DE8374C - Waschmaschine - Google Patents

Waschmaschine

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DE8374C
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Firma: CORNEL. SCHMIDT, Eisengiefserei in Mülheim a. Rhein
Publication of DE8374C publication Critical patent/DE8374C/de
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  • Apparatuses For Bulk Treatment Of Fruits And Vegetables And Apparatuses For Preparing Feeds (AREA)

Description

1879.
CORNEL. SCHMIDT in MÜLHEIM a. Rh. Waschmaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. Juni 1879 ab.
j Die in der beiliegenden Zeichnung darge- : stellte Waschmaschine dient zum Kochen, \ Waschen und Spülen von Wäsche und sonstigen Gegenständen, sowie zum Kochen von Obst, Viehfutter etc.
Das Schwungrad A sitzt auf dem vorderen Ende der kurzen Axe α, an deren anderem Ende das Zahnrad b aufgekeilt ist. Dieses Zahnrad b steht mit dem gröfseren Zahnrad c in Eingriff, ; und dieses letztere sitzt auf der hohlen Welle d fest, welche mit ihren beiden Enden in den
■ Pendelstangen B und C in Stopfbüchsen ge-
■ lagert ist. Diese Stopfbüchsen sind in Fig. 5 und 6 vergröfsert dargestellt. Die in dem Pen-
; del B befindliche Stopfbüchse, Figf 5, ist durch j ^iiie halbkugelförmige Kapsel e, welche nach anten in ein mit einem Ventilhahn versehenes Rohry mündet, verschlossen, während die an C ; befindliche Stopfbüchse, Fig. 6, zu einem Hahn- \ gehäuse g verlängert ist, welches das Sicher-'"heitsventil h aufnimmt. An das Rohr / kann ν ein Schlauch von der Wasserleitung· befestigt werden.
D ist ein Gehäuse, welches in seinem oberen Theile aus Eisenblech, in seinem unteren Theile ; dagegen aus Gufseisen besteht. Dieser untere Theil enthält in seinem Innern den Feuerrost E, Fig. 8, dessen Topf mit dem Gehäuse D auf drei Seiten einen Raum bildet, der mit Chamotte ausgefüllt wird; aufsen befinden sich die Lagerungen für die verschiedenen hier angebrachten Hebel- und Zahnradmechanismen. Der obere cylindrische Theil des Gehäuses D trägt ein Kaminrohr F. Die eine Hälfte dieses Theiles des Gehäuses, welche mit G bezeichnet ist, läfst sich um den Punkt i drehen und öffnen und schliefsen. Diese Klappe G ist durch die beiderseitig an ihr befestigten - Schienen k und die Gelenklaschen / mit der hohlen Axe d verbunden.
Die aus verzinktem Eisenblech hergestellte cylindrische Trommel H, Fig. 4, ist fest und dicht. auf der Axe d befestigt; diese letztere ist innerhalb der Trommel H durchlöchert, so dafs einerseits Wasser aus dem Rohr / in die Trommel und andererseits solches aus der Trommel durch den Hahn g ins Freie gelangen kann. Auf dem inneren Umfange der Trommel H sind in gleichen Abständen die sechs Rippen m parallel zur Axe angebracht,. Zwischen zweien dieser 'hölzernen Rippen befindet sich die mit Quersteg und Schraube verschliefsbare Oeffnung K (die Verschlussvorrichtung ist in Fig. 9 vergröfsert dargestellt), sowie zwischen den nächsten beiden Rippen der Hahn η.
An den beiden bei χ und y drehbar gelagerten Pendeln B und C sind die beiden Zugstangen L und M drehbar befestigt. Die anderen Enden dieser Zugstangen greifen an den Zahnradsegmenten N und O an. Diese Segmente sind bei ο und p an dem Gehäuse D gelagert und stehen mit den beiden auf der Welle q sitzenden Zahnrädchen r und s in Eingriff. Diese Welle q ist bei u und ν gelagert und kann mittelst der abnehmbaren Kurbel t in Umdrehung versetzt werden, Fig. 7. P ist die Feuerthür und Q die Thür des Aschenkastens.
Die Anwendung des Apparates ist folgende.
Befindet sich derselbe in der Stellung Fig. 1, so werden durch Drehung der Welle q mit ihren Zahnrädchen r und ί die Segmente N und O, mit diesen durch die Zugstangen L und M die beiden Pendel B und C von links nach rechts gedreht und gleichzeitig die in diesen Pendeln B und C ruhende Trommel H in ihre äufserste Stellung rechts gebracht, Fig. 2. Durch die beiden Gelenklaschen / wird aber auch zugleich der Deckel G des Gehäuses D um den Punkt i gedreht und, stets vor der Trommel H hergehend, geöffnet. Durch das Gewicht dieser letzteren bleibt nun der Apparat in dieser Stellung, Fig. 2.
Nachdem nun hierauf durch die Oeffnung K die mit Seife versehene Wäsche eingebracht ist, wird diese Oeffnung geschlossen und fest verschraubt. Alsdann wird der Apparat wieder durch den vorbeschriebenen Mechanismus in die Stellung Fig. 1 zurück gebracht und die Trommel H durch einen mit der Wasserleitung und dem Rohre f in Verbindung stehenden Schlauch zum Theil mit Wasser gefüllt. Nachdem hierauf das vorher auf den Rost E gebrachte Brennmaterial angezündet worden ist, wird die Trommel H durch das Schwungrad A und die Zahnräder C und c in Rotation versetzt. Wenn nun durch die beständige Feuerung die Dampfspannung in der Trommel zu grofs wird, so bläst das entsprechend belastete Sicherheitsventil h ab.
Soll die fertig gekochte und durch das fortwährende Kollern in der Trommel gereinigte
Wäsche mit kaltem Wasser nachgespült werden, so wird die Maschine zunächst in die Stellung Fig. 2 gebracht, alsdann der Hahn η geöffnet und hierdurch'; die Lauge abgelassen. Durch den Hahn g läfst man zugleich den Dampf ab, der durch einen mit dem Schornsteinrohr F in Verbindung zu bringenden Schlauch in diesen abgeführt werden kann. Ist alle Lauge abgelaufen, so schliefst man die Hähne η und g und läfst durch das Rohr / kaltes Wasser in die Trommel.
Zum Ausleeren der Wäsche wird"' die Oeffnung K bei Stellung Fig. 2 geöffnet und die Trommel nach Ablassen des Wassers durch den Hahn η mit der Oeffnung K nach unten gekehrt, wo dann die Wäsche in ein untergestelltes Gefäfs fällt.
Beim Kochen von Obst, Viehfutter etc. verfährt man ebenso und braucht z. B. das Viehfutter nachher nicht mehr gestampft und gemengt zu werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die durch Zeichnung und Beschreibung dargestellte Wasch- und Kochmaschine in ihrer Gesammtconstruction und Anwendung.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT8374D Waschmaschine Active DE8374C (de)

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