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Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Reißverschlüssen
Gegenstand
der Erfindung ist ein Verfahren sowie eine Einrichtung zur Herstellung von Reißverschlüssen.
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Insbesondere betrifft die Erfindung ein solches Verfahren, bei welchem
Tragbänder in eine Form eingespannt werden, in welcher Verschluß glieder durch Spritzguß
in Reihen auf den Tragbändern erzeugt werden.
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Es hat sich gezeigt, daß bei in der beschriebenen Weise hergestellten
Reißverschlüssen nach dem Spritzvorgang eine Verkürzung der Bänder und demzufolge
eine Verengung der ursprünglichen Teilung bzw. eine Verkleinerung des gegenseitigen
Abstandes der aufgespritzten Verschlußelemente auftritt. Je nach der Qualität und
Beschaffenheit der verwendeten Bänder kann diese nachträgliche Schrumpfung bis 2,5
0/o der ursprünglichen Länge betragen. Durch die genannte Bänderverkürzung vermindert
sich auch das zwischen den einzelnen miteinander in Eingriff kommenden Verschlußgltedern
erforderliche Spiel. Dies hat zur Folge, daß die Kupplungselemente der Verschlußglieder
durch zu große Reibung starker Abnutzung ausgesetzt sind und somit rasch zerstört
werden können. Außerdem bewirkt dies einen zu harten Lauf des Reißverschlusses.
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Die Ursache der auftretenden Bandverkürzung liegt in dem starken
Anspannen der Verschlußbänder unmittelibar vor dem Spritzvorgang. Dieses Spannen
der Bänder ist unerläßlich, um die Wulst des Bandes mit den sich in der Form befindlichen
Bandkanälen in Übereinstimmung zu bringen, was
besonders wichtig
ist bei der Verwendung von langen, zweiteiligen Spritzformen. Nach beendetem Spritzvorgang
wird das Band wieder enfspannt, und da es eine gewisse Elastizität aufweist, kehrt
es zu seinem Anfangszustand zurück.
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Um diese Nachteile zu beheben, sind schon verschiedene Wege vorgeschlagen
worden, z. B. Rollen und Walzen der Bänder oder eine Dlampfbehandlung Derselben
und anderes mehr. Solche Verfahren sind -aber meist umständlich und kostspielig.
Außerdem ist ihr Erfolg mehr oder weniger in Frage gestellt, da schon nach einmaligem
Waschen des Reißverschtlusses die genannte Schrumpfung wieder auftrat. Zur Vermeidung
der genannten Nachteile wird nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung
von Reißverschlüssen ein Teil jedes Bandes Idurch in der Form angeordnete Mittel
vor dem Spritzen der Verschlußglieder gestreckt. Damit kann ein Schrumpfen und demzufolge
jede kostspielige Nachbehandlung des Bandes vermieden werden.
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Die ebenfalls Erfindungsgegenstand bildende Einrichtung zur Herstellung
von Reißverschlüssen ist beispielsweise in Ider Zeichnung dargestellt, an Hand welcher
Zeichnung das erfindungsgemäße Verfahren ebenfalls näher erläutert werden soll.
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Es zeigt Fig. 1 schaubildlich den Ober- und Unterteil einer zweiteiligen
Form mit eingebauten Mitteln zur Bandstreckung, Fig. 2 einen Querschnitt nach der
Linie II-II in Fig. I, Fig. 3 einen Längsschnitt nach der Linie III-III in Fig.
I, Fig. 4 eine Variante der Streckmittel und Fig. 5 schaubildlich einen Teil eines
unmittelbar nach dem Spritzen geschlossenen Verschlusses mit gestreckten Bändern.
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Fig. I zeigt den Oberteil 1 und den Unterteil 2 einer zweiteiligen
Form, die zum Einsetzen in eine Spritzgußmaschine bestimmt ist. In dieser Form werden
durch Spritzguß die Verschlußgliederreiben beilder Bänder des Reißverschlusses gleichzeitig
hergestellt. Zur Erzeugung der genannten Verschlußglieder sind im Formoberteil zwei
Reihen Ausnehmungen 3 und 4 und im Formunterteil zwei entsprechende Reihen Ausnehmungen
5 und 6 vorgesehen. Diese Aulsnehmungen 3 bis 6 bilden bei zusammengebauten Formteilen
die Einzelformen für die zu spritzenden Verschlußglieder. Eine im Formoberteil I
vorgesehene Zuführungsöffnung 7 (Fig. 2) mündet in eine in Längsrichtung durch den
Formoberteil I verlaufende Eingußrinne 8 (Fig. I und 2), die sich über die ganze
Länge der Reihen der Vertiefungen 3, 4 erstreckt und zum Zuführen des flüssigen
oder plastischen Werkstoffs zur Herstellung der Verschlußglieder zu den genannten
Einzelformen dient. Zu diesem Zweck ist die Eingußrinne 8 mit kleinen Abzweigkanälen
9 im Oberteil I versehen, die in die Ausnehmungen 3 und 4 münden. Entsprechende
Kanäle 10 sind im Unterteil 2 vorgesehen, die in die Ausnehmungen 5 und 6 münden.
