DE841040C - Anlage zum Vergiessen von Roheisen in Masseldauerformen - Google Patents

Anlage zum Vergiessen von Roheisen in Masseldauerformen

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DE841040C
DE841040C DEN3102A DEN0003102A DE841040C DE 841040 C DE841040 C DE 841040C DE N3102 A DEN3102 A DE N3102A DE N0003102 A DEN0003102 A DE N0003102A DE 841040 C DE841040 C DE 841040C
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DE
Germany
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transverse
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Expired
Application number
DEN3102A
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English (en)
Inventor
Rudolf Dipl-Ing Nase
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Individual
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D5/00Machines or plants for pig or like casting

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Continuous Casting (AREA)

Description

  • Anlage zum Vergießen von Roheisen in Masseldauerformen Um von den bekannten Nachteilen des Vergießens von Roheisen in sandgeformte Masselformen, die durch Mutterläufe miteinander verbunden sind, loszukommen, sind schon verschiedene Vorschläge gemacht worden, die teils dahingehen, einzelne Sandformen herzustellen und sie mittels einer vierfahrbaren Pfanne zu füllen, teils an Stelle der Sandformen Dauerformen bzw. Kokillen vorsehen, die entweder ortsfest angeordnet oder auf Drehscheiben befestigt sind bzw. endlose Bänder in Form der bekannten Gießmaschinen bilden. Da der Kokillenguß sowohl wegen der Sauberkeit, Gleichförmigkeit und Genauigkeit der Masseln als auch arbeitsanteilmäßig dem Sandguß überlegen ist, findet er in letzter Zeit eine immer weitergehende Verwendung. Da -ich dabei die die Kokillen enthaltenden Drehscheiben wegen ihres zu großen Durchmessers nicht als praktisch erwiesen haben, dominiert bisher die Masselgießmaschine in Form des endlosen Bandes, die aber den Nachteil außerordentlich hoher Herstellungskosten besitzt und nur für Hochofenwerke mit großer Ofenleistung rentabel ist. Zudem erfordert sie die Verwendung großer Pfannen zum Transport des Roheisens vom Hochofen zur Gießmaschine und damit entsprechend leistungsfähige Krananlagen, die wiederum entsprechend schwere Tragkonstruktionen voraussetzen.
  • Die Erfindung betrifft eine Anlage zum Vergießen von Roheisen in Masseldauerformen durch fallenden Guß. Sie besteht darin, daß seitlich der üblichen vom Hochofen kommenden Eisenrinne auf tiefer liegender Ebene die Masseldauerformen ortsfest angeordnet und zum Weiterleiten des Roheisens aus der Eisenrinne in die Kokillen in Abständen Querrinnen vorgesehen sind, die jeweils mehrere Dauerformen bzw. Kokillen entsprechend dem gegenseitigen Abstand der Querrinnen in fallendem Guß beschicken. Die Dauerformen bzw. Kokillen können auf einer oder auf beiden Seiten der Eisenrinne angeordnet sein und können sowohl quer als auch parallel zur Eisenrinne verlaufen, wobei sich nur die Ausbildung bzw. Anordnung der Querrinnen ändert. Die Querrinnen bestehen erfindungsgemäß aus einem von der Eisenrinne abzweigenden feststehenden Teil und einem daran anschließenden, bis über die Kokillen reichenden Teil, der zwecks Beschickung mehrerer Kokillen beweglich ausgebildet ist. Der bewegliche Teil der Querrinnen ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung von dem feststehenden Teil baulich getrennt und tiefer liegend als dieser angeordnet. Bei quer zu der Eisenrinne angeordneten Kokillen kann der bewegliche Teil der Querrinne als Schwenkrinne ausgebildet sein, die mit ihrem der feststehenden Rinne zugeordneten Ende in topfartiger Ausbildung sich um eine aufrechte Achse drehen läßt, so daß das freie Ende in Querrichtung über die einzelnen Dauerformen hinwegfährt. Es ist aber erfindungsgemäß auch möglich, der beweglichen Querrinne eine geradlinige Bewegung zu erteilen, woraus sich die Möglichkeit ergibt, daß eine einzige bewegliche Querrinne mit mehreren bzw. sämtlichen feststehenden Querrinnen durch entsprechende Bemessung ihrer Beweglichkeit nacheinander zusammenarbeitet. In diesem Falle ist die bewegliche Querrinne als Winkelrinne mit einem parallel zu der Haüptgießrinne verlaufenden, etwa die Länge des gegenseitigen Abstandes benachbarter feststehender Querrinnen