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Rechenmaschine Die Erfindung betrifft Rechenmaschinen mit einem Resultat-
bzw. Dividendenzählwerk, einem Multiplikator- bzw. Ouotientenzählwerk und mindestens
einem zusätzlichen Zählwerk sowie mit Einrichtungen zur Übertragung vorn Werten
von einem Zählwerk in ein anderes. Erfindungsgemäß werden an einer derartigen: Rechenmaschine
Einrichtungen vorgesehen, die es ermöglichen, Resultate (Produkte, Summen, Differenzen)
bzw. Dividenden sowie auch Multiplikatoren bzw. Quotienten in das zusätzliche Zählwerk
sowie umgekehrt in diesem Zählwerk enthaltene Werte wahlweise in das Resultat- bzw.
Dividendenzählwerk oder in das Multiplikator- bzw. Ouotientenzählwerk, gegebenenfalls
auch in weitere Zählwerke, unmittelbar zu übertragen.
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Insbesondere ist vorgesehen, ein Speicher- und Übertragungswerk gegenüber
einem Umdrehungszählwerk und einem Resultatzählwerk derartig verschiebbar anzuordnen,
daß es wahlweise mit einem dieser Zählwerke in Eingriff gebracht werden kann zwecks
Übernahme bzw. Abgabe von Werten durch Löschung des jeweils abgebenden Zählwerks.
Zweckmäßig ist hierbei das Speicher- und Übertragungswerk in. verschiedener Zuordnung
seiner Dekaden; zu den Dekaden der genannten Zählwerke einrückbar.
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Weitere Merkmale der Erfindung gehen aus der weiter unten folgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels hervor.
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Die Rechenmaschine gemäß der Erfindung weist eine Reihe von Vorteilen
auf, die sie u. a. auch für wissenschaftliche Rechnungen geeignet machen. So können
mit ihr leicht Mehrfachprodukte der Form a - b - c # d
... errechnet werden sowie als Spezialfall hiervon (a = b = c = d =
... ) beliebige Potenzen
einer Zahl; indem jeweils
errechnete Produkte mittels des Übertragungswerks aus dem-Resultatwerk -in das Umdrehungszählwerk
übertragen werden,- um mit einem neuen Faktor multipliziert zu werden. Auch Ausdrücke
der Form (a -I- b -I- c -h d -h . . .) - x lassen sich bequem
ausrechnen, indem die Summe im Resultatwerk gebildet,: hierauf ins Umdrehungszählwerk
übertragen und mit dem Multiplikanden x multipliziert wird. Desgleichen lassen sich
Mehrfachdivisionen a : b : c : d . . . leicht durchführen, indem jeweils
im Umdrehungszählwerk gebildete Quotienten durch das Übertragungswerk in das Resultatzählwerk
übertragen werden, um hier als Dividenden für die nächstfolgende Division wirksam
zuwerden. Ferner lassen sich im Resultatwerk oder Umdrehungszählwerk gebildete Werte
im Speicher- und Übeztra-. gungswerk aufbewahren (speichern), 'um später zu irgendeiner
Rechnung als Faktoren, Dividenden oder Summanden herangezogen zu werden. Sowohl
Dividenden als auch Multiplikatoren können in dem Überträgungs- und Speicherwerk,
während die Maschine noch an einer Aufgabe rechnet, für eine neue Rechnung voreingestellt
werden.
