DE856131C - Vorrichtung zum Zuschneiden von Stoffen - Google Patents

Vorrichtung zum Zuschneiden von Stoffen

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DE856131C
DE856131C DEB419A DEB0000419A DE856131C DE 856131 C DE856131 C DE 856131C DE B419 A DEB419 A DE B419A DE B0000419 A DEB0000419 A DE B0000419A DE 856131 C DE856131 C DE 856131C
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DE
Germany
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blade
holder
cutting
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fabric
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Expired
Application number
DEB419A
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English (en)
Inventor
Karl Brand
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B26HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
    • B26BHAND-HELD CUTTING TOOLS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B26B5/00Hand knives with one or more detachable blades
    • B26B5/006Hand knives with one or more detachable blades specially adapted for using razor blades as blades

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Zuschneiden von Stoffen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zuschneiden von Stoffen, bei welcher eine auswechselbare Klinge auf einem Fuß angeordnet ist, der unter dem zu schneidenden Stoff hinweggleitet, von der Art, wie sie von den Schneidern oder Zuschneidern bei der Herstellung von Kleidungsstücken benutzt wird. Sie kann jedoch auch in allen anderen Fällen verwendet werden, in denen es sich darum handelt, Stoffe oder stoffähnliche Material nach vorgezeichneten Linien zuzuschneiden.
  • Die bekannten Zuschneidevorrichtungen der vorgenannten Art bestehen aus rotierenden Stahlmessern, die entweder eine runde oder eine quadratische Form besitzen und von einem Elektromotor angetrieben werden. Die Messer sind ohne besondere Führung frei angeordnet, so daß sie eine genügende Stärke aufweisen müssen, um eine ausreichende Standfestigkeit beim Schneiden zu besitzen. Auch muß der Durchmesser dieser Messer aus den gleichen Gründen verhältnismäßig groß sein. Im ganzen handelt es sich daher bei den bekannten Zuschneidevorrichtungen um verhältnismäßig schwere und teuere Apparate, die insbesondere zum Zuschneiden von Stoffen feinerer Beschaffenheit, die nur in einer Schicht vorliegen, nicht geeignet sind.
  • Ziel der Erfindung ist, hier Abhilfe zu schaffen. Gemäß der Erfindung dient bei der neuen Zuschneidevorrichtung als auswechselbare Klinge eine solche von verhältnismäßig geringer Stärke, z. B. eine Rasierklinge, die in einem Halter eingeklemmt ist. Dadurch, daß die Klinge bei der neuen Vorrichtung in einem Halter aufgenommen wird und eine verhältnismäßig geringe Stärke aufweist, ist es möglich, Gewicht und Gesamtausdehnung der Vorrichtung verhältnismä&ig klein zu halten. Auch ist es möglich, mit einer solchen Vorrichtung feine Stoffe in einfachen Lagen zuzuschneiden.
  • Zweckmäßig ist die Klinge auch noch in einem ini Fuß der Vorrichtung vorgesehenen Schlitz beiderseitig geführt. Hierdurch wird die Standfestigkeit der Klinge weiter erhöht. Es hat sich gezeigt, daß es weiterhin zweckmäßig ist, daß die Schneide der Klinge gegen die Horizontale vorzugsweise etwa 45° geneigt ist, wobei der Scheitel des Neigungswinkels der Schnittrichtung abgewandt ist.
  • Gemäß weiterer Erfindung kann der die Klinge enthaltende Halter schwenkbar gelagert und mit einem Elektromagneten oder einem Elektromotor derart gekuppelt sein, daß er von diesem in eine schwingende Bewegung versetzt wird. Der Halter kann mit der Klinge auch derart drehbar gelagert und mit einem Elektromotor derart gekuppelt sein, daß der Klinge eine rotierende Bewegung erteilt wird. Dadurch, daß die Klinge auf diese Weise eine selbständige Schnittbewegung ausführt, wird die Wirksamkeit der Vorrichtung wesentlich erhöht.
  • In der Zeichnung sind vier Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigt Abb. i. eine Zuschneidevorrichtung gemäß der Erfindung mit ruhender Klinge in einer Seitenansicht, Abb.2 dieselbe Vorrichtung in einer Draufsicht, Abb. 3 dieselbe Vorrichtung wiederum von oben gesehen, in einem Schnitt gemäß der Linie A-B der Abb. i, Abb.4 eine Vorrichtung gemäß der Erfindung, bei der die Klinge durch einen Elektromagneten angetrieben wird, in einer Seitenansicht, Abb.5 eine Vorrichtung gemäß der Erfindung, bei der die Klinge von einem Elektromotor in eine schwingende Bewegung versetzt wird, wiederum in einer Seitenansicht und Abb. 6 eine Vorrichtung, bei der die Klinge durch einen Elektromotor in eine rotierende Bewegung versetzt wird, ebenfalls in einer Seitenansicht.