aufweisenden Schenkel auszubilden und als Wagen od. dgl. in Richtung parallel zur Hauptgießrinne zu verfahren. Verlaufen die einzelnen Kokillen parallel zur Hauptgießrinne, so erfolgt die Verschiebung der auf einem Wagen beweglichen Querrinne zur Beschikkung der einzelnen Kokillen naturgemäß quer in Richtung der Hauptgießrinne. Die Erfindung besitzt die Vorteile der Verwendung von Dauerformen, die in fallendem Guß beschickt werden. Sie ist aber wegen der vergleichsweisen geringen Herstellungskosten infolge Wegfalles des Pfannenbetriebes und der dadurch bedingten Krananlage auch für Hochofenwerke geringerer Leistung und mit niedrigen Gießhallen geeignet.
  • In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Anlage dargestellt, das erste in den Abb. i bis 4. Neben der üblichen, vom Hochofen kommenden Eisenrinne i ist auf einer oder auf beiden Seiten eine Gießgrube für die Kokillen 2 angelegt, deren Sohle um ein zweckdienliches Maß tiefer liegt als die Gießhallensohle, auf welcher sich die Eisenrinne befindet. Wie aus der Grundrißabbildung 2 ersichtlich ist, zweigen von der Grundgießrinne i in gewissen Abständen Querrinnen ab, welche aus einem feststehenden Teil 3 und aus einem beweglichen Teil 4 bestehen. Diese beiden Teile sind baulich voneinander getrennt und in Höhenrichtung gegeneinander versetzt. Der bewegliche Teil besteht aus einem topfartigen,. auf der senkrechten Drehachse 6 befestigten Teil 5 und aus dem Auslauf 511, dessen freies Ende über die Kokillen 2 reicht. Infolge der Schwenkbewegung der Vorrichtung um die Achse 6 können in dem Ausführungsbeispiel sieben nebeneinanderliegende Kokillen von der einen Stelle aus in fallendem Guß beschickt werden. Diese Anzahl entspricht dem gegenseitigen Abstand der festen Rinnen 3. Das Gießen erfolgt in der üblichen Weise durch das Einsetzen einer Stütze 7 in die Hauptrinne i. Durch die Stütze 7 abgelenkt, tritt das flüssige Eisen aus der Hauptrinne i in die erste Querrinne 3 und von da in den zugehörigen Topf 5 der beweglichen Rinne 4. Durch deren in waagerechter Ebene im Kreisbogen bewegtes Auslaufende 5a wird der Roheisenstrahl der Reihe nach den ersten sieben Kokillen in fallendem Guß zugeführt. Danach wird die Stütze 7 an dieser Stelle entfernt und bei der nächsten Querrinne 3 in die Eisenrinne i eingesetzt, worauf sich dasselbe Spiel wiederholt. Auf diese Weise wird der gesamte Abstich in den Kokillen untergebracht. Die verwendeten Kokillen besitzen zweckmäßig eine große Länge, etwa von 1,6 m, um möglichst viel Eisen in einer einzigen Form unterzubringen. Als Folge davon ergibt sich, daß die Kokillen mehrere gleichmäßig verteilte Brüche enthalten, so daß vier Masselteilstücke entstehen, die zweckmäßig maschinell gebrochen werden. Vorteilhaft ist es ferner, zwei oder mehrere Dauerformen nebeneinander baulich in einem einzigen Gußstück zu vereinen, wie es aus den Abb. 3 und 4 ersichtlich ist. Diese Gußstücke besitzen an beiden Enden flanschartige Ansätze 8, die Löcher. zum Befestigen auf dem Betonboden der Gießgrube enthalten. Das zweite Ausführungsbeispiel ist in den Abb. 5 und 6 dargestellt. Hier verlaufen die in der Anzahl von acht nebeneinander angeordneten Kokillen 2 parallel zur Hauptgießrinne i. Ihre Beschickung mit dem Roheisen erfolgt von der Rinne i aus über feste Ausläufe 9, die mit Hilfe der Stütze ebenfalls der Reihe nach zur Wirkung gebracht werden, sowie über eine T-förmig ausgebildete Rinne io, die in Richtung der Hauptgießrinne i eine mindestens dem gegenseitigen Abstand zweier benachbarter Ausläufe 9 entsprechende Länge besitzt und von deren Mitte ein Querarm i i ausgeht. Dieser gibt das Eisen an die drehbaren Behälter 12 mit Auslaufrinnen 13 ab. Rinne io und Behälter 12 sind auf einem parallel zur Hauptgießxinne über sämtliche Kokillen 2 verfahrbaren Wägen 14 gelagert. Die Arbeitsweise ist im Prinzip die gleiche wie im ersten Ausführungsbeispiel. Sollten besondere Umstände es als zweckmäßig oder notwendig erscheinen lassen, so kann die erfindungsgemäße Einrichtung ohne weiteres auch in Verbindung mit einer Gießpfanne verwendet werden, in die das Roheisen aus dem Hochofen abgestochen wird. Das Eisen kann dann ohne sonstige Änderung z. B. über einen beweglichen Zwiscbenbe'hälter direkt oder indirekt dem Schwenkbehälter 5 bzw. 12 zugeleitet werden.

