DE848765C - Litze, insbesondere Schnuerriemen und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Litze, insbesondere Schnuerriemen und Verfahren zu seiner Herstellung

Info

Publication number
DE848765C
DE848765C DEH3156A DEH0003156A DE848765C DE 848765 C DE848765 C DE 848765C DE H3156 A DEH3156 A DE H3156A DE H0003156 A DEH0003156 A DE H0003156A DE 848765 C DE848765 C DE 848765C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lacing
insert
section
flat
round
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH3156A
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Huppertsberg
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HUPPERTSBERG ARTHUR FA
Original Assignee
HUPPERTSBERG ARTHUR FA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HUPPERTSBERG ARTHUR FA filed Critical HUPPERTSBERG ARTHUR FA
Priority to DEH3156A priority Critical patent/DE848765C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE848765C publication Critical patent/DE848765C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43CFASTENINGS OR ATTACHMENTS OF FOOTWEAR; LACES IN GENERAL
    • A43C9/00Laces; Laces in general for garments made of textiles, leather, or plastics
    • A43C9/04Forming ends of laces of plastics, celluloid, rubber, or the like

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

  • Litze, insbesondere Schnürriemen und Verfahren zu seiner Herstellung Die Erfindung bezieht sich auf einen aus einem Textilschlauch bestehenden Schnürriemen mit durch Einlagen aus thermoplastischem Kunststoff versteiften Spitzen.
  • Aus Textilschläuchen, insbesondere Schlauchgeflecht, hergestellte Schnürriemen haben die unangenehme Eigenschaft, daß sich an den Schnittstellen, d. h. an den Schnürriemenenden, die miteinander verflochtenen Fäden lockern und ausfransen, so daß der Schnürriemen seinen Zusammenhang verliert. Man hat deshalb die Spitzen von Schnürriemen bereits durch herumgelegte Metall-oder Celluloidplättchen verfestigt. Metallplättchen sind hierzu wenig geeignet, da sie scharfe Kanten haben und korrodieren. Ein fester Sitz dieser Metallspitzen ist zudem nicht zu erreichen. Umpreßte Celluloidplättchen haften zwar besser, sind aber leicht brennbar und benötigen zu ihrer Verarbeitung den Zusatz eines gleichfalls leicht brennbaren Lösungsmittels. Außerdem sind die so gebildeten Schnürriemenspitzen ebenso wie die aus Metall zu hart, da Celluloid nicht in weicher Einstellung erzeugt werden kann.
  • Man hat bereits versucht, diese Mängel dadurch zu vermeiden, daß man thermoplastische Kunststoffplättchen in weichen Einstellungen um die Schnürsenkelenden herumgepreßt hat. Dabei müssen jedoch die Verarbeitungstemperaturen recht hoch gewählt werden, so daß der Kunststoff sich nur zum Teil mit dem Textilschlauch verbindet, zum großen Teil jedoch an der Preßform haften bleibt, wo er sich durch die große Hitze zersetzt.
  • Zur Vermeidung dieser Nachteile ist man dazu übergegangen, einen Abschnitt eines Kunststoffstranges in den Schnürriemen einzuführen. Ein voller Erfolg ist jedoch auch mit dieserLösung nicht erzielbar. Die als Vollstrang ausgebildete Kunststoffeinlage führt zu einer so erheblichen Versteifung des Schnürriemens, daß seine Brauchbarkeit in Frage gestellt ist. Ein Vollstrang enthält zudem so viel Werkstoff, daß er sich gewichtsmäßig unangenehm bemerkbar macht. Schließlich ist die Versteifung in der Kälte bei einem Vollstrang besonders fühlbar.
