DE8371C - Maschine zur Fabrikation von Nachtlichten - Google Patents
Maschine zur Fabrikation von NachtlichtenInfo
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- DE8371C DE8371C DENDAT8371D DE8371DA DE8371C DE 8371 C DE8371 C DE 8371C DE NDAT8371 D DENDAT8371 D DE NDAT8371D DE 8371D A DE8371D A DE 8371DA DE 8371 C DE8371 C DE 8371C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B31—MAKING ARTICLES OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER; WORKING PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
- B31D—MAKING ARTICLES OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER, NOT PROVIDED FOR IN SUBCLASSES B31B OR B31C
- B31D5/00—Multiple-step processes for making three-dimensional [3D] articles
Landscapes
- Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)
Description
1879.
J. MARTIN AMEIS in NÜRNBERG.
Maschine zur Fabrikation von Nachtlichten.
Maschine zur Fabrikation von Nachtlichten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. Juni 1879 ab.
Der Zweck dieser Erfindung ist, Nachtlichte mit der Maschine vollständig zum Gebrauch
fertig herzustellen, was wie folgt erreicht wird.
Ein passend breiter und starker Papierstreifen wird ruckweise, jedesmal um die Gröfse eines
Dochthalters (Karte), vorgezogen, gelocht, der Docht eingesteckt, dann der Dochthalter ausgehauen,
der Docht abgeschnitten und das fertige Nachtlicht fallen gelassen. Diese Bewegungen
werden durch vier Mechanismen ausgeführt.
In beiliegenden Zeichnungen stellt Fig. 1 eine Ansicht von oben; Fig. 2 einen Verticalschnitt
nach X- Y) Fig. 3 den Support d mit den beiden Schiebern r und r', vom Aushauer aus
gesehen, und Fig. 4 die Ansicht dieses Theiles von der Rückseite dar.
Die Trommel 1 trägt den Papierstreifen 2 aufgerollt.
Der Bügel 3, in welchem sich die Trommel zwischen zwei Körnern leicht dreht, ist so an dem Gestell befestigt, dafs er in horizontaler
Richtung beweglich, durch das Einziehen des Papierstreifens in die Maschine sich
stets so stellt, dafs derselbe die Tangente zur Rolle bildet.
1. Das ruckweise Fortschieben des Papierstreifens geschieht durch das Vor-
und Zurückschieben des Schiebers r, welcher seine Bewegung durch den Hebel b b und
Feder f von der auf der Hauptwelle 7 sitzenden Hubscheibe e empfängt.
Der Sperrhaken s' gleitet mit seiner vorderen
Schneide beim Rückgang über das Papier, greift aber beim Vorwärtsgehen in dasselbe ein und
schiebt es weiter.
Auf der Trommel 4 ist der Wachsdocht 5 aufgerollt. Um diesen möglichst gestreckt zu
halten, ist die Trommel von möglichst grofsem Durchmesser zu machen. Dieselbe steckt leicht
beweglich auf Axe 6.
2. Das Lochen des Dochtes. Der Schlitten α erhält durch Hebel 71, welcher seinen
Drehpunkt in 35 hat, von der Hauptwelle 7 her vermittelst der Kurbel 8 und Stange 16 eine
hin und her gehende Bewegung, deren Gröfse durch die Stellschrauben 15, 15, Fig. 2, und
durch Verstellung der geschlitzten Kurbel 8 regulirt werden kann. Der Schlitten α trägt oben
die Stellschraube ζ und stöfst mit dieser beim Vorwärtsgehen den aus gehärtetem Rundstahl
bestehenden und vorn dreieckig zugespitzten Locher c durch den Papierstreifen. Bei dem
Zurückgehen drückt eine in einer Aussparung des Supporttheiles d gelagerte Feder 24 den
Locher wieder zurück gegen die Stellschraube z. Der Locher c bewegt sich in einer Durchbohrung
des Supporttheiles d und einem an demselben angeschraubten Bügel 23. Damit der
Papierstreifen ihm nicht ausweichen kann, wird der ausgehöhlte Kopf 2 5 des um 2 6 drehbaren
Hebels 25, 26 gegen das Papier und dieses dadurch gegen den Locher c geprefst und alsdann
durch Feder 27 wieder zurückgedrückt.
Das Anpressen erfolgt mittelst des Winkelhebels 28 durch den Stift 29, welcher an der
Innenseite der Hubscheibe e fest angebracht ist. Durch Feder 30 wird der Winkelhebel 28, sobald
ihn der Stift 29 verlassen hat, wieder zurückgezogen und dadurch der Feder 27 das
Zurückdrücken des Gegendrückers 25 ermöglicht.
Der Schlitten α steckt ferner auch den Docht in das beim vorigen Hub gestofsene Loch des
Papierstreifens ein und zwar vermittelst des Sperrhakens s, welcher sich beim Rückgange
des Schlittens vom Docht abhebt, im Moment des Vorwärtsgehens aber in den Docht eingreift
und ihn mitnimmt; der Docht läuft in der Führung 21 und in der Bohrung des Supportes.
Das Eingreifen des Sperrhakens ί in den Docht und das Loslassen desselben wird durch
die Theile 9, 10, 11, 12, 13 und 14 bewirkt.
Die Hubscheibe 9 drückt nämlich am Hebel 10 während etwa der Hälfte einer Umdrehung denselben
nach der Mitte der Maschine zu.