  • Bei der Vorrichtung nach den Abb. i bis 3 ist die auswechselbare Klinge i, die z. B. aus einer gebrauchten Rasierklinge bestehen kann, zwischen einer feststehenden Wand 2 und einer abklappbaren Wand 3 eingelegt. Die abklappbare Wand 3 ist mit Scharnierstiften 4 in entsprechenden Öffnungen 5 gelagert, die sich in dem aus dem Fuß 6 herausragenden Sockel 7 befinden. Der Fuß 6 ist lang und schlittenartig ausgebildet und ragt in der Schnittrichtung um ein wesentliches Stück über das Messer hervor. Die Innenflächen der Wände 2 und 3 sind derart gewölbt, daß die Klinge beim Andrücken der abklappbaren Wand 3 gespannt wird.
  • Der Handgriff 8 ist an einem Verbindungsstück 9 befestigt, mit dem er gemeinsam um den Schaft der Schraube io geschwenkt werden kann. Auf der anderen Seite des Verbindungsstückes 9 ist die federnde Platte i i befestigt. Diese weist eine Öffnung 12 auf, mit der sie in der waagerechten Betriebslage des Handgriffes 8 in einen Stift 13 einratet. Der Stift 13 ist an der feststehenden Wand 2 befestigt und stellt gleichzeitig einen der Aufnahmestifte für die Klinge dar. Er ragt durch eine entsprechende Öffnung in der abklappbaren Wand 3 hindurch.
  • An dem Fuß 6 ist eine Feder 1 4 befestigt, die eine Führungsplatte 15 trägt, über welche der zu zerschneidende Stoff auf die Klinge i zuläuft. Oberhalb der Feder 1:f und der 1# ühritngsplatte 1,5 ist eine weitere Feder 16 angeordnet, die zum Niederhalten und Andrücken des zuzuschneidenden Stoffes dient. Die Niederlialtefeder 16 ist an ihrem vorderen Ende gegenüber der Führungsfeder 1.4 derart abgebogen, daß ein keilförmiger Einlauf für den Stoff zustande kommt. Die Feder 14 besteht zweckmäßig aus zwei entsprechend gebogenen Klaviersaitendrähten, deren untere Enden in entsprechenden Nuten 17 unterhalb des Fußes 6 befestigt sind. Die N iederhaltefeder 16 wird zweckmäßig durch die obere Verlängerung der wiederum entsprechend gebogenen Drähte gebildet. Unterhalb der Führungsfeder 14 ist auf dem Fuß 6 eine Stutze i8 angebracht, auf die sich die Feder 14 beim Zuschneiden schwerer Stoffe auflegt.
  • Die Wirkungsweise der neuen Vorrichtung ist folgende: Wenn der Benutzer finit Hilfe des Handgriffes 8 die Zuschneidevorrichtung unter sicherer Führung durch den Fuß 6 auf die Stoffkante zubewegt, läuft diese über die Führungsfeder 14 und die Führungsplatte 15 unter die N iederhaltefeder 16 ein. Die Führungsplatte 1.5 verhindert hierbei, daß der Stoff etwa zwischen den beiden Drahtfedern 14 eingeklemmt wird. Durch die N iederhaltefeder 16 wird der Stoff beim Schneiden glatt gehalten und an die Führungsplatte i ,# angedrückt, wobei sich die Feder 16 verschiedenen Stoffdicken ohne weiteres anpassen kann. Während des eigentlichen Schneidvorganges, vollführen die federnden Glieder 14, 15 und 16 zusammen mit dem zwischen ihnen hindurchlaufenden Stoff eine verhältnismäßig schnelle Schwingbewegung, was zur Herbeiführung einer einwandfreien Schneidwirkung der stillstehenden Klinge i von besonderer Bedeutung ist. Wenn ein verhältnismäßig schwerer Stoff zugeschnitten wird, legt sich die Führungsfeder 14 auf die Stütze 18 auf, so daß nunmehr nur noch das oberhalb der Stütze 18 befindliche Federende mit dem Stoff zusammen die Schwingbewegungen ausführt. Für die Schneidwirkung ist weiterhin wichtig, daß die Klinge i durch die Wölbung der Auflage- und Andruckfläche unter entsprechender Spannung steht. Uni die Rasierklinge i auszuwechseln, wird der Handgriff 8 aus der waagerechten Betriebslage um i$o° geschwenkt, so daß die Federplatte i i aus dem Bereich der abklappbaren Wand 3 verschwindet und die Öffnung 12 mit dem Stift 13 außer Eingriff kommt. Sodann wird die Wand 3 heruntergeklappt und die auszuwechselnde Klinge i