-
Abbaumaschine mit im Obertrum quer förderndem Ladeband Zusatz zum
Patent 814 732 Das Patent 814732 bezieht sich auf eine Schrämlademaschine mit quer
stehendem Schrämrahmen und einem die losgeschnittene Kohle der Strebfördcrung zuführenden
Querfördermittel in Gestalt eines als Band, Kette od, dgl. ausgebildeteil" an der
Rückseite des Schrämrahmens angeordneten und dem Umfang desselben folgenden Umlauforgans,
bei welchem das Untertrum die in seinen Innenraum eintretende losgeschnittene Kohle
zum Strebfördermittel leitet.
-
In diesem Fall wird das Untertrum einer Ladekette in Richtung auf
das Strebfördermittel bewegt, so daß diese die in ihren Innenraum eintretende Kohle
unmittelbar an der achsenfrei gehaltenen Antriebsstelle auf das Strebfördermittel
abzuwerfen vermag. Die Oberkohle wird entweder ebenfalls durch das Kettenuntertrum.
oder durch das Obertrum eines zweiten Ladebandes fortgeleitet. Die Baubreite ist
bei dieser Anordnung verhältnismäßig groß, und insbesondere bei Verwendung von zwei
Ladebändern ist es nur nach Zerlegung des Gerätes möglich, dieses durch die engen
Abbaufelder zu transportieren. Außerdem erweist @es sich bei der Verwendung nur
eines mit dem Untertrum fördernden Ladebandes als schwierig, die teilweise grobstückige
Kohle durch die vorgesetzte Blechmulde in den Laderaum zu drücken.
-
Demgegenüber bezweckt die Erfindung, eine besonders einfache und schmale
Bauart zu schaffen, bei der nur ein Ladeband vorhanden ist, das die gesamte Kohle,
also Kernkohle und Oberkohle, mit
dem Obertrum quer fördert und
bei der die obengenannten Nachteile älterer Vorschläge vermieden sind.
-
Zu diesem Zweck wird gemäß der Erfindung die Kohle des in den Innenraum
des Ladebandes eintretenden Iosgeschnittenen Kohlekerns von dem Untertrum des Ladebandes
aufgenommen und nach dem Obertrum geleitet, durch den sie zusammen mit der unmittelbar
aufgegebenen Oberkohle auf das Strebfördermittel gebracht wird.
-
Auf diese Weise wird erreicht, ' daß die Schräm-und Querfördereinrichtung
im wesentlichen nur von der Breite der Schrämkette und des Ladebandes bestimmt wird,
zu dem zusätzlich noch eine ohne jeden Zwischenraum an das Ladeband angeschlossene
Zusatzeinrichtung zum Herunterholen der Oberkohle unmittelbar auf das Ladeband angefügt
ist.
-
Das umlaufende Querförderorgan ist so niedrig gehalten, wie es .der
erforderliche Bestreichungsraum der Schrämwerkzeuge gestattet, so daß das Kernvolumen
so klein wie möglich gehalten ist und der Hauptteil der Kohle als Oberkohle unmittelbar
auf das Obertrum des Ladebandes gelangt und unmittelbar abbefördert wird.
-
An der Umkehrstelle des als Kratzband ausgebildeten Ladebandes ist
das unter dem Untertrum angeordnete Gleitblech im Bogen nach oben geführt, während
das unter dem Obertrum liegende Gleitblech geradlinig endet und am Ende eine auswechselbare
Verschleißleiste trägt. Zwischen beiden Blechen wird die Kohle durch die Kratzglieder
des Ladebandes von unten nach oben gedrückt.
-
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt Fig.i eine, in Richtung der Strecke gesehen, teilweise abgebrochen
;gezeichnete Abbauvorrichtung, Fig.2 einen dazugehörigen Grundriß, Fig. 3 einen
Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 2, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV
der Fig. z, Fig. 5 eine Einzelheit in vergrößertem Maßstab. Zwischen dem Strebfördermittel
i (Fig. 2) und dem Kohlenstoß 2 ist die Antriebsmaschine 3, die bei geringer Breite
verhältnismäßig große Höhe hat, nebst Winde 4 entlang dem Kohlenstoß angeordnet
und kann mitsamt der quer liegenden, Schräm- und Ladevorrichtung am Kohlenstoß entlang
gezogen werden. Auf einem schlittenartigen Ausleger 5 (Fig. i und 3) des Antriebsgehäuses
wird der um einen Drehzapfen 6 schwenkbare Rahmen 7 für das Ladeband und die Schrämvorrichtung
an dem einen Ende unterstützt. An dem anderen Ende liegt der Rahmen, wie Fig. i
erkennen läßt, flach auf der Sohle auf. Der Rahmen führt in entsprechenden
U- bzw. Doppel-T-Eisen-Profilen eine geschlossene Schrämkette 8 sowie eine
geschlossene Ladekette, die aus Kettengliedern 9, i o mit dazwischenliegenden Kratzgliedern
i i besteht. Eine durch eine Kupplung 12 (Fig. 2) mit der Antriebswelle 13 verbundene
Welle 14 treibt mit einem Kettenrad 15 die Schrämkette und mit Kettenrädern 16,
17 das Ladeband 9, i o, i i im Sinne des Pfeiles 18 (Fig. i) an. Das Kettenrad 15
ist größer als die Kettenräder 16, 17 gehalten, um die Schrämketten schneller als
das Ladeband zu bewegen.
