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Ophthalmometer
Nach dem Stand der Technik sind Ophthalmometer derart
ausgebildet, daß das gesamte Gerät, bestehend aus beleuchteten Meßmarken und Meßmikroskop,
um die optische Achse drehbar ist. Nach der Messung geschieht die Ablesung der Zylinderwerte
des Astigmatismus meist im Okular, die Ablesung der Achsenlage jedoch immer außerhalb
des Meßmikroskops an einer um das Gerät - herumlaufenden Gradeinteilung. Nachteilig
ist dabei, daß Augen- und Kopfhaltung bei der Ablesung der Achslagen verstellt werden
müssen, wodurch sich die Messung verzögert.
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Die Erfindung hat ein Ophthalmometer zum Gegenstand, bei welchem
die Ablesung der Zylinderwerte des Astigmatismus und dessen Achslage im Okular des
Gerätes mit einem Blick möglich ist (Innenablesung). Dies wird dadurch erreicht,
daß das Meßmikroskop aus zwei Teilen besteht.
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Dabei ist der rückwärtige Teil des Meßmikrosliops fest mit dem Stativ
verbunden, während der vordere Teil in diesem drehbar gelagert ist. Diese Anordnung
bezweckt den Eihban einer im Blickfeld des Okulars erscheinenden Winkelablesevorrichtung,
deren einer Teil, vorwiegend der Zeiger, mit dem Okular oder auch nur mit der Augenlinse
desselben fest steht, während der andere Teil der Winkelablesevorrichtung ~ vorwiegend
die Gradbogeneinteilung zusammen mit dem übrigen Gerät vor dem Zeiger drehbar ist.
Die Gradbogeneinteilung kann auf einer gesonderten Strichplatte vor dem Okular angebracht
oder aber auch auf der Feldlinse des Okulars aufgraviert sein, die in diesem Fall
sich mit dem Gerät mitdreht. Die Bildverdopplungsvorrichtung des Ophthalmometers
besteht
im Gegensatz zu den üblichen Ausführungen mit den teueren doppelbrechenden Kristallprismen
aus einem einfachen Bauelement, dessen Wirkungsprinzip an sich bei Ophthalmometern
anderer Prinzipien schon bekannt, aber- in einer derartig vereinfachten billigen
Ausführung noch nicht verwendet worden ist. Ferner besitzt das Gerät eine Vorrichtung,
bei der mittels einer Lampe drei verschiedene Zwecke erreicht werden: I. die Beleuchtung
einer an sich bekannten Fixiermarke im Innern des Gerätes, 2. die Beleuchtung der
Skalen auf den Gleitschienen der Meßmarkenlampen und 3. dient das gleiche Lämpchen
als Lichtquelle für eine neuartige Suchvorrichtung.
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Diese Erfindungsmerkmale sind auf Ophthal-. mometer aller Prinzipien
anwendbar.
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Als Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung ein Ophthalmometer nach
dem bekannten Javalschen Prinzip abgebildet, und zwar zeigt Fig. I einen Längsschnitt
durch das Ophthalmometer, Fig. 2 eine Draufsicht dazu, teilweise geschnitten, Fig.
3 eine Ansicht.von vorn, Fig. 4 eine schematische Abbildung der Prüfzeichen, wie
sie im Okular sichtbar sind, und Fig. 5 a, 5 b und 5 c verschiedene Prajektionsbilder
des Suchers.
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Das Ophthalmometer besteht aus dem feststehenden Rohr I mit Stativsäule
2 und dem in diesem drehbar gelagerten Rohr 3. An dem feststehenden Rohr I ist die
Augenlinse 4 des Okulars und der Zeiger 5 mit der Beleuchtungsvorrichtung, bestehend
aus einem gekapselten Lämpchen 6 und dem Lichtleitstab 7, angebracht. Das drehbare
Rohr 3 weist auf dieser Seite eine, die zum Okular gehörige Feldlinse 8 auf, welche
als Strichplatte für die Gradbogeneinstellung g (vgl. Fig. 4) ausgebildet ist. Auf
der anderen Rohrseite befindet sich ein Objektiv mit einer Bildverdopplungsvorrichtung.
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Sie besteht aus an einer oder mehreren vorzugsweise an ebenen Grenzflächen
des Objektivs 10 aufgekitteten oder zugeschliffenen - Prismen II, 12 solcher Art,
daß das Strahlbündel des Randgebietes des Objektivs nach der einen Seite und das
der Mittelzone nach der anderen Seite hin abgelenkt wird. Der Sucher gemäß der Erfindung
besteht aus einer mittels der Klappe I3 abblendbaren Glühlampe I4, deren Faden mittels
einer durch die optische Achse halbierten und außerdem zentral abgeblendeten Linse
15 im Auge des Patienten abgebildet wird. Das Bind des Glühfadens wird durch Verstellen
des Gerätes in das Auge des Patienten gebracht. Damit ist die Richtung des Gerätes
eingestellt. Die Entfernung des Gerätes geschieht durch Scharfeinstellung des Bildchens
vom Glühfaden, welches, je nachdem ob das Gerät zu nah oder zu weit steht, ein charakteristisches,
in Fig. 5 a oder 5 c angedeutetes Streubild ergibt. Die Glühlampe läßt sich leicht
so anordnen, daß ihr Licht zu gleicher Zeit für eine an sich bekannte Fixiervorrichtung
für den Untersuchten und eine Beleuchtung der Skalen für die Stellung der Meßmarkenlampen
verwendet wird.- Die Meßmarkenlampen und ihre Aufhängung entspricht denjenigen des
Ophthalmometers nach J a v a 1.
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PATENTANSPR0CHE: I. Ophthalmometer, gekennzeichnet durch eine im
Gesichtsfeld des Okulars sichtbare Winkelablesevorrichtung, bestehend aus einer
- Strichplatte mit Gradbogeneinteilung und einem Zeiger, wobei der eine Teil der
Winkelablesevorrichtung, vorwiegend der Zeiger, zusammen mit dem Okular oder mindestens
der Augenlinse desselben auf der Stativsäule fest steht, während der andere Teil
der Winkelablesevorrichtung, vorwiegend die Strichplatte, sich demgegenüber zusammen
mit dem übrigen Gerät dreht.