DE87490C - - Google Patents
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- DE87490C DE87490C DENDAT87490D DE87490DA DE87490C DE 87490 C DE87490 C DE 87490C DE NDAT87490 D DENDAT87490 D DE NDAT87490D DE 87490D A DE87490D A DE 87490DA DE 87490 C DE87490 C DE 87490C
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04B—KNITTING
- D04B11/00—Straight-bar knitting machines with fixed needles
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Knitting Machines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die meisten jetzt gebräuchlichen flachen Kulirwirkstühle besitzen Platinen mit langen
Nasen, welch letztere hauptsächlich zur sicheren Herstellung der Randmaschen dienen.
Die Arbeitsweise , eines solchen Kulirwirkstuhles ist in den Fig. 1 bis 3 dargestellt. Die
Platinen α rücken erst so weit vor, dafs der Faden/ von dem Fadenführer vor die Nasen b
gelegt werden kann (Fig. 1), darauf kuliren die Platinen (Fig. 2) den Faden, die Nadeln wer-den
geprefst und hierauf gehen die Platinen wieder zurück (Fig. 3), worauf das Abschlagen
erfolgt und der Arbeitsvorgang wieder von neuem beginnt.
Durch die langen Nasen b der Platinen wird ein langer Arbeitsweg der Platinen selbst
bedingt, und häufig schon sind Versuche gemacht worden, diesen Arbeitsweg abzukürzen,
um hierdurch ein schnelles Wirken und damit eine höhere Production zu erzielen. Zu diesem
Zwecke liefs man die langen Nasen b der Platinen α fort. Hierbei zeigte sich jedoch
der Uebelstand, dafs insbesondere die Randbildung bei dem schnellen Gang eine sehr
unsichere und unvollkommene war.
. Diese Fehler der alten Kulirwirkstühle sollen durch die im Nachfolgenden beschriebene, den Gegenstand der Erfindung bildende Vorrichtung beseitigt werden, bei welcher behufs sicherer Randbildung besondere Einschliefsplatinen angeordnet sind, welche ihre Bewegung unabhängig von derjenigen der Platinen erhalten. Bei dieser Vorrichtung sind die Kulirplatinen ohne Nasen ausgebildet, so dafs der Arbeitsweg abgekürzt wird und die Geschwindigkeit des Kulirwirkstuhles erhöht werden kann. Durch die Anordnung der an beiden Seiten des Stuhles vorgesehenen Einschliefsplatinen unterscheidet sich dieser Stuhl ganz wesentlich von allen älteren Constructionen. Man hat schon versucht, die langen Nasen der Platinen durch einen eigens angebrachten Einschliefskamm, gebildet aus Ansätzen an den Abschlagzähnen, zu ersetzen. Diese Vorrichtung leidet aber auch an dem Uebelstand, dafs sehr häufig schlechte Randbildungen vorkommen, da die Randmaschen ,bei der schnellen Bewegung des Stuhles nicht mit genügender Sicherheit festgehalten werden. Aus diesem Grunde haben sich auch derartige Constructionen in der Praxis nicht einführen können.
. Diese Fehler der alten Kulirwirkstühle sollen durch die im Nachfolgenden beschriebene, den Gegenstand der Erfindung bildende Vorrichtung beseitigt werden, bei welcher behufs sicherer Randbildung besondere Einschliefsplatinen angeordnet sind, welche ihre Bewegung unabhängig von derjenigen der Platinen erhalten. Bei dieser Vorrichtung sind die Kulirplatinen ohne Nasen ausgebildet, so dafs der Arbeitsweg abgekürzt wird und die Geschwindigkeit des Kulirwirkstuhles erhöht werden kann. Durch die Anordnung der an beiden Seiten des Stuhles vorgesehenen Einschliefsplatinen unterscheidet sich dieser Stuhl ganz wesentlich von allen älteren Constructionen. Man hat schon versucht, die langen Nasen der Platinen durch einen eigens angebrachten Einschliefskamm, gebildet aus Ansätzen an den Abschlagzähnen, zu ersetzen. Diese Vorrichtung leidet aber auch an dem Uebelstand, dafs sehr häufig schlechte Randbildungen vorkommen, da die Randmaschen ,bei der schnellen Bewegung des Stuhles nicht mit genügender Sicherheit festgehalten werden. Aus diesem Grunde haben sich auch derartige Constructionen in der Praxis nicht einführen können.
