DE97160C - - Google Patents

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DE97160C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67BAPPLYING CLOSURE MEMBERS TO BOTTLES JARS, OR SIMILAR CONTAINERS; OPENING CLOSED CONTAINERS
    • B67B5/00Applying protective or decorative covers to closures; Devices for securing bottle closures with wire
    • B67B5/06Devices for securing bottle closures with wire

Landscapes

  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Wire Processing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 64: Schankgeräthe.
Verdraht- Maschine.
Zusatz zum Patente JVf 85168 vom 24. Januar 1895/
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. September 1896 ab. Längste Dauer: 23. Januar 1910.
Die Fortbildung der in der Patentschrift Nr. 85168 beschriebenen Erfindung hat zu der nachstehend angegebenen Construction geführt. Infolge der unregelmä'fsigen Form der Flaschen hat sich nämlich die rotirende Bewegung derselben weniger praktisch erwiesen. Bei der vorliegenden Construction bleibt die Flasche während der . Operation in einer stellbaren Stütze ruhig liegen, was verschiedene Abänderungen der übrigen Organe nothwendig macht.
Die neue Construction ist auf den beiliegenden Zeichnungen dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι einen Grundrifs,
Fig. 2 einen Längsschnitt und
Fig. 3 einen Querschnitt der Maschine.
Fig. 4 bis 13 zeigen die stufenweise Bildung des Drahtverbandes.
Die Bewegungen der Maschine, welche auf der Bodenplatte 1 mit darauf angebrachter Zwischenwand 2 ruht, werden durch die Hauptwelle 3 mit Kurbel 4 und Griff 5 vermittelt. An der Welle 3 ist die Scheibe 16 angeordnet, in welcher die peripherisch laufende Spur 17. geht, die mittels einer Rolle 15 einen Zahnsector 14 führt. Durch diesen wird mittels eines Zahnrades 13 ein anderer an dessen Achse befestigter Zahnsector 12 bewegt, welcher mit einem Getriebe 11 im Eingriff steht. Dieses Getriebe ist um die Verlängerung eines Cylinders 7 beweglich, welcher in einer Oeffnung der Zwischenwand 2 rotirt und in der Längsrichtung verschiebbar ist, und längs dessen sich ein Stift 8 bewegen kann, der durch einen Cylinder oder eine Hülse 6 gesteuert wird. Diese Hülse nimmt an der Drehbewegung des Cylinders Theil, ist aber in der Längsrichtung nicht beweglich; der Stift 8 kann indessen direct in den Cylinder 7 eingelassen sein. Die Verlängerung des Cylinders 7 ist mit einem' Kuppelungsmuff 9 versehen, welcher vermittelst eines von einer Feder angedrückten, in eine Kerbe an der Muffe einfallenden Stiftes 10 mit dem oben, genannten Getriebe 11 in Eingriff steht. Infolge dieser Anordnung der Kuppelung wird der Cylinder 7 nur während der Abwärtsbewegung des Zahnsectors 12, also immer in derselben Richtung, in Umdrehung versetzt. ■
In einer zweiten, an der Hauptwelle 3 angeordneten Scheibe 20 geht eine Spur 21, welche mittels der Rolle 19 den Hebel 18 führt, dessen oberes Ende mit einem daran beweglich angebrachten Stück 22 eine Flachzange bildet, welche zu einer bestimmten Zeit das Ende des um den Cylinder 7 gewundenen Drahtes fafst und um den Flaschenhals zuzieht. Das Stück 22 hat nämlich am unteren Ende eine Rolle 23, welche beim Zurückgehen des Hebels 18 gegen eine um den festen Zapfen 25 bewegliche Bahn 24 drückt, die
mit einem durch eine Oeffnung 27 in der Zwischenwand 2 gehenden und mit einem durch eine an der Scheibe 20 befestigte Rippe 29 bewegten Stück 28 mittels des Zapfens 26 verbunden ist. Das Stück 28 ist am oberen Ende mit einem um den Zapfen 30 schwingenden Arm 31 drehbar verbunden, dessen anderes Ende zu einem abwärts gerichteten Kiel 32 ausgebildet ist, der dazu bestimmt ist, den Stift 8 dadurch zurückzuführen, dafs er einen am letzteren befindlichen Anschlag 59 zurückdrängt.
Eine andere Spur 33 in der Scheibe 20 bewegt mittels der Rolle 35 die Gabel 34. Der an der Gabel 34 drehbar befestigte Hebel 36 und der mit diesem verbundene Kolben 37 erhalten dadurch eine hin- und hergehende Bewegung. Der Kolben 37 geht in den Cylinder hinein und ist an diesem Ende mit einer Zange 38 ausgerüstet, welche mittels an ihren Enden befestigter Rollen 39 in einer den Kolben umgebenden, mit einer trichterförmigen Mündung^4i versehenen drehbaren Hülse 40 gleitet. Wenn der Kolben sich dem Cylinder nähert, gestattet die Trichterform der Hülse ein Auseinandergehen der Rollen 39 und die Zange wird somit geöffnet, um die über dem Pfropfen stehenden Drahtenden zu fassen. Der Kolben hat auch den Zweck, die Flasche aus dem Cylinder hinauszustofsen. Die Zange 38 wird durch die Hülse 40 in Umdrehung versetzt, indem diese Hülse eine rotirende Bewegung durch eine daran befestigte Kuppelungsmuffe 52 erhält, welche mit dem Getriebe 11 bei der Aufwärtsbewegung des Zahnsectors 12 in Eingriff steht. Die Zange 38 wird dadurch um die Drahtenden geschlossen und wieder geöffnet, so dafs die Hülse 40 durch die um den festen Zapfen 56 schwingende und von einer Spur 54 in der Scheibe 42 bewegte Gabel 55 eine hin- und hergehende Bewegung erhält.
Die Scheibe 42 an der Hauptwelle hat eine weitere Spur 43, welche den Hebel 44 bewegt, der am oberen Ende zusammen mit einem daran drehbar befestigten Stück 4.5 eine Scheere bildet. Das Stück 45 trägt am äufseren Ende eine Rolle 46, welche gegen eine durch den von der Rippe 48 an der Scheibe 42 bewegten Arm 49 auf- und abwärts geführte Bahn 47 drückt, um die Scheere zu schliefsen und dadurch den von einer Spule abgewundenen und zwischen zwei Bremsklötzen 50 und 51 in die Maschine geleiteten Draht abzuschneiden.
Der Cylinder 7 hat an seiner Kante einen Einschnitt 57 zum Auffangen des abgeschnittenen Endes des Drahtes. 58 ist eine Stütze für die Flasche während der Arbeit. Der Stift 8 hat, wie oben erwähnt, einen Anschlag 59, welcher während der Umdrehung des Cylinders 7 einerseits durch die um den Zapfen 61 gelagerte Rolle 60 und andererseits durch den Keil 32 bewegt wird. '62 ist ein Rahmen für die Kuppelungstheile 9, 11 und 52.
Die verschiedenen Spuren < und Rippen der an der Hauptwelle 3 befestigten Scheiben, sowie die übrigen Organe sind derart angeordnet, dafs die Maschine während einer Umdrehung der. Welle 3 in der folgenden Weise functionirt:
Anfangs steht das Ende des Drahtes vor dem Cylinder 7 (Fig. 4), der sich vorbewegt, rotirt, den Draht mittels des Einschnittes 57 fafst (Fig. 5) und denselben seiner Kante entlang leitet. Die Rolle 60 stöfst den Anschlag 59 an und treibt dadurch den Stift 8 vor. Der Draht kommt also zwischen den Stift 8 und die Kante des Cylinders zu liegen (Fig. 6) und wird vom letzteren bei dessen Umdrehung mitgenommen (Fig. 7 und 8). Wenn der Draht die in Fig. 9 gezeichnete Lage eingenommen hat, gleitet er vom Ende des Stiftes 8 herab und legt sich gegen einen Zahn an der Kante des Cylinders. Bei der weiteren Umdrehung des letzteren legt sich nun der Draht diametral über dessen Mündung, der Keil 32 geht herunter und der Stift wird dadurch zurückgezogen. Gleichzeitig geht die Bahn 24 in die Höhe und die Zange 18, 22 wird dabei um das freie Ende des Drahtes geschlossen (Fig. 10). Nun legt man eine Flasche in die Stütze und drückt sie in den Cylinder hinein, welcher zurücktritt; der Pfropfen der Flasche nimmt den diametral über der Mündung des Cylinders liegenden Theil des Drahtes mit hinein, und der um den Cylinder gewundene Theil des Drahtes trifft die Hülse 6, wird vom Cylinder abgeschoben, bleibt um den Flaschenhals liegen (Fig. 11) und wird dann von der Zange 18, 22 zugezogen (Fig. 12). Der Arm 36 schiebt nun den Kolben 37 vor; die Zange 38 öffnet sich und stöfst die Flasche aus dem Cylinder heraus. Die Zange 18, 22 und die Scheere 44,45- nähern sich nun dem Mittelpunkt des Cylinders, indem sie die Enden des Drahtes mitführen, welche von der beim Vorgehen durch die Hülse wieder geschlossenen Zange 38 gefafst worden sind (Fig. 13). Das Stück 47 geht in die Höhe und schliefst die Scheere 44,45, welche dabei das von der Bremse 51 festgehaltene Ende des Drahtes abkneift, das vor dem Cylinder stehen bleibt. Das Getriebe 11 wird nun mit der Hülse 40 gekuppelt, welche dadurch in eine rotirende Bewegung versetzt wird. Die an dieser Bewegung theilnehmende Zange 38 dreht die beiden abgeschnittenen Enden des Drahtes zusammen, öffnet sich und geht zurück. Die Verdrahtung ist nun fertig (s. die Flasche in Fig. 3) und die Welle 3 hat eine Umdrehung vollendet. Die verschiedenen Organe haben ihre ursprüngliche Lage wieder eingenommen, und der Arbeitsvorgang fängt von neuem an.

