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Mit -einem Lautsprecher ausgerüstete Tonführung Zusatz zum Patent
856 8'99 In dem Patent $56 &9g ist vorgesehen, ein den Lautsprecher enthaltendes
oder mit seiner Membran abgeschlossenes Lautsprecherrohr aus schlecht schalldurchlässigem
und schlecht mechanische Schwingungen fortleitendem (schalltotem) Material derart
in einem Gehäuse anzuordnen, daß das Mitschwingen und Mittönen der Gehäusewände
durch in sie fortgepflanzte Rückstoßschwingungen des Lautsprechers und auch .durch
unmittelbar auf sie auftreffenden Rückschall desLautsprechers vermieden wird und
daß außerdem die Ohren des Hörers den Schall sowohl von der Vorderseite wie von
der Rückseite der Lautsprechermembran zugleich und unter annähernd übereinstimmenden
Umständen empfangen. Wie in dem Hauptpatent ausführlich dargelegt worden ist, gelingt
es mit diesen Anordnungen, die Verfälschungen., Verzerrungen und Verschwommenheiten
der Schallwiedergabe zu vermeiden, die sonst zwangsläufig durch das Mittönen .der
Gehäusewände hervorgerufen werden, während andererseits der erwünschte Eindruck
erweckt wird, als entstamme der Schall einem hinter dem Lautsprecherrohr gelegenen
ausgedehnten Raum, aus dem er dem Hörer unbehindert zuströmen kann. Die Anwendung
dieser in dem Hauptpatent im einzelnen näher beschriebenen Anordnungen kommt vor
allem bei Rundfunk- oder Fernsehempfängern, allgemeiner bei oder in Verbindung mit
solchen Geräten, in Betracht, bei denen der wirksame Membrandurchmesser des Lautsprechers
weniger als 20 cm zu betragen pflegt.
Es.hat, sich =als vorteilhaft
erwiesen, den Innendurchmesser ,des Lautsprecherrohres etwa ebenso groß, jedenfalls
aber nicht viel kleiner als den wirksamen Membrandurchmesser zu machen und die Länge
des Rohres ungefähr gleich seinem Innenumfang zu wählen. Steht nun am Ausgang heispielsweise
eines sog. Kraftverstärkers . eine :: tonfrequente - elektrische Leistung zu Gebote,
die zur einwandfreien Umsetzung in Schall einen Lautsprecher mit einem Membrandurchmesser
von erheblich mehr als 2o cm erfordert, so ergibt sich nach der vorstehenden Regel
eine Rohrlänge, die auch außerhalb des Kraftverstärkers, innerhalb dessen. sie überhaupt
nicht unterzüb-ringen wäre, ungebührlich viel Platz beanspruchen würde, wenigstens
in dem Falle, daß das-Lautsprecherrohr, wie in der Hauptanmeldung zunächst vorgesehen,
in waagerechter Lage angeordnet wird. Der Erfinder hat aber gefunden, daß man..einLautsprecherrohr
ohne irgendwelche akustischen oder sonstigen Nachteile auch lotrecht aufstellen
kann, wobei der Platzbedarf natürlich ein sehr viel geringerer ist, zumal dann große
Ausführungsformen auf dem Fußboden aufgestellt werden können. Dabei ergibt sich
noch der besondere Vorteil, ,daß der Schalleindruck rings um das lotrecht aufgestellte
Lautsprecherrohr, dieselbe Entfernung von ihm vorausgesetzt, ungeändert bleibt.
Auch bei einer Aufstellung im Ferien, wend also eine den Schall reflektierende Decke
über dem Lautsprecherrohr fehlt, tritt zwar eine Verringerung der Lautstärkeempfindung,
doch sonst keine merkliche Änderung ,des akustischen Eindrucks ein, vorausgesetzt
nur, daß die obere freie öffnung des Lautsprecherrohres mit einem dünnen netzartigen,-
gut schalldurchlässigen Stoff überspannt ist, der denSchall in hinreichendem Grade
seitlich abbeugt.
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Während über,der oberen Öffnung eines lotrecht angeordneten Lautsprecherrohres
immer genügend Raum zur Ausbreitung des Schalles vorliegen wird; sind besondere
Maßnahmen notwendig,. auch dem am unteren Rohrende austretenden Schall eine solche
Ausbreitungsmöglichkeit zu gewähren.Diese Maßnahmen bestehen zweckmäßigerweise -darin,
daß man das Lautsprecherrohr auf oder in einem Ring befestigt, der zusammen mit
drei oder vier ihn tragenden Beinen eine Art Bockgestell bildet. -Die, Länge" -Spreizung
und Gestaltung- der Beine des -Bockgestells, die- dann das ganze lotrecht stehende
Lautsprecherrohr tragen, können immer so :gewählt werden, daß der vom- unteren.
