DE864683C - Strumpfhalter - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezweckt die Schaffung eines Strumpfhalters, der keine Laufmaschen im Strumpf
verursacht. =
Es ist zur Vermeidung der Entstehung von Laufmaschen in Strümpfen bekannt, in den umgeschlagenen
Rand bogenförmig· ausgeschnittener Strumpföffnungen ein endloses Band od. dgl. gleitbar
einzunähen, das Band jedoch an einer Stelle oder an zwei diametral gegenüberliegenden Stellen
der Strumpföffnung schlaufenförmig aus dem umgenähten
Rand herausragen zu lassen, wobei die Schlaufen zur Befestigung des Strumpfes an einem
normalen Strumpfhalter dienen. Hierbei bildet das endlose Band einen unlösbaren Bestandteil des
Strumpfes, so daß jeder Strumpf mit einem derartigen Aufhängeband versehen sein muß bzw. nur
solche Strümpfe laufmaschensicher aufhängbar sind, in die ein. derartiges endloses Band eingearbeitet ist.
Der Zweck der Erfindung ist demgegenüber,, einen Strumpfhalter, also ein von dem Strumpf unabhängiges,
d. h. selbständiges Strumpfbefestigungsorgan zu schaffen, das die laufmaschenfreie Aufhängung
von völlig normalen Strümpfen ermöglicht. Mit anderen Worten: Jeder normale Strumpf soll
laufmaschensicher mit ein und demselben Strumpf- as halter gemäß der Erfindung aufhängbar sein, ohne
daß die geringste Veränderung an dem1 handelsüblichen Strumpf vorzunehmen, ohne daß also insbesondere
die Strumpföffnung bogenförmig auszuschneiden, der Rand der Strumpföffnung umzu-
falten· und: umzunähen- - u'nd in den umgenähten
Rand ein endloses Band einzunähen ist.
Die Erfindung macht, tun dieses Ziel zu·, "erreichen,
von dem Umstand· Gebrauch, daß ins-S besondere Diamenstrümpfe, bei denen die Gefahr,
der Entstehung von Laufmaschen am größten ist, an ihrem oberen Ende mit einer doppelten Kante
versehen sind,. in der sich an einer Stelle eine Öffnung befindet, die einen Zugang zu dem Raum
ίο zwischen den beiden Lagen der Kante ermöglicht,
und sieht einen 'endlichen band- oder schnurförmigen Strumpfhalter vor, der durch die mit der
/Öffnung versehene schlauchförmige Oberkante des Strumpfes ziiehbar und vorzugsweise elastisch sowie
in seiner Länge verstellbar ist: und dessen eines Ende mit leiner Zwischenstelle "seiner" Länge fest
oder gleitend verbindbar ist, während sein anderes Ende zui seiner eigenen Aufhängung und· damit
auch zur Aufhängung des Strumpfes ,dient. Die
so Aufhängung kann hierbei entweder an einem üblichen Strumpfbefestigungsring 'eines Korsetts oder
Hüfthalters erfolgen oder unmittelbar an irgendeinem anderen Unterkleidungsstück.
Durch einen derartigen Strumpfhalter wird das gleiche erreicht, was sonst nuir mit besonders aus-■
gebildeten - Strümpfen, nämlich mit . solchen
Strümpfen erzielter war, deren oberer Rand bogenförmig ausgeschnitten und unter Einfügung eines
endlosen Bandes umgenäht ist, das an einer oder mehreren Stellen schlaufenförmig aus dem umgenähten
Rande heraustritt, nämlich daß die Aufhängung des Strumpfes nicht nur an einer einzigen
Stelle erfolgt, sondern daß die ganze obere Strumpf kante gleichförmig aufgehängt ist, so daßi, besonders
wenn das Aufhängeorgan elastisch ist," der Strumpf überall dicht am Bein anliegt und ein
einziger Halter ausreicht, den Strumpf durch das Korsett oder den Hüfthalter zu tragen.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil dieser neuen Art der Aufhängung von Strümpfen besteht darin,
daß der Strumpfhalter gemäß der Erfindung auch so' ausgebildet werden kann, daß er unmittelbar an
einem Kleidungsstück anbringbar ist, also ohne Verwendung ©ines üblichen Halters,. so>
daß in allen Fällen, in denen bisher ein Korsett oder Hüfthalter nur deshalb getragen wurde, um die Strümpfe zu
halten, die Notwendigkeit der Benutzung des Korsetts oder Hüfthalters künftig entfällt.
