DE867086C - Vorrichtung zum Regeln des Zuges in den Einzelregeneratoren fuer waagerechte, halbteilig beheizte Koksoefen - Google Patents
Vorrichtung zum Regeln des Zuges in den Einzelregeneratoren fuer waagerechte, halbteilig beheizte KoksoefenInfo
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Description
- Vorrichtung zum Regeln des Zuges in den Einzelregeneratoren für waagerechte, halbteilig beheizte Koksöfen Bei im Zugwechsel betriebenen, halbteilig beheizten waagerechten Koksöfen mit in Richtung d°r Kammerlängsachse hintereinanderliegenden Einzelregeneratoren oder Regeneratorenabschnitten und Anschluß dieser an einen gemeinsamen Sohlkanal, der an der Ofenaußenseite mit der Abgasabführung und der- Heizgas- und Luftzufuhr verhunden ist, wirkt der Ofenzug während einer Heizungsperiode unterschiedlich auf die innerhalb einer Reihe liegenden Einzelregeneratoren. Außerdem stehen die beim Aufheizen durch stärkere Zugwirkung beeinflußten Regeneratoren. in der nächsten Umschaltperiode beim Durcbfluß von Heizgasen und Luft unter sch-,vacher Zugwirkung und umgekehrt. Diese Umkehrung der Zugverhältnisse in aufeinanderfolgenden Perioden verhindert, daß die für einen durchströmenden Stoff, z. B. Abgase, geltende Regelung auch für den anderen durchströmenden Stoff, Heizgase und Luft, brauchbar ist. Die Folgen sind eine ungenügende und ungleiche Beaufschlagung der Regeneratoren und eine ungleichmäßige Beheizung der Ofenkammer.
- Die vorliegende Erfindung bewirkt eine gleichmäßige Beaufschlagung aller Einzelregeneratoren in beiden Zugrichtungen. Sie. besteht darin., daß die Verbindungsöffnungen zwischen den Einzelregeneratoren und dem Sohlkanal Abdeckungen erhalten, die, von der Ofenunterseite her drehend verschoben, bei der Strömung derVerbrennungsstoffe von unten nach oben andere Durchströmquerschnitte der Verbindungsöffnungen freigeben als bei der Strömeng,des Abgases von oben nach unten. Durch eine Abstimmung der Durchströmquerschnitte gegeneinander-werden dann in beiden Zugrichtungen für alle in der Kammerlängsachse hintereinarnderlie.genden Verbindungsöffnungen der Einzelregeneratoren zum Sählkanal gleiche Zugverhältnisse geschaffen, so däß jeweils die jedem Einzelregenerator zustehenden Mengen Abgase, Heizgase und Luft durch diese strömen und so eine gleichmäßige Be= aufschlageng eintritt.
- In der Zeichnung ist ein AusfÜhrungbeispiel dargestellt.
- Abb. i ist ein senkrechter Schnitt durch die Vorrichtung; Ab#b. a, 3 und 4 stellen Aufsichten verschiedener Stellungen der Abdeckplatten dar.
- i ist die Verbindungsöffnung des mit Gitterwert 2 bestiickten Einzelregenerators 3. Die Verbindungsöffnung i trägt einen Einfaßring 4, dessen Zwischenfläche eine Scheibe 7 mit Öffnungen 8 und 9 ist und der eine waagerechte Auflagefläche 5 besitzt, auf der sich eine durchlochte Scheibe 6 durch Drehen verschiebt. Die Seheibe 6 besitzt Öffnungen io und ii und ist in der Mitte an einer Stange 13 befestigt; welche durch den Sohlkanal 14 und eine im Ofenmauerwerk 15 Öffnung 16 hindurchgeht. Unterhalb des Ofenmauerwe:rks 15 ist die Stange 13 mit einem Hebel 17 verbunden, der an ein nicht dargestelltes Zugseil angeschlossen ist, durch. dessen Verschiebung der Hebel 17 und damit die Stange 13 und -dir, Scheibe 6 gedreht werden. Bei der Drehung dar Scheibe 6 können deren Öffnungen io und i i ganz über den mindestens ebenso großen Öffnungen 8 und 9 der Scheibe 7 liegen, oder sie liegen zurr Teil auf der Scheibe 7 auf. Im ersten Fall (Alb. 3) entstehen Durchgangsöffnungen, die den vollere Flächen der Löcher io und i i der Scheibe 6 entsprechen. Im letzteren Fall (Abb!.4) werden Durchgangsöffnungen gebildet, die um so viel kleiner , sind als Flächen der Löcher io und i i auf der vollen' Scheibe aufliegen. Sind für eine Verbindungsöffnung die größten Durchgänge eingestellt, z. B. bei Abgasabführung die der. Ofenmitte nächstgelegene, dann liegen die ganzen Öffnungen io und i i auf den Öffnungen 8 und 9. Für die nachfolgende Heizungsperiode, z. B. Verbrennungss-toffzufuhr, muß- diese Verbindungsöffnung einen kleineren Durchgang erhalten. Durch Drehen des Hebels .17 werden die Stange 13 und die Scheibe 6 gedreht. Dadurch schieben sich die Löcher io und ii zum Teil über die vo'll'e Platte 7 und geben nur ein-en Teil der Öffnungen B. und 9 frei.. Es entstehen kleinere Durchgänge, die den irr dieser Periode herrschenden Zugverhältnissen entsprechen. Die in der Kammerachse hintereinanderliegenden - Verbindungsöffnungen erhalten ferner noch eine ,Ab- -strimmung der Durchgänge dadurch, daß -sich die Öffnungen ib und I I der einzelnen Scheiben 6 in verschiedenem Ausmaß über die Öffnungen 8 und 9 der unteren Scheibe 7 legen. Es entstehen dann abgestufte Durchgangsöffnungen, die in einer Heizungsperioide von der Mitte nach außen von der größten Öffnung an abnehmen und in der anderen, folgenden Periode umgekehrt von der kleinsten Öffnung an zunehmen. Diese abgestuften Durchgangsöffnungen werden fest eingestellt, so daß durch die Drehung des Hebels 17 mittels des Zugseils sowohl in der Abhitzeabführungsperiode als auch in der Heizgas-Luft-Zufuhrperiode jeweils sich immer dieselben Durchgänge ergeben. Damit werden die unterschiedlichen Zugverhältnisse in den hintereinanderliegenden Regeneratoren bei den entgegengesetzten Zugverhältnissen der zwei Perioden ausgeglichen.