Ende des Lautsprecherrohres ausgehende- Schall hinreichend Ausbreitungsmöglichkeit
hat, bevor er auf den Fußboden, auftrifft und von ihm nach oben, reflektiert -wird.
Bei. kleineren lotrechten Lautsprecherrohren tritt an die Stelle des Fußbodens die
Oberfläche, eines Tisches oder eines anderen Möbelstückes.
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--- Da,alles schlecht schalldurchlässige und schlecht Schwingungen
fortleitende (schalltote): Material t . esen- nach nur wenig widerstandsfähig
s 'inem :gegen. mechanische Beanspruchungen ist, bedarf auch .das lotrecht
stehende Lautsprecherrohr eines Gehäuses zum Schutz vor Beschädigungen. Man wird
den Abstand zwischen dem Röhr und dem Gehäuse zwar der Materialersparnis wegen möglichst
klein wählen, aber es empfiehlt sich, die Innenfläche des Gehäuses und die Außenfläche
des Rohres doch nur stellenweise oder zonenweise aufeinander aufliegen zu lassen
bzw. miteinander zu verbinden, weil nämlich schon eine Luftschicht von wenigen Millimetern
zwischen beiden den Schallwiderstand des Rohres gegen den: Schalldurchgang zum Gehäuse
beträchtlich "erhöht. Andererseits muß natürlich Sorge getragen sein, daß sich die
Rückstoßschwingüngen des Lautsprechers nach der Art seiner Befestigung in schlecht
mechanische Schwingungen fortleitendem Material totlaufen und daß auf diese Weise
nur noch so stark geschwächte Anteile der Schwingungen.- in die Gehäusewandung gelangen,
daß ihr Mittönen belanglos, bleibt. Im -übrigen kann dem Mittönen .der Gehäusewandung
auch noch dadurch entgegengewirkt werden, daß man das Gehäuse nicht aus einem einheitlichen
Material, sondern aus einem Verbundmaterial fertigt, beispielsweise aus Pappe, die
mit Holzfurnier überzogen ist.
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Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, das Antriebssystem des Lautsprechers
im untersten- Abschnitt des Rohres oder überhaupt unterhalb des Rohres anzubringen,
das dann durch .die Lautsprechermembran nach unten abgeschlossen wird.
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Die Abbildung zeigt in schematischer Darstellung eine beispielsweise
Ausführungsform der Erfindung, und zwar in. einem Schnitt, dessen Ebene die gemeinsame
lotrechte Achse enthält, nur der Lautsprecher selber ist in Seitenansicht gezeichnet.
i bedeutet einen Holzring, in den das eigentliche Lautsprecherrohr a aus schlecht
schalldurchlässigem und schlecht mechanische Schwingungen fortleitendem (schalltotem)
Material eingeleimt ist und auf den andererseits das zum äußeren Schutz des Lautsprecherrohres
dienende ebenfalls rohrförmige Gehäuse 3. aufgeleimt ist, das etwa, wie oben vorgesehen,
aus mehrere Millimeter starker in Formen gepreßter Pappe bestehen und mit Holzfurnier
überzogen sein mag. Außer durch den Holzring stehen das Lautsprecherrohr und sein
Gehäuse nur durch die beiden Filzringe und 5 und durch den das Gehäuse nach oben
ab- j schließenden Deckelring 5 in Berührung und Verbindung; sie sind im übrigen
ringsum durch Luftzwischenräume voneinander getrennt. Eine strichpunktierte.Linie
deutet an, däß das obere Ende des Lautsprecherrohres mit. -einem dünnen netzartigen
i gut schalldurchlässigere Stoff überspannt .sein soll. Der Holzring und damit alle
an ihm befestigten Teile werden von den Beinen 7, 8 und 9 sowie von einem vierten
Bein getragen, das in der Schnittzeichnung fortgeschnitten zu denken ist. Der Lautsprecher
io, dessen Membran das untere Ende des Lautsprecherrohres bzw. seine durch die Aasbohrung
des Holzringes gebildete Verlängerung abschließt, liegt gegen einen unter den Holzring
geklebten, z. B. aus Schwammgummi bestehenden Ring iz an und wird von .ein-cm zweiten;
aber
massiven Gummiring 1z gehabten, der an den vier Beinen befestigt
ist. Zwischen den beiden Gummiringen laufen sich die Rückstoßschwingungen des Lautsprechers
größtenteils tot, so daß nur noch belanglose Anteile der Schwingungen bis in die
Gehäusewandung gelangen können. Durch einen strichpunktierten Halbkreis unter dem
Lautsprecher ist angedeutet, daß er mit einem dünnen netzartigen, gut schalldurchlässigen
Stoff überspannt sein soll.