DE849720C - Schaltanordnung zur Frequenzmodulation eines Senders oder zur Frequenzgegenkopplung eines Empfaengers - Google Patents
Schaltanordnung zur Frequenzmodulation eines Senders oder zur Frequenzgegenkopplung eines EmpfaengersInfo
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- H03C3/10—Angle modulation by means of variable impedance
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Description
(WlGBL S. 175)
AUSGEGEBEN AM 18. SEPTEMBER 1952
C 1619 Vl
Für die Erzeugung einer in der Frequenz modulierten Welle ist eine Schaltanordnung gebräuchlich,
in der eine sogenannte Reaktanzröhre so angeordnet ist, daß sie in den Schwingungskreis, dessen Konstanten
die in einem gegebenen Augenblick ausgesendete Frequenz bestimmen, einen in der Stärke
veränderlichen Strom schickt, dessen Wirkung gleichwertig einer Änderung der Konstanten, d. h.
der Kapazität oder der Induktanz des Schwingungskreises ist. Dieser nach den Änderungen des modulierenden
Zeichens veränderliche Strom wird dabei dadurch erhalten, daß an das Steuergitter der
Reaktanzröhre eine Hochfrequenzspannung von im Prinzip konstanter Amplitude und geeigneter
Phase gelegt und die Steilheit und die gegenseitige Konduktanz der Reaktanzröhre in Übereinstimmung
mit dem modulierenden Zeichen verändert wird. Die Form der Modulationskennlinie, d. h. der
Kennlinie der ausgesendeten Frequenz mit Bezug auf die Amplitude des modulierenden Zeichens,
hängt im wesentlichen von der Form der Kennlinie der Beziehung zwischen der Steilheit und der
Gitterspannung der Reaktanzröhre sowie auch von der eine Funktion der Frequenz darstellenden Änderung
der Größe und der Phase der dem Gitter dieser Röhre zugeführten Hochfrequenzspannung
ab. Praktisch sind, insbesondere bei Anwendung einer Gegenkopplung, die erzielbaren Modulationskennlinien hinreichend linear, um den Erfordernissen
hochwertiger drahtloser Übertragungen zu genügen, und die entsprechenden Verzerrungsgrade
liegen in der Nähe eines Hundertstel. Es gibt aber bestimmte Fälle, wo erheblich geringere Verzerrungsgrade
notwendig sind, und hierfür scheint
das mit einer Reaktanzröhre arbeitende Verfahren in seiner bekannten, allgemein üblichen Ausführungsform
nicht im erforderlichen Maße verwendungsfähig, obwohl seine Anwendung wegen des ihm eigenen Vorteils der Einfachheit auch in
diesen Fällen sehr erwünscht ist.
Nach der Erfindung wird eine Modulationsschaltanordnung mit einer unbedingt linearen
Modulationskennlinie dadurch erzielt, daß dem ίο Eingangsstromkreis einer Reaktanzröhre eine
Hochfrequenzspannung von geeigneter Phase und mit entsprechend dem modulierenden Zeichen veränderlicher
Amplitude zugeführt wird, die durch das Anlegen einer dem Hauptschwingungsstromkreis
entnommenen Spannung an in Kaskadenanordnung vorgesehene Schaltgebilde erhalten wird, welche Phasenverschiebungsvorrichtungen
und eine die Amplitude modulierende Vorrichtung von an sich bekannter Art und mit einer möglichst
ao linearen Modulationskennlinie umfassen, während der Ausgangsstromkreis der Reaktanzröhre an den
Schwingungskreis angeschlossen ist. Diese Röhre wirkt dabei lediglich als Verstärker und der Punkt
des Eintretens ihrer Wirkungsweise ist im Prinzip unveränderlich. Für das Arbeiten der Reaktanzröhre
als Verstärker kann eine möglichst lineare Gesetzmäßigkeit durch Anwendung einer Hochfrequenzgegenkopplungsschaltung,
vorzugsweise einer Stromgegenkopplungsschaltung, erreicht werden. In der Zeichnung veranschaulicht
Fig. ι die eingangs erwähnte bekannte Schaltanordnung
und
Fig. 2 das Prinzip der Schaltung nach der Erfindung in schematischer Darstellung, und
Fig. 3 gibt eine praktische Ausführung einer erfindungsgemäß ausgebildeten Schaltanordnung
näher im einzelnen wieder.