Die Einschliefsplatinen bei dem vorliegenden Stuhl sind nun so eingerichtet, dafs sie sich
stets vor dem Legen des Fadens vor die Nadeln gegen die Randmaschen legen und so
für eine ganz sichere Ausbildung derselben sorgen. Auch sind sie so eingerichtet, dafs sie
beim Mindern seitlich verschoben werden können, so dafs sie stets und immer nur gegen
die Randmaschen drücken. Sie hindern auch nicht die Abdecknadeln, da sie schon zurückgetreten
sind, wenn diese zur Wirkung kommen, während die Nasen der Platinen oder die Einschliefszähne diesen Nadeln in der Weise
hinderlich sind, dafs dieselben aufser der Bewegung in Richtung der Hauptnadeln noch
eine zweite auszuführen gezwungen sind, um den Zähnen auszuweichen, da sonst die
Maschen einfach an den Einschliefszähnen hängen bleiben würden.
In den Fig. 4 und 5 ist eine der möglichen Anordnungen solcher Einschliefsplatinen dargestellt,
und zwar stehen hier letztere auf der Waarenseite. In den Fig. 9 bis 14 sind zwei
andere Modificationen dargestellt, bei welchen die Einschliefsplatinen auf der hinteren Seite
unter der Presse angeordnet sind. Die Einschliefsplatinen werden in der Regel nur je eine
für jeden Rand des Waarenstückes angeordnet, und zwar so, dafs sie zwischen die beiden
äufsersten Nadeln gebracht werden können. In Fig. 4 ist diejenige Stellung der Theile gezeigt,
welche sie beim Beginn der Bewegung des Fadenführers einnehmen. Die Platinen i
haben eine derartige Stellung eingenommen, dafs sie die Randmaschen c der eben gebildeten
Reihe gegen den Abschlag d festlegen und so deren Stellung genau bestimmen. Sobald nun
der Fadenführer läuft, legt er den Faden f über die Einschliefsplatinen; nachdem dies geschehen
ist, kuliren die Platinen a (Fig. 5). Dabei mufs. sich am Rande der Faden genau in die
Hohlkehle h der Platine legen, und es kann darauf das Abpressen der Nadeln sicher erfolgen,
da einerseits die Stellung der alten Randmaschen c, sowie die Lage des Fadens f
genau bestimmt ist.
Nunmehr treten die Einschliefsplatinen i zurück (s. Fig. 6), die Kulirplatinen α gehen
zurück, und es erfolgt das Abschlagen der alten Randmaschen c. Bevor die Nadeln g
wieder heraufgehen, werden die Einschliefsplatinen i abermals vorgeschoben und halten
die Randmaschen fest, so dafs sie sich nicht heben können. Diese letztere Wirkung der
neuen Anordnung ist wohl zu beachten. Bei der alten Anordnung hatten nämlich die Randmaschen
zwischen Abschlag d und Platinennase b (Fig. 1) einen weiten Spielraum, so dafs
das Zupressen der Nadeln falsch erfolgte und damit die Randbildung höchst ungenau und
unvollkommen wurde.
Von den Einschliefsplatinen i wird, wie schon erwähnt, in der Regel nur je eine für
jeden Rand des Waarenstückes angeordnet, und zwar derartig, dafs, wie aus Fig 7 und 8
zu ersehen ist, dieselbe nicht nur eine Bewegung in Richtung der in Fig. 4 eingezeichneten
Pfeile ausführen, sondern auch noch in Richtnng der Breite des Waarenstückes verschoben
werden können. Zu diesem Zweck ist eine drehbare Welle k mit zwei festen Armen
m m versehen, in welch letzteren zwei Schienen η und n1 in ihrer Längsrichtung verschiebbar
gleiten. An diesen Schienen η und n] sind
nun an Haltern 0 und o1 die eigentlichen
Einschliefsplatinen i befestigt, Dieselben führen demnach bei einer Drehung der Welle k eine
Bewegung in Richtung der in Fig: 7 eingezeichneten Pfeile aus. Aufserdem können sie
bei Verschiebung der Schienen η und n1 in
Richtung der Breite des Waarenstückes verschoben werden und. dadurch immer zwischen
zwei beliebige Nadeln g gestellt werden.
