DE855437C - Verfahren zur Herstellung pulverfoermiger Anstrich- oder Bindemittel auf Basis von Magnesiumoxychloriden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung pulverfoermiger Anstrich- oder Bindemittel auf Basis von Magnesiumoxychloriden

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DE855437C
DE855437C DEM8002A DEM0008002A DE855437C DE 855437 C DE855437 C DE 855437C DE M8002 A DEM8002 A DE M8002A DE M0008002 A DEM0008002 A DE M0008002A DE 855437 C DE855437 C DE 855437C
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    • C04B28/32Magnesium oxychloride cements, e.g. Sorel cement
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Description

  • Verfahren zur Herstellung pulverförmiger Anstrich- oder Bindemittel auf Basis von Magnesiumoxychloriden Als feuerhemmende Tarnfarbe und als Feuerschutzfarbe hatten Anstrichmittel auf Magnesiumsorelbasis in der Zeit der Rohstoffknappheit eine breite Anwendung gefunden.
  • Ein großer, lästiger Nachteil, der die Übernahme solcher A1istrichmittel in normale Wirtschaftsverhältnisse sehr erschwerte, bestand darin, daß Magnesiumoxyd und Chlormagnesiumlauge jeweils mit den Zusätzen getrennt geliefert und erst kurz vor dem Gebrauch zusammengemischt werden mußten, wobei die Mischungen dann sehr oft schon in den Spritzapparaturen und Schläuchen erstarrten und diese wertlos machten.
  • Außerdem wurde auf diese Art viel Wasser unnütz transportiert und teure Emballagen benötigt. Schon friih hatte man versucht, einfach Magnesiumoxychlorid, oder was man infolge ähnlicher Zusammensetzung dafür hielt, für diese Zwecke als versandfähiges Pulver anzuwenden, nachdem nach der herrschenden Meinung Magiiesiumoxychloride (meist 3 M90 - M9C12 » 1 i H20 und ähnliche) die Grundlage der ,Verfestigung sein sollten (vgl. Patentschriften 221 461 und 382 5o9). Nur waren diese Produkte, wie sich erst viel später herausstellte, keine oder nur zum ganz geringen Teil Oxychloride, sondern nur adäquate Mischungen mit höchstens losen Komplexen.
  • P o n t o n i (Magnesiazement: Der Abbindevorgang »Baumarkt«, Leipzig, 1941) sieht neben dem nur wenig vorhandenen Oxychlorid und @lagnesiumhydrat als Träger der Zementierungsvorgänge mehr aktive Magnesiumoxydkerne an und V o u r -n a z o s (Angewandte Chemie 1940, Nr. 13/i4) allein das Kolloidale, durch Magnesiumchlorid herbeigeführte Magnesiahydratgel, während er die Bildung von Magnesiumoxychlorid durch bloße Vermischung von gebranntem Magnesit mit Chlormagnesiumlauge verneint.
  • Diese sogenannten Magnesiumoxychloridpulver sind stark hygroskopisch und konnten sich deshalb nicht bewähren. Andererseits hat das unten angeführte Verfahren den schlüssigen Beweis geliefert, daß tatsächlich Magnesiumoxychlorid (3 Mg 0 Mg C12 , 11 H20) leicht und nachdrücklich bei Wasserzusatz den Zementierungsvorgang bewirkt und ein dafür ausschlaggebender Faktor ist. Denn das vorliegende Verfahren arbeitet nur mit Magnesiumoxychlorid und Magnesiumoxyd im Überschuß, und zwar in der Form von verschiedenen Teilanhydriden, was für die Erklärung aber ohne Bedeutung ist, und erzielt Massen mit Eigenschaften, selbst in dünnem Anstrich, die auf keine andere Art der Magnesiazementherstellung erreicht werden. Die Teilanhydride werden erst wirksam, wenn genügend Wasser dazukommt.
  • Der technische Fortschritt des vorliegenden Verfahrens beruht auf der Verwendung von nur latent wirksamen Oxychloridteilanhydriden (z. B. 3 Mg O Mg C12 ' 2 H2 O), die nicht hygroskopisch und deshalb haltbar sind und auf Grund ihrer Herstellung in der Wärme die sichere Gewähr für wirkliche Oxychloridbildung geben. Hier hat V o u r n a z o s recht, weil gleich zusammengesetzte Mischungen aus den Komponenten mit nur ganz geringer Magnesiumoxychloridbildung in der späteren Anteigung und anderweitigen Zementierungsanregungen lange nicht die guten Resultate ergeben wie die Mittel nach vorliegendem Verfahren. Ein Über schuß von Magnesiumoxyd ist wie bei analogen Verfahren (Calciumsaccharat, Calciumoxychlorid) zur Vermeidung hydrolytischer Spaltungen bei Wasserzutritt, also bei Beregnung und Bewässerung empfehlenswert.
  • Auch wird nach vorliegendem Verfahren die Weißverfärbung, welche die Anwendung bei bunten Magnesiumsorelmassen fast ausschließt und die sehr oft auch bei Holzzement Anlaß zu Beanstandungen gibt, absolut vermieden, sei es nun, daß diese Weißverfärbung entsteht durch in den Poren an die Oberfläche transportiertes, in Magnesiumchlorid gelöstes Magnesiumoxyd, das sich dann in weißes, unlösliches Magnesiumhydroxyd verwandelt, welche Erklärung viel für sich hat, oder sei es auch durch basische Carbonatbildung. Die von anderer Seite ausgesprochene Ansicht, daß es sich bei der Weißverfärbung um ausgeschiedenes Magnesiumchlorid handelt, ist sehr unwahrscheinlich, weil die Weißverfärbung ja dann im Regen abgewaschen werden müßte.
  • Das nach vorliegendem Verfahren erhaltene Pulver eignet sich auch sehr gut für Kitte und für Holzzement, überhaupt füx alle Zwecke, bei denen sonst sogenannte Sorelmassen und Magnesiumzemente verarbeitet werden. Beispiele Während eine intensive Vermischung von Zoo Teilen Magnesiumoxyd mit ioo Teilen sogenanntem Sechsersalz (Mg C12 ' 6 H2 O) durch gewisse Teilreaktionen ein trockenes Pulver ergibt, gibt dieses Pulver in der Anteigung mit Wasser keine wischfesten Anstriche.
  • Wird diese Mischung aber in der Wärme bei 200° vorgenommen, so entsteht in Übereinstimmung mit den vorher zitierten Äußerungen der Wissenschaftler ein Pulver, (las zum größten Teil aus Magnesiumoxyclilori(iteilanhydriden besteht und nach der Anteigung einen absolut wischfesten Anstrich ergibt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung pulverförmiger Anstrich- oder Bindemittel auf Basis von Magnesiumoxychloriden, dadurch gekennzeichnet, daß in der Wärme herzustellende Magnesiumoxychloridteilanhydride (z. B. 3 Mg O Mg C12 * 2H2 O), überschüssiges Magnesiumoxyd und gegebenenfalls übliche Farb- oder sonstige bekannte pulverförmige Zusätze vermischt werden.
  2. 2. Verfahren zum Gebrauchsfertigmachen der Anstrich- oder Bindemittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die pulverförmigen Mittel mit Wasser oder mit verdünnter Harz-, Öl-, Kunstharz- oder Bitumenemulsion oder -dispersion oder wässerigen Weichmachern angemacht werden.
DEM8002A 1950-12-21 1950-12-21 Verfahren zur Herstellung pulverfoermiger Anstrich- oder Bindemittel auf Basis von Magnesiumoxychloriden Expired DE855437C (de)

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