DE862340C - Umlenkvorrichtung - Google Patents

Umlenkvorrichtung

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Publication number
DE862340C
DE862340C DEF2948D DEF0002948D DE862340C DE 862340 C DE862340 C DE 862340C DE F2948 D DEF2948 D DE F2948D DE F0002948 D DEF0002948 D DE F0002948D DE 862340 C DE862340 C DE 862340C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
thread
threads
reel
deflection device
drum
Prior art date
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Expired
Application number
DEF2948D
Other languages
English (en)
Inventor
Max-Otto Dr Schuermann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
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Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF2948D priority Critical patent/DE862340C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE862340C publication Critical patent/DE862340C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D10/00Physical treatment of artificial filaments or the like during manufacture, i.e. during a continuous production process before the filaments have been collected
    • D01D10/04Supporting filaments or the like during their treatment
    • D01D10/0436Supporting filaments or the like during their treatment while in continuous movement

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Umlenkvorrichtung Bei derUmlenkung bzw. demTransport laufender, insbesondere nasser und ungedrehter Fadenbündel durch rotierende Walzen u. dgl., die von dem laufenden Faden nur teilweise umschlungen sind, treten oft Schwierigkeiten durch Abspleißen und Aufwickeln von Kapillarfäden auf. Hat ein derartiges Aufwickeln erst einmal begonnen, so steigert sich die aufgewickelte Fadenmenge durch Mitnahme weiterer Kapillarfäden rasch so weit, daß der ganze Faden reißt und sich auf die Walze aufwickelt, wodurch iiaturgerriäß unerwünschte Unterbrechungen des Fertigungsganges bedingt sind, ein Ausbeutev erlust entsteht und auch die Oualität des Fertigproduktes beeinträchtigt wird. Außerdem ist die Entfernung der aufgewickelten Fadenringe bei laufendem Betrieb nicht einfach und mit Unfallgefahr verbunden. Schließlich können, soweit die Walzen nicht massiv sind, z. B. sogenannte Stabtrommeln, durch die Summierung der Spannung der einzelnen Fadenlagen bleibendeBeschädigungen der Walzen eintreten.
  • Vorliegende Umlenkvorrichtung gestattet, diese Nachteile zu vermeiden. Sie bezweckt die sofortige bzw. fortlaufende Entfernung einmal aufgewickelter Kapillarfäden aus dem Bereich des Fadens, wodurch die Adhäsionswirkung dem "Faden gegenüber, die die sprunghafte Steigerung der aufgewickelten Fadenmenge bewirkt, fortfällt. Sie bedient sich zu diesem Zweck gewisser, als solcher bekannter Vorrichtungen., welche dem Faden neben der tangential.en Bewegung .eine seitliche Verschiebung erteilen. Der ursprüngliche Zweck derartiger, auch unter der Bezeichnung Kontinuehaspel bekanntgewordener Vorrichtungen ist der, laufende Fäden in Form von Schraubenwindungen fortzuleiten, um so auf der Oberfläche der walzen oder haspelartigen Vorrichtung eine große Fadenlänge unterzubringen und die Fäden auf dieser Strecke dann chemischen Nachbehandlungsoperationen . oder auch einer Trocknung zu unterziehen. Bei der vorliegenden Vorrichtung hingegen dient die haspelartige Ausbildung lediglich zur Umlenkung bzw. zum Weitertransport des Fadens in tangentialer Richtung, wobei die Umschlingung höchstens einem Trommelumfang entsprechen soll. Eine chemische Behandlung oder Trocknung des Fadens während dieser Umlenkung ist nicht beabsichtigt. Der geringe seitliche Verschub ist für den Faden selbst ohne Bedeutung. Der eigentliche Zweck dieses Vorschubs ist vielmehr, .die aufgelaufenen Ringe von Kapillarfäiden sofort aus dem Bereich des laufenden Fadens zu entfernen.
  • Als Kontinuehaspel können . z..B, Haspel verwendet werden, bei denen die Holme aus wandernden Seilen bzw. Bändern bestehen (vgl. Patentschrift 415 479) oder Stabtrommeln, bei denen z. B. jeder zweite Holm im Laufe ider Umdrehung über die benachbarten Holme hinaustritt und dabei gleichzeitig eine seitliche Bewegung ausführt (vgl. Patentschrift 236 584).
  • Die zur Seite verschobenen Aufläuferringe sammeln sich am Ende der Trommel bzw. des Haspels und'können dort in größeren Zeitabständen entfernt werden. Zweckmäßig ist es, dort eine Vorrichtung anzubringen, die die angesammelten Aufläuferringe selbsttätig entfernt. Eine solche Vorrichtung kann erfindungsgemäß aus einem seitlich des laufenden Fadens angebrachten, mit der Trommel rotierenden, mit einer schrägen Schneiäkante zwischen den Stäben oder Holmen herausragenden, fest auf der Trommelachse befestigten: Messer, welches seine Schneidwirkung unter der Wirkung, des seitlichen Vorschubs der Fadenmasse entfaltet oder aus an @derselben Stelle angebrachten, langsam rotierenden Messern. bestehen, welche mit ihrer zweckmäßig hakenförmig nach innen gebogenen Schneide die Stab- bzw. Holmzwischenräume von innen her durchdringen und entgegen .der Wanderrichtung der Aufläufer rotieren. .
