DE857790C - Verfahren zum Bleichen von natuerlichen oder kuenstlichen Harzen, einschliesslich synthetischer Fasern auf Kunstharzbasis, wie Fasern aus Polyamiden oder Celluloseesterkunstseide - Google Patents

Verfahren zum Bleichen von natuerlichen oder kuenstlichen Harzen, einschliesslich synthetischer Fasern auf Kunstharzbasis, wie Fasern aus Polyamiden oder Celluloseesterkunstseide

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DE857790C
DE857790C DES19699A DES0019699A DE857790C DE 857790 C DE857790 C DE 857790C DE S19699 A DES19699 A DE S19699A DE S0019699 A DES0019699 A DE S0019699A DE 857790 C DE857790 C DE 857790C
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chlorite
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Clifford A Hampel
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Societe dElectro Chimie dElectro Metallurgie et des Acieries Electriques Dugine SA SECEMAU
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Societe dElectro Chimie dElectro Metallurgie et des Acieries Electriques Dugine SA SECEMAU
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06LDRY-CLEANING, WASHING OR BLEACHING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR MADE-UP FIBROUS GOODS; BLEACHING LEATHER OR FURS
    • D06L4/00Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs
    • D06L4/20Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs using agents which contain halogen
    • D06L4/22Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs using agents which contain halogen using inorganic agents
    • D06L4/24Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs using agents which contain halogen using inorganic agents using chlorites or chlorine dioxide
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description

  • Verfahren zum Bleichen von natürlichen oder künstlichen Harzen, einschließlich synthetischer Fasern auf Kunstharzbasis, wie Fasern aus Polyamiden oder Celluloseesterkunstseide Die vorliegende Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Erzielung von Farbverbesserungen bzw. zum Bleichen von Harzen. Sie ist anwendbar auf die Behandlung von nätürlichen Harzen, beispielsweise Schellack, sowie von synthetischen Harzen bzw. Fasern auf Kunstharzbasis, beispielsweise Polyamide und Celluloseesterkunstseide.
  • Es sind bereits verschiedene Verfahren zum Bleichen bzw.zur Farbverbesserung von Harzen vorgeschlagen worden. Viele dieser Verfahren umfaßten die Anwendung von Chemikalien, welche die Neigung haben, das zu bleichende Material zu schädigen, oder sehr sorgfältige, kritische Überwachung erforderten, um eine solche Schädigung zu vermeiden.
  • Es wurde gefunden, daß Harze ohne wesentlichen Abbau oder die Gefahr schädlicher Beeinflussung ihrer gewünschten Eigenschaften wirksam und wirtschaftlich zu einem außergewöhnlich hohen Grade gebleicht werden können, indem das Harz der Einwirkung einer wässerigen Chloritlösung in Gegenwart eines Persulfats unterworfen wird, wobei die Lösung im wesentlichen alkalisch oder neutral gehalten wird.
  • Das Verfahren kann vorteilhaft auf Harze angewendet werden, die in alkalischen wässerigen Lösungen löslich sind, beispielsweise auf natürliche Harze, wie Schellack, indem das Harz in wässeriger Lösung behandelt wird. Jedoch können Harze, die in wässerigen Lösungen nicht leicht löslich sind, wie viele der synthetischen Fasern, in fester Form behandelt werden, beispielsweise in Form von Pulvern, Fasern, Geweben, Borsten, Platten, Bändern, Stäben, Rohren usw.
  • Bei der Behandlung von beispielsweise Schellack nach dem erfindungsgemäßen verbesserten Verfahren wird der zu bleichende Schellack der gleichzeitigen Einwirkung eines Chlorits und eines Persulfats in Gegenwart von Wasser ausgesetzt. Vorteilhaft wird der in wässeriger Lösung befindliche Schellack mit dem Chlorit und dem Persulfat vermischt, wobei der pH-Wert der Lösung während des Bleichvorganges im allgemeinen bei nicht unter etwa 7 gehalten wird.
