents; Mixtures of binding agents of organic agents
    • B22C1/26Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds characterised by the use of binding agents; Mixtures of binding agents of organic agents of carbohydrates; of distillation residues therefrom

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 31: Giesserei und , Formerei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2g. Juni 1895 ab.
Der Form-und Kernsand wird bisher in der Weise zum Formen vorbereitet, dä'fs man eine öder mehrere Sorten noch unbenutzten Särid entweder gebrannt oder noch mit bereits-züm: Formen benutztem Sand vermischt, dann mit Wasser anfeuchtet und -wieder 'mischt. Für Näfsgüfs setzt man auch noch Kohlenstaub zu und je nach der !Beschaffenheit der einzelnen Sän'dsorten werden- dieselben vor der Vermischung auch fein gemahlen oder .im rohen Zustande belassen. Dabei ist nicht jeder Sand für Formzwecke geeignet, und es mufs öfter der hierzu geeignete Sand aus weiter Ferne bezogen werden. Selbst bei den aus so zubereitetem Sande hergestellten Formen und Kernen zeigt sich der Mifsstand, dafs beim Trocknen Risse entstehen, was ein Ausbessern und Nachschwärzen der Formen und Kerne bei den meisten aller Formen nöthig macht. Auch läfst sich der Sand, welcher theilweise sogar in den Gufs einbrennt und dadurch die Drehstähle gefährdet, häufig sehr schwer von dem Gufs entfernen, so dafs das Putzen des Gusses viel Zeit und Mühe kostet. Endlich kann man bei der Bereitung des Formsandes nur wenig bereits benutzten Sand wieder verwenden, weil der letztere durch das Glühen zu mager und zu fein geworden ist, so dafs bei reichlichen Zusätzen die Formen dem flüssigen Eisen nicht widerstehen können und den beim Giefsen entstehenden Gasen nicht genügenden Abzug gewähren würden.
Alle diese Nachtheile suchte man dadurch zu beseitigen, dafs man dem Sand Steinkohlentheer, Asphalt oder einen ähnlichen schwerflüssigen Körper zusetzte.
■ Allerdings war der mit dieser Beimischung erzielte Sand plastischer als gewöhnlicher Sand und die Formen und Kerne waren nach dem Trocknen auch fest und porös, aber die Verwendung dieses Sandes hatte anderweitige ganz beträchtliche Nachtheile im Gefolge,: die seine Verwendung auf die Dauer zur Unmöglichkeit machten.
' So lassen sich nach Angabe des Erfinders aus Theersand hergestellte Formen und Kerne nicht flicken, wenn Theile derselben abgestofsen werden oder abbröckeln, da der Theersand kein Wasser aufnimmt und sich infolge dessen mit dem Flicksand nicht verbindet.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet die Beimengung eines mehr oder weniger dünnen wässerigen Breies von den als Rückstand bei der Oelbereitung abfallenden Rapskuchen, Leinkuchen u. dergl. zum Formsand.
Durch diese Beimengung zum Formsand sollen alle Vortheile, die durch den Theersand erstrebt wurden, erreicht und dabei alle Nachtheile vermieden werden, welche die Verwendung von Theersand im Gefolge hatte.
Durch die Beimengung eines wässerigen Breies von Raps - bezw. Leinkuchen u. dergl. zum Formsand erhält man einen plastischen, sehr leicht zu verarbeitenden Sand, der sich wie jeder gewöhnliche Sand flicken läfst und der beim Giefsen in die Form keine unangenehmen Gase entwickelt. Die aus Formsand mit Raps- bezw. Leinkuchen u. dergl. Zusatz hergestellten Formen und Kerne schlagen beim Giefsen nicht auf, d. h. es lösen sich keine Sandtheile an der Oberfläche der Form los. Die Oberfläche der Formen und Kerne, welche