  • Abb. i, zeigt eine Umlenkvorrichtung nach der Erfindung, bestehend aus einem Haspel, dessen aus biegsamem Material hergestellte Holme über Rollen seitlich verschoben werden. Die Welle i des Haspels trägt Haltevorrichtungen 2 mit Rollen 3, auf welche endlose Seile oder Riemen 4 aufgezogen sind.. Diese endlosen Seile stellen die Holme des Haspels dar. Der Haspel dient zur Umlenkung bzw. zum Weitertransport der laufenden Fäden oder Spinnkabel 6 und 7. (Die Zahl dieser Fäden kann. natürlich beliebdg -sein.) Die Fäden umschlingen den Hiaspel im vorliegenden. Fall um etwa iSo°, wie aus der Abb.2 hervorgeht. Durch eine Zahnradübertragung 5 (Abt. i) werden nun die Rollen mit den Seilen in langsame Umdrehung versetzt, so :daß die Seilholme einen seitlichen Vorschub erhalten, dessen Richtung in der Abbildung angedeutet ist. Wenn nun aus den Fäden 6.und 7 einzelne KapillarfäUen sieh abspalten und auf .den Seilhaspel aufwickeln, so werden diese aufgewickelten Fadenringe durch den seitlichen Vorschub nach der Seite entfernt mit dem Erfolg, daß das Aufwickeln weiterer Fadenmassen nunmehr aufhört und es auf jeden Fall nicht zum Bruch des ganzen Fadens kommen kann. Die seitlich entfernten Fadenringe wandern bis zum Ende des Seiltrums und werden dort durch das der Wanderrichtung entgegengesetzt rotierende Messer 8 erfaßt und abgeschnitten, worauf sie, falls sie nicht von selbst .abfallen, durch die rotierende Bürste 9 abgestreift werden.
  • Abb. 2 zeigt dieselbe Vorrichtung in der Seitenansicht. Hier sind, soweit die Teile sichtbar sind, dieselben Bezugsziffern wie in Abb. i verwendet. In Abb. 3, 4 und 5 ist eine Vorrichtung wiedergegeben, bei der der gleiche Effekt durch eine aus Stäben ioa und iob zusammengesetzte Trommel erreicht wird, von denen die beweglichen, iob, während der Umdrehung über die feststehenden, ioa, herausgehoben werden, wobei die Stäbe i.ob gleichzeitig eine seitliche Verschiebung erfahren. Die Trommel besteht aus zwei -Gruppen von Stäben, die sich abwechseln. Die eine Stabgruppe ioa ist fest an den Scheiben iu befestigt, während die zweite aus beweglichen. Stäben iob besteht, die lose durch die radialen Schlitze itz der festen Kopfscheiben -iii- geführt sind und eine Bewegung radial zur Trommel und parallel zur Trommelachse durch zwei Kurvenscheiben 13 erhalten, ,die Kurvenrinnen, 14 (Abb. 4) tragen. Durch die Trommelwelle 15 wird der Stabkorb in Umdrehung versetzt, so daß er die zu transportiern@den bzw. umzulenkenden laufenden Fäden 1.6, 17, 18 weiterbefördert. Dadurch, daß jeder zweite Stab der Trommel unter Wirkung der in Abb.4 bzw. 5 gezeigten Verschiebeorgane vorübergehend aus dem Trommelumfang heraustritt und hierbei eine seitliche Bewegung in Pfeilrichtung ausführt, werden von .den Fäden; i6 bis 18 abgesplissene Kapillarfäden nach der Seite transportiert und sammeln sich in!Form eines Ringes an dem schräg herausragenden Messer i9, durch das sie zerschnitten werden. Wenn sie sodann nicht von selbst abfallen, sorgt die Bürste 2-o für Entfernung der Fadenabfälle.
  • Die Erfindung soll nicht auf .die beiden beschriebenen Ausführungsformen, deren Elemente, soweit sie einen @seitlichen Fadenvenschub bezwecken, im übrigen bereits bekannt sind, beschränkt sein. Vielmehr kanntder beabsichtigte Zweck der fortlaufenden Entfernung von :abgespaltenen Fäden unter Verwendung jeder auch als sogeniannter Kontinuehaspel brauchbaren Vorrichtung, d. h. einer rotierenden Trommel, welche dem umschlungenen Faden einen geringen seitlichen Verschub erteilt, erreicht werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: it. Umlenkvorrichtung für zum Abspleißen von Kapillarfäden neigende künstliche Fadenbündel, dadurch gekennzeichnet, daß sie zwecks Wegführung gerissener und aufgewickelter Kapillarfäden aus einer haspelähnlichen Vorrichtung besteht, bei der durch seitliche Bewegung der Holme,den Fäden ein Vorschub in Richtung der Achse erteilt wird.
  2. 2. Umlenkvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ausbildung derselben als Seilhaspel an ihrem Ablaufende ein Messer angebracht ist, dessen Schneidkante über die Seile und schräg zu diesen hinausragt.
  3. 3. Umlen.kvorrichtun.g nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ausbildung derselben als Stabtrommel an ihrem Ablaufende ein oder mehrere Messer angebracht sind, die durch die Stabzwischenräume hindurchtreten, entgegen der Richtung des Fadenlaufes umlaufen und ztveckmäßig hakenförmig gebogen sind.
DEF2948D 1944-04-30 1944-04-30 Umlenkvorrichtung Expired DE862340C (de)

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DEF2948D DE862340C (de) 1944-04-30 1944-04-30 Umlenkvorrichtung

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DEF2948D DE862340C (de) 1944-04-30 1944-04-30 Umlenkvorrichtung

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DE862340C true DE862340C (de) 1953-01-08

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DEF2948D Expired DE862340C (de) 1944-04-30 1944-04-30 Umlenkvorrichtung

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DE (1) DE862340C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1129254B (de) * 1957-04-17 1962-05-10 Bayer Ag Vorrichtung zur Verhuetung von Fadenwicklern bei einer Umlenkwalze

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1129254B (de) * 1957-04-17 1962-05-10 Bayer Ag Vorrichtung zur Verhuetung von Fadenwicklern bei einer Umlenkwalze

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