  • Die Funktion des Persulfats in dem verbesserten Verfahren besteht in der Aktivierung des Chlorits und nicht in einer direkten Einwirkung auf das Harz selbst. Die so aktivierten Chlorite bzw. Reaktionsprodukte derselben sind in der Lage, das Bleichen des Harzes entweder in alkalischer oder im wesentlichen neutraler Umgebung zu bewirken.
  • Der Ausdruck Persulfat wird in der Beschreibung und in den Patentansprüchen benutzt, um ein Salz der Perschwefelsäure zu bezeichnen, d. h. HZ S208. Als besonders günstig wurde die Verwendung von Persulfat der Alkali- und Erdalkalimetalle, besonders Natriumpersulfat, Na2S208, und Kaliumpersulfat, h2 S208, festgestellt.
  • Für das erfindungsgemäße Verfahren sind diejenigen Chlorite geeignet, die in Wasser genügend löslich sind, um eine hinreichende Konzentration zur Bewirkung des gewünschten Bleicheffektes herbeizuführen. Ist der erforderliche Bleichgrad verhältnismäßig niedrig, so können Chlorite gebraucht werden, die weniger löslich sind. Für die meisten Zwecke sind jedoch die Chlorite der Alkali- und Erdalkalimetalle, wie Natriumchlorit, NaCIO2, und Calciumchlorit, Ca(CIO2)2, vorzuziehen.
  • Temperaturen und Konzentrationen sind gewöhnlich nicht kritisch und können über einen weiten Bereich variiert werden. Es wurde festgestellt, daß eine Erhöhung der Temperatur im allgemeinen eine Steigerung der Bleichgeschwindigkeit herbeiführt. Ebenso kann das Verhältnis von Chlorit zu Persulfat weitgehend variiert werden, jedoch sind die molaren Verhältnisse von Chlorit zu Persulfat von etwa 2 : 1 im allgemeinen geeignet.
  • Die optimalen Bedingungen in bezug auf Temperatur, Konzentration und Verhältnis von Chlorit zu Persulfat sind in beträchtlichem Maße gegenseitig abhängig und variieren mit dem jeweiligen zu bleichenden Material, dem geforderten Bleichgrad, der Behandlungsdauer und in gewissem Maße mit dem jeweils benutzten Chlorit und Persulfat.
  • Die für eine besondere Arbeitsweise am besten geeignete Temperatur hängt in beträchtlichem Maße von den Eigenschaften des behandelten Materials ab. Oft kann gewöhnliche Raumtemperatur mit Vorteil angewendet werden, aber erwünscht sind gewöhnlich höhere Temperaturen. Zu vermeiden sind Temperaturen, bei denen das behandelte Material unstabil oder schädlich beeinflußt wird. Beim Bleichen von Harzen, wie Schellack, Polyamid und Celluloseesterkunstseide, wurden Temperaturen um etwa 40° C mit besonderem Vorteil angewendet. Beim Bleichen von synthetischen Harzen kann es bisweilen erwünscht sein, höhere Temperaturen anzuwenden, etwa von 8o bis ioo °.
  • Obwohl die Wasserstoff ionenkonzentration der erfindungsgemäßen Bleichflotte über einen beträchtlichen Bereich variiert werden kann, ist eine entschieden saure Beschaffenheit der Lösung im allgemeinen zu vermeiden, wie bereits festgestellt. Der pH-Wert der Lösung ist im wesentlichen neutral zu halten, d. h. bei etwa PH 7 oder auf der alkalischen Seite. Oft kann mit Vorteil ein Puffer gebraucht werden, um den gewünschten pH-Wert aufrechtzuerhalten, wo das behandelte Material sauer reagiert oder wo die der Arbeitsweise eigenen Bedingungen ein Absinken des pH-Wertes der Lösung zu verursachen pflegen. Oft ist kein Puffer erforderlich.