Dias eine Ende des endlichen, band- oder
schlaufenförmigen Strumpfhalters gemäß der Erfindung
ist vorzugsweise mit einer geschlossenen Schlaufe oder einem geschlossenen Ring versehein,
durch die bzw. den das der Aufhängung des Halters dienende Ende nach dem Durchzug durch die
schlauchförmige Oberkante des Strumpfes fädelbar ist, jso daß ein gleitender Knoten gebildet wird, der
sich -von selbst dem Umfang 'des Schenkels anpaßt.
Dier Strumpfhalter kann aber auch an einer zwischen seinen Enden liegenden Stelle mit leinem
Organ zum lösbaren Anbringen seines für den Diurchziug durch die schlauchförmige Oberkante des
Strumpfes dienenden freien Endes nach dessen Purchzug durch die besagte Oberkante versehen
oder verbunden sein, wobei dieses Organ aus einer mit einem hakenförmigen Keil zum Erfassen des
freien Diurchzugendes des Strumpfhalters versehenen Befestigungsvorrichtung bestehen kann.
. Das andere Ende des Halters, d.h. dasjenige Ende, das zur eigenen Aufhängung des Halters
dient, kann mit einem üblichen Strumpfhalterbefestiger
versehen sein, so* daß der Halter an jedem· Kleidungsstück anbringbar ist. oder es ist
mit einer Zunge versehen, in der sich ein Knopfloch befindet, mit dem es an den Strumpfhalter
eines Korsetts oder an einem Knopf eines Kieidungs-Stückes angebracht wird. Ferner kann es mit einem
Halsen für den Eingriff in einem an einem Kleidungsstück od. dgl. vorgesehenen Saum versehen sein.
In der Zeichnung sind in Fig. 1, 2 und 3 drei Ausführungsbeispiele eines Strumpfhalters gemäß;
der Effindung dargestellt.
Gemäß Fig. 1 besteht der Strumpfhalter nach der Erfindung aus einem endlichen elastischen
Bande 1, dessen eines Ende eine geschlossene Schlaufe 2 bildet, während das andere Ende mit
einer Befestigungsvorrichtung 3 versehen ist. Ein
üblicher Schieber 4 gestattet die veränderliche Einstellung der Länge des Halterbandes.
Die in Fig. 2 dargestellte Ausführungsform gleicht der in Fig. 1 dargestellten, jedoch mit dem Unterschiede,
daß die B-efestigungsvorrichtung durch eine Zunge 5 aus Leder oder einem anderen festen
Werkstoff ersetzt ist und daß diese Zunge eine Öffnung oder lein Knopfloch 6 aufweist. Die Figuren
veranschaulichen die Art des Tragens des Strumpfhalters.
In beiden Fällen ist die Schlaufe 2 hinreichend groß oder hinreichend dehnungsfähig, daimit die
an dem anderen Ende des Bandes sitzende Befestigungsvorrichtung durch, sie hindurchgezogen werden
kann, nachdem das Band durch den Umschlag des Strumpfes gefädelt worden ist.
Gemäß Fig. 3 besteht der Strumpfhalter ebenfalls aus eimern endlichen elastischen Bande, jedoch weist
hier das Halterband an seinem Ende nicht eine Schlaufe der vonerwähnten Art auf, sondern es sind
zwei verschiedene Bänder 7 und 8 vorgesehen, wobei das Band,7 eine Schlinge bildet, die im Eingriff
mit der doppelten Oberkante des Strumpfes steht und in dieser Kante liegt, während das Band 8 den
Aufhängungsteil des Strumpfes bildet.
