DE86250C - - Google Patents

Info

Publication number
DE86250C
DE86250C DENDAT86250D DE86250DA DE86250C DE 86250 C DE86250 C DE 86250C DE NDAT86250 D DENDAT86250 D DE NDAT86250D DE 86250D A DE86250D A DE 86250DA DE 86250 C DE86250 C DE 86250C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
derivatives
sulfonic acid
sulfonic
phenylenediamine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT86250D
Other languages
English (en)
Publication of DE86250C publication Critical patent/DE86250C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
    • C07C309/01Sulfonic acids
    • C07C309/28Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton
    • C07C309/45Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Sulfosäuren des p-Diamidodiphenylamins sind bislang unbekannt geblieben. Eine derartige Sulfosäure, die in hervorragender Weise zur Darstellung von werthvollen Farbstoffen be-•fähigt ist, wird erhalten, wenn man die aus p-Nitrochlorbenzol durch Sulfiren entstehende o-Chlor-a-m-nitrobenzolsulfosäure.(Annalen265, S. 87) mit p-Pbenylendiamin condensirt und die so gebildete p-Nitro-p-'amidodiphenylamino-sulfosäure reducirt.
Bei der Condensation der o-Chlor-a-m-nitrobenzolsulfosäure mit p-Phenylendiamin verwendet man am besten ein Salz der Sulfosäure und erhitzt dasselbe in wässeriger Lösung und bei Gegenwart von essigsauren Salzen oder Salzen analoger Säuren mit dem Diamin. Die so entstehende Nitroamidodiphenylaminsulfosäure wird durch Ansäuern ausgefällt. Ihre Alkalisalze lösen sich in Wasser mit schwach gelbbrauner Farbe auf und diese Lösungen lassen auf Zusatz von Mineralsäure die Nitroamidosäure wieder in Form schwer löslicher graubrauner Kryställchen fallen.
Die Reduction dieser Nitroamidosulfosäure kann sowohl in alkalischer als auch — und zwar vortheilhafter — in saurer Lösung vorgenommen werden. Sie erfolgt in allen Fällen in glatter Weise. Die gebildete Diamidodiphenylaminmonosulfosäure, der die Constitution
zukommt, ist in Wasser und verdünnter Essigsäure schwer löslich, leicht löslich dagegen in
verdünnten Mineralsäuren und auch in Ammoniak, fixen und kohlensauren Alkalien. Das salzsaure Salz der neuen Säure scheidet sich aus concentrirten Lösungen krystallinisch aus. Mit Zinnchlorür bildet dasselbe ein in concentrirter Salzsäure schwer lösliches Zinndoppelsalz.
• An Stelle von p-Phenylendiamin können auch andere homologe oder analoge p-Diamine, z. B. p-Toluylendiamin
ca
NH2,
die Alkyloxysubstitutionsproducte des p-Phenylendiamins
ο -Alkyl
:— N Ά etc.
Verwendung finden.
Es werden so die homologen oder analogen Sulfosäuren der p-Diamidodiphenylamin-osulfosäure, nämlich p-Diamidophenyltolylamino-sulfosäure und die p-Diamidoalkyloxydiphenylamin-o-sulfosäuren erhalten.
Beispiel:
i. Darstellung der p-Nitro-p-Amidodiphenylamin-o-sulfo säure.
6,e kg Calciumsalz der o-Chlor-(a)m-Nitrobenzolsulfosäure werden mit 2,2 kg p-Phenylendiamin in etwa 500 1 Wasser heils gelöst, alsdann 2,8 kg krystallisirtes essigsaures Natron
unter Umrühren zugegeben und einige Zeit zum Sieden erhitzt. Die sich gelbbraun färbende Flüssigkeit wird alsdann allmälig mit einer concentrirten Auflösung von 5,8 kg Krystaüsöda unter stetigem Umrühren versetzt, nach etwa x/.2 stündigem Kochen vom ausgeschiedenen kohlensauren Kalk abfiltrirt und die gebildete neue Säure durch Zusatz von Salzsäure ausgefällt, nach längerem Stehen in der Kälte abfiltrirt, mit Wasser gewaschen und bei IOO0'getrocknet.
2. Reduction der Nitrosäure des
Beispiels 1.
3,1 kg der Nitroamidodiphenylaminsulfosäure werden in eine Auflösung von 11,3 kg Zinnsalz in 35 kg concentrirter Salzsäure, welche vorher auf ca. 40 ° C. angewärmt worden ist, allmälig unter Umrühren eingetragen, wobei die Säure unter starker Wärmeentwickelung sich auflöst. Beim Erkalten der Lösung scheidet sich das obenerwähnte Zinndoppelsalz ab. Nach dem Abfiltriren und Abpressen wird es in Wasser gelöst, die Lösung mit Zink entzinnt, abfiltrirt, stark eingeengt und die freie Säure durch essigsaures Natron gefällt. Sie scheidet sich in weifsen Flocken, welche bald krystallinisch werden, aus und kann zur Reinigung aus Wasser umkrystallisirt werden. Der oxydirenden Wirkung der Luft gegenüber zeigt sie eine ziemlich grofse Beständigkeit.
Die neue Säure soll zur Darstellung von Farbstoffen verwendet werden.
Die· Reduction kann auch mit Eisen oder Zinkstaub in. essigsaurer oder verdünnter mineralsaurer Lösung vorgenommen werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von p-Diamidodiphenylamin-o-sulfosäure, deren Homologen oder Derivaten, darin bestehend, dafs man o-Chlor-a-m-nitrobenzolsulfosäure mit p-Phenylendiamin, dessen Homologen oder Derivaten zu p-Nitro-p-amidodiphenylamin-o-sulfosäure bezw. deren Derivaten condensirt und diese Nitroamidosäuren der Einwirkung reducirender Agenden unterwirft.
DENDAT86250D Active DE86250C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE86250C true DE86250C (de)