-
Wie aus Fig. i ersichtlich, sind Ober- und Untertrum von Schräm`kette
und Ladeband eng aneinandergelegt, und zwar so eng, wie es der Bestreichungsraum
der Schrämkette gestattet, um den Kohlekern i 9 in seinem Volumen so klein wie möglich
zu halten. Die Welle r4 treibt durch ein Kegelradpaar 2i eine Querwelle 22 an, die
mit je einem Exzenterpaar 23, 24 je einen Schwingrahmen 25, 26 (Fig. i und 4) bewegt,
welche oben mit ausgezackten Pratzenschienen 27 (Fig. i und 2) ausgerüstet sind.
Die Schwingglieder 25, 26 werden an unteren Fortsätzen 28 durch Lenker 29 geführt,
so daß sie bei Drehung der Exzenterwelle 22 mit ihren Pratzengliedern 27 eine etwa
elliptische Bewegung ausführen, bei der sie oben in die Kohle,-front 31 eindringen,
sich dann nach unten bewegen und die Oberkohle herunterreißen, um dann unten zurückzugehen
und in zurückgezogener Stellung wieder hochzuwandern. Wie aus Fig.2 und 4 ersichtlich,
arbeiten sie oberhalb des Ladebandes und im Bereich desselben. Ein Schutzblech
30 sorgt dafür, daß die heruntergerissene Kohle bis zum' Quertransport über
dem Ladeband verbleibt. Das Obertrum der Ladekette gleitet auf einem Gleitblech
32 (Fig. i und 4), während der im Bereich der Kohlenfront liegende Teil des Untertrums
auf einem Gleitblech 33 sich bewegt.
-
An der Umkehrstelle des Ladebandes ist das Gleitblech 33 (Fig. i und
5) in einem Bogen 34 mach .oben weitergeführt, während das Gleitblech 32 in einer
auswechselbaren Verschleißleiste 35 endet. Der in das Untertrum des Ladebandes fallende
Kohlekern wird von den Kratzgliedern i i desselben erfaßt und zwischen den Bögen
34 und der Leiste 35 nach oben auf das Obertrum gefördert, wo er zusammen mit der
Oberkohle nach links befördert und in das Strebfördermittel abgeworfen wird.
-
Schräm- und Ladebandkette können durch eine Spannvorrichtung 36 (Fig.
i) nachgespannt werden. Der Drehzapfen 6 des Rahmens ist in einer Gleitführung 37
(Fig. i und 3) des Schlittens 5 und mittels einer Schraubenspindel 38 verschiebbar.
Zum ,Rücktransport der Abbaumaschine wird zunächst durch Drehung der Schraubenspinde138
der Rahmen der Schräm- und Ladekette so weit verschoben, daß die Kupplung 12 gelöst
ist. Alsdann wird der Rahmen um den Zapfen 6 um 9o° gedreht, so .daß Ladeband- und
Schrämkette in Richtung der Antriebsmaschine 3 zu liegen kommen. Der Zapfen 6 gestattet
auch eine Schwenkung um i 8o°, wenn die Maschine im entgegengesetzt liegenden Kohlenstoß
Verwendung finden soll. In diesem Fall muß die Kettenradwelle mitsamt dem Kettenradgetriebe
umgesteckt werden. Eine Schrämlademaschine mit einem als Umlauforgan (Band) ausgebildeten,
hinter der Rückseite des Schrämarmes angeordneten Querfördermittel ist bereits bekannt,
bei der bei verhältnismäßig großer und schmaler
Bauhöhe die Antriebsmaschine
zwischen Kohlenstoß und Strebförderer angeordnet ist und die Schräm- und Querladevorrichtung
um eine senkrechte, zapfenartige Schwenkvorrichtung um 9o° schwenkbar sind.
-
Der Hinterschnitt der unterschrämten Kohle wird bei der dargestellten
Ausführungsform durch eine an sich bekannte, besondere umlaufende, in senkrechter
Ebene liegende Schrämkette 39 (Fig. i, 2 und 4) durchgeführt. Diese Schrämkette
wird von einem auf der Exzenterwelle 22 sitzenden Kettenrad 4 t angetrieben. Sie
hat eine breite Umkehr und kann zur Anpassung an verschiedene Flözmächtigkeiten
höhenverstellt werden durch Schwenkung um die Welle 22.