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Die Abbildungen zeigen ein Ausführungsbeispiel einer Rechenmaschine
gemäß der Erfindung, und . zwar zeigt Abb. i eine Seitenansicht der für die Erfindung
interessierenden Teile der Rechenmaschine bei teilweisem Schnitt mit ausgerücktem
Speicher- und Übertragungswerk, Abb.2 desgleichen mit eingerücktem Speicher-und
Übertragungswerk, Abb.3 eine Einrichtung zum Verschieben des Speicher- und Übertragungswerks
und gleichzeitiger Bedienung der Ein- und Aüsklinkeinrichtungen für dieses Werk,
Abb. q. eine Ansicht der Zählwerke von oben mit zum Teil weggebrochenen Teilen,
Abb. 5, eine Einrichtung, die das Einrücken des Speicher- und Übertragungswerks
nur in einer bestimmten Stellung des Zählwerkschlittens zuläßt: Das Schaltwerk 3
(Abb. i) der Rechenmaschine hon beliebiger Ausführung, z. B. Sprossenräder oder
Schaltklinkenantriebe, betätigt über Zwischenräder die Ziffernrollen Z des Resultatwerks,
das im Zählwerkschlitten 2 gelagert ist: Gleichachsig zum ResultatzählwerkZ ist
imZählwerkschlitteneinUmdrehungszählwerk U (Abb. q.) gelagert, das in bekannter
Weise z. B. mittels Einzahnes betätigt wird; um entweder als Multiplikatorwerk die
Multiplikationsumdrehungen des Schaltwerks zu steuern oder aber bei Divisionen den
Quotienten aufzunehmen. Mit den Ziffernrollen beider -Zählwerke sind diesen vorgelagerte
Übertragungsräder 9 bzw. iö in ständigem Eingriff.
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Vor dem Zählwerkschlitten ist ein Übertragungsurnd Speicherwerk:.S
angeordnet, dessen Rahmen q: auf einer quer zur Maschine sich erstreckenden Achse
5 seitlich verschiebbar ist und mit: dieser Achse eine Schwinge bildet, die um die
Lager 6 und 25 verschwenkbar ist. In dem Rahmen q: des Zähl= werks S -sind außer
-den- -Ziffernrollen-27 --dieses Zählwerks die mit diesen in ständigem Eingriff
stehenden Übertragungsräder 8 gelagert. Soll aus dem Resultatzählwerk Z oder dem
Umdrehungzählwerk U ein Wert in das übertragungs- und Speicherwerk S übertragen
werden bzw. umgekehrt, so wird Zählwerk S durch seitliche Verschiebung vor das betreffende
Zählwerk Z oder U gebracht und hierauf entgegen der Wirkung einer Zugfeder 7, die
es für gewöhnlich-in ausgerückter Lage zu halten sucht, nach hinten gekippt, bis
die Zahn-. räder B. mit den auf dem Zählwerkschlitten befindliehen Zwischenrädern
9 bzw. io in Eingriff gelangen (Abb. 2). Wird hierauf Zählwerk Z bzw. U gelöscht,
so wird ein hierin befindlicher Wert auf das` Zählwerk S übertragen, umgekehrt -überträgt
sich ein im Zählwerk S befindlicher Wert beim Löschen dieses. Zählwerks auf die
Ziffernrollen von Z bzw. U.
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Um zu verhindern, daB das Zählwerk S eingerückt wird, solange der
Schlitten :2 eine seitliche Bewegung: ausführt, ist eine durch Langlochführung in
ihrer Längsrichtung um einen gewissen Betrag verschiebbare Schiene 17 (Abb.
5) vorgesehen, die unterhalb einer ortsfesten Schiene r2 liegt. Beide Schienen weisen
in gleichen Abständen Aussparungen 18 bzw. g auf. Solange der Schlitten 2 sich nicht
in seiner in Abb. 5 linken Endstellung befindet, wird durch den Zug einer Feder
2o die Schiene 17 nach rechts gezogen, wobei ihre Aussparungen 18 gegenüber den
Aussparungen ig der festen Schiene i:2 verschoben sind. Wenn der Zählwerkschlitten
2 in seine linke Endstellung gelangt, schiebt er durch Druck auf eine Nase der Schiene
17 diese nach links, bis die Aussparungen r8 sich genau mit den Aussparungen ig
decken. Erst dann kann eine am Rahmen q. des Zählwerks S befindliche Nase 13 in
eine der Aussparungen eintreten und Zählwerk S in die Eingriffslage eingeschwenkt
werden.
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Die Aussparungen 18 und i9 haben den gleichen Abstand wie die Zwischenräder
8, g, io und bestimmen gleichzeitig die Lagert des Zählwerks S, in denen dieses
Zählwerk eingerückt werden kann, um seine Zwischenräder 8 in Eingriff mit den Zwischen=
rädern 9 oder io zu bringen. Es ist eine Vielzahl derartiger Aussparungen vorgesehen,
um Zählwerk S in verschiedener Zuordnung seiner Dekaden zu den Dekaden der Zählwerke
Z und- U einrücken zu können.