Bei der bekannten Schaltung nach Fig. 1 ist der Hauptschwingungskreis 1 mit der Anode der Reaktanzröhre
4 verbunden, die an ihrem Steuergitter gleichzeitig die von einer Phasenverschiebungsvorrichtung 3 kommende Hochfrequenzspannung
und die von einer geeigneten Spannungsquelle 5 erzeugte modulierendeSpannung empfängt, während
eine mit Vakuumröhren arbeitende Vorrichtung 2 zur Unterhaltung von Schwingungen konstanter
Amplitude im Schwingungskreis 1 dient und die eine Phasenverschiebung von nahezu 900 hervorrufende
Phasenverschiebungsvorrichtung 3 parallel zur Schwingungserzeugervorrichtung 2 an den
Schwingungskreis 1 angeschlossen ist.
Die das Prinzip der Erfindung wiedergebende Schaltung nach Fig. 2 unterscheidet sich von der
Schaltanordnung der Fig. 1 dadurch, daß vor der Phasenverschiebungsvorrichtung 3 eine Vorrichtung
6 zur Amplitudenmodulierung eingeschaltet ist, die mit der Spannungsquelle 5 in Verbindung
steht und im übrigen auch hinter der Phasenverschiebungsvorrichtung vorgesehen sein kann.
Diese Modulationsvorrichtung 6 kann irgendeine bekannte Ausführung aufweisen, wenn nur ihre
Modulationskennlinie genügend linear verläuft. Beispielsweise kann sie von der mit Anodenmodulierung
oder der mit Gittermodulierung wirkenden Art sein, und die Linearität der Kennlinie
der Amplitudenmodulierung kann bei der Vorrichtung 6 durch die Verwendung der Gegenkopplungswirkung
nach einem bekannten Verfahren verbessert sein.
Bei der ein praktisches Ausführungsbeispiel der Schaltanordnung nach der Erfindung im einzelnen
zeigenden Fig. 3 besteht der Hauptschwingungskreis aus einer Induktanz 11 und einer zu
dieser parallel geschalteten Kapazität 12 und ist mit seiner einen Klemme über die Leitung 75 an
eine nicht dargestellte Hochspannungsquelle angeschlossen, während seine andere Klemme mit der
.Anode der Reaktanzröhre 70 und der Anode der die Schwingungen unterhaltenden Röhre 21 sowie
über einen Kondensator 13 und einen Ableitwiderstand 14 mit dem Gitter einer Röhre 15 mit Kathodenkopplung
in Verbindung steht. Die Frequenz der im Stromkreis 11, 12 auftretenden Schwingungen
wird in Übereinstimmung mit einem modulierenden Zeichen moduliert und erfährt daher
Änderungen beiderseits einer mittleren Frequenz, der sogenannten mittleren Arbeitsfrequenz.
Der Kathodenstromkreis der Röhre 15 schließt sich über eine zu einem Widerstand 17 parallele
Induktanz 16, die so eingestellt wird, daß sie auf die mittlere Frequenz der Schwingungen des Stromkreises
11, 12 durch die Kapazitäten abgestimmt ist, die zwischen der Erde und den an die Kathode
der Röhre 15 angeschlossenen Schaltungsteilen vorhanden sind. Die Gesamtheit der Induktanz 16 und
der parallelen Kapazitäten stellt eine hohe Impedanz in einem sich zu beiden Seiten der mittleren
Frequenz der Schwingungen des Stromkreises 11,12 ausdehnenden Frequenzband dar, und diese Impedanz
ist durch den Widerstand 17 auf einem stabilen Wert festgelegt. Die an der Kathode der
Röhre auftretende Spannung ist so in genauer Phase mit der an der Anode der Röhre 70 vorhandenen
Spannung und von beinahe gleicher Größe wie diese. Von der Kathode der Röhre 15
geht eine Verbindungsleitung, die den Kondensator 18 enthält, nach dem einen Gitter einer Fünfelektrodenröhre
20, an das ein Widerstand 19 angeschlossen ist. Die Kathode der Röhre 20 ist mit
der Kathode der ebenfalls fünf Elektroden aufweisenden Röhre 21 über eine gemeinsame Impedanz
gekoppelt, die aus einem regelbaren Widerstand 23 und einer Induktanz 22 besteht und durch
die zwischen den Kathoden der Röhren 20, 21 und der Erde vorhandenen Nebenkapazitäten auf die
mittlere Arbeitsfrequenz abgestimmt ist.
Im Anodenstromkreis der Röhre 20 liegt ein Transformator 25, der nach einem an die Klemmen
seiner Sekundärwicklung angeschlossenen Verbrauchsgerät ein Zeichen mit der Frequenz der
Schwingungen des Stromkreises 11, 12 oder einem Vielfachen dieser Frequenz leitet. Die Gitterpolarisation
ist bei der Röhre 21 durch ein aus Kapazität und Widerstand bestehendes Schaltgebilde 24 erreicht,
das von dem mittleren Gitterstrom der Röhre 20 durchflossen ist, der seinen Rückweg über
den Widerstand 19 nimmt. Die Anoden- und die Schirmspannungen der Röhren 15, 20 und 21
werden der Leitung 75 entnommen und dabei ist für bestimmte dieser Spannungen die Einschaltung
eines durch einen Widerstand 28 und einen Kondensator 29 gebildeten Filters vorgesehen. Die
Gesamtheit der Röhren 20 und 21 und ihrer Zubehörteile stellt die Vorrichtung zur Unterhaltung
der Schwingungen im Stromkreis 11, 12 dar.
Die an der Kathode der Röhre 15 herrschende Spannung wird über einen Kondensator 30 auf das durch den Ableitwiderstand 31 geerdete Gitter einer Röhre 32 übertragen, die mit einer weiteren Röhre 33 einen symmetrischen Verstärker bekannter Art bildet. Die Kathoden dieser beiden Röhren 32, 33 sind über ein aus einer Kapazität und einem dazu parallelen Widerstand bestehendes Schaltgebilde 42 geerdet, und zwischen diesem und den Kathoden sind Stromkreise mit hoher Impedanz eingeschaltet, die durch Induktanzen 34 und 35 dargestellt sind, die auf die mittlere Arl>eitsfrequenz durch die' zwischen den Kathoden der Röhren 32, 33 und der Erde vorhandenen Kapazitäten abgestimmt sind. Kin Gegenkopplungswiderstand 36 ist zwischen den Kathoden der Röhren 32, 33 vorgesehen, und die Schirmelektroden dieser Röhren sind durch die Kondensatoren 39 und 40 unmittelbar an die Kathoden angeschlossen und werden über die Widerstände 37 und 38 gespeist.
Die an der Kathode der Röhre 15 herrschende Spannung wird über einen Kondensator 30 auf das durch den Ableitwiderstand 31 geerdete Gitter einer Röhre 32 übertragen, die mit einer weiteren Röhre 33 einen symmetrischen Verstärker bekannter Art bildet. Die Kathoden dieser beiden Röhren 32, 33 sind über ein aus einer Kapazität und einem dazu parallelen Widerstand bestehendes Schaltgebilde 42 geerdet, und zwischen diesem und den Kathoden sind Stromkreise mit hoher Impedanz eingeschaltet, die durch Induktanzen 34 und 35 dargestellt sind, die auf die mittlere Arl>eitsfrequenz durch die' zwischen den Kathoden der Röhren 32, 33 und der Erde vorhandenen Kapazitäten abgestimmt sind. Kin Gegenkopplungswiderstand 36 ist zwischen den Kathoden der Röhren 32, 33 vorgesehen, und die Schirmelektroden dieser Röhren sind durch die Kondensatoren 39 und 40 unmittelbar an die Kathoden angeschlossen und werden über die Widerstände 37 und 38 gespeist.
Die Anodenstromkreise der Röhren 32, 33 sind über eine Induktanz 41 geschlossen, die durch
Widerstände 43" und 43* gedämpft und durch die
Kapazitäten zwischen der Erde und den mit den Anoden der Röhren 32, 33 verbundenen Schaltungsteilen
auf die mittlere .Arbeitsfrequenz abgestimmt ist.
Es treten auf diese Weise an den Anoden der Röhren 32. 33 Spannungen mit der Frequenz der
Schwingungen des Stromkreises 11, 12 auf, die von
entgegengesetzter Phase für die beiden Anoden sind und praktisch genau gleiche Amplituden aufweisen.
Der veränderliche Hochfrequenzteil des Kathodenstromes der Röhre 32 kann sich nämlich
nur durch die Kathode der Röhre 33 über den -Widerstand 36 schließen, weil die Impedanz
zwischen jeder Kathode und der Erde sehr hoch wegen der Abstimmung der Induktanzen 34, 35
auf die Ar1>eitsfrequenz durch die zwischen den Kathoden und der Erde vorhandenen Kapazitäten
ist. Infolge der unmittelbaren Kopplung jeder Schirmelektrode der Röhren 32, 33 mit der zugehörigen
Kathode ist der hochfrequente zurückkehrende Kathodenstrom gleich dem Anodenstrom.
Das Fehlen der Ableitung mit schwacher Impedanz zwischen den Kathoden und der Erde bedingt, daß
die Anodenströme gleich groß und von entgegengesetzten Vorzeichen sein müssen. Die Spannung
an den Kathoden stellt sich, wie l>ekannt, selbsttätig auf den passenden Wert ein, und das Gitter der
Röhre 33 liegt an Erde.
Die an den Anoden der Röhren 32, 33 auftretenden symmetrischen Spannungen werden über die
Kondensatoren 44 und 47 und die Ableitwider-' stände 45 und 48 den Gittern der beiden Röhren 46
und 49 zugeführt, deren Anoden über ein aus einer Kapazität 53 und .einem Widerstand 52 bestehendes
Filter von der Leitung 75 aus gespeist werden. Die Kathoden dieser Röhren sind über eine Induktanz
50 und ein durch einen Widerstand und einen dazu parallelen Kondensator dargestelltes
Polarisationsschaltgebilde geerdet. Man erhält auf diese Weise an den Kathoden dieser Röhren 46, 49
svmmetrische Spannungen bei schwacher Impedanz, und diese Spannungen werden durch Kondensatoren
61, 62 einer Amplitudenmoduliervorrichtung mit den beiden Zweielektrodenröhren 56 und
57 zugeführt. Die Kathode der Röhre 57 und die Anode der Röhre 56 sind über aus Widerständen
und Parallelkondensatoren bestehende Schaltgebilde 58 und 59 mit einer Impedanz 63 verbunden,
die sich als reiner Widerstand bei der mittleren Arbeitsfrequenz und als ein nahezu reiner
Widerstand für das ganze während der Frequenzmodulation der Schwingungen des Stromkreises
11, 12 bestrichene Frequenzband erweist. Dies wird dadurch erreicht, daß die Impedanz 63 durch einen
Widerstand mit einer dazu parallel geschalteten Induktanz gebildet ist, die auf die mittlere Arbeitsfrequenz durch die parallel zu ihr auftretenden
Kapazitäten abgestimmt ist. Die Modulationsspannung wird mit Hilfe eines Transformators
55 über eine Sperrinduktanz 54 den Röhren 56, 57 zugeführt.
Diese Modulationsvorrichtung arbeitet in der Weise, daß bei Fehlen einer Spannung an der
Sekundärwicklung des Transformators 55 die beiden Zweielektrodenröhren 56, 57 gleiche Stromimpulse
von entgegengesetzten Vorzeichen abgeben, die sich in der Impedanz 63 aufheben, während eine an der
Sekundärwicklung des Transformators 55 auftretende niederfrequente Spannung die eine der
Röhren 56, 57 zu einer vermehrten und die andere zu einer verminderten Impulsabgabe veranlaßt und
dadurch eine Hochfrequenzspannung an der Impedanz 63 und infolgedessen auch an dem mit
dieser verbundenen Gitter einer Röhre 64 zur Entstehung bringt. Die Phase dieser Spannung kehrt
sich gleichzeitig mit der vom Transformator 55 kommenden modulierenden Spannung um, und ihre
Amplitude ändert sich linear mit der Amplitude dieser Modulationsspannung. Eine Abgleichvorrichtung
60 gestattet, die Kapazitäten der Röhren 56, 57 auszugleichen oder sogar eine Gleichgewichtsstörung
hervorzurufen, die an der Impedanz 63 eine hochfrequente Spannungskomponente von konstanter
Amplitude einführt, die eine Phasenverschiebung von 900 gegenüber der während der
Modulation veränderlichen Hochfrequenzspannung aufweist. Die Abgleichvorrichtung 60 kann ein
veränderbarer Kondensator mit drei Belägen in bekannter Ausführung sein.
Die Röhre 64 dient dazu, die in der Amplitude modulierte, an ihrem Gitter vorhandene Spannung
zu verstärken, indem sie bei dieser eine möglichst schwache Verzerrung herbeiführt. Zu diesem Zweck
wird eine Stromgegenkopplung dadurch hervor-
gerufen, daß in den Rückweg des Kathodenstromes der Röhre 64 außer einem aus Widerstand und
Kapazität bestehenden Polarisationsschaltgebilde 66 noch eine Impedanz 65 eingeschaltet ist, die bei
der mittleren Arbeitsfrequenz einen reinen Widerstand darstellt. Diese Impedanz 65 umfaßt einen
Widerstand in Parallelanordnung zu einer Induktanz, die auf die mittlere Arbeitsfrequenz durch
die parallelen Nebenkapazitäten abgestimmt ist. Die Schirmelektrode der Röhre 64 ist mit der
Kathode über den Kondensator 68 verbunden und wird über einen Widerstand 67 von der Leitung 75
aus gespeist. Infolgedessen schließt sich der Weg des hochfrequenten Anodenstromes über die Impedanz
65, und zwischen diesem Strom und der Gitterspannung der Röhre 64 besteht eine lineare
Beziehung.
Der Anodenstromkreis der Röhre 64 umfaßt die Primärspule eines Transformators 69 mit breitem
Frequenzband, dessen Sekundärspule mit dem Gitter der Reaktanzröhre 70 verbunden ist. Die
Wicklungen des Transformators 69 sind auf die mittlere Arbeitsfrequenz durch die Nebenkapazitäten
abgestimmt und durch Widerstände gedämpft. Der Transformator 69 ist außerdem so ausgebildet,
daß er zwischen dem Anodenstrom der Röhre 64 und der Gitterspannung der Röhre 70 eine dem
Wert 900 möglichst nahekommende Phasenverschiebung hervorruft. Die Röhre 70 ist als gegengekoppelter
Verstärker ähnlich wie die Röhre 64 geschaltet, indem die Schaltungsteile 73, 74, 71
und 72 die gleiche Rolle wie die Schaltungsteile65, 66, 67 und 68 spielen. Der Anodenstromkreis der
Röhre 70 schließt sich über den Stromkreis n, 12, und der Anodenstrom dieser Röhre weist eine
Phasenverschiebung von 900 gegenüber der Spannung an den Klemmen des Stromkreises 11, 12 auf
und wird in seiner Amplitude entsprechend dem durch den Transformator 55 zugeführten modulierenden
Zeichen verändert. Es ergibt sich dadurch eine Modulation der Kapazität oder der gesamten
Induktanz des Stromkreises 11, 12 gemäß dem
Takt dieses Zeichens und daher auch eine Modulation der Eigenfrequenz dieses Stromkreises.
Um eine zusätzliche schädliche Modulation der Amplitude der Schwingungen im Stromkreis 11, 12
zu verhindern, ist es unerläßlich, daß die Komponente des Anodenstromes der Röhre 70, deren
Amplitude durch das von der Röhre 57 kommende Zeichen moduliert wird, eine Phasenverschiebung
von genau 900 gegenüber der im Schwingungskreis 11, 12 herrschenden Spannung aufweist.
Dieser Bedingung kann nach der Erfindung in befriedigender Weise, auf dem ganzen während der
Modulation der Frequenz der Schwingungen des Stromkreises 11, 12 durchlaufenen Nutzfrequenzband
dadurch genügt werden, daß man einerseits der Kopplung und der Dämpfung des Transformators
69 die geeigneten, leicht durch die hierfür bekannten und gebräuchlichen Berechnungsweisan
bestimmten Werte gibt und anderseits unter anderem die Wirkung der Phasendrehung
der Gegentaktimpedanzen 34, 35, 65, 73 und der Kopplungsimpedanzen 4t, 63 um die mittlere
Arbeitsfrequenz ausnutzt.
Bekanntlich kann man die Wirkung der Phasendrehung eines abgestimmten Kopplungsanodenkreises
durch Einschaltung eines eine passende Phasendrehung aufweisenden Stromkreises in den
Rückweg des Kathodenstromes bekämpfen und die Wirkung dieser Phasendrehungen durch Vergrößerung
des Wertes der Kapazitäten unter gleichzeitiger, zur Wahrung der Abstimmung auf die mittlere
ArbÄtsfrequenz erforderlicher Verminderung der Induktanz oder auch durch Erhöhung des Wertes
des zu dieser Induktanz parallel geschalteten Widerstandes steigern. Man kann auch von der
genauen Phasenverschiebung von 900 bewußt abweichen, um einer von einer anderen Ursache herrührenden
Amplitudenmodulation entgegenzuwirken, die z. B. auf die Wirkungsweise der Vorrichtung
für die Unterhaltung der Schwingungen zurückzuführen ist.
Die Einstellung der Abgleichvorrichtung 60 hat, wie ersichtlich, an der Impedanz 63 das Auftreten
einer in der Amplitude nicht modulierten Spannungskomponente zur Folge, deren Phase um 900
von der Phase der in der Amplitude modulierten Komponente abweicht. Diese nicht in der Amplitude
modulierte Spannungskomponente ergibt nach der Verstärkung durch die Röhren 64 und 70
und nach der Phasenverschiebung durch den Transformator 69 bei der Röhre 70 eine Anodenstromkomponente,
die entweder gleichphasig oder entgegengesetzt zur Spannung an den Klemmen des Stromkreises 11, 12 ist und so entweder eine
Dämpfung oder eine Dämpfungsbeseitigung bei den Schwingungen des Stromkreises 11, 12 je
nach der Einstellung der Abgleichvorrichtung 60 hervorruft. Da diese Komponente nicht moduliert
ist, bewirkt sie keine Nebenmodulation, sondern nur eine konstante positive oder negative Dämpfung.
Im Grenzfall kann man eine geeignete Rückstellung der Abgleichvorrichtung 60 anwenden, um
das Auftreten einer Komponente von hinreichender Amplitude für die Unterhaltung der Schwingungen
des Stromkreises 11, 12 selbst bei Fehlen der normalerweise
für diese Schwingungsunterhaltung vorgesehenen Vorrichtung 20,21 herbeizuführen.
Die Form der modulierten, am Gitter der Röhre 64 auftretenden Welle, die ähnlich der von zwei
Seitenbändern mit unterdrückter Trägerwelle ist, gestattet, selbst bei Fehlen der um 900 in der Phase
verschobenen Komponente, nicht, durch einfache Detektorwirkung eine Gegenkopplungsspannung
zu erzielen, die der vom Transformator 55 gelieferten modulierenden Spannung entgegengesetzt
werden kann, um die Linearität der Amplitudenmodulation zu verbessern. Eine solche örtliche
Gegenkopplungswirkung ist aber hier nicht notwendig, da die beim Ausführungsbeispiel der Erfindung
vorgesehene Vorrichtung zur Amplitudenmodulierung eine hohe eigene Linearität aufweist.