  • Die Erfindung vermeidet alle diese Nachteile im wesentlichen dadurch, daß die Schnürriemeneinlage aus einem Hohlschlauch aus thermoplastischem Kunststoff besteht. Dabei kann sich die Einlage durch die ganze Länge des Schnürriemens hindurch erstrecken. Thermoplastischer Kunststoff kann zunächst einmal in weicher Einstellung erzeugt werden. Durch das Einlegen in den Textilschlauch werden die oben geschilderten Nachteile des Anbackens an die Preßform vermieden. Die Schlauchform der Einlage bietet bei erheblicher Werkstoffersparnis den Vorteil einer guten Biegsamkeit auch bei tiefen Temperaturen. Der Durchmesser der hohlen Einlage kann bei gegebenem Gewicht größer gewählt werden als der des Vollstranges, wodurch der Schnürriemen ein besonders volles Aussehen erhält. Durch Pressen, Quetschen oder thermoplastische Verformung kann überdies dem zunächst meist runden Hohlschlauch jeder gewünschte Querschnitt gegeben werden, also beispielsweise ein flachrunder oder auch flacher Querschnitt.
  • Für technische Zwecke sind zwar bereits Kunststoffschläuche mit einer Umhüllung, aus einem Textilschlauch bekanntgeworden. Hier hat der Textilschlauch jedoch die Aufgabe, die Druckfestigkeit oder Wasserbeständigkeit des Kunststoffschlauches zu erhöhen, weshalb der Textilschlauch auf seiner ganzen Länge innig mit der Textilumhüllung verbunden, nämlich verklebt ist.
  • Demgegenüber ist bei dem erfindungsgemäßen Schnürriemen die Schlaucheinlage nur an den Spitzen mi-t dem Textilschlauch verbunden.
  • Die Herstellung von Schnürriemen mit durchlaufender Schlaucheinlage kann in der Weise erfolgen, daß Textilschlauch und Einlage in regelmäßigen, der Länge der zum Gebrauch bestimmten Teilstücke entsprechenden Abständen miteinander verbunden und die Verbindungsstellen etwa in deren Mitte zerschnitten werden.
  • Bei der erfindungsgemäßen Ausbildung des Schnürriemens, insbesondere an den Verbindungsstellen des Textilschlauches mit der Kunststoffeinlage, wird bei ausreichender Erwärmung die Kunststoffmasse so weich, daß sie bereits unter nicht allzu hohem Druck in die Textilfäden eindringt und sich fest mit ihnen verbindet, ohne aber auf der Außenseite auszutreten. Der Druck kann dann so mäßig gehalten werden, daß die Hohlschlauchform auch an den Verbindungsstellen erhalten bleibt. In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in mehreren Ausführungen beispielsweise dargestellt. Und zwar zeigt Fig. i einen Schnürriemen nach der ersten Ausführung im Längsschnitt, Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine zweite Ausführungsform des Schnürriemens und Fig. 3 eine den Fig. i und 2 entsprechende Darstellung eines dritten Ausführungsbeispiels.
  • Mit 4 ist der den eigentlichen Schnürriemen bildende Textilschlauch bezeichnet. Bei dem ersten Ausführungsbeispiel zieht sich die aus einemthermoplastischen Kunststoff bestehende, als Schlauch ausgebildete Einlage 5 durch den ganzen Senkel hindurch, während die Einlage 5' im zweiten Beispiel (Fig.2) nur an den Spitzen vorgesehen ist. Im letzten Ausführungsbeispiel (Fig. 3) ist die Einlage 5", um einerseits eine wesentliche Einsparung an Werkstoff und anderseits eine gute und lange Führung des Schnürsenkelendes zu erzielen, an den Spitzen befestigt, ragt aber noch um einen gewissen Betrag, der etwa einer weiteren Spitzenlänge entspricht, in das Textilgeflecht hinein.
  • Wie bereits erwähnt, sind die dargestellten Ausführungsformen nur beispielsweise Verwirklichungen der Erfindung und diese nicht darauf beschränkt, vielmehr sind noch mancherlei andere Ausführungen und Anwendungen möglich, So eignet sich der erfindungsgemäß versteifte Textilschlauch nicht nur für Schnürriemen, sondern auch für alle anderen Arten von Litzen, bei denen eine gewisse Versteifung erwünscht ist, also namentlich für Durchzuglitzen od. dgl. Hierbei bietet die erfindungsgemäße Ausbildung ebenfalls den Vorteil einer großen Bieg- und Schmiegsamkeit, die mit Vollsträngen nicht erzielt werden kann. Der Textilschlauch braucht nicht geflochten zu sein, er könnte auch nach anderen Herstellungsverfahren erzeugt sein, beispielsweise durch Weben od. dgl.