Seitlich der beiden Reihen von Vertiefungen 3,4 bzw. 5, 6 sind in den beiden Formhälften
I und 2 flache Ausnehmungen ii bzw. 12 vorgesehen, die sich über die ganze Länge
der Form erstrecken und zur Aufnahme der Tragbänder des herzustellenden Reißverschlusses
bestimmt sind. Zwischen diesen Ausnehmungen II, 12 und längs ,den Reihen der Vertiefungen
3, 4 und 5, 6 verlaufenden Kanälen 15 sind Erhöhungen 14 vorgesehen. Letztere dienen
den Tragbändern als Auflage und dichten idie Ausnehmungen 3, 4 und 5, 6 gegen außen
ab, wobei die genannten Kanäle 15 zum Einlegen der Randwulste der Tragbänder bestimmt
sind. Die Ausnehmungen ii und I2 sind über einen Teil iihrer Länge vertieft, wobei
in diesen Vertiefungen zahnstangenförmige Strecklineale6 bzw. I7 zum Strecken eines
Teils der Außenkante der Tragbänder angeordnet sind. Die Strecklineale I6 sind in
den Vertiefungen der Ausnehmungen II des Formoberteils I je mittels zweier Schrauben
I8 befestigt. In Idie in den Vertiefungen der Ausnehmungen 12 des Formunterteils
2 angeordneten Strecklineale I7 sind je zwei Schrauben 19 eingeschraufbt, die mit
Anschluß ringen versehen sind. In diese Ringe ist je eine Zugfeder 20 eingehängt,
die durch entsprechende Bohrungen im Unterteil 2 ragen. Die freien Enden der Federn
20 sind mittels Stiften 21 an Schultern 22 der genannten Bohrungen (Fig. 3) abgestützt.
Die Vertiefung der Ausnehmungen 12 im Formunterteil 2 ist derart, daß- die Strecklineale
I7 bei zusammengesetzter Form Idie Vertiefungen nicht vollständig ausfüllen, sondern
zufolge der Federn 20 mit Spiel federnd im Unterteil 2 festgehalten sind.
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Zur Herstellung eines Reißverschlusses mittels der beschriebenen
zweiteiligen Form 1, 2 werden die beiden Tragbänder in die Ausnehmungen 1I eingelegt,
wobei die Randwulste der Bänder in die Kanäle 15 ZU liegen kommen. Dann wird der
Formoberteil I derart auf den Unterteil 2 aufgesetzt, daß die am Oberteil 1 einander
diagonal gegenüberliegenden Führungsstifte 23 mit entsprechenden Bohrungen 24 im
Formunterteil 2 in Eingriff kommen, so daß ;die Formteile in ihrer Relativlage fixiert
sind. Die in der beschriebenen Weise zusammengefügten Formteile, zwischen welchen
sich die eingelegten Bänder befinden, werden in dieser Lage durch geeignete Mittel
zusammengepreßt.
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Zum Spritzen der Verschlußglieder des Reißverschlusses wird die zusammengebaute
Form in eine nicht gezeichnete Spritzgußmaschine üblicher Ausbildung eingespannt,
und zwar auf einen federnden Formträger. Dieser besitzt eine Anzahl starrer Druckstifte
25, die Idurch Bohrungen im Formunterteil 2 ragen und mit ihren konisch auslaufenden
Enden die Strecklineale 17 entgegen der Wirkung der Federn 20 gegen die entsprechenden
Strecklineale 16 drücken, so daß die Tragbänder zwischen Iden zahustangenförmigen
Strecklinealen I6, I7 festgeklemmt sind. Dabei liegen die Randwulste der Bänder
in den Kanälen I5, und die Bänder sind in der Form außerhalb der zahnstangenförmigen
Strecklineale 16; 17 eingespannt.
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Durch das Festklemmen der entsprechenden Band-
teile
zwischen den Strecklinealen werden diese Bandteile gestreckt. Das Spritzen der Verschlußglieder
erfolgt dann in bekannter Weise.
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Die Strecklineale, von welchen beim beschriebenen Beispiel die Lineale
des Formunterteils federnd vertikal beweglich angeordnet sind, können auch in beiden
Formteilen fest angeordnet oder mit dem entsprechenden Formteil aus einem Stück
sein.
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Die Strecklineale können aber auch in beiden Formteilen federnd beweglich
angeordnet sein.
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Die Oberflächen der Strecklineale können, anstatt gezahnt zu sein,
eine andere Form besitzen, so können sietbeispielsweise gewellt sein, wie dies bei
den in Fig. 4 gezeigten Strecklinealen I6' und I7' der Fall ist. Ein mittels einer
gewellte Strecklineale I6', 17' aufweisenden Form hergestellter Reißverschluß ist
teilweise in Fig. 5 dargestellt.
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Die Streckung der Bandteile 26 innerhalb der Randwulste 27 ist noch
ersichtlich. Diese verschwindet aber kurze Zeit nach dem Entfernen der mit Verschlußgliedern
28 versehenen Tragbänder aus der Form, zufolge der obengenannten unvermeidlichen
Schrumpfung. Wie leicht ersichtlich, erhält dadurch das Band wieder seine ursprüngliche
Länge, so daß keine Verengung der Teilung bzw. keine Verkleinerung des gegenseitigen
Abstandes der Verschlußglieder eintritt.
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PATENTANSPFCHE: I. Verfahren zur Herstellung von ReißvSerschlüssen,
bei welchem Tragbänder (26) in eine Forin (1, 2) eingespannt werden, in welcher
Verschlußglieder (28) durch Spritzguß in Reihen auf den Tragbändern erzeugt werden,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil jedes Bandes durch in der Form angeordnete
Mittel vor dem Spritzen der Verschlußglieder gestreckt wird.