DE853333C - Kochbottich - Google Patents
KochbottichInfo
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- DE853333C DE853333C DEE3388A DEE0003388A DE853333C DE 853333 C DE853333 C DE 853333C DE E3388 A DEE3388 A DE E3388A DE E0003388 A DEE0003388 A DE E0003388A DE 853333 C DE853333 C DE 853333C
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Description
- Kochbottich Zum Kochen großer Nilengen von stückigem Gut, wie Kartoffeln, :Fisch, Gemüse usw., gelangen im allgemeinen sogenannte Kochkästen zur Anwendung. Ein derartiger Kasten besitzt im allgemeinen die Form eines Parallel-Epipedons und ist in seiner Vorderwand finit einer Tür versehen, durch die Körbe für die Aufnahme des Kochgutes eingebracht und herausgenommen werden können. Diese Kochkästen haben u. a. den Nachteil, daß nur in Dampf, jedoch nicht in Wasser gekocht werden kann, obgleich dies häufig erwünscht ist. Außerdem ist ein Kochkasten eine verhältnismäßig kostspielige Vorrichtung, da derselbe in seinem Aufbau besonders widerstandsfähig ausgeführt sein muß, selbst wenn im Betrieb nur geringe Überdrücke angewendet werden.
- In manchen Fällen kommen daher für das Kochen von stückigem Gut rechteckige Tröge bzw. Bottiche zur Anwendung, in die Körbe mit dem Kochgut eingetaucht werden. Hierbei wird der Vorteil erzielt, daß das Kochen sowohl in Dampf, der aus einer abgemessenen Menge Wasser am Boden des Bottichs erzeugt wird, als auch in Wasser, das das Gut mehr oder weniger bedeckt, vorgenommen werden kann. jedoch hat dieses Verfahren den großen Nachteil, daß die Arbeit des Eintauchens der Körbe in den Bottich und des Heraushebens derselben aus dem Bottich für das Küchenpersonal schwer und anstrengend ist. Außerdem muß ein in dieser Weise zu verwendender Bottich, selbst wenn er gekippt werden kann, mit einem Abzugshahn versehen sein, so daß das Wasser abgelassen werden kann, bevor die Körbe herausgenommen werden.
- Die geschilderten Nachteile werden mit der Anordnung nach der Erfindung gänzlich ausgeschaltet. Gegenstand der Erfindung ist einkippbarer Kochbottich oder ein ähnlicher kippfähiger Behälter, der mit einem Einsatzrahmen versehen ist, der entweder das Kochgut unmittelbar oder Körbe für das Kochgut aufzunehmen bestimmt ist und der in dem Bottich so angeordnet und aufgehängt ist, daß in der senkrechten Projektion die einzelnen Teile des Einsatzes zueinander unveränderte Stellungen einnehmen, unabhängig davon, in welcher Kipplage sich der Bottich befindet. Bei einer bevorzugten Ausführung ist der Einsatzrahmen in dem Bottich so aufgehängt, daß er frei um eine Achse gechwenkt werden kann, die über seinem Schwerpunkt und parallel zur Kippachse des Bottichs verläuft. Diese Ausführungsform ist bei Bottichen am Platze, deren Kippachse nach der Vorderseite zu verlagert ist, und ist auch für Bottiche geeignet, die von seitlichen Säulen oder Haltern getragen werden. In diesem letzteren Fall kann jedoch der Rahmen auch undrehbar auf festen Halszapfen angebracht sein, die gleichachsig durch die Wellenzapfen und die Wände des Bottichs hindurch verlaufen. Beim Kippen dreht sich der Bottich in beiden Fällen relativ zum Einsatzrahmen, der selbst seine Winkelstellung unverändert beibehält. Während des Kippvorgangs fließt das Wasser durch die Ausgußtülle ab, und am Ende des Kippvorgangs nimmt der Rahmen eine Lage ein, in der die Körbe durch die nach. vorn gerichtete Öffnung des Bottichs bequem zugänglich sind. Die Erfindung gibt somit eine Vor-' richtung zum Kochen von stückigem Gut an die Hand, welche den Vorteil des Kochkastens, nämlich die Kraftersparnis im Betrieb, mit den Möglichkeiten des offenen Bottichs vereint, nämlich nach Belieben in Dampf oder in Wasser zu kochen.