Claims (7)

  1. PATENT ANSPR(TCHE: t. Anlage zum Vergießen von Roheisen in Masseldauerformen durch fallenden Guß, dadurch gekennzeichnet, daß seitlich der üblichen vom Hochofen kommenden Eisenrinne auf tiefer liegender Ebene die Masseldauerformen ortsfest angeordnet und zum Weiterleiten des Roheisens aus der Eisenrinne in die Dauerforcnen in Abständen Querrinnen vorgesehen sind, die jeweils mehrere Dauerformen entsprechend dem gegenseitigen Abstand der Querrinnen in fallendem Guß beschicken.
  2. 2. Anlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Querrinnen aus einem von der Eisenrinne abgehenden feststehenden Teil und einem daran anschließenden, über die Masseldauerformen reichenden, in deren Querrichtung beweglichen Teil bestehen.
  3. 3. Anlage nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Teil der Querrinne, von dem feststehenden Teil baulich getrennt und tiefer liegend als dieser, von einem topfartigen Behälter und einem anschließenden, über die Dauerformen reichenden Rinnenstück gebildet wird, das eine Schwenkbewegung um eine aufrechte Achse über mehrere Dauerformen hinweg ausführen kann.
  4. 4. Anlage nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Teil der Querrinne an Stelle der Schwenkbewegung eine geradlinige Bewegung quer zu denDauerformen ausführen kann.
  5. 5. Anlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine quer zu den Masseldauerformen bewegliche Rinne durch entsprechende Bemessung ihrer Beweglichkeit mit mehreren bzw. sämtlichen feststehenden Querrinnen nacheinander zusammenarbeiten kann.
  6. 6. Anlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die bewegliche Rinne als Winkelrinne mit einem parallel zu der Hauptgießrinne verlaufenden, etwa die Länge des gegenseitigen Abstandes benachbarter feststehender Querrinnen aufweisenden Schenkel ausgebildet und etwa als Wagen od. dgl. in Richtung parallel zu der Hauptgießrinne verfahrbar ist.
  7. 7. Anlage nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß jede Masseldauerform als Doppel- oder Mehrfachkokille mit jeweils mehreren Brüchen ausgebildet ist.
DEN3102A 1950-11-11 1950-11-11 Anlage zum Vergiessen von Roheisen in Masseldauerformen Expired DE841040C (de)

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