entfernt. Nachdem die neue Klinge eingelegt wurde, wird durch Heraufklappen der Wand 3 und Einschwenken des Handgriffes 8 in die Betriebslage die Betriebsbereitschaft der Zuschneidevorrichtung wieder hergestellt. Bei der Zuschneidevorrichtung nach Abb.4 ist der die Klinge i enthaltende Halter i9 über einen Hebel 20 mit dem Anker 21 eines Elektromagneten 22 gekuppelt, der aus dem Wechselstromnetz gespeist wird. Der Anker 21 ist bei 23 schwenkbar gelagert und wird, nachdem er durch den Elektroinagneten 22 angezogen worden ist, durch die Druckfeder 24 wieder in die Ruhelage zurückbewegt. Wenn der Elektromagnet 22 unter Spannung gesetzt wird, vollführt der Anker 21 daher Schwingbewegungen, deren Zahl in der Zeiteinheit derjenigen der Phasen des Wechselstroms entspricht. Die Schwingbewegung wird über den Hebel 20 und den Halter i9 auf die Klinge i übertragen.
  • Bei der Zuschneidevorrichtung nach Abb. 5 ist auf dem Fuß 6 ein Elektromotor 25 befestigt, der über einen Exzenter 26 einen Hebel 27 in schwinlyende Bewegungen versetzt, der bei 28 an der Strebe 29 des Fußes 6 drehbar gelagert ist. Der Hebel 27 nimmt an seinem freien Ende die Klinge i auf und versetzt daher auch diese in eine schwingende Bewegung.
  • Bei der Zuschneidevorrichtung nach Abb.6 ist der Elektromotor 25 über eine Welle 30 und ein Schneckengetriebe 31 mit einer Achse 32 gekuppelt, auf der der Halter i9 der Klinge i befestigt ist. In diesem Falle wird der Klinge i daher eine rotierende Bewegung erteilt.
  • Bei allen in Abb. 4 bis 6 dargestellten Zuschneidevorrichtungen ist die Klinge i in einem im Fuß 6 vorgesehenen Schlitz 33 beiderseitig geführt.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Zuschneiden von Stoffen, bei welcher eine auswechselbare Klinge auf einem Fuß angeordnet ist, der unter dem zu schneidenden Stoff hinweggleitet, dadurch gekennzeichnet, daß als Klinge eine solche von verhältnismäßig geringer Stärke, z. B. eine Rasierklinge, dient, die in einem Halter eingeklemmt ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Klinge in einem im Fuß vorgesehenen Schlitz beiderseitig geführt ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneide der Klinge gegen die Horizontale vorzugsweise um etwa 45° geneigt ist, wobei der Scheitel des Neigungswinkels der Schnittrichtung abgewandt ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine federnde Führung für den Stoff.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die federnde Führung an dem Fuß befestigt ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Klinge hinter eine abklappbare Wand des Halters eingelegt wird.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Handgriff an dem Halter gelenkig befestigt ist und in der Betriebslage zum Andrücken der abklappbaren Wand für die Klinge dient. B.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Handgriff eine das Andrücken bewirkende federnde Platte verbunden ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die federnde Platte mit einer Öffnung versehen ist, die in der Betriebslage in einen an dem Halter für die Klinge befestigten Stift einrastet. 1o. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der die Klinge enthaltende Halter schwenkbar gelagert und mit einem Elektromagneten oder einem Elektromotor derart gekuppelt ist, daß er von diesem in eine schwingende Bewegung versetzt wird. i i. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der die Klinge enthaltende Halter. drehbar gelagert und mit einem Elektromotor derart gekuppelt ist, daß er von diesem in eine rotierende Bewegung versetzt wird.
DEB419A 1949-11-01 1949-11-01 Vorrichtung zum Zuschneiden von Stoffen Expired DE856131C (de)

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