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Lastwechselvorrichtung bei Fahrzeugbremsen, insbesondere Eisenbahnwagenbremsen
Durch das Patent 849 858 ist eine Lastwechselvorrichtung bei Fahrzeugbremsen, insbesondere
Eisenbahnwagenbremsen, unter Schutz gestellt worden, hei der der Lastwechsel aus
einem mit einem verschiebbaren Stützpunkt zusammenwirkenden Umkehrhebel zur Übertragung
der Bremskraft mit veränderlichem Übersetzungsverhältnis von dem Bremszylinder auf
den einen zweier zur Verteilung der Bremskraft auf die beiden Wagenenden dienender
Ausgleichhebel besteht und bei der die Teile dieses Lastwechsels zu einer Einheit
zusammengebaut sind, die auf ihrem Platz unten am Wagenuntergestell mittels eines
für den verschiebbaren Stützpunkt und den mit diesem-zusammenwirkenden Umkehrhebel
gemeinsamen Traggliedes befestigt ist, das als ein von dem Lastwechsel aus in Richtung
nach dem einen und dem anderen Wagenende verlängerter Träger ausgeführt ist und
das an der gegen das eine Wagenende gerichteten Verlängerung den Bremszylinder und
an der gegen das andere Wagenende gerichteten Verlängerung den, zu dem anderen Ausgleichhebel
(dem Festpunkthebel) gehörigen
Festpunkt trägt. Vorliegende Erfindung
bezieht sich auf diese Lastwechselvorrichtung und bezweckt gewisse Verbesserungen,
durch welche sich die Konstruktion vereinfachen läßt und welche die Auseinanderbau-und
Wiederzusammensetzungsarbeit verringern oder erleichtern, die bei Nachbesichtigung
und Ausbesserung, insbesondere hinsichtlich des Bremszylinders, erforderlich ist.
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Die Erfindung ist in einer Ausführungsform in den Zeichnungen dargestellt.
Es zeigt Fig. i einen waagerechten Längsschnitt durch die Lastwechselvorrichtung,
Fig.2 eine Seitenansicht derselben, Fig.3, 4, 5 und 6 in größerem Maßstabe eine
Einzelheit in waagerechtem Längsschnitt, in Seitenansicht, in Endansicht und in
senkrechtem Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 3.
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Für die verschiedenen Einzelheiten werden in größtmöglichem Umfange
dieselben Bezugszeichen verwendet wie für die entsprechenden Einzelheiten in den
Zeichnungen des Hauptpatentes, damit sie leicht mit dem verglichen werden können,
was aus dem Hauptpatent hervorgeht.
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In den Zeichnungen bezeichnet demnach i den verschiebbaren Stützpunkt
2 den mit diesem zusammenwirkenden Umkehrhebel, 3 den Bremszylinder, 4 und 5 die
beiden durch die Kupplungsstange 6 miteinander verbundenen Ausgleichhebel, 7 und
8 die von diesen gegen je eines der Wagenenden ausgehenden Bremszugstangen, 9 die
an dem einen Ende des Umkehrhebels angreifende Bremskolbenstange, io die das andere
Ende des Umkehrhebels mit dem einen Ausgleichhebel4 verbindende Stange sowie i i
und 12 die oberen und unteren Teile des den Umkehrhebel 2 und den für denselben
angeordneten verschiebbaren Stützpunkt i tragenden Trägers, der von dem eigentlichen
Lastwechsel aus, welcher von dem verschiebbaren Stützpunkt i und dem mit diesem
zusammenwirkenden Umkehrhebel 2 gebildet wird, in Richtung nach dem einen und dem
anderen Wagenende verlängert ist und auf seiner einen Seite an der gegen das eine
Wagenende gerichteten Verlängerung den Bremszylinder 3 und auf seiner anderen Seite
an der gegen das andere Wagenende gerichteten Verlängerung den zu dem Festpunkthebel5
gehörigen Festpunkt 16 trägt. Ferner bezeichnet 14 die zwischen die oberen und unteren
Trägerteile i i und 12 eingesetzte Querzwischenwand, welche die für den verschiebbaren
Stützpunkt i vorgesehene Führung bildet, die nach derjenigen Seite des Trägers,
auf welcher dieser den Bremszylinder 3 trägt, verlängert ist, während 15 den im
Träger vorgesehenen, quer durchlaufenden Raum für den Umkehrhebe12 und 24 die diesen
Raum auf der dem Bremszylinder 3 entgegengesetzten Seite des Trägers verschließende
Kappe bezeichnet.
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Erfindungsgemäß ist die Kappe 24, die den Raum 15 auf der mit dem
Bremszylinder 3 versehenen Seite des Trägers abschließt, auf dem Träger befestigt
und als Befestigungsorgan für den Bremszylinder 3 ausgebildet. Zu diesem Zweck ist
die Kappe 24 nach der gezeigten Ausführungsform an ihrem dem Bremszylinder 3 zugekehrten
Ende in Form einer als Anschlußflansch für den Bremszylinder dienenden Platte 5o
ausgebildet, gegen die der Zylinder 3 selbst, welcher vorzugsweise in Form eines
Topfes aus Blech gepreßt ist, mit seinem offenen Ende durch Bolzen 51 festgespannt
ist, die durch einen Flanschring 3a hindurchgehen. Die Platte 5o, die auf ihrer
dem Zylinder 3 zugekehrten Seite mit einem die Zentrierung des Zylinders erleichternden
Zentrierring 52, Falz od. dgl., versehen ist, hat ein paar Vorsprünge 53, die den
Träger i i, 12 gabelartig umgreifen, und ist an diesem durch Schweißen oder in einer
anderen zweckmäßigen Weise befestigt. Die Platte 5o ist zweckmäßig aus Blech und
ist an dem zweckmäßig ebenfalls aus Blech ausgeführten übrigen Teil der Kappe 24
festgeschweißt. Die Kappe 24 ist an dem der Platte 50 entgegengesetzten Ende durch
eine entsprechend ausgebildete Verlängerung 54 der Zwischenwand 14 verschlossen
und beispielsweise durch Schweißen an der genannten Verlängerung sowie an dem Träger
i i, 12 befestigt. In der Kappe 24 ist unter Zuhilfenahme eines Stützbleches 55
ein Rohrstück 56 festgeschweißt, das für das gewöhnliche Bremskolbenrohr 57 als
Führung dient. In der Außenseite ist die Kappe 24 mit einer Überwachungsöffnung
58 versehen, welche durch eine abnehmbar befestigte Tür 59 verschlossen ist. Zur
Verhinderung eines Einsaugens von Außenluft in den Raum 15 bei den Bewegungen des
Bremskolbens 6o kann ein Deckblech 61 über die Öffnung zwischen dem Stützblech 55
und der Platte 5o angebracht sowie eine Entlüftungsrille 62 in der Platte 5o aufgenommen
werden.
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Um das Innere des Bremszylinders und die in diesem und in der Kappe
24 befindlichen Teile einer Nachbesichtigung und Ausbesserung zugänglich zu machen,
genügt es, die Bolzen 51 zu lösen, den Zylinder abzuziehen und die Tür 59 zu entfernen.
Dadurch, daß der gewöhnliche, mit einer Führung für das Bremskolbenrohr versehene
Zylinderkopf vermieden und die Führung 56 für das Bremskolbenrohr in die Kappe 24
verlegt ist, erzielt man eine nicht unwesentliche Vereinfachung der Konstruktion
sowie eine Verminderung der Baulänge zwischen dem Bremskolben 6o und demjenigen
Ende des Umkehrhebels 2, an dem die Kolbenstange 9 angreift.