DE624049C - In ein Gehaeuse eingebauter Flaechenlautsprecher - Google Patents
In ein Gehaeuse eingebauter FlaechenlautsprecherInfo
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04B—TRANSMISSION
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- H04B1/08—Constructional details, e.g. cabinet
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Description
Die Erfindung betrifft die Unterbringung von Rundfunkgeräten, Lautsprechern u. dgl.
in meinem Gehäuse. Bekanntlich erzeugt eine
Flächenmembran oder irgendein anderes schwingendes Element in einem Gehäuse Stellen
von verhältnismäßig hohem Druck, der sich durch die vereinten Wirkungen des Gehäuses
und der Membran vergrößert, wenn die Membran mit einer Frequenz schwingt,
die innerhalb des Resonanzfrequenzbereiches des Gehäuses liegt. Es bilden sich in diesem
Falle im Gehäuse bei bestimmten Frequenzien stehende Wellen aus, die als Gehäuseresonanzen
bekannt sind. Derartige Resonanzen beeinträchtigen die Wiedergabe durch die
bevorzugte Abstrahlung dieser Schallwellen in erheblicher Weise.
Es ist vorgeschlagen worden, die unerwünschten akustischen Wirkungen der Gehäuseresonanzen
dadurch zu beseitigen, daß das Gehäuse mit Öffnungen oder Kanälen versehen worden ist, vermittels derer der in
der .Nähe der Membran liegende Gehäuseraum mit der Außenluft in unmittelbarer Verbindung
steht.
Die akustische Impedanz dieser Öffnungen ist zwar genügend gering, um den Druck
wirksam herabzusetzen, jedoch wird der erzielte Vorteil wieder dadurch aufgehoben, daß
die' Luft durch' die "Öffnungen oder Kanäle in solchem Maße frei strömen kann, daß das
Ansprechen der Geräte auf tiefe Frequenzen wesentlich verringert wird.
Diese Nachteile werden gemäß der Erfindung bei in ein Gehäuse eingebauten Flächenlautsprechem
dadurch vermieden, daß im Gehäuse eine Anzahl kammerartiger Resonatoren angeordnet sind, die auf störende Eigenfrequenzen
des im Gehäuse eingeschlossenen Luftraumes abgestimmt sind und durch Öffnungen
mit dem Hauptraum des Gehäuses so in Verbindung stehen, daß die in dem
im Hauptraum eingeschlossenen Gehäuseluftraum auftretenden stehenden. Wellen gedämpft
werden.
Der Einbau von Resonatoren in das Gehäuse von Flächenlautsprechern wirkt sich
dahin aus, daß ein gewisser Teil der Energie der Membran absorbiert oder zerstreut wird,
wodurch die Entwicklung von stehenden Schallwellen im Gehäuse bei seiner normalen
Resonanzfrequenz verhindert wird, ohne daß das Ansprechen auf verhältnismäßig tiefe Frequenzen
gestört wird. Demgemäß werden in dem Gehäuse während des Betriebes des Gerates
innerhalb seines Frequenzbereiches Stellen von verhältnismäßig geringem Druck dort
erzieugt, wo sich sonst Stellen von verhältnis-
mäßig starkem Druck entwickeln würden, so daß diese Schallwellen gedämpft werden.
Bei Sprechmaschinen und Lautsprechern mit trichterförmigen Schalleitungen ist es bereits
bekannt, an der Schalleitung Resona.' toren anzuordnen, die dazu dienen, in den
fortschreitenden Schallwellen Interferenzen hervorzurufen. Es sollen durch diese Anordnung
vorzugsweise hohe Frequenzen, wie ίο Nadelgeräusche, die die Wiedergabe beeinträchtigen,
unterbunden werden.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung in fünf Figuren dargestellt.
Fig. ι zeigt die wesentlichen Teile des Gehäuses
im Längsschnitt;
Fig. 2 und 3 sind Querschnitte nach 2-2
und 3-3 der Fig. 1;
Fig. 4 und 5 'sind akustisch'e SrihaTibildeo:.
Das Gehäuse 10 enthält das Rundfunkgerät
27 und/oder den Lautsprecher 12 und möge einen Resonanzfrequenzbereich zwischen 100
und 25Ό Hz haben. Innerhalb des Gehäuses
befindet sich an dessen Vor der wand 11 die konische Membran 13 dies Lautsprechers 12.
An der Vorderwand 11 und der Seitenwand 14 befinden sich die Scheidewände 15/ 16, 17,
18, die mit jenen Wänden einen Resonator 19» bilden, der durch den Stutzen 20 und
dessen Öffnung 20° mit dem Innern,, des Gehäuses
in Verbindung steht.
Am der Vorderwand 11 und der Seitenwand
21' befinden sich die Scheidewände 21, 22,
23, 24, die einen, zweiten Resonator 25 bilden,
der durch die Öffnung 26 mit dem Innern des Gehäuses in Verbindung steht. Die erforderlichen
Abmessungen der Resonatoren ■ergeben sich aus der Formel
f =
2%
Hier bedeutet / die Resonanzfrequenz des Gehäuses, C die Schallgeschwindigkeit, K die
• Leitfähigkeit der Öffnungen 2oa und 26 und
V das Volumen der Räume 19 oder 25.