Der Hebel 10 überträgt diese Bewegung durch die Hubstange 12 und den kleinen zweiarmigen
Hebel 11 auf den Sperrhaken s, welcher den Docht dadurch losläfst. Bei weiterer Drehung
der Hubscheibe 9 kehrt Hebel 10 und Sperrhaken s infolge des Druckes von Federn 13
und 14 wieder in die frühere Stellung zurück und der Sperrhaken s greift wieder in den Docht
ein. Während des Rückganges des Schlittens a hält Mechanismus 17, 18, 19 und 20 den
Docht in der Bohrung des Supportes d fest, um ein etwaiges Mitnehmen desselben zu verhindern.
Der Hebel 10 drückt nämlich in seiner Ruhelage, also etwa während der Hälfte
einer Umdrehung, auf die Stange 17 und zieht
sich dadurch so zurück, dafs der Halter 19 den Docht nicht berührt. Bewegt sich darauf der
Hebel 10 wieder durch die Hubscheibe 9 nach innen, so drucken die Federn 20, 20 den Halter 19
gegen den Docht, welcher dadurch in der Bohrung des Supportes festgehalten wird.
Damit beim Einstecken des Dochtes in das Papier dieses nicht ausweicht, wird die Stange 22,
welche vorn mindestens gleich der Länge des eingesteckten Dochtes hohl oder ganz eine Röhre
ist, gegen dasselbe gedruckt. Dieses Dagegendrücken der Stange erfolgt durch den Hebel 31,
welchem durch das auf der Hauptwelle 7 sitzende Excenter 32, Zugstange 33 und verstellbare Kurbel
34 seine Bewegung ertheilt wird. Es ist nun der Docht durch das Loch des Papierstreifens
gesteckt und es erfolgt:
3. das Ausschlagen des papiernen Dochthalters (Karte). Der Schieberklotz g,
in Coulissenführung horizontal beweglich, trägt an seiner Vorderseite den Aushauer h und wird
durch die sehr kräftigen, mit Nachspannvorrichtungen versehenen Federn i i nach vorn gedrückt
bezw. geschleudert. Er ist centrisch durchbohrt, um die genannte Stange oder Röhre 22 lose durchzulassen. Ein Fortsatz /,
am hinteren Ende von g senkrecht abwärts gehend, wird durch die Nase « der in Fig. 2
deutlich sichtbar ausgeschnittenen, auf der Hauptwelle 7 festsitzenden Scheibe k bei deren Umdrehung
gefafst und dadurch g mit dem Aushauer wieder zurückgezogen. Bei fortgesetzter
Drehung kommt nun der Scheibenausschnitt unter den Fortsatz /, und sofort schlägt der
Klotz, durch die Federn gedrückt, vor, und der Aushauer schlägt den papiernen Dochthalter
(Karte) aus; das in den Support eingeschobene weiche Eisen v, gegen welches der Aushauer
schlägt, kann nach Abnutzung leicht ausgewechselt werden.
Sofort nach dem Ausschlagen greift Nase η wieder an den Fortsatz / und zieht g wieder
zurück. Da bis jetzt Stange oder "Rohr 22 den Papierstreifen und zuletzt noch den ausgeschlagenen
papiernen Dochthalter hält, so ist ein Haften derselben an dem Aushauer verhindert.
Nun geht aber auch Stange 22 zurück bis in den Aushauer, und läfst so das nur noch am
Docht hängende Nachtlicht frei, welches durchs die gleichzeitige Vorwärtsbewegung des Schlittens
α mit dem Docht so weit vorgeschoben wird, als der Docht lang sein soll.
4. Das Abschneiden des Dochtes. Die Messerscheibe m ist im Schieber rl drehbar befestigt
und trägt auf ihrer Axe das Getriebe o, das in eine im Support d feststehende Zahnstange
/ eingreift. Der Schlitten erhält durch den' Hebel q, Feder t und die zweite auf der
Hauptaxe 7 sitzende Hubscheibe w w seine hin und her gehende Bewegung. Durch dieselbe
wird aber auch die Messerscheibe m gedreht, welche den in der Bohrung des Supports
d in dieser Zeit festgehaltenen Docht scharf abschneidet.
Das fertige Nachtlicht fällt in ein untenstehendes Gefäfs.
Der Lochstift c ist von bedeutend gröfserem Durchmesser, als die dreieckige Spitze desselben
erfordert, um einen Ansatz dicht hinter der Spitze zu erhalten, auf welchem der Name des Fabrikanten ringsum eingravirt ist,
wodurch mit dem Lochen zugleich der Name rings um das Loch in den papiernen Dochthalter
(Karte) eingeprefst wird.
u soll einen Ventilator vorstellen, welcher, vom Schwungrad aus betrieben, gegen den
Draht bläst, um dessen Weichwerden bei höherer Temperatur zu verhindern. Da bei jeder Umdrehung
des Schwungrades ein Nachtlicht fertig wird, so kann die Leistung der Maschine durch
einen Hubzähler leicht controlirt werden.
Statt des Handbetriebes kann auch ein Motor angewendet werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Maschine zur Nachtlichtfabrikation, wie vorstehend beschrieben und durch Zeichnung dargestellt.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8371C true DE8371C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=285903
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT8371D Expired DE8371C (de) | Maschine zur Fabrikation von Nachtlichten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8371C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2134006A1 (de) * | 1971-04-22 | 1972-12-01 | Garrett Corp |
-
0
- DE DENDAT8371D patent/DE8371C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2134006A1 (de) * | 1971-04-22 | 1972-12-01 | Garrett Corp |
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