DE85168C - - Google Patents

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DE85168C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67BAPPLYING CLOSURE MEMBERS TO BOTTLES JARS, OR SIMILAR CONTAINERS; OPENING CLOSED CONTAINERS
    • B67B5/00Applying protective or decorative covers to closures; Devices for securing bottle closures with wire
    • B67B5/06Devices for securing bottle closures with wire

Landscapes

  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Wire Processing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Verdrahtmaschine.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine, mittelst welcher eine mit Kork geschlossene Flasche durch eine einzige Umdrehung einer Kurbel mit Drahtüberbindung versehen wird. Durch Anwendung dieser Maschine erreicht man eine bedeutende Ersparnifs an Zeit, wie an Bindematerial, da der Verlust, welcher bei Handarbeit dadurch entsteht, dafs die überflüssigen Drahtenden abgeschnitten werden müssen, bei Verwendung der Maschine ganz vermieden wird.
Die Maschine ist auf den beiliegenden Zeichnungen dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι einen Querschnitt,
Fig. 2 einen Längsschnitt und
Fig. 3 einen Grundrifs derselben.
Fig. 4 ist eine Detailzeichnung einer mit Metalldraht überbundenen Flasche und zeigt die Art, wie der Draht mittelst der vorliegenden Maschine angebracht worden ist.
Fig. 5 ist ein Detail der Anordnung zum Abkneifen der Drahtenden nach erfolgter Verdrahtung der Flasche.
Die Fig. 6 bis 16 zeigen die verschiedenen auf einander folgenden Stadien des Drahtverbandes.
Die Maschine, welche auf einer Bodenplatte ι mit einer darüber in einer senkrechten Ebene angebrachten, in der Längsrichtung theilweise ' durchbrochenen Zwischenwand 2 ruht, besteht aus mehreren zusammenwirkenden Theilen, welche durch eine gemeinsame, mit Kurbel 4 und dazu gehörendem Griff 5 versehene Welle 3 in Thä'tigkeit versetzt werden.
Im oberen Theile der Zwischenwand 2 befindet sich eine kreisrunde Oeffnung, welche mit einem Metallfutter 6 und einer darin verschiebbar angebrachten cylindrischen Hülse 7 versehen ist. In einer Kerbe an der Hülse 7 liegt ein federnder Stift 8, welcher etwas aufserhalb des Randes der Hülse hervorsteht und in der auf der Zeichnung angenommenen Lage gegen den oberen Rand einer im Futter 6 oberhalb der Hülse 7 angeordneten halbmondförmigen Ausweichung g stöfst.
Die Hülse 7 wird durch Eingriff mit einem Zahnsector 10 in Umdrehung versetzt, welcher dadurch von der Welle 3 angetrieben wird, dafs ein um die Achse des Zahnsectors befestigter Zahnsector 11 in einen anderen Zahnsector 1.2 eingreift, der eine hin- und hergehende Bewegung dadurch erhält, dafs eine an demselben befestigte Rolle 13 von einer in der an der Welle'3 angeordneten Scheibe 14 peripherisch laufenden krummlinigen Spur gesteuert wird. Durch die Bewegung des Zahnsectors 10 wird gleichfalls ein Zahnrad 15 in Umdrehung versetzt. Dieses Zahnrad ist mit einer Achse 16 fest verbunden, welche mittelst verschiebbarer Gelenke 17 und Zahnradüberführung 18 und ig die Umdrehung der an einem drehbaren Arm 20 befestigten Stütze 21 für den Flaschenboden veranlafst.
Durch Kuppelung mittelst Sperrhaken werden die Hülse 7 und das Zahnrad 15 wechselweise vom Zahnsector ι ο derart angetrieben, dafs beim Herabgehen des Sectors die Hülse. 7, beim Hinaufsteigen desselben hingegen das Zahnrad 15 rotirt.
Der Hebel 22 wird dadurch bewegt, dafs eine an demselben befestigte Rolle 23 von einer zweiten in der Scheibe 14 angebrachten
krummlinigen Spur 24 gesteuert wird. Genannter Hebel 22 trägt ein in dessen oberem Ende gelagertes Stück 25, welches wieder mittelst eines Stiftes 26 einen an demselben drehbar befestigten Schenkel 27 trägt,. indem das Stück 25 und der Schenkel 27 gegenseitig derart angeordnet sind, dafs sie zusammen eine Zange bilden, welche bei der Hin- und Herbewegung des Armes 22 dadurch geöffnet und geschlossen wird, dafs der Stift 26 als Zapfen dient, welcher beim Zurückgehen des Armes 22- längs der Schiene 28 hingleitet, gleichzeitig damit, dafs eine am unteren Ende des Schenkels 27 befestigte Rolle 29 längs einer schrägen Ebene auf der Schiene 30 hinaufläuft.
Beim noch weiteren Zurückgehen des Armes geht der Zapfen 26. an einem von einer Feder angedrückten Wechsel 31 vorüber, während die Rolle 29 längs der Schiene 30 gleitet. Die Zange ist nun geschlossen. Beim Hervorgehen des Armes 22 geht der Zapfen 26 längs des unteren Randes der Wechselzunge 31 und ferner längs dessen Kopfes in die zuerst angegebene Lage zurück. Während dessen- hat sich die Zange wieder geöffnet.
