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Bedachung für Tankstellen Bei Tankstellen, die sich auf dem Gehsteig
neben der Straße befinden, besteht das Bedürfnis nach einer Bedachung, die während
des Tankvorganges das tankende Fahrzeug bzw. die Bedienungspersonen (Tankwart und
Kunden) schützt, die aber den Straßenverkehr nicht dadurch stört, daß sie über die
Straße auslädt. Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Bedachung erfindungsgemäß mit
einem ausziehbaren Dachteil zum Schutze des tankenden Fahrzeuges und der Bedienungspersonen
versehen, vorzugsweise in Verbindung mit einer Vorrichtung, welche diesen Dachteil
nach Beendigung des Tankvorganges selbsttätig wieder einzieht. Fährt ein Fahrzeug
an der Tankstelle zum Tanken vor, so wird der bewegliche Dachteil in die ausgezogene
Stellung über das Fahrzeug gebracht; nach Beendigung des Tankvorganges kehrt er
in die Ruhelage selbsttätig zurück, so daß der Tankwart das Einziehen des Dachteiles
in diese Lage nicht vergessen kann. Die Auslösung der Einziehbewegung erfolgt in
Abhängigkeit von der Aufhängung des Tankschlauches an seinem Ruheort. Als Antriebskraft
zum Einziehen des Dachteiles dient ein Gewicht oder eine Feder. In diesem Falle
ist der Aufhängehaken des Tankschlauches als Halteklinke für den ausgezogenen gewichts-
oder federbelasteten Dachteil ausgebildet, derart, daB diese Klinke beim Einhängen
des Schlauches auslöst und den Dachteil der Wirkung der Rückholkraft (Feder oder
Gewicht) freigibt.
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Als Antrieb zum Einziehen des beweglichen Dachteiles kann aber auch
ein Elektromotor Verwendung finden. In diesem Falle ist der Aufhängehaken des Tankschlauches
als Schaltkontakt ausgebildet, der
beim Einhängen des Schlauches
den Stromkreis eines den. Dachteil einziehenden Elektromotors schließt. Das öffnen
dieses Stromkreises erfolgt zwangsläufig in dem Augenblick, in welchem der Dachteil
in die eingezogene Ruhelage zurückgegangen ist.
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Um zu verhindern, daß in unbewachten Zeitperioden, insbesondere also
während der Nacht, der bewegliche Dachteil von Unbefugten in die ausgezogene Stellung
übergeführt werden kann und iw dieser Stellung verbleibt, ist der in der verschließbaren
Tanksäule angeordnete Aufhängehaken für den Tankschlauch mit dem außerhalb angeordneten,
als Halteklinke ausgebildeten Aufhängehaken derart gekuppelt, das letzterer in Ruhelage
bleibt, solange ersterer von dem Tankschlauch belastet ist. Unter Ruhelage ist diejenige
Lage zu verstehen, in welcher die Klinke den beweglichen Dachteil in der ausgezogenen
Stellung nicht arretiert, so daß der Dachteil, wenn er in diese Stellung übergeführt
wurde, sofort wieder in die Ruhelage zurückkehrt.
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Die Figuren zeigen ein Ausführungsbeispiel, und zwar Fig. i die Bedachung
in Ruhelage, also bei eingezogenem beweglichen Dachteil, Fig. 2 die Bedachung in
Arbeitsstellung, also bei ausgezogenem beweglichen Dachteil.
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Auf einer Trägersäule i ruht ein flaches Dach 2, unter welchem sich
die Tanksäule 3 befindet. Unterhalb des ortsfesten Daches 2 ist ausziehbar ein zusätzlicher
beweglicher Dachteil 4 geführt, und zwar zweckmäßig mittels Laufrollen 5 in U-Schienen,
die einen Bestandteil des ortsfesten Dachgerüstes bilden. Am vorderen Ende des ausziehbaren
Dachteiles 4.greift ein Gelenkhebelgestänge 6, 7 an. Die Gelenkstange 6 ist bei
8 an den ausziehbaren Dachteil 4 angelenkt; die beiden Stangen 6 und 7 sind durch
ein Gelenk 9 miteinander verbunden; die Stange 7 ist bei io an der Trägersäule i
angelenkt. Mit der Gelenkstange 7 fest verbunden ist ein Hebel i i, der ein Belastungsgewicht
12 trägt. Letzteres ist zweckmäßig auf dem Arm i i verstellbar und feststellbar.
Die Verlängerung 7' der Stange 7 über die Anlenkachse 1o hinaus dient als Handgriff.