- Im Hinblick auf das Bestreben der besten Ausnutzung des verwendbaren Raums ist der Bottich vorzugsweise mit einem halbzylindrischen oder halbkugligen Boden versehen und besitzt der Einsatz die gleiche Form, deren Radius etwas kleiner als derjenige des Bodens ist, so daß das erforderliche Spiel zwischen dem Einsatz und dem Boden vorhanden ist. Bei Bottichen mit halbkugligen oder halbzylindrischen Böden sind die Schwenkachsen der Einsätze zweckmäßig in der Weise angeordnet, daß sie im wesentlichen mit demjenigen Durchmesser der kugligen Bodenfläche, der parallel zur Kippachse des Bottichs ist bzw. mit. der zur Bottichkippachse parallelen Achse der zylindrischen Bodenfläche zusammenfallen. Bei Bottichen, die auf seitlichen Säulen oder Haltern ruhen, kann die Welle des Einsatzes vorzugsweise so angeordnet sein, daß sie mit der Kippachse des Bottichs fluchtet. Die Erfindung ist in der Zeichnung an Ausführungsbeispielen veranschaulicht, die nachstehend beschrieben sind. Es zeigt Fig. i teilweise im Schnitt und teilweise im Seitenriß einen mit Einsatzrahmen versehenen Bottich nach der Erfindung in der Grundstellung, Fig. 2 einen Seitenriß desselben Bottichs in der Zipplage, Fig. 3 eine der Fig. i und 2 entsprechende Darstellung eines ähnlichen Bottichs, der mit Einrichtungen für das Festhalten des Einsatzes in der gewünschten Winkelstellung versehen ist, und Fig. d eine Vorderansicht des Bottichs nach Fig 3.
- Bei den dargestellten Ausführungsformen ist der eigentliche Bottich io in der senkrechten Projektion als im wesentlichen rechteckig angenommen, mit einem halbzylindrischen Boden, und ist an seiner Vorderseite um eine Kippachse 12 schwenkbar, die in einem Ständer i i gehalten wird. Über dieser Welle ist die Ausgußtülle 13 des Bottichs angeordnet. Heizdampf wird einer Dampfkammer zugeführt, die zwischen den beiden Mantelwänden des Bottichs gebildet wird, und zwar durch eine Dampfleitung 14, während das Kondensat durch eine Leitung 15 abgezogen wird, die an den Boden des Bottichs angeschlossen ist. Für das Kippen des Bottichs ist eine hydraulische Hebeeinrichtung 16 in dem Ständer i i untergebracht, und die Kolbenstange derselben greift am Boden des Bottichs an.
- Im Innern des Bottichs ist ein Einsatzrahmen 17 gemäß der Erfindung schwenkbar aufgehängt. Dieser Einsatzrahmen kann auf verschiedene Weise ausgebildet sein. Bei Bottichen mit halbzylindrischem Boden, wie sie hier zugrunde gelegt sind, besteht der Einsatz vorzugsweise in einem Rahmen, der gleichfalls halbzylindrische Form besitzt und in der Längsrichtung in mehrere Abteile aufgeteilt ist, die ein oder mehrere Fächer aufweisen, um das Kochgut enthaltende Körbe übereinander aufzunehmen. An jedem Ende weist der Einsatzrahmen einen Wellenzapfen 18 auf, der in einem Zapfenlager,ig ruht, das an der entsprechenden Stirnwand des Bottichs befestigt ist. Die Wellenzapfen, die auch durch die Enden einer durchgehenden Achse gebildet werden können, müssen über dem Schwerpunkt des Einsatzes nach der Erfindung liegen und sind zweckmäßig in der Weise angeordnet, daß ihre geometrischen Achsen mit derAchse deshalbzylindrischen Einsatzes 17 zusammenfallen. Es ist außerdem zweckmäßig, die Zapfenlager i9 so anzuordnen, daß der Einsatz gleichachsig zum Boden des Bottichs liegt. Die Zapfenlager ig haben vorzugsweise die Form von nach oben offenen Lagerschalen, in denen die Wellenzapfen des Einsatzes frei ruhen, so daß der Einsatz schnell in den Bottich eingehängt und aus demselben herausgenommen werden kann. Um den Einsatz auch in der äußersten Kipplage des Bottichs sicher zu halten, sind diese Lagerschalen, wie aus der :Zeichnung ersichtlich, auf der Seite der Kippachse mit einem Fortsatz versehen. An Stelle von nach oben offenen Lagerschalen ig am Bottich und Wellenzapfen 18 am Einsatz können auch
Während die Erfindung im einzelnen in Verbindung mit bestimmten Ausführungsformen beschrieben wurde, ist sie doch keineswegs hierauf beschränkt, sondern umfaßt auch zahlreiche Abwandlungen, die sich dem allgemeinen Grundgedanken unterordnen. Die als Beispiel angegebene Anwendung der Erfindung bei kippbaren Kochhottichen ist keinesfalls einschränkend zu verstehen und ist unter zahlreichenAnwendungsmöglichkeiten <fier Erfindung bei in gleicher Weise kippbaren sonstigen Vorrichtungen ausgewählt.Wellenzapfen ain Bottich und nach unten offene Lagerschalen ani l:iiisatz verwendet werden. :1us einem `-ergleicli zwischen Fig. i und 2, die einen 1lotticli nach der Erfindung in seiner Grund- oder Kochstellung sowie in seinerKippstellungdar- stellen, ergibt sich, dali die Fächer des Einsatz- ralimens für die Körbe finit ,dein Kochgut, die in Fig. 1 waagerecht sind, auch nach detn Kippvorgang