DE837980C - Verfahren zur Herstellung von mechanisch behandelter, kaltquellbarer, unverkleisterter Staerke - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von mechanisch behandelter, kaltquellbarer, unverkleisterter StaerkeInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C08B30/00—Preparation of starch, degraded or non-chemically modified starch, amylose, or amylopectin
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Description
- Verfahren zur Herstellung von mechanisch behandelter, kaltquellbarer, unverkleisterter Stärke Es wurde schon erkannt, daß durch mechanische Behandlung hergestellte, kaltquellbare, unverkleisterte Stärke einen sehr zähen Kleister bildet und daß diese Stärke sich dadurch hervorragend als vielsetiges Binde- Trocknung- und Trockenhaltungsmittel auf den verschiedensten Anwen dungsgebieten, besonders aber in der Verwendung fur Nahrungs- und Genußmittel bewährt.
- Die genannte Stärke laßt sich nach einem bekannten Verfahren durch Behandlung trockener, handelsüblicher Stärke ohne Wasserzusatz zwischen erhitzten Flächen bei starker Pressung gewinnen. In kleinen Mengen kann diese Stärke in der Kugelmühle oder mit einer Zerreigungsmaschine hergestellt rverden. Für die laufende Großherstellung dieser Stärke durch mechanische Behandlung ohne Anwendung höherer Temperaturen sind jedoch andere Verfahren notwendig. gemäß der Erfindung werden zur Herstellung von mechanisch behandelter, kaltquellbarer, unverkleisterter Stärke Mühlen aller Art verwendet, z. 13. Walzenmühlen, wie sie in der Getreideniüllerei Verwendung tinden, Hammermühlen, kugelmühlen 11. dgl. die auf Grund eingehender Versuche recht gut hierfür geeignet sind. Es ist jedoch dabei zu beachten, daß die Walzen od. dgl. nöglichst stark aufeinandergepreßt werden. L)ie Versuche haben weiter ergeben, daß Glattwalzen oder sehr fein geriffelte Walzen zu diesem Zweck eine besondere Wirkung haben.
- Ein einmaliges Vermahlen in der Mühle reicht licht aus. die Hiillen aller Stärkekörner aufzueißen nd zu zerreiben. Erfindungsgemäß muß die Stärke somit öfter im NValzenstuhl vermahlen werden. d. h. die Stärkekörner müssen so oft die Mühle durchlaufen, bis sie zerrissen sind. Zum Unterschied von der Mehlherstellung darf man das Mahlungut zwischen den einzelnen Vermahlungsvorgänhen nicht durch Sichter trennen. Es besteht sonst die Gefahr, daß die kleinen Stärkekörner vor der weiteren Vermahlung unverändert ausgeschieden werden. Beim Vermahlen werden zunächst die grpßen Störkerkörner aufgerissen oder zertriimmert. Dadurch verlieren diese Stärke körner ihre glatte Oberfläche und tragen dazu bei, die vermahlung der kleineren Stärkekörner zu begünstigen. Großkörnige Stärke, z. . kartoffelstärke. läßt sich im Walzenstuhl weitgehend mechanisch aufschließen. Stärkearten mit kleineren körnern, wie z. B. Weizenstärke, lassen sich im Walzenstühl nur nach mehrmaliger Vermahlung einigermaßen aufschließen. Das Älaß dieses Aufschlusses genügt jedoch bei weitem, so behandeltem Weizenmehl hervorragende Back- und kochtechnische Eingenschaften zu verleihen. Bei öfteres. z. B. tofacher Vermahlung, bekommt man ein Weizenmehl von viel zu großer Wasseraufnahme und Bindefähigkeit. vermischt man 1 teil dieses Weizenmehls mit 3 bis 4 Teilen gewöhnlichen, unbehandelten Weizenmehls. so erhält man ein Mehlgemisch, das hervorragende back und kocktechnische Eingenschaften im richtigen Maße aufweist. Man kann somit die Koch- und backfähigkeit von Mehl aller Art durch Zusatz von mechanisch behandelter, kaltquellbarer, unverkleisterter Stärke nach Bedarf verändern.
- Es hat sich weiter gezegt, daß auch eun einmaliger Durchlauf der Stärkerkörner genügt, um die gewünschte Koch- und Backfähigkeit zu erhalteii. wenn man die Walzen stark zusammeiipreßt, wodurch die Stärkerkörner teilweise aufgeschlossen werden können. In diesem Fall muß das ganze Mehl verwendet werden.
Claims (7)
- P A T E N T A N S P R Ü C H E : 1. Verfahren zur herstellung von mechanisch behandelter, kaltquellbarer, unverkleisterter Stärke dadurch gekennzeichnet, daß man Stärke oder Alehl aller Art in Mühlen bei fest aufeinandergepreßten Walzen od. dgl. so oft vermahlt, bis die Stärkekörner weitgehend aufgeschlossen bzw. zerrissen sind.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß anstatt gewöhnlicher Riffelwalzen od. dgl. Glattwalzen verwendet werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß fein geriffelte Walzen verwendet werden.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den einzelnen Vermahlungsvorsvorgängen keine Trennung der Stärke oder Melche nach Korngröße vorgenommen wird.
- 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steigerung der Back- und Kochfähigkeit von fehlen aller Art nur der Anteil der Stärkekörner mechatisch aufgeschlossen hzw. zerrissen wird, der gerade ausreicht, um den gewünschten Grad der Back- und Koch fähigkeit zu erzielen.
- 6. Verfahren nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steigerung der l3ack- und Kochfähigkeit von Mehlen aller Art zunächst eine bestimmte Mehlmenge stark mechanisch aufgeschlossen und sodann gewöhnlichem, unbehandeltem Mehl in einem Verhältnis beigemengt wird, daß das Mehlgemisch den gewünschten Grad der Back- und Kochfähigkeit erlangt.
- 7. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stärkekörner nur einmal l>ei stark zusammengepreßten Walzen die Mühle durchlaufen unl nur teilweise aufgeschlossen werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP8467A DE837980C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Verfahren zur Herstellung von mechanisch behandelter, kaltquellbarer, unverkleisterter Staerke |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEP8467A DE837980C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Verfahren zur Herstellung von mechanisch behandelter, kaltquellbarer, unverkleisterter Staerke |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE837980C true DE837980C (de) | 1956-02-09 |
Family
ID=7361737
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP8467A Expired DE837980C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Verfahren zur Herstellung von mechanisch behandelter, kaltquellbarer, unverkleisterter Staerke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE837980C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1089340B (de) * | 1956-08-31 | 1960-09-15 | O J Meijers Fabrieken Voor Ver | Verfahren zur Herstellung von kalt quellbaren Staerkeprodukten durch mechanische Druckbehandlung |
| DE1093299B (de) * | 1956-10-03 | 1960-11-17 | O J Meijers Fabrieken Voor Ver | Verfahren zum Herstellung von in kaltem Wasser loeslichen und/oder quellbaren Staerkederivaten |
-
1948
- 1948-10-02 DE DEP8467A patent/DE837980C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1089340B (de) * | 1956-08-31 | 1960-09-15 | O J Meijers Fabrieken Voor Ver | Verfahren zur Herstellung von kalt quellbaren Staerkeprodukten durch mechanische Druckbehandlung |
| DE1093299B (de) * | 1956-10-03 | 1960-11-17 | O J Meijers Fabrieken Voor Ver | Verfahren zum Herstellung von in kaltem Wasser loeslichen und/oder quellbaren Staerkederivaten |
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