-Mit der Stange 7 fest verbunden ist ferner ein kürzerer Hebel 13, der mit einer
Halteklinke 14 in Wechselwirkung arbeitet. Letztere ist von dem Aufhängehaken 15
des Tankschlauches getragen. Der Aufhängehaken 15 steht unter dem Einfluß einer
nichtgezeichneten Feder oder Gewichtsbelastung, die den Aufhängehaken in der Stellung
hält, in welcher die Klinke 14 den Hebel 13 fängt (Fig. 2), wenn dieser aus der
Stellung der Fig. i in die Stellung der Fig. 2 verschwenkt wird. Diese Stellung
nimmt der Aufhängehaken 15 ein, wenn der Tankschlauch abgehängt ist.
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Die Arbeitsweise ist folgende: Fährt an der auf dem Gehsteig dicht
neben der Straße stehenden Tankstelle ein Fahrzeug vor, so bewegt der Tankwart den
ausziehbaren Dachteil 4 aus der Stellung der Fig. i in die Stellung der Fig. 2 dadurch,
daß er den Griff 7' faßt und, nachdem er den Tankschlauch aus dem Haken 15 genommen
hat; die Stange 7 um die Anlenkachse io entgegen dem Uhrzeigersinn so lange verschwenkt,
bis der Hebel 13 hinter die Klinke 14 einrastet (Stellung Fig. 2), wobei über die
Gelenkstange. 6 der Dachteil 4 ausgezogen wird und nunmehr das vorgefahrene Fahrzeug
und die Bedienungspersonen schützt. Ist der Tankvorgang beendet, so hängt der Tankwart
den Tankschlauch an dem Aufhängehaken 15 wieder ein, was bewirkt, daß dieser Haken
zusammen mit der Halteklinke 14 soweit entgegen dem Uhrzeigersinn aus der Stellung
der Fig. 2 ausschwenkt" daß die Klinke 14 den Hebel 13 freigibt und das Gewicht
12 aus der Stellung der Fig. 2 in die Stellung der Fig. i zurückschwenken kann,
wobei der ausziehbare Dachteil 4 aus der ausgezogenen Stellung in die eingezogene
Stellung (Fig. i) zurückgeht.
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In der absperrbaren Tanksäule 3 befindet sich ein Aufhängehaken 16
für den Tankschlauch. Dieser Aufhängehaken ist durch eine Gelenkstange 17 Mit der
Klinke 14 des außerhalb der Tanksäule 3 liegenden Aufhängehakens 15 derart gekuppelt,
daß, wenn der Tankschlauch auf dem Haken 16 liegt, die Klinke 14 eine Stellung einnimmt,
in der sie den Hebelarm 13 nicht hintergreifen kann. Der Zweck dieser Maßnahme ist,
zu verhindern, daß während unbewachter Zeitperioden, insbesondere während der Nacht,
der ausziehbare Dachteil 4 von Unbefugten in die ausgezogene Stellung übergeführt
werden kann und in dieser Stellung verbleibt. Die Teile 13, 14 und 17 sind zweckmäßig
in einem Gehäuse, für Unbefugte unzugänglich, gekapselt.
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An Stelle des Gewichtes 12 könnte auch eine die Einziehbewegung des
Dachteiles 4 bewerkstelligende Feder vorgesehen sein. Der Antrieb des beweglichen
Dachteiles .4 könnte aber auch elektromotorisch erfolgen, in der Weise, daß der
Aufhängehaken 15 als Schaltkontakt ausgebildet ist, der beim Aufhängen des Tankschlauches
den Stromkreis eines das Einziehen des Dachteiles 4 bewirkenden Elektromotors schließt.
Das Öffnen dieses Stromkreises erfolgt zwangsläufig nach Rückkehr des Dachteiles
4 in die Ruhelage.
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Bei dem gezeichneten und beschriebenen Ausführungsbeispiel wird der
Dachteil 4 von Hand ausgezogen. Auch diese Ausziehbewegung könnte elektromotorisch
stattfinden, etwa in der Weise, daß beim Abheben des Tankschlauches von dem Aufhängehaken
15 selbsttätig ein Kontakt im Stromkreis eines Elektromotors geschlossen wird, der,
wenn der bewegliche Dachteil 4 die ausgezogene Stellung erreicht hat, selbsttätig
wieder abgeschaltet wird.
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Die Endstellungen des ausziehbaren Dachteiles sind durch Pufferanschläge,
z. B. Gummipuffer, festgelegt.
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Der ausziehbare Dachteil kann auch an einem Gebäude angebracht sein.