Letztere Bewegung ist nöthig, um beim Mindern die richtige Stellung zu geben. Es
ist überhaupt ein nicht zu unterschätzender Vortheil der Anordnung der Einschliefsplatinen,
dafs dadurch die Verwendung der alten einfachen Mindermaschine ermöglicht wird, bei
welcher, wie bekannt, die Decknadeln nur eine Bewegung in Richtung der Stuhlnadeln ausführen.
Die Enden der Schienen η und nl sind mit
den Bufferstücken des Minderapparates gekuppelt und werden mit diesen beim Mindern verschoben,
so dafs also die Einschliefsplatinen immer zwischen die beiden äufsersten Nadeln
treten. Diese Verschiebbarkeit der Einschliefsplatinen ist jedoch nicht immer nöthig; es
können auch so viel solcher Platinen angeordnet werden, als Nadeln gemindert werden
sollen,- worauf dann natürlich die Randnasen nur eine Bewegung gegen die Platinen auszuführen
hätten.
Ein weiterer Vortheil der Einschliefsplatinen ist der, dafs die Decknadeln des Minderapparates
in keiner Weise an ihrer Bewegung gehindert werden, während dies bei der Construction
mit Einschliefskamm nicht zu vermeiden war, indem sie immer dessen Zähnen Z
(Fig. ι 5 und 18) ausweichen mufsten.
Aus Fig. 15 ist deutlich zu ersehen, dafs
die Abdecknadel k, um die betreffende Masche auf die nächste Nadel g hängen zu können,
erst dem Zahn I ausweichen' mufs, d. h. sie mufs erst noch eine Bewegung wie die in
Fig. 16 durch die Pfeile angedeutete ausführen, zu welcher ein complicirter Antriebsmechanismus
erforderlich ist. In Fig. 17 ist die Wirkungsweise der Abdecknadeln bei der Einrichtung
mit Einschliefsplatinen gezeichnet; die letzteren sind hier so gestellt, dafs sie die Decknadeln
in keiner Weise hindern, da sie vollständig zurückgetreten sind; die Abdecknadeln haben
freien Weg und können die Maschen ungehindert überhängen. Sofort nach dem Ueberhängen
gehen dann die Einschliefsplatinen i in die in Fig. 4 dargestellte Stellung, so dafs beim
Laufen des Fadens dieser wieder in richtiger Weise über die Einschliefsplatinen gelegt wird.
Es ist erklärlich, dafs bei der vorliegenden Construction, bei der die Decknadeln nur die
einfache Bewegung, wie in Fig. 17 durch die Pfeile angedeutet, zu machen haben, der alte
gewöhnliche Minderapparat, der eben nur für ■ diese Bewegung construirt ist, angewendet werden
kann, während für die Bewegung, die die
Nadeln in den in Fig. 15 und 16 dargestellten
Fällen auszuführen haben, andere Apparate erforderlich sind.
, Die Anordnung der Einschliefsplatinen selbst kann, wie schon erwähnt, in mannigfacher
Weise abgeändert werden. Bei der bisher besprochenen, in den Fig. 4 bis 6 dargestellten
Anordnung befinden sie sich auf der Waarenseite; in den Fig. 9 bis 14 dagegen sind sie
auf der anderen Seite der Stuhlnadeln angeordnet.
Bei der einen Modification (Fig. 9 und 11)
sind die Einschliefsplatinen an einer gemeinschaftlichen Schiene q befestigt, welche durch
Arm m mit der Welle k verbunden ist. Bei Drehung der letzteren werden die Einschliefsplatinen
in den Pfeilrichtungen verschoben und dadurch einmal über die Randmaschen geschoben und dann wieder von ihnen entfernt.
