DE862476C - Verfahren zur Herstellung schnell loeslicher Tierleime - Google Patents

Verfahren zur Herstellung schnell loeslicher Tierleime

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DE862476C
DE862476C DEM914A DEM0000914A DE862476C DE 862476 C DE862476 C DE 862476C DE M914 A DEM914 A DE M914A DE M0000914 A DEM0000914 A DE M0000914A DE 862476 C DE862476 C DE 862476C
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Germany
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glue
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Hans Dr Merkel
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09HPREPARATION OF GLUE OR GELATINE
    • C09H11/00Adhesives based on glue or gelatine

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Edible Oils And Fats (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung schnell löslicher Tierleime Tierische Leime (Knochen-, Leder-, Haut- und Fischleime) werden bekanntlich in verschiedenen Modifikationen als Tafel-, Körner-, Perl-, Flocken-und Pulverleim in den Handel gebracht. Die Methodik der Auflösung ist von diesen Formgebungen wesentlich abhängig. Während Tafelleim vor der Erwärmung stundenlang in kaltem Wasser eingeweicht werden muß, kann die Auflösung kleinerer Leimformen in wesentlich kürzerer Zeit vonstatten gehen. Allen gemeinsam bleibt jedoch das primäre Einweichen in kaltem Wasser, weil bei Verwendung von warmem bzw. heißem Wasser oder bei sofortiger Erwärmung Zusammenballungen erfolgen, die die weitere Auflösung erschweren und verlangsamen. Zur Umgehung dieser umständlichen Auflösungsmaßnahmen wird deshalb für verschiedene Nutzanwendungen ein seiner Gelatinierfähigkeit beraubter und damit minderwertiger flüssiger Leim gebraucht, obwohl der mit Sorgfalt hergestellte handelsübliche Tierleim als ausgezeichnetes Bindemittel seiner hohen Gelatinierfähigkeit wegen die beste Nutzanwendung gewährleistet. Es lag daher ein Bedürfnis vor, handelsübliche Tierleime ohne Einbuße der guten Eigenschaften schnell gebrauchsfertig zu gestalten.
  • Es wurde nun gefunden, daß gemahlener, trokkener Tierleirn, wenn er mit kleinen Mengen hochprozentiger, wasserlöslicher Öl- oder Fettstoffe behandelt wird, ein wenig aufquillt, in eine auft' Crelockerte, spezifisch leichtere Modifikation übergeht und trotzdem trocken und locker bleibt, all dies besonders dann, wenn dem gemahlenen Leim vorher wasserfreie Salze, ebenfalls in kleinen Mengen, zugemischt wurden. Diese Salze verhindern das Zusammenbacken des getnahlenen Leimes einerseits durch Zwischenlagerung, anderseits durch Hydratbildung bzw. Absorption des überschüssigen Wassers der hochprozentigen, wasserlöslichen Öl- oder Fettstoffe. Außerdem tragen die S alze zur Auf lockerung wesentlich bei. Der nach vorliegendem Verfahren hergestellte Trockenleim bleibt genau so lagerbeständig -wie unbehandelter Tierleim. Während letzterer beim Auflösen die eingangs erwähnten Maßnahmenerforderlich macht, kann der nach dem neuen Verfahren aufgelockerte Leim ohne weiteres sofort in warmes oder heißes Wasser eingerührt werden, wobei er sich in Sekundenschnelle lÖst und seine höchste B,indekraft alsbald entfaltet. Dfer n ach dem neuen Verfahren hergestellte Leim wird dabei gleichzeitig veredelt, indem seine elastisch machenden Eigenschaften wesentlich erhüht werden. Als wasserlösliche Öl- und Fiettstoffe kommen alle hochprozentigen sulfonierten und emulgierten Öle und Fette in Betracht. Besonders dazu geeignet sind die Rizinusä#lsulfonate iniden Konzentrationen von So,bis I o:o % handelsüblich. An S alzen können alle wasserfreien oder wasserarmen Verbindungen verwendet werden, die Neigung zur Hydratbildung-ode ' r Ab- sorption aufweisen. Darüber hinaus sind die Polyphosphate durch ihre komplexbildende Keaft für Calcium- und Magnesiumionen befähigt, Ausscheidungen in harten Wässern zu verhindern. Von den ausprobierten Polyphosphaten hat sich im vorliegenden Verfahren Natriumtripolvphosphat (Na,P,0") äm vorteilhaftesten gezeic),t.
  • Beispiel 9,4kg eines gemahlenen Tierleimes mischt -man mit 21,ig Natriumtripolyphospbat gut durch. In diese Mischung werden 4 kg sulfoniertes Rizinusöl go 11/0 handelsüblich eingearbeitet, bis das Ganze als einheitliche, aufgelockerte Trockenmasse resultiert.

Claims (2)

  1. PATFNTANSPRÜCIIE: i . Verf ahren zur Herstellung schnell l#' sliclier Tierleime, dadurch gekennzeichnet, daß, geinahlene Tierleime in Gegenwart von wasserfreien Salzen mit wasserlöslichen Ölen oder Fetten behandelt werden..
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, da3 als wasserfreie Salze L'olyphosphate, insbesondere die Alkalisalze der Tripolyphosphorsäure (H"P,01,) angewandt werden. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß, als wasserl,#ösliche Öle oder Fette sulfonierte Produkte genommen würden. Angezogene Druckschriften: Ge rng ro ß und Goebel , Chemie u. Technologie der Leim- u. Gelatinefabrikation, 11-),33, S. 205, 430 und 43-1>
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