eine waagerechte Lage einnehmen, da während des Kil>llens der 1?insatztaliinen sich uni seine Achse i8 relativ zum Bottich drehen kann. Außerdem wird durch diese I)rehl>ewegung der Vorderteil des Ein- satzrah,niens in die nach vorn gescli\\-enkte Öffnung des 1')otticlis geüracht, so (1a13 die Körbe 20 für (las Kochgut, von denen -zwei in Figg. 2 angedeutet sind, bequem aus den Fächern des Einsatzes heraus- gezogen oder in dieselben eingeschoben werden können. Um zu verliindern, daß der Einsatzrahmen infolge ungleicher Gewichtsverteilung während des Heschickens oder Entleerens umkippt, ist vor- zugsweise eiiu, Feststellvorrichtung (nicht darge- stellt) vorgesehen, (liirch die der Einsatzrahmen in einer bestimmten Winkelstellung zum Bottich fest- gestellt werden kann. Beim Beschicken des Einsatzrahmens der vor- stehend hescliriel)@nen Ausführung muß die Bedie- nungsperson darauf achten, (laß die Gewichts- belastung ungefiilir gleicliinäßig auf beiden Seiten der Wellenzapfen des kahinens verteilt wird, so daß die Fächer des IZahinens waagerecht oder nahezu waagerecht bleiben, nachdem die Feststellvorrich- tung gelöst und der liotticli in seine Kochstellung zurückgekehrt ist. Dieses Erfordernis der Ge- wiclitsatislastung wird vermieden und das Arbeiten mit dein l;otticli lletriiclitlich vereinfacht, wenn die in Fig. 3 und -4 dargestellte Ausführungsform ver- wen(let wird. Diese :\tisfülirung gleicht iin allgemeinen der- jenigen nach Fig. i und 2, schließt jedoch eine Ein- richtung c in, durch welche der Rahmen 17 mit sei- nen Kichern in einer waagerechten Lage gehalten wird, w<ilirend der I',ottich to seine KippbeNvegung ausführt. Zu dieserEinrichtung gehört an einem der Wellenzapfen des Einsatzrahmens ein Fortsatz iSa, der durch die eine Stirnwand des Bottichs hindurch- tritt. An diesem Fortsatz iGS° ist das eine Ende eines vorzugsweise senkrechten Arms 21 befestigt. Mit (lein freien I?nde dieses Arlns ist ein Ende eines l.eilkers 22 drehbar verbunden, und das andere Ende dieses Lenkers greift drehbar an einer Welle 23 an, die an der Seite des Ständers i i verläuft. Die :Anordnung ist so beschaffen, daß die Mittel- punkte des Fortsatzes i8°, der Gelenkverbindung zwischen (lein Arin z1 find dem Lenker 22, der Welle 23 und der Kippachse 12 in den vier Ecken eines 1'arallelogramnis liegen und daß außerdem der Arm 21 1111d der Lenker 22 lang genug sind, um zu ermcigliclien, daß der Bottich in seine äußerste Kipplage bewegt wird. Die Lagen der einzelnen Teile des Bottichs ini völlig gekippten Zustand sind in Fig. 3 niit striclillunl<tierten Linien dargestellt.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Kochbottich od. dgl. kippbare Vorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß ein Einsatz (17) für die Aufnahme des Kochguts unmittelbar oder von Körben (2o) für das Kochgut vorgesehen ist, der in dein Bottich (io) so angeordnet und aufgehängt ist, daß seine einzelnen Teile in der senkrechten Projektion bei jeder Kipplage des Bottichs zueinander eine unveränderte Lage einnehmen.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatz (17) in dem Bottich (io) frei um eine Achse (18) drehbar ist, die über dem Schwerpunkt des Einsatzes und parallel zur Kippachse (12) des Bottichs verläuft.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2 für Bottiche mit halbkugligem oder halbzylindrischem Boden, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse (18) des Einsatzes (17)- im wesentlichen mit demjenigen Durchmesser der kugligen Bodenfläche, der parallel zur Kippachse (12) des Bottichs (io) liegt bzw. mit der zur Bottichkippachse (12) parallelen Achse der zylindrischen Bodenfläche zusammenfällt. Vorrichtung nach Anspruch 2 bei in seitlichen Säulen oder Haltern angebrachten Bottichen, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufliänge- bzw. Schwenkachse des Einsatzes im wesentlichen mit der Kippachse zusammenfällt. 5. Vorrichtung nach Anspruch i bis .4, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel, z. B. eine Gelenkparallelogrammführung (21, 22, 23), vorgesehen sind, um den Einsatz (17) gegen Drehung um seine Aufhängeachse zwangsläufig festzuhalten, während er dem Bottich (to) bei seiner Kippbewegung folgen kann. 6. Vorrichtung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatz (17) in nach oben offenen, an den Seitenwänden des Bottichs (to) befestigten Lagerschalen (i9) hängt, so daß er bequem in den Bottich (io) eingehängt und aus demselben herausgenommen «-erden kann. 7. Vorrichtung nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatz (17) mehrere Fächer für die Aufnahme der Körbe (20) für (las Kochgut aufweist.
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