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Wird das Zählwerk S in irgendeiner der möglichen Einrückstellungen
in eines der Zählwerke U oder Z eingerückt, so tritt, wie schon beschrieben, die
Nase 13 in eine der Aussparungen ig der Schiene i2 ein. Gleichzeitig tritt eine
weitere Nase 1q. (Abb. i, 2, q.) in eine der Aussparungen einer ortsfesten Schiene
16 ein. Hierdurch ist erreicht, daß in der Übertragungsstellung weder der Zählwerkschlitten
2 noch der Rahmen des Zählwerks S seitlich verrückt werden können, Beim Einrücken
des Zählwerks S fällt ferner eine unter Federzug stehende Klinke i i hinter die
aufgebogene Kante der Schiene i2, (Abb. a, 2), so daß Zählwerk S in der Eingriffsstellung
verriegelt
ist. Um Zählwerk S wieder auszurücken, muß i i ausgeklinkt
werden. Im dargestellten Beispiel geschieht dies mittels einer Handhabe 2i (Abb.
3), die zur Bewegung des Zählwerks S vorgesehen ist. Soll Zählwerk S ausgeklinkt
und nach rechts oder links verschoben werden, so wird Hebel2,i nach rechts bis zum
Anschlag 22 oder nach links bis. zum Anschlag 23 geschwenkt. Ein an 21 fester Stift
30 verschwenkt dabei entgegen der Wirkung einer Feder 31 den Hebel 24 um 32, wobei
das Ende von 24 die Klinke ii derart verschwenkt, daß sie sich von 12 löst und Zählwerk
S durch Feder 7 in die ausgerückte Stellung gezogen wird, um anschließend verschoben
zu werden.
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Die Ziffernrollen 27 von S sind mit komplementären Werten doppelt
beziffert und durch eine Schaulochblende 28 (A@b. 4) abgedeckt, die nach rechts
oder links zwecks Sichtbarmachung der Grund- oder Komplementwerte verschoben werden
kann.
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Man kann also Zählwerk S mit Resultatzählwerk Z in Eingriff bringen,
und zwar unter Zuordnung gleicher Dekaden sowie auch in verschiedenen gegeneinander
verschobenen Lagen beider Zählwerke, um durch Löschung von Z Werte nach S oder umgekehrt
durch Löschung von S Werte nach Z zu übertragen, gewünschtenfalls, unter Unterdrückung
einer beliebigen Anzahl von Wertstellen (Abrundung). In gleicher Weise kann das
Speicher-und Übertragungswerk S mit dem Umdrehungszählwerk U zwecks Austausch von
Werten in Eingriff gebracht werden.
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Es ist ersichtlich, daß durch Vermittlung von S sowohl Werbe von Z
nach U als auch von U nach Z übertragen werden können, daß ferner
aus U oder Z entnommene Werte bis zur späteren Verwendung in S gespeichert
werden und andererseits, während U
und Z von dem Schaltwerk der Maschine in
Durchführung einer Rechnung beeinflußt werden, in S Werte zwecks späterer Eintragung
in U oder Z voreingestellt werden können.
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Die Löscheinrichtungen der Zählwerke U, Z und S, die zum Zweck von
Übertragungen betätigt werden, sind nicht besonders dargestellt, sie können beliebiger,
bekannter Ausführung sein und sowohl von Hand als auch motorisch betätigt werden.
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In dem Ausführungsbeispiel geschieht das Einrücken und seitliche Verschieben
des Übertragungs-und Speicherwerks S von Hand. Die Erfindung beschränkt sich selbstverständlich
nicht hierauf, da es ohne weiteres möglich ist, diese Vorgänge auch motorisch zu
bewirken (etwa unter Steuerung durch Ausführungstasten), sowie auch ferner derartig
motorisch bewirkte Vorgänge, wie Verschieben des Übertragungs- und Speicherwerks,
Einrücken, Löschen, automatisch miteinander zu verkoppeln.