  • Allgemein zufriedenstellende Ergebnisse wurden erzielt, wenn der PH-Wert der Lösung bei etwa 7 oder höher gehalten wurde, beispielsweise im Bereich von etwa 7 bis etwa ii. Während die Lösungen mit einem leicht unter 7 liegenden pH-Wert bei der Bleichung von Harzen mit saurer Reaktion benutzt werden können, ist ein im wesentlichen auf der sauren Seite liegender pH-Wert im allgemeinen zu vermeiden.
  • Als Puffer für den Zweck des erfindungsgemäßen Verfahrens eignen sich besonders Alkalimetallphosphate, beispielsweise Mononatrium- und Dinatriumorthophosphat, jedoch können auch andere Puffer mit Vorteil gebraucht werden. In Gegenwart dieser Phosphate wird der Verbrauch von Chlorit beim Bleichvorgang wesentlich reduziert. In einigen Fällen kann eine 5o°,loige Chloriteinsparung durch Anwendung dieser Phosphate in Verbindung mit den anderen Bestandteilen der oben beschriebenen erfindungsgemäßen Bleichlösung erzielt werden.
  • Während das erfindungsgemäße Verfahren besonders anwendbar ist auf die Behandlung von Harzen in wässerigen Lösungen oder in Form von Feststoffen, die in wässerige Lösungen eingetaucht oder darin suspendiert sind, so ist es ebenfalls vorteilhaft beim Bleichen von Harzen in geschmolzenem Zustand anzuwenden, wenn das Harz unter der Temperatur geschmolzen werden kann, bei der es durch die Hitze schädlich beeinflußt wird. Beispielsweise kann das entweder geschmolzene oder in wässeriger Lösung befindliche Harz mit dem Chlorit in Gegenwart von Wasser vermischt und danach das Persulfat zugesetzt werden, oder das Harz kann mit dem Persulfat in Gegenwart von Wasser vermischt und dann das Chlorit dieser Mischung beigegeben werden. Die erhaltene Mischung wird für genügend lange Zeit bei einer gewöhnlich zwischen Raumtemperatur und etwa ioo° liegenden Temperatur gehalten, um den gewünschten Bleicheffekt zu erzielen, wonach sie gekühlt und gefällt wird. An Stelle der getrennten Zugabe des Chlorits und Persulfats können beide Substanzen auch zusammen, beispielsweise in wässriger Lösung, zugesetzt werden.
  • Die Erfindung ist von besonderem Nutzen bei der Behandlung von synthetischen Materialien der Art, wie sie bei der Herstellung von Textilien gebraucht werden, beispielsweise Celluloseacetat, oft als Acetatkunstseide bezeichnet, und andere Celluloseester und thermoplastische Polyamide, wie sie beispielsweise erhalten werden, wenn ein Diamin und eine zweibasische Säure oder ein amidbildendes Derivat einer solchen Säure in äquimolaren Verhältnissen unter kondensierenden und polymerisierenden Bedingungen erhitzt werden, bis ein Produkt von hohem Molekulargewicht mit film- oder faserbildenden Eigenschaften erhalten wird.
  • Synthetische Fasern vom Polyamidtyp haben beispielsweise viele wertvolle Eigenschaften und sind von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung. Jedoch werden diese Produkte trotz umfassender Vorsichtsmaßregeln bei ihrer Herstellung im allgemeinen in einem verfärbten und nicht weißen Zustand erzeugt und haben oft eine bestimmte gelbe Färbung, die sie für manche Zwecke ungeeignet macht. Acetatkunstseiden sind ebenfalls von beträchtlicher Bedeutung und bei ihrer Erzeugung oft verfärbt.
  • Es wurden bereits verschiedene Methoden zum Bleichen dieser synthetischen Materialien vorgeschlagen; soweit jedoch bekannt, waren die bisher vorgeschlagenen Methoden nicht ganz zufriedenstellend, entweder weil sie die Anwendung einer sauren Behandlungslösung erforderten oder weil sie sehr sorgfältige, kritische Überwachung verlangten, um eine Schädigung des behandelten Materials zu vermeiden, oder weil sie aus anderen Gründen unangenehm waren.
  • Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren können diese synthetischen Materialien und besonders Acetatkunstseide und Polyamid, die in der Textilindustrie in großem Umfange gebraucht werden, ohne wesentlichen Abbau oder schädliche Beeinflussung ihrer erwünschten Eigenschaften wirksam und wirtschaftlich zu einem außergewöhnlich hohen Grade gebleicht werden.
  • In vorteilhafter `'eise werden die svnthetischen Fasern nach dem erfindungsgemäßen Verfahren der gleichzeitigen Einwirkung des Chlorits und des Persulfats in Wasser unterworfen. indem sie in fester Form, wie bereits erwähnt, in eine wässrige Lösung des Chlorits und des Persulfats eingetaucht werden.
  • Es wurde bereits vorgeschlagen, Polyamid durch Behandeln mit einer wässerigen Chloritlösung oder mit einer ein Hypochlorit enthaltenden basischen Chloritlösung zu bleichen. Ein solches Verfahren ist in der amerikanischen Patentschrift 2 260 367 beschrieben. Das erfindungsgemäße Verfahren stellt diesem Verfahren gegenüber insofern eine Verbesserung dar, als die Notwendigkeit der Verwendung einer sauren Behandlungslösung mit korrosiven Eigenschaften oder die alternative Verwendung einer Chloritlösung, welche ein Hypochlorit enthält, vermieden wird. Ferner kann der Vorgang beschleunigt werden durch die Anwendung erhöhter Temperaturen, die nicht erwiinscht sind, wenn Chlorit-Hypochlorit-Lösungen gebraucht werden. Textilien u. dgl., die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren behandelt werden, erleiden keinen wesentlichen Verlust an Zugfestigkeit.
  • Besonders bei der Behandlung der synthetischen Fasern muß die Chloritkonzentration in der Bleichflotte im allgemeinen verhältnismäßig niedrig gehalten werden, d. h. der Chloritgehalt soll nicht über das Äquivalent von 1o g verfügbarem Chlor pro Liter hinausgehen und vorzugsweise im Bereich von 0,5 bis 2 g pro Liter Behandlungslösung liegen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren sei an Hand der folgenden speziellen Beispiele seiner Anwendung auf die Behandlung verschiedener Arten von Harzmaterialien beschrieben und erläutert. Jedoch ist die Anwendungsmöglichkeit der Erfindung nicht auf das Bleichen der jeweiligen genannten Harze beschränkt.
  • Beispiel Z 118 Teile roher, rötlichbraun gefärbter Schellack wurden durch Kochen in 11,8 Teilen Soda und looo Teilen Wasser gelöst. Die Dauer des Kochens betrug 15 Minuten. Die Lösung wurde dann durch ein grobes Sieb gegeben, um Fremdstoffe zu entfernen. Zoo Teile dieser Lösung wurden mit 2o Teilen einer 50 g verfügbares Chlor pro Liter enthaltenden wässerigen Natriumchloritlösung und 2o Teilen einer 5o g Natriumpersulfat pro Liter enthaltenden wässerigen Natriumpersulfatlösung versetzt. Die zusammengesetzte Lösung wurde 1 Stunde bei einer Temperatur von 40° stehengelassen. Der pH-Wert der Lösung, der zu Beginn dieser Zeit 8,1 betrug, war am Ende der Zeit auf 6,85 gefallen. Danach wurde der Schellack durch Verdünnen auf etwa 8 Volumina mit Wasser bei 70° und Säuerung mit 501;/, H2 SO,, gefällt, bis die Mischung auf Lackmus gerade sauer reagierte. Der gefällte Schellack wurde gefiltert, gewaschen und auf Schalen ausgebreitet, um bei einer Temperatur von etwa 4o bis 45° zu trocknen. Der erhaltene Schellack hatte eine sehr angenehme helle Cremefarbe.