Family

ID=358314

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT86250D Active DE86250C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE86250C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE86250C (de)
DE671704C (de) Verfahren zur Herstellung von in Wasser mit wenig Saeure loeslichen Kondensationsprodukten
DE2156648B2 (de) Verfahren zur Herstellung von 2- [4,4'-Bis-(dimethylamino)-benzohydryl] -5- dimethylaminobenzoesäure
DE211696C (de)
DE515468C (de) Verfahren zur Darstellung von ª‰-Naphthylaminophenoxyfettsaeuren
DE589566C (de) Verfahren zur Darstellung von gelben Beizenfarbstoffen
DE254421C (de)
DE175593C (de)
DE172929C (de)
DE72222C (de) Verfahren zur Darstellung von /Ji /?3 - Naphtylendiaminmonosulfosäure
DE82634C (de)
DE164292C (de)
DE546827C (de) Verfahren zur Herstellung von Monooxaminsaeuren des 4íñ4'-Diaminodiphenyl-1íñ1'-cyklohexans und seiner Substitutionsprodukte
DE181929C (de)
DE46375C (de) Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen aus den Diazoverbindungen des Phenylen- und Toluylenbrauns
DE757262C (de) Verfahren zur Herstellung von p-Nitroaryldisulfimiden
DE445566C (de) Verfahren zur Darstellung loeslicher Verbindungen von indigoiden Farbstoffen
DE630328C (de) Verfahren zur Herstellung von aromatischen N-Nitraminen
DE279198C (de)
DE153994C (de)
DE50822C (de) Verfahren zur Darstellung rother basischer Farbstoffe, genannt Rosinduline
DE640724C (de) Verfahren zur Herstellung von Arylazo-3,5-diaminopyridinen
DE267083C (de)
DE184661C (de)
DE535077C (de) Verfahren zur Darstellung der festen Ammonium- oder Alkalisalze des N-Nitrosophenylhydroxylamins