DE86971C - - Google Patents

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DE86971C
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phenylenediamine
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toluidine
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B17/00Azine dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Cosmetics (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
und aromatischen Diaminen.
Durch die Patentschrift Nr. 50467 ist ein Verfahren bekannt geworden, welches darin besteht, Pheno- sowie Tolusafranine mit p-Phenylendiamin zu verschmelzen. Die Praxis hat ergeben, dafs dieses Verfahren bei den hohen Preisen der Componenten (Pheno- sowie Tolusafranine und p-Phenylendiamin) und der daraus erhaltenen Producte einen technischen Werth nicht besitzt, wie auch das kurze Bestehen des erwähnten Patentes hinreichend beweist. Es hat sich ferner gezeigt, dafs die Bildung dieser indulinartigen Farbstoffe nur beim Verschmelzen einiger Diamine mit Safraninen erfolgt, während eine Reihe anderer Diamine, wie die Diamidodiphenylmethanbasen, nach diesem Verfahren kein Resultat liefern.
Es wurde nun ein neues Verfahren zur Darstellung derartiger Farbstoffe gefunden, welches einerseits eine allgemeine Anwendung auf alle Diamine gestattet, andererseits von so billigen Ausgangsmaterialien ausgeht, dafs seiner technischen Ausführung nichts im Wege steht.
Das Verfahren besteht darin, dafs die Safranine mit den Diaminen nicht verschmolzen, sondern in indifferenten Lösungen unter Druck erhitzt werden.
Als verwendbar haben sich für dieses Verfahren die Farbstoffe aus am Stickstoff alkylirten Safraninen einerseits und Diamidophenylmethan, Diamidoditolylmethan , Diamidodixylylmethan, ρ - und m - Phenylendiamin andererseits erwiesen.
Beispiele:
I. 50 kg Dimethylsafranin (aus Dimethyl-pphenylendiamin und Anilin erhalten), 25 kg Diamidodiphenylmethan und 250 1 Wasser werden in einem Autoclaven mit Rührwerk während ca. 4 bis 6 Stunden auf i8o° C. bis zum Verschwinden der rothvioletten Safraninfärbung erhitzt. Die erhaltene Reactionsmasse wird nun unter Zusatz von Wasser und der nöthigen Menge Salzsäure aufgekocht, wobei vollständige Lösung ohne Rückstand erfolgt.
Der Farbstoff wird durch Zusatz von concentrirter Salzsäure gefällt; die Fällung kann auch mit Kochsalz und Chlorzink bewerkstelligt werden. Der Farbstoff fällt als schwarzes, sandiges Pulver aus, das trocken sich schon in kaltem Wasser sehr leicht mit blauer Farbe löst. Essigsaures und kohlensaures Natron sowie Alkalien fällen die Base violettroth. Ebenso wird der Farbstoff durch Hinzufügen von Salzsäure oder Schwefelsäure gefällt. In Alkohol ist er schwer mit blauer Farbe löslich; in concentrirter Schwefelsäure löst er sich grün, auf Zusatz von Wasser blau werdend.
II. 50 kg Dimethylsafranin, 25 kg Diamidodiphenylmethan und 250 kg Sprit, nach Beispiel I behandelt, giebt auch den daselbst beschriebenen Farbstoff.
III. 50 kg Safranin aus Dimethyl-p-phenylendiamin und Xylidin, 25 kg Diamidodiphenylmethan und 250 1 Wasser, wie angegeben behandelt und verarbeitet, giebt, abgesehen von einer reiner blauen Nuance, einen Färb-
stoff von sonst gleichen Eigenschaften wie nach Beispiel I.
IV. 50 kg Safranin aus Diäthyl-p-phenylendiamin und Anilin, 25 kg Diamidodiphenylmethan, 250 1 Wasser giebt einen reiner blauen Farbstoff mit den Eigenschaften des Farbstoffes nach Beispiel I.
V. 50 kg Dimethylsafranin, 25 kg Diamidodio-tolylmethan, 250 1 Wasser, nach Beispiel I behandelt, giebt einen in Nuance ähnlichen, in Eigenschaften gleichen Farbstoff wie dort.
VI. 50 kg Dimethylsafranin, 25 kg Diamidodip-xylylmethan und 250 1 Wasser liefern einen Farbstoff von gleichen Eigenschaften wie Beispiel I.
VII. 50 kg Dimethylsafranin (erhalten aus Dimethyl-p-phenylendiamin und Anilin) und 300 1 einer wässerigen Lösung, enthaltend 25 kg p-Phenylendiamin, werden im Autoclaven mit Rührwerk während 4 bis 5 Stunden auf i8o° C. bis zum Verschwinden der rothvioletten Safraninfärbung erhitzt. Die Aufarbeitung der Reactionsmasse geschieht in der im Beispiel I beschriebenen Weise. Zu den Eigenschaften des Farbstoffes ist zu bemerken, dafs die Base, erhalten durch Fällen der wässerigen Lösung des Farbstoffes mit Alkalien, rein blau und nicht violettroth ist.
VIII. 50 kg Safranin, erhalten aus Dimethylp-phenylendiamin und Xylidin und 300 1 einer wässerigen, 25 kg p-Phenylendiamin enthaltenden Lösung, verarbeitet wie bei Beispiel VII, giebt einen etwas reiner blauen Farbstoff wie dort.
IX. 50 kg Safranin aus Diäthyl-p-phenylendiamin und Anilin und 300 1 einer 25 kg p-Phenylendiamin enthaltenden wässerigen Lösung, verarbeitet wie bei Beispiel VII, giebt einen dem nach Beispiel VII erhaltenen ähnlichen Farbstoff.
X. 50 kg Dimethylsafranin (aus Dimethyl-pphenylendiamin und Anilin) und 300 1 einer wässerigen Lösung, enthaltend 25 kg m-Phenylendiamin, nach Beispiel VII verarbeitet, giebt einen etwas trüberen Farbstoff als dort.
XI. 50 kg Dimethylsafranin und 300 1 einer alkoholischen, 25 kg ρ - Phenylendiamin enthaltenden Lösung geben, nach Beispiel VII aufgearbeitet, nachdem der Sprit zuvor abdestillirt worden, den daselbst beschriebenen Farbstoff.

Claims (2)

-Patent- Ansprüche :
1. Verfahren zur Darstellung von blauen basischen Farbstoffen, darin bestehend, dafs man alkylirte Safranine mit Diaminen der aromatischen Reihe in indifferenten Lösungsmitteln unter Druck auf Temperaturen von 150 bis 2000C. erhitzt.
2. Die besondere Ausführung des durch Patent-Anspruch 1 geschützten Verfahrens unter Anwendung folgender am Stickstoff alkylirter Safranine, erhalten durch Zusammenoxydiren von Dimethyl- bezw. Diäthyl - ρ - phenylendiamin mit je 2 Mol. Anilin, Toluidin oder Xylidin oder mit je einem Mol. Anilin und Toluidin, Anilin und Xylidin oder Toluidin und Xylidin, sowie folgender Diamine: Diamidodiphenylmeth'an, Diamidoditolylmethan, Diamidodixylylmethan, ρ - oder m - Phenylendiamin und folgender Lösungsmittel: Wasser, Aethyl -, Methyl - oder Amyl - Alkohol, Glycerin bezw. Gemenge derselben.
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