- In der Zemchnung ist eine Anordnung der aus Metall., z. B,. Eisen, gefertigten Scheiben dargestellt, wo die Scheiben innerhalb der Dicke der Sohlkanaldecke in der Verbindungsöffnung liegen. Die Scheiben können auch auf der Oberseite der Sohlkanaldecke liegen. Diese Anordnung ist zweckmäßig, wenn demGittenverk unten ein Verteilungsraum vorgeschaltet ist. Die Scheiben können aber auch auf der Unterseite der Sohlkanal ecke angeordnet sein; insbesondere kann die Abdeckscheibe 6 auf der Untersaite anliegen. Die Vorrichtung nach der Erfindung nimmt wenig Raum ein, verengt deshalb nicht den Sohlkanal bzw. den Gitterramm. Die Lage der Vorrichtung nach der Erfindung innerhalb der Sohlkanialdecke ist in dieser Hinsicht besonders günstig. Die Scheiben können statt plan auch konisch aufeinanderliegen. Wenn auch die Herstellung aus Metall zweckmäßig ist, so kann die Vorrichtung auch ganz oder teilweise aus anderen; Baustoffen, z. B. keramischem Baustoff, wie feuerfester Masse, Porzellan, gefertigt werden.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Regeln des Zugas in den Einzelregeneratoren einer Wärmerückbgewinnungsanlage für im Zugwechsel betriebene, waagerechte, halbteilig beheizte Koksöfen, bei denen die Regeneratoren mit einem gemeinsamen Sohlkanail verbunden sind, der an der Ofenaußenseite an die Abgasführung und an die Heizgas- und Luftzuführung angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsöffnungen der Regeneratoren mit dem Sohlkanal durch drehbare, gelochte Scheiben abgestuft abgedeckt sind.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsöffnungen mit einer gelochten Scheibe (7) eingefaßt sind, deren Löcher (8, 9) den größten erforderlichen Durchgangsquerschnitt für die durchströmenden Stoffe aufweisen.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine mit Löchern versehene, waagerecht drehbare Scheibe (6) oberhalb oder unterhalb auf der Einfaßseheibie (7) aufliegt und die Löcher (io, i i) der drehbaren Scheibe (6) flächengleich den Löchern (K q) der Einfaßtscheibe (7) sind.
- 4.. Vorrichtung nach Anspruch i bis. 3,, dadurch gekennzeichnet, daß die drehbare Scheibe (6) mit einer den Sohlkanal und das Ofenunte.rrnauerwerk durchstoßenden Stange (13) verbunden ist, an die außerhalb des Ofennmauerwerks ein Hebel (17) angeschlossen ist, der an ein mit der Zugumstellungseinrichtung veirbundenesZugseil angreift und dessen Bewegung in eine Drehbewegung der Scheibe (6) umsetzt.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die drehbaren Scheiben der in der ILamraerachse hintere:inanderliegenden Verbindungsöffnungen auf den festliegenden Einfaßscheiben so, gelagert sind, daß sie, von der Mitte ausgehend, während einer, Zugrichtung immer kleinere Teile der Löcher der Einfaßschei.ben freigeben. und nach erfolgter Drehverschiebung während der anderen Zugrichtung in derselben Reihenfolge immer größere Teile der Löcher der Ei.nfaßscheibe alis Durchgangsquerschnitt der strömenden Stoffe freilegen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED3055D DE867086C (de) | 1943-10-10 | 1943-10-10 | Vorrichtung zum Regeln des Zuges in den Einzelregeneratoren fuer waagerechte, halbteilig beheizte Koksoefen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DED3055D DE867086C (de) | 1943-10-10 | 1943-10-10 | Vorrichtung zum Regeln des Zuges in den Einzelregeneratoren fuer waagerechte, halbteilig beheizte Koksoefen |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE867086C true DE867086C (de) | 1953-02-16 |
Family
ID=7030295
Family Applications (1)
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| DED3055D Expired DE867086C (de) | 1943-10-10 | 1943-10-10 | Vorrichtung zum Regeln des Zuges in den Einzelregeneratoren fuer waagerechte, halbteilig beheizte Koksoefen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE867086C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3328990A (en) * | 1963-06-04 | 1967-07-04 | United Eng Foundry Co | Coiler for strip-like material |
-
1943
- 1943-10-10 DE DED3055D patent/DE867086C/de not_active Expired
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