Claims (1)

  1. Wenn man Flaschen von verschiedenen Gröfsen in Arbeit hat, kann man den Cylinder 7 durch Cylinder von entsprechenden Dimensionen ersetzen oder den Cylinder mittels eines excentrisch eingesetzten Mundstückes verengern, so dafs der Stift 8 unmittelbar längs dieses Mundstückes zu liegen kommt. In derselben Zwischenwand können mehrere Cylinder von verschiedenen Dimensionen angeordnet sein.
    Pat ε nt-An Sprüche:
    ι. Eine Ausführungsform der im Haupt-Patent Nr. 85168 gekennzeichneten Verdraht- Maschine, dadurch gekennzeichnet, dafs der Draht von einem Einschnitt (57) in der Kante des Cylinders (7) gefafst, durch einen längs des Cylinders beweglichen, von einer Rolle (60) heraus- und von einem Keil (32) zurückschiebbaren Stift (8) beim Vorgehen des letzteren zwischen demselben und dem Rand des Cylinders festgeklemmt, bei der Umdrehung des Cylinders zunächst über den Rand desselben gewunden und dann infolge des Abgleitens vom1 Kopf des Stiftes (8) quer über den Cylinder gezogen wird, worauf diese beim Einschieben einer Flasche in den. Cylinder (7) sich quer über den Pfropfen und um den Flaschenhals legende Schlinge von einer Zange (18, 22) festgezogen und der Draht beim Zurückziehen der Flasche nach der oberen Fläche des Pfropfens geführt, durch eine rotirende Zange (38) zusammengedreht und mittelst einer Scheere (44, 45) abgeschnitten wird. Eine Ausführungsform der durch Anspruch 1 geschützten Verdraht - Maschine, gekennzeichnet durch eine Zange (18, 22), deren eine Hälfte zu einem Hebel (18) ausgebildet ist, der durch einen Nuthenring (21) eine hin- und hergehende Bewegung erhält, und deren andere Hälfte (22) beim Schliefsen der Zange mittelst Rolle (23) auf einer auf- und abwärts beweglichen Bahn entlang gleitet.
    Eine Ausführungsform der durch Anspruch 1 geschützten Verdraht - Maschine, gekennzeichnet durch eine Zange (38), welche in einer drehbaren Hülse (40) derart angeordnet ist, dafs sie von dieser bei der Drehung derselben mitgenommen wird, und welche bei der Verschiebung der Stange (37) dadurch geöffnet und geschlossen wird, dafs deren Arm mit Rollen (39) auf einer trichterförmigen Mündung (41) der Hülse(4o) entlang gleitet.
    Eine Ausführungsform der durch Anspruch 1 geschützten Verdraht - Maschine, dadurch gekennzeichnet, dafs die die Zange (38) umgebende Hülse (40), zum Zweck, die Zange (38) in Umdrehung zu versetzen, mit dem mit dem Zahnsector (12) in Eingriff stehenden Zahnrade (11) gekuppelt wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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