Andererseits bietet diese Wellenform den Vorteil, daß sie ein Arbeiten der Röhre 70 unter den besten
Bedingungen zur Folge hat, weil diese einen Strom
liefert, der nicht nur in der Amplitude sich ändert,
sondern auch in der Phase sich nach Durchgang durch einen Wert Null umkehrt. Infolgedessen
verhält sich die Röhre 70 bald wie eine Induktanz und bald wie eine Kapazität gegenüber dem Stromkreis
11, 12, je nach der Polarität der in der Röhre 57 herrschenden Spannung. Während bei der bekannten
Schaltung nach Fig. 1 der von der Reaktanzröhre gelieferte Strom sich nur zwischen ο und
einem Höchstwert 1 ändern, d. h. gegenüber dem Mittelwert i/2 nur eine Änderung von -f //2 bzw.
— //2 ausführen kann, erhält man bei der Schaltanordnung nach der Erfindung eine Änderung von
+ / bzw. — / gegenüber dem Mittelwert Null, d. h.
eine doppelt so große Nutzwirkung für eine gegebene Röhre.
Die Schaltanordnung nach der Erfindung kann zahlreiche verschiedene Ausführungen in Verbindung
mit den bekannten Bauformen von Vorrichtungen zur Amplitudenmodulierung erfahren und
ist nicht nur zur Erzeugung einer in der Frequenz modulierten Welle, sondern auch l>ei den Empfängern
von Wellen dieser Art zur Erzielung einer Frequenzgegenkopplung oder der Gegenmodulierung
mit ihren bekannten Vorteilen verwendbar. Je nach dem gewünschten Grad des Nichtvorhandenseins
von Verzerrung müssen mehr oder weniger vollkommene Amplitudenmoduliervorrichtungen
benutzt werden. In bestimmten Fällen kann es vorteilhaft sein, die Verstärkerstufen, wie
z. B. die mit den Röhren 64 und 70 in Fig. 3 versehenen Verstärkerstufen, als symmetrische Stufen
auszubilden, und es empfiehlt sich dann, auch den Stromkreis 11, 12 und die zur Unterhaltung der
Schwingungen dienenden Vorrichtung 20, 21 symmetrisch zu gestalten.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Schaltanordnung zur Frequenzmodulation eines Senders oder zur Frequenzgegenkopplung eines Empfängers, bei der ein auf geeignet unterhaltene Schwingungen konstanter Amplitude abgestimmter Stromkreis mit dem Anodenstromkreis einer Reaktanzröhre verbunden ist, deren Steilheit sich in Übereinstimmung mit dem modulierenden Zeichen ändert und deren Steuergitter eine dem abgestimmten Stromkreis entnommene und von einer Phasenverschiebungsvorrichtung eine geeignete Phase erhaltende Hochfreqenzspannung empfängt, dadurch gekennzeichnet, daß diese eine passende Phase aufweisende Hochfreqenzspannung durch eine Modulationseinriditung derart amplitudenmoduliert ist, daß die endliche Frequenzmodulation wirklich linear ist.
- 2. Schaltanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Amplitudenmoduliervorrichtung (56, 57) mit möglichst linearer Modulationskennlinie zusammen mit der Phasenverschiebungsvorrichtung (64, 69) in den Stromkreis, der dem Steuergitter der Reaktanzröhre (70) die dem abgestimmten Stromkreis (11, 12) entnommene Hochfrequenzspannung zuführt, eingeschaltet ist und außerdem mit der Quelle (55) der modulierenden Zeichen in Verbindung steht.
- 3. Schaltanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Phasenverschiebungsvorrichtung einerseits eine mit Stromgegenkopplung arbeitende Verstärkerröhre (64), welche die durch die Amplitudenmoduliervorrichtung (56, 57) in der Amplitude veränderten und an ihr Gitter gelegten Spannungen verstärkt, enthält und außerdem einen Transformator (69) mit breitem Frequenzband umfaßt, dessen Primärwicklung durch den Anodenstromkreis der Verstärkerröhre (64) gespeist wird und dessen Sekundärwicklung an · das Steuergitter der als gegengekoppelter Verstärker geschalteten Reaktanzröhre (70) angeschlossen ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen535$ Ui
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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1944
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Also Published As
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