Bei Verwendung der Muffe 20 bei dem Resonator 19 bestimmt sich die Leitfähigkeit K der Öffnung 2oa durch, die Formel
Kz=
wo 5 der Querschnitt und I die Länge der Muffe ist. Wenn nur eine einfache Öffnung
26 wie bei dem Resonator 25 benutzt wird, bestimmt sich die Leitfähigkeit K. dieser Öffnung
durch die Formel
X = al/ —
wo S der Querschnitt der Öffnung ist. . Angenommen, der Lautsprecher befinde
sich in der freien Luft, d. h. außerhalb des Gehäuses, und sei in keiner Weise durch dieses
beeinflußt, und das Rundfunkgerät erteile der Membran 13 Schwingungen innerhalb der
Resonanzfrequenz des Gehäuses, d. h. zwischen 100 und 250 Hz, so wird der Druck um die
Membran herum im wesentlichen konstant sein, wie die horizontale Linie in Fig. 4 andeutet.
Wenn der Lautsprecher dagegen innerhalb des Gehäuses angeordnet ist und keine Resonatoren
verwendet werden, so nimmt der Druck um die schwingende Membran bei
Frequenzen innerhalb des Resonanzfrequenzbereichies des Gehäuses zu. Dieses zeigt die
Kurve gemäß Fig. 5. Der hohe Druck um die Membran herum bewirkt, daß diese gegen
eine größere Kraft arbeitet und infolgedessen mehr Schallenergie erzeugt, als erwünscht ist.
Durch, die Anordnung gemäß der Erfindung wird dieser verhältnismäßig hohe Druck
verringert oder ausgeglichen durch Stellen von verhältnismäßig kleinem Druck, die durch
die Resonatoren an den Stellen erzeugt werden, wo sonst der hohe Druck auftreten
würde. Das Entstehen des niedrigen Druckes erklärt sich daraus, daß beim wirksamen
Ansprechen der Resonatoren abwechselnd« in entgegengesetzten Richtungen eine Luftströmung
hoher Geschwindigkeit und von Resonanzfrequenz durch die Öffnungen 20s und 26
tritt. Da die Geschwindigkeitsamplitüde in diesem Punkte oder an diesen Stellen groß
ist, ist die Druekamplitude demgemäß klein. Die Wirkung der Resonatoren kann man auch
dadurch erklären, daß diese die akustische Wirkung des Gehäuses beim Schwingen der
Membran innerhalb der Resonanzfrequenz des Gehäuses kompensieren oder die Energie innerhalb
des Gehäuses absorbieren, die durch die Fläche a,b, c der Kurve gemäß Fig. 5
dargestellt wird.
Man kann schon zufriedenstellende Ergebnisse durch die Verwendung eines einzigen
Resonators erzielen, der entweder die Muffe 20 mit der Öffnung 20« oder eine einfache
Öffnung 26 besitzt. Wenn man mehrere Resonatoren verwendet, werden diese zweckmäßig
symmetrisch um die Membran 13 herum mit ihren Öffnungen an Stellen angeordnet, an
denen sonst der hohe Druck auftreten würde. Die Resonatoren sollen in dem Gehäuse so
angeordnet werden, daß sie die geometrische Ausbildung des Hohlraumes nicht derart ändern,
daß das Gehäuse bei einer Frequenz außerhalb des normalen Bereiches zu Eigenschwingungen
neigt.
Die Bedingungen können so gewählt werden, daß bei Verwendung eines besonderen,
auf leine bestimmte Frequenz abgestimmten
Resonators nur ein TeE des 'hohen Scheitels a, b, c in Fig. 5 beseitigt wird. In- diesem
Falle werden ein oder mehrere Resonatoren, die auf andere Frequenzen abgestimmt sind,,
dazu verwendet, um den Rest des Resonanzscheitels zu beseitigen.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. In ein Gehäuse eingebauter Flächenlautsprecher, dadurch gekennzeichnet, daß im Gehäuse eine Anzahl kammerartiger Resonatoren angeordnet sind, die auf störende Eigenfrequenzen des im Gehäuse eingeschlossenen Luftraumes abgestimmt sind und durch. Öffnungen mit dem Hauptraum des Gehäuses so in Verbindung stehen, daß die in dem im Hauptraum eingeschlossenen Gehäuseluftraum auftretenden stehenden Wellen gedämpft werden.
- 2. Lautsprecher nach Anspruch i, dadurch, gekennzeichnet, daß die Resonatoren durch Scheidewände innerhalb des Gehäuses gebildet sind.
- 3. Lautsprecher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Resonatoren innerhalb des Frequenzbereiches auf verschiedene Frequenzen abgestimmt sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US445448A US1901388A (en) | 1930-04-18 | 1930-04-18 | Method and apparatus for eliminating the effect of cabinet resonance |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE624049C true DE624049C (de) | 1936-01-10 |
Family
ID=23768938
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER81368D Expired DE624049C (de) | 1930-04-18 | 1931-04-18 | In ein Gehaeuse eingebauter Flaechenlautsprecher |
Country Status (3)
| Country | Link |
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| US (1) | US1901388A (de) |
| DE (1) | DE624049C (de) |
| GB (1) | GB372533A (de) |
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| DE1184676B (de) * | 1962-10-20 | 1964-12-31 | Rau Swf Autozubehoer | Elektromagnetisches Signalhorn |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB372533A (en) | 1932-05-12 |
| US1901388A (en) | 1933-03-14 |
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