DE863539C - Verfahren zur Entfernung von Rhodaniden aus waessrigen Salzloesungen - Google Patents

Verfahren zur Entfernung von Rhodaniden aus waessrigen Salzloesungen

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DE863539C DEB7502D DEB0007502D DE863539C DE 863539 C DE863539 C DE 863539C DE B7502 D DEB7502 D DE B7502D DE B0007502 D DEB0007502 D DE B0007502D DE 863539 C DE863539 C DE 863539C
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/20Thiocyanic acid; Salts thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/08Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors
    • C10K1/10Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids
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Description

  • Verfahren zur Entfernung von Rhodaniden aus wäßrigen Salzlösungen Bei verschiedenen Gasreinigungsverfahren, die mit alkalisch reagierenden wäßrigen Lösungen arbeiten, bilden sich durch das Zusammenwirken von geringen Mengen Sauerstoff, Schwefelwasserstoff und Cyanwasserstoff Rhodanide, die sich allmählich in der Waschflüssigkeit anreichern und ihre Wirksamkeit herabsetzen und daher von Zeit zu Zeit aus ihr entfernt werden müssen.
  • Man hat hereits versucht, die Rhodanide durch Erhitzen mit Schwefelsäure zu zersetzen; hierbei sind jedoch verhältnismäßig hohe Schwefelsäurekonzentrationen notwendig, so daß zahlreiche in der Waschflüssigkeit außerdem noch enthaltene Verbindungen ebenfalls teilweise oder völlig zersetzt werden. überdies muß man nach der Säurebehandlung die unverbrauchte Säure in mehr oder minder umständlicher Weise, z. B. durch Fällung mit Kalk, entfernen.
  • Man hat ferner versucht, die Rhodanide in Form ihrer Schwermetallsalze abzuscheiden. Hierbei bringt man jedoch Schwermetallionen in die Lösung, die nachträglich nur schwer zu entfernen sind. Ein Vorschlag, das Verfahren mit Schwermetalloxyden durchzuführen, hat sich wegen des hohen Preises der in Frage kommenden Metalloxyde nicht durchsetzen können.
  • Schließlich hat man vorgeschlagen, die Rhodanide durch Kristallisation zu entfernen. Da diese jedoch in nahezu: allen Waschflüssigkeiten der obengenannten Art der weitaus am leichtesten lösliche Bestandteil sind, muß man die Flüssigkeit fraktioniert nahezu völlig eindampfen, um die sich zuletzt ausscheidenden oder zuletzt gelöst blei--benden Rhodanide abzutrennen. Hierbei gelingt die Trennung jedoch nur unvollständig und unter großen Verlusten, und überdies ist das Arbeiten mit solchen hochkonzentrierten und zur Übersättigung neigenden Lösungen überaus schwierig.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich- die Rhodanide der Alkalien aus wäßrigen Salzlösungen in einfacher Weise durch Behandlung mit organischen Lösungsmitteln abscheiden lassen,-die ein Lösungsvermögen für die Rhodanide haben. Uberraschenderweise lassen sich die Rhodanide, obwohl sie in Wasser und wäßrigen Medien außerordëntlich leicht löslich sind, mit.geeigneten organischen Lösungsmitteln aus den wäßrigen Lösungen herauslösen, ohne daß die begleitenden Salze mitgelöst würden. Das Verfahren ist beispielsweise anwendbar auf Lösungen, die Alkalicarbonat, Alkali thiosulfat oder Alkaliferrocyanid enthalten, und insbesondere auf Lösungen, deren wirksame Bestandteile Alkalisalze von organischen Carbon- oder Sulfonsäuren sind, wie sie neuerdings vielfach für die Gasreinigung verwendet werden. Geeignete organische Lösungsmittel sind insbesondere niedermolekulare aliphatische oder.aromatische Ketone, Äther und Alkohole.