aus dem Formsand mit Raps- und Leinkuchenzusatz u. dergl. hergestellt werden, sind sauber, glatt und porös, so dafs die sich beim Giefsen entwickelnden Gase frei abziehen, ohne dafs die Oberfläche des Gufsstückes uneben, blasig oder porös wird. Im Gegentheil, der Gufs, welcher in Formen aus Sand mit Raps- bezw. Leinkuchen u. dergl. hergestellt wird, soll eine glattere und poren - bezw. blasenfreiere Oberfläche und eine schöne gleichmäfsige Farbe '■ zeigen, welch letztere auf eine äufserst günstige .Wirkung der Beimischung von Raps- bezw. Leinkuchen u. dergl. zu Formsand erkennen läfst. Sodann sind aber die aus diesem Sand hergestellten getrockneten Kerne nach dem Giefsen ' aufserordentlich locker, so dafs sie sich aufserordentlich leicht aus den Gufsstücken entfernen lassen; wie überhaupt das Reinigen der Gufsstücke von dem neuen Sand besser wie bei Theersand und ganz bedeutend leichter wie bei gewöhnlichem Formsand von Statten, gehen. soll. Dabei ist der mit Raps- bezw. Leinkuchen u. dergl. untermischte Formsand ebensowohl zu Formen, wie zu Kernen, als auch zu Trocken- und Nafsgufs gleich geeignet.
Durch die Beimengung von Raps - bezw. Leinkuchen . u. dergl. ;zu Formsand soll man nicht nur den magersten, ja sogar jeden Sand ebensogut, wie die gesuchtesten für die Formerei am besten geeignetsten . Sandarten gleich gut verwenden können, sondern sogar den vollständig ausgebrannten Sand, den man bisher aus der Giefserei entfernen mufste, ,weil er zur Sandbereitung nicht mehr:zu gebrauchen ist, immer und immer wieder mit oder';öhne Zusatz einer sehr geringen Menge neuen geringwerthigen Sandes benutzen können.
Zur Herstellung des Formsandes mit dem! Zusatz von.Raps- bezw. Leinkuchen u. dergl. wird wie folgt verfahren:
. Die Raps- bezw. Leinkuchen u. dergl. werden zerkleinert und das so erhaltene Mehl mit kaltem oder besser warmem Wasser in zweckentsprechenden Behältern zu einem dünnen Brei angerührt. Dieses Gemisch beläfst man unter öfterem oder auch beständigem Umrühren eine angemessene Zeit in den Behältern und begiefst dann damit den auf dem Boden in angemessener Dicke ausgebreiteten, wie gewöhnlich gemischten und bereits mit Wasser angefeuchteten Formsand.' Nachdem die Flüssigkeit den Formsand durchtränkt hat, wird derselbe umgeschaufelt und dann weiter nach altbekannten Methoden verfahren.
Ferner soll nicht unerwähnt gelassen werden, dafs bei Herstellung des Formsandes auch auf folgende, wenn auch weniger erfolgreiche Weise verfahren werden kann:, <
Man mischt den Formsand nach der alten Methode, setzt gemahlene Raps- oder Leinkuchen oder dergl. zu, mischt wieder, feuchtet dann das ,Ganze mit' Wasser an, und verfährt weiter auf die altbekannte Weise.
Zum Schlufs ist noch zu bemerken, dafs es auch zweckmäfsig ist, dem Sandgemisch vor Zusatz der Raps- oder Leinkuchen oder dergl., -einerlei ob letztere breiförmig oder trocken zugesetzt werden, gemahlene Stein-" kohlen beizumischen, wenn der Formsand für sogen; Nafsgufs verwendet werden soll.
Lassen es die vorhandenen Räumlichkeiten zu, ^SO. ist es vorteilhaft, den Sand in gröfseren Quantitäten herzustellen und einige Tage zu lagern und beim Verbrauch des ältesten Sandes, den, man unten wegnimmt, immer wieder neuen, mit Raps;-bezw. Leinkuchenlösung oder dergl. Vermischten Sand oben aufzugeben. 4 "■■.

Claims (1)

  1. , -Patent-Anspruch: ■...,.
    . Formsand,: bestehend aus Sand und einem; wässerigen Brei: von Raps;- oder-Leinkuchen oder; Raps- und Leinkuchen. . ^; ■■,..-..■''.
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