Claims (5)

  1. PATEN TANSI'RÜCHE: i. Litze, insbesondere Schnürriemen, mit durch Einlage von thermoplastischem Kunststoff versteiften Spitzen, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlage (5) die Form eines Hohlschlauches hat.
  2. 2. Schnürriemen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlage (5) sich durch die ganze Länge des Schnürriemens (4) hindurch erstreckt.
  3. 3. Schnürriemen nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlage (5) flachen, flachrunden oder kantigen Querschnitt hat.
  4. 4. Verfahren zur Herstellung von Schnürriemen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Textilschlauch (4) und Einlage (5) in regelmäßigen, der länge der zum Gebrauch bestimmten Teilstücke entsprechenden Abständen miteinander verbunden und die Verbindungsstellen etwa in deren Mitte zerschnitten werden.
  5. 5. Verfahren zur Herstellung von Schnürriemen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlagen durch Pressen, Quetschen oder Druck-Wärme-Behandlung aus ihrem meist runden Querschnitt in einen flachrunden oder kantigen Querschnitt übergeführt werden. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 56o 866, 558 8o5.
DEH3156A 1950-05-28 1950-05-28 Litze, insbesondere Schnuerriemen und Verfahren zu seiner Herstellung Expired DE848765C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH3156A DE848765C (de) 1950-05-28 1950-05-28 Litze, insbesondere Schnuerriemen und Verfahren zu seiner Herstellung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH3156A DE848765C (de) 1950-05-28 1950-05-28 Litze, insbesondere Schnuerriemen und Verfahren zu seiner Herstellung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE848765C true DE848765C (de) 1952-09-08

Family

ID=7143453

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEH3156A Expired DE848765C (de) 1950-05-28 1950-05-28 Litze, insbesondere Schnuerriemen und Verfahren zu seiner Herstellung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE848765C (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE558805C (de) * 1931-03-06 1932-09-12 Adolph Schoeler Dr Verfahren zur Herstellung von Schnuerbaendern mit weicher, in einem erhitzten Gesenk gepresster Gummispitze
DE560866C (de) * 1931-12-01 1932-10-07 Adolph Schoeler Dr Verfahren zur Herstellung von Schnuerbaendern mit weicher Gummispitze

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE558805C (de) * 1931-03-06 1932-09-12 Adolph Schoeler Dr Verfahren zur Herstellung von Schnuerbaendern mit weicher, in einem erhitzten Gesenk gepresster Gummispitze
DE560866C (de) * 1931-12-01 1932-10-07 Adolph Schoeler Dr Verfahren zur Herstellung von Schnuerbaendern mit weicher Gummispitze

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE4397668C2 (de) Rutschfester Schnürsenkel und Verfahren zu dessen Herstellung
EP0388601A3 (de) Formiersieb für die Nasspartie einer Papiermaschine
DE671473C (de) Verfahren zur Herstellung gummielastischer Textilware, insbesondere von Maschenware
DE848765C (de) Litze, insbesondere Schnuerriemen und Verfahren zu seiner Herstellung
DE2158633A1 (de) Kleidungsstuck
DE253370C (de)
DE1760831B2 (de) Elastische Gewebebahn und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE1958592A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Stoppenden an Reissverschluessen
DE562622C (de) Verfahren zur Herstellung geklebter plueschartiger Flaechengebilde
DE2220283A1 (de) Verfahren zur regelmaessigen formgebung von nahrungsmitteln, insbesondere fleischprodukten und/oder fleischwaren
DE963639C (de) Vorware fuer Guertel
DE2150370A1 (de) Gewebeband sowie verfahren und vorrichtung zu seiner herstellung
DE2059992C3 (de) Gummischlauch mit Verstärkungseinlage
DE618031C (de) Verfahren zur Herstellung von Buersten und Besen mittels Buerstenstanzmaschinen und endloser Besatzstoffe, wie Wollfaeden, Baumwollgarne u. dgl.
DE874584C (de) Damenstrumpf und Verfahren zu seiner Herstellung
DE576837C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Reibbelaegen
DE596492C (de) Belag fuer Bremsen, Kupplungen oder aehnliche Vorrichtungen
CH387306A (de) Messband aus Kunststoff
AT201325B (de) Geflochtenes Uhrarmband
DE806213C (de) Gesundheits-Kreppsohlen
DE839424C (de) Knopf aus durch einen Stiel fest miteinander verbundener Knopf- und Fussplatte
DE2065440C3 (de) Versteifungsteil für im Körper zu züchtendes Lebendgewebe und Verfahren zu seiner Herstellung
DE936820C (de) Verfahren zur Herstellung von Faeden und Saiten aus tierischen Rohstoffen
CH257703A (de) Reissverschluss und Verfahren zu seiner Herstellung.
DE1043622B (de) Verfahren zur Herstellung endloser Riemen