  • Zur Prüfung wurde der Schellack mit der gleichen Konzentration von Natriumpersulfat und von Natriumchlorit allein behandelt. Das letztere bleichte den Schellack nur leicht, während das Persulfat keine Bleichwirkung hervorrief.
  • Beispiel 2 Eine io-g-Probe eines Acetatkunstseidegewebes wurde 2 Stunden in 200 ccm einer wässerigen Lösung von 40° getaucht, die 0,4 g verfügbares Chlor als Natriumchlorit und 0,4 g Natriumpersulfat enthielt und einen pH-Wert von etwa 8 hatte. Danach wurde das Gewebe herausgenommen, gespült und getrocknet. Die Helligkeit des Gewebes war erheblich verbessert ohne Schädigung des Gewebes.
  • Beispiel 3 Eine io-g-Probe eines Polyamidgewebes wurde in eine Mischung von 13,2 ccm einer wässerigen Natriumchloritlösung getaucht, die 75,5 g verfügbares Chlor pro Liter, 1o ccm einer PH -7-Pufferlösung und 2,5 ccm einer 2o g Persulfatsalz enthaltenden Natriumpersttlfatlösung enthielt. Die Temperatur der Lösung wurde 2 Stunden bei 40° gehalten und danach das Polyamidgewebe aus der Lösung herausgenommen. Es wurde festgestellt, daß ein sehr deutlicher Bleicheffekt erzielt war.
  • Beispiel 4 Eine io-g-Probe Äthylcellulose in Form eines Pulvers wurde einer Mischung von 13,2 ccm einer 75,5 g verfügbares Chlor pro Liter enthaltenden Natriumchloritlösung, io ccm einer und 2,5 ccm einer 2o g Persulfatsalz pro Liter enthaltenden wässerigen Natriumpersulfatlösung zugesetzt. Die Temperatur der Lösung wurde 2 Stunden bei 40° gehalten, wonach eine sehr deutliche Bleichung der Probe erzielt wurde.
  • In der technischen Praxis ist das erfindungsgemäße Verfahren auf jede chargenweise oder kontinuierliche Arbeitsweise anwendbar.
  • Durch das verbesserte Verfahren kann somit ein hoher Bleichgrad unter wirtschaftlichem Zeit- und Chemikalienaufwand unter Vermeidung schädlicher Beeinflussung des behandelten Materials und ohne die Notwendigkeit kritischer Kontrolle von Zeit, Temperatur und Konzentration erzielt werden. Über die Verbesserung der Farbe hinaus wurde oft festgestellt, daß synthetische Materialien, die zur Textilherstellung benutzt wurden und nach dem erfindungsgemäßen Verfahren behandelt waren, eine Verbesserung in bezug auf ihre Farbempfänglichkeit aufwiesen. Dies ist besonders bemerkenswert bei synthetischen Materialien des Polyamidtyps, die im allgemeinen nicht in ausreichendem Maße der Färbung zugänglich sind.

Claims (3)

  1. PATENTA\SPRLCHE: i. Verfahren zum Bleichen von natürlichen oder künstlichen Harzen einschließlich synthetischer Fasern auf Kunstharzbasis, wie Fasern aus Polyamiden oder Celluloseesterkunstseide, dadurch gekennzeichnet, daß die Harze mit einer nicht sauren wässerigen Lösung eines Chlorits, insbesondere eines Alkali- und bzw. oder Erdalkalichlorits und eines Persulfats, vorzugsweise eines Alkalipersulfats, bebehandelt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem pH-Wert von etwa 7 bis ii gebleicht wird, der vorzugsweise durch Alkaliphosphatpuffer eingestellt wird.
  3. 3. Verfahren nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bleichflotte o;5 bis 2 g verfügbares Chlor je Liter enthält.
DES19699A 1944-06-16 1950-09-28 Verfahren zum Bleichen von natuerlichen oder kuenstlichen Harzen, einschliesslich synthetischer Fasern auf Kunstharzbasis, wie Fasern aus Polyamiden oder Celluloseesterkunstseide Expired DE857790C (de)

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