Fig. 9 zeigt die Stellung, welche die einzelnen Theile zu einander einnehmen bei
Beginn des Laufes des Fadenführers. In Fig. 10 haben die Platinen α eben kulirt, wobei die
Einschliefsplatinen i immer noch die Randmaschen c festhalten. Es erfolgt nun das Zupressen
der Nadeln g. In Fig. 11 sind die Kulirplatinen α zurückgegangen, ebenso die
Einschliefsplatinen i, und die Stuhlnadeln g gehen in den Abschlag d.
Bei der Einrichtung nach Fig. 12 bis 14 sind
die Einschliefsplatinen mit dem Abschlagkamm d fest verbunden und werden mit demselben vor-
und zurückbewegt, wobei sie genau dieselben Stellungen einnehmen wie diejenigen in Fig. 9
bis 11.
Die Vortheile der neuen Anordnung von besonderen Einschliefsplatinen sind demnach
kurz zusammengefafst folgende:
ι. es wird eine genaue, absolut sichere
Randmaschenbildung erzielt,
2. die Arbeitswege der Kulirplatinen können ohne jede Gefährdung der Randbildung bedeutend
verkürzt werden,
3. die alte einfache Mindermaschine kann ohne Weiteres angewendet werden.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Eine Vorrichtung für flache Kulirwirkstühle mit Platinen ohne Nasen zur sicheren Bildung von Randmaschen, dadurch gekennzeichnet, dafs für die Ränder. eines jeden Waarenstückes besondere, sich in Richtung der Kulirplatinen bewegende Einschliefsplatinen (i) vorgesehen sind, über welche die Wirkfäden bei der Bewegungsumkehr der Fadenführer gelegt werden und welche sich nach dem .Kuliren aus den Nadeln entfernen, um den Decknadeln beim Mindern freie Bewegung zu gestatten.
- 2. Eine Vorrichtung der unter. . 1.zeichneten Art, sofern bei derselben die Einschliefsplatinen beim Mindern durch die Bufferstücke des Minderapparates in Richtung der Waarenbreite eine Verschiebung erfahren.ge'kenn-Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE87490C true DE87490C (de) |
Family
ID=359461
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT87490D Active DE87490C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE87490C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE953189C (de) * | 1953-10-06 | 1956-11-29 | Paul Lieberknecht | Flache Kulierwirkmaschine mit Hakenabschlagkamm |
| DE960125C (de) * | 1953-11-08 | 1957-03-14 | Paul Lieberknecht | Flache Kulierwirkmaschine mit Hakenabschlagkamm |
| DE1012421B (de) * | 1951-04-03 | 1957-07-18 | Wildman Mfg Co | Verfahren zur Vermeidung der Bildung nicht einwandfreier Randmaschinen bei der Herstellung von Wirkwaren auf einer flachen Kulierwirkmaschine und eine solche Maschine zur Ausfuehrung des Verfahrens |
| US4197721A (en) * | 1976-10-19 | 1980-04-15 | Ulrich Hofmann | Method for forming of stitches and knitting machine for carrying out the method |
-
0
- DE DENDAT87490D patent/DE87490C/de active Active
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1012421B (de) * | 1951-04-03 | 1957-07-18 | Wildman Mfg Co | Verfahren zur Vermeidung der Bildung nicht einwandfreier Randmaschinen bei der Herstellung von Wirkwaren auf einer flachen Kulierwirkmaschine und eine solche Maschine zur Ausfuehrung des Verfahrens |
| DE953189C (de) * | 1953-10-06 | 1956-11-29 | Paul Lieberknecht | Flache Kulierwirkmaschine mit Hakenabschlagkamm |
| DE960125C (de) * | 1953-11-08 | 1957-03-14 | Paul Lieberknecht | Flache Kulierwirkmaschine mit Hakenabschlagkamm |
| US4197721A (en) * | 1976-10-19 | 1980-04-15 | Ulrich Hofmann | Method for forming of stitches and knitting machine for carrying out the method |
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