  • Zur Durchführung des Verfahrens kann man im allgemeinen die von den Rhodaniden zu befreiendtn Lösungen ohne weiteres in einem Extraktionsapparat mit dem organischen LEjosungsrnittel behandeln, das dabei in helçannter Weise in einem Kochgefäß verdampft wird, wobei die Dämpfe in einem Kühler kondensiert werden und das Kondensat durch die zu extrahierende Flüssigkeit -hindurchperlt und dann in das Kochgefäß zurückfließt. Man kann jedoch die wäßrige Flüssigkeit auch mehrmals mit dem organischen Lösungsmittel verrühren oder durchschütteln.
  • Die - Extralçtionsgeschwindigkeit ist von der Temperatur abhängig. Im allgemeinen ist sie um so größer, bei je tieferen Tempèraturen die Extraktion durchgeführt wird. Unter Umständen kann jedoch eine Erhöhung der Temperatur zweckmäßig sein. Die Art des Lösungsmittels und die anzuwendenden Temperaturen richten sich nach der Art der zu extrabierenden Flüssigkeit und können leicht durch einige Vorversuche ermittelt werden.
  • Die Dichte- der zu extrahierenden wäßrigen Lösung. ist an sich von geringem Einfluß auf den Verlauf der Extraktion; sie soll aber möglichst groß sein, im allgemeinen über I,IO biS 1,15 liegen, damit nur wenig des organischen Lösungsmittels von ihr aufgenommen wird.
  • Beim Verdampfen des Losungsmittels erhält man einen festen Rückstand, aus dem die Rhodanide durch Umkristallisieren leicht in reiner Form gewonnen werden-können.
  • Das Verfahren gestattet die Entfernung der Rhodanide rasch und in einfachster Weise ohne wesentliche Veränderung der Konzentration der wäßrigen Flüssigkeit und ohne deren Verunreinigung mit fremden Ionen. Es ist sehr billig und gestattet, die Rhodanide als solche zu gewinnen, so daß sie ohne weiteres verwertet werden können. Die extrahierte Flüssigkeit kann wieder der Gasreinigung zugeführt werden.
  • Beispiel I Eine Alaninlcaliumlösung, die eine Zeitlang zum Entschwefeln von Schwelgas verwendet wurde, enthält neben dem Alaninkalium und etwas Thiosulfat im Liter z. B. 80g Kaliumrhodanid. Ihre Dichte beträgt 1,19. Sie wird in einem Extraktionsapparat so lange mit Aceton behandelt, bis durch einen Raumteil-;der Lösung 25 Raumteile Aceton hindurchgegangen sind. Hiernach enthält die wäßrige Flüssigkeit nur noch 1,5 g Kaliumrhodanid im Liter. Von dem ursprünglich vorhandenen Alaninkalium sind noch 94;5 94;5070 in der Lösung enthalten.
  • Durch Verdampfen des Acetons gewinnt man einen leicht bräunlich gefärbten Rückstand, aus dem durch einfaches. Umkristallisieren Kaliumrhodanid mit 98 bis ggO/o Reinheit gewonnen werden kann.
  • Beispiel 2 3,5 n-Pottaschelösung, die längere Zeit zum Entschwefeln. von rWassergas-benutzt wurde und im Liter -etwa 50 g Rhodanidion-en in Form von Kaliumrhodanid enthält, wird in einer Extraktionsvorrichtung so lange mit Methyläthylketon behandelt, bis durch 1 Raumteil der Lösung etwa 20 Raumteile, des Ketons hindurchgegangen sind.
  • Nach dieser Behandlung enthält die Lösung Kaliumrhodanid nur noch in einer Menge, die 0,OI g~Rhodanidionen im Liter entspricht.
  • Aus der Lösung des Kaliumrhodanids in Methyläthylketon kann das Salz durch Eindampfen in reiner Form gewonnen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Entfernung der Rhodanide der Alkalien aus wäßrigen Salzlösungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösungen mit solchen organischen Lösungsmitteln extrahiert werden, die die Rhodanide zu lösen vermögen, insbesondern mit niedermolekularen. aliphatischen oder aromatischen Ketonen, Äthern oder Alkoholenh
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