In einer anderen Scheibe an der Welle 3 läuft eine krummlinige Spur 32, welche eine am gabelförmigen Gelenk 33 angebrachte Rolle 34 steuert. Hierdurch erhält der mit dem Gelenk 33 drehbar verbundene Hebel 35 eine hin- und hergehende Bewegung, die dem Kolben 36 (Fig. 5) mitgetheilt wird. Dasjenige Ende des letzteren, welches in die Hülse 7 hineinragt, ist mit Zapfen 37 versehen, welche durch ösenförmige Oeffhungen 38 in zwei zangen - oder scheerenförmig vereinigten Stücken 39 hindurchgehen. Wenn der Kolben sich der Hülse nähert, drücken die Zapfen gegen die Flächen 40, wodurch die Scheere geöffnet, beim Zurückgehen des Kolbens hingegen geschlossen wird. An den Schenkeln der Zange oder Scheere sind zwei gegen einander gerichtete scharfe Schneiden 41 angebracht.
■Die Welle 3 ist mit noch einer unregelmäfsig profilirten Scheibe 42 versehen, welche das den Arm 43 tragende Gelenk 44 bewegt. Der Arm 43, durch welchen der Draht hindurchgeht, ist um einen in der Wand gelagerten Zapfen 45 drehbar angeordnet. und mit einem Zahnsegment versehen, welches in ein Zahnrad 46 eingreift. Letzteres wird mit der Rolle 47 gekuppelt, welche zusammen mit der Rolle 48 zum Verschieben des Drahtes dient. Der Arm 43 wird aufserdem durch einen von einer an der Scheibe 42 angeordneten excentrischen Spur gesteuerten Hebel 49 der Wand 2 genähert bezw. davon entfernt.
Die an der Welle 3 angeordneten Spuren sind im Verhältnifs zu einander genau berechnet und angelegt, damit eine richtige Zusammenwirkung der oben beschriebenen Theile erreicht wird.
Die. Wirkungsweise der Maschine ist folgende :
Wenn die Theile der Maschine die auf der Zeichnung gezeigte Lage eingenommen, wird eine Flasche in die Stütze 21 gesteckt und gegen den über die Hülse 7 gespannten Draht angedrückt (Fig. 11 und 12), wobei sich dieser gegen den Korken legt, in die Hülse mit hineingeht, die Hülse zurückdrängt, von dieser herabgleitet und um den Flaschenhals herum liegen bleibt (Fig. 13). Nun wird der Griff erfafst und die Kurbel einmal umgedreht.
Hiermit werden folgende Bewegungen ausgeführt :
Die Zange 25,27 fängt an, den oben angegebenen Lauf zu beschreiben und bringt dabei den Draht mit, welcher dadurch um den Flaschenhals angezogen wird (Fig. 14). Gleichzeitig mit dem Zurückgang der Zange längs des unteren Randes des Wechsels 31 dringt der Kolben 36 in die Hülse hinein, die Scheere 39 vor sich treibend, welche die Flasche aus der Hülse hinausstöfst. Indem die Zange 25, 27 während ihrer Bewegung die Mitte der Hülse erreicht hat und daselbst dem indessen hinaufgegangenen Arm 43 begegnet ist, wird die Flasche mit ihrer Stütze unter Vermittelung des Zahnrades 15 und des Zahnsectors 10 in Umdrehung versetzt, wobei das in der Zange 25, 27 eingeklemmte Drahtende mit dem vom Arme hervorgeschobenen Draht zusammengewunden wird (Fig. 16). Beim fortgesetzten Zurückgang des Kolbens 36 wird der Draht vermittelst der Schneiden 41 abgekniffen. Der Arm 43 geht weiter gegen die Feder 8 hinauf und das im Arme verbleibende Drahtende wird während der Umdrehung der Hülse zwischen der Feder 8 und der unterdessen weiter hervorgeschobenen Hülse 7 (Fig. 6 und 7) eingeklemmt und also einmal um die letztere gewunden, wobei der nachfolgende Theil des Drahtes innerhalb des zuerst umgewundenen Theiles zu liegen kommt (Fig. 8 und 9). Wenn die Hülse 7 eine Umdrehung durchgemacht, dringt das hervorstehende Drahtende in die nunmehr offene Zange 25, 27 hinein (Fig. 9 und 10). Der Hebel entfernt sich auswärts von der Hülse (Fig. 10) und geht gleichzeitig nach unten zurück. Die Theile der Maschine haben jetzt die ursprüngliche Lage eingenommen, und der ganze Verlauf kann wiederholt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verdrahtmaschine für Flaschen u. dergl., dadurch gekennzeichnet, dafs bei einer einzigen Umdrehung der Welle 3 der Draht zunächst
    zur Bildung einer Schlinge von einem durch einen Hebel (49) auf und ab, sowie durch ein Excenter (42) hin- und herbeweglichen Arm (43) um eine verschiebbare Hülse 7 gewunden, mit seinem freien Ende von einer durch Rolle 23 und Führung 28, 30 in Bewegung gesetzten Zange (25,27) gefafst und dann quer über die Hülse geführt wird, worauf diese beim · Einbringen einer Flasche sich über den Pfropfen und um den Flaschenhals legende Schlinge festgezogen und der Draht unter Zurückgehen der Flasche und durch die Zahnräder 15, r8 und ig bewirktem Drehen derselben nach der oberen Fläche des Pfropfens geführt, zusammengedreht und' mittelst der Scheere 39 abgeschnitten wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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