Das eine Ende des Bandes 7 ist an einem flachen, dneieckigien Befestigungsorgan 9 angebracht. Dias
andere Ende dieses Bandes isto über einen Teil
seiner Länge auf sich selbst zurückgefaltet, und Nähte 10 verbinden den zurückgefalteten Teil mit
dem Bande selbst. Das Befestigungsorgan 9 ist mit einem hakenförmigen TeE 11 versehen, und das
freie Ende des Bandes kann über diesen Teil 11 gehakt werden. Hierbei kommt der hakenförmige
Teil 11 in Eingriff mit dem freien Ende des Bandes 7 zwischen zwei Nähten 10 oder zwischen
dem äußersten Ende des Bandes und der ersten Naht 10. Auf diese Weise ist es möglich, die Länge
der Schlinge, die von dem Bande 7 rund um das Bein gebildet wird, dem Umfang des Beines und
der Weite der Oberkante des Strumpfes anzupassen. In Fig. 3 sind sechs Nähte ι ο vorgesehen
und es bestehen daher sechs Einstellmöglichkeiten. Das Band 8 ist an der Oberseite des dreieckigen
Befestigungsorgans angebracht und mit einem
Schieber 12 zum Einstellen seiner Länge versehen;
wobei diesem Schieber die gleiche Aufgabe zufällt wie dem Schieber 4 in Fig. 1 und 2. Das obere
Ende des Bandes 8 trägt ein fest mit ihm verbundenes Befestigungsorgan 13 mit einem hakenförmigen
Teil 14. Das Korsett, der Hüfthalter oder das sonstige Kleidungsstück, an dem der Strumpfhalter
und damit der Strumpf aufgehängt wird, trägt ein Stück Band 15, das auf einem Teil seiner
Länge in sich zurückgefaltet und mit einer Naht 16 versehen ist. Der hakenförmige Teil 14 des Befestigungsorgans
13 wird unterhalb der Naht 16 in das Band 15 eingeschoben, um den Strumpf aufzuhängen.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele' beschränkt. Es lassen sich vielmehr zahlreiche
Änderungen in der Bauweise des Strumpfhalters vornehmen, ohne daß, man sich von dem
Wesen der Erfindung entfernt.
Claims (8)
1. Durch die mit einer Öffnung versehene, schlauchförmige Oberkante von Strümpfen ziehbarer,
endlicher und vorzugsweise elastischer sowie in seiner Länge einstellbarer, band- oder
schnurförmiger Strumpfhalter, dessen eines Ende mit einer Zwischenstelle seiner Länge fest oder
gleitend verbindbar ist, während sein anderes Ende zu seiner eigenen Aufhängung und damit
auch zur Aufhängung des Strumpfes dient.
2. Strumpfhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sein eines Ende mit einer
geschlossenen Schlaufe (2) oder mit einem geschlossenen Ring versehen ist, durch die bzw.
den das der Aufhängung des Halters dienende Ende nach dem Durchzug durch die schlauchförmige
Oberkante des Strumpfes fädelbar ist.
3. Strumpfhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er an einer zwischen seinen
Enden liegenden Stelle mit einem Organ (9) zum lösbaren Anbringen seines für den Durchzug
durch die schlauchförmige Oberkante des Strumpfes bestimmten freien Endes nach dessen
Durchzug durch die besagte Oberkante versehen ■oder verbunden ist.
4. Strumpfhalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Organ (9) zum lösbaren
Anbringen seines einen freien Endes aus einer mit einem hakenförmigen Teil (11) zum Erfassen
des freien Endes versehenen Befestigungsvorrichtung besteht.
5. Strumpfhalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sein für den Durchzug
durch die schlauchförmige Oberkante des Strumpfes bestimmtes freies Ende teilweise in
sich selbst zurückgefaltet und mit einer Anzahl quer verlaufenden Nähten (10) versehen ist, die
Ösen für den Eingriff des hakenförmigen Teiles (11) der Befestigungsvorrichtung bilden.
6. Strumpfhalter nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sein Aufhängungsende mit einer Befestigungsvorrichtung (3 bzw. 5
bzw. 13) versehen ist.
7. Strumpfhalter nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sein Äufhängungsende
mit einer eine Öffnung oder ein Knopfloch (6) aufweisenden Zunge (5) versehen ist.
8. Strumpfhalter nach Anspruch 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß sein Aufhängungsende einen Haken (14) für den Eingriff in einen
an einem Kleidungsstück od. dgl. vorgesehenen Saum trägt.
80
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 327914.
Deutsche Patentschrift Nr. 327914.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
©5660 1.53
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