DE833995C - Verfahren und Vorrichtung zum Einlegen des Gemenges in Glasschmelzoefen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Einlegen des Gemenges in GlasschmelzoefenInfo
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- DE833995C DE833995C DEG5536A DEG0005536A DE833995C DE 833995 C DE833995 C DE 833995C DE G5536 A DEG5536 A DE G5536A DE G0005536 A DEG0005536 A DE G0005536A DE 833995 C DE833995 C DE 833995C
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Classifications
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- C03B3/00—Charging the melting furnaces
- C03B3/02—Charging the melting furnaces combined with preheating, premelting or pretreating the glass-making ingredients, pellets or cullet
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Einlegen des Gemenges in Glasschmelzöfen Das Einbringen von Gemenge in den Glasschmelzofen erfolgt bekanntlich entweder von Hand oder automatisch, und zwar wird hierbei das Gemenge entweder in Haufen oder in Dämmen odier in Form dünner lockerer Schichten oder in Form von Geinengebriketts eingelegt. Es ist bekannt, daß die Dünnschichteinlage gegenüber der Haufeneinlage und dem Einlegen in Dämmen eine höhere Schmelzleistung ergibt. Weiterhin ist 'bekannt, .daß brikettiertes Gemenge gegenüber der losen Schüttung ebenfalls eine gesteigerte Schmelzleistung ergibt.
- Gemäß der Erfindung wurde gefunden, d aß das Einlegen in dünner Schicht hinsichtlich der Schmelzleistung des Ofens noch wesentlich verbessert werden kann, wenn es muit .dem Verdichten des Gemenges kombiniert wird. Zu diesem Zwecke wird erfindungfgemäß das Gemenge in Dünnschicht einem Walzenstuhl zugeführt, durch den das Gemenge auf dem Wege zum Ofen zu einem endlosen Band verl>reßt wird und durch den das erzielte, aus dem Gemenge bestehende Preßband zweckmäßigerweise auch unmittelbar in den Schmelzofen eingeschoben wird. Um hierbei eine gute Bindung im Preßband zu erhalten und dessen Bruchfestigkeit beim Einschieben zu erhöhen, können dem Gemenge gegebenenfalls auch an sich bekannte Bindemittel beigemischt werden.
- Wird schon beim Dünnschich.teinlegeverfahren durch die Oberflächenvergrößerung eine Erhöhung der Einschmelzgeschw indigkeit erzielt, so wird diese bei Verarbeitung des genannten Preßbandes auf Grund seiner durch die Verdichtung erzielten bedeutend verbesserten Wärmeleitfähigkeit noch wesentlich gesteigert.
- Außerdem können während des Einschmelzens keine Entstaubung und keine Entmischung durch Aussaigerung eintreten, wie es bei loser Schüttung, besonders in Haufen, Dämmen und Wellen, zu beobachten ist. Durch die Versteifung der Dünnschicht als Folge des Preßvorganges können auch weder die Flammen noch die Glasströmung einen nachteiligen Einfluß auf den Vorschubweg und die Vorschubrichtung des Gemenges ausüben.
- Die Vorzüge vorliegender Erfindung liegen also darin, @daß im Vergleich zu den bekannten Verfahren auf Grund ' der erhöhten Einschmelzgeschwindigkeiten größere Schmelzleistungen je Einheit Schmelzfläche und somit Brennstoffersparnisse erzielt werden oder aber für die gleiche Leistung kleinere Ofeneinheiten benutzt werden können.
- Es ist an sich auch schon bekannt, das Gemenge vor dem Einbringen in den Schmelzofen zu erhitzen, um den Reaktionsbeginn vorzuverlegen, da hierfür die hohen Temperaturen der Schmelzanlage nicht erforderlich sind. Diese.S'interung erfolgt hierbei vorzugsweise in lose geschüttetem Gemenge oder nachdem es brikettiert worden ist.
- Es wurde nun ferner gefunden, daß das vorstehend beschriebene erfindungsgemäße Verfahren noch weiter verbessert werden kann, wenn die Gemengedünnschicht, ehe sie in der genannten Meise zu einem zusammenhängenden Band verpreßt wird, gesintert wird, so daß man ein Sinterpreßband erhält, das dann kontinuierlich dem Schmelzofen zugeführt wird.
- Der Vorteil dieses Verfahrens gegenüber anderen Sinterverfahren liegt darin, daß einmal auf Grund seiner größeren Oberfläche mehr Gemenge als bisher in der Zeiteinheit gesintert werden kann und daß zum anderen bei der anschließenden Pressung eine höhere Verdichtung des Preßbandes erzielt und der hierdurch verbesserten Wärmeleitfähigkeit das gesamte Gemenge in kürzest möglicher Zeit voll'kamimen @duichwärmt wird. Auch werden durch die genannte Sinterung die Elastizität und Bruchfestigkeit des erzielten Preßbandes wesentlich erhöht, so daß es, ohne zu zerbrechen, weit in dien Ofen eingeschoben werden 'kann.
- Das neue Verfahren wird' an Hand der Zeichnung, die in Schnittansicht zwei Glasschmelzöfen mit den zugehörigen Einrichtungen zur Herstellung des Gemengepreßbandes in beispielsweiser Ausführungsform veranschaulicht, näher beschrieben.
- In Fig. i bezeichnet i diie Ofenwanne mit dem Glasfluß 2 und 3 die Ofendecke. Vor der einen Stirnseite des Ofens ist ein etwa konischer Fülltrichter 4 angeordnet, der mit einem unter ihm angeordneten Förderband 5, beispielsweise aus Stahlblech, zusammenarbeitet, das um die Walzen 6.7 umläuft. Über dem Förderband sind die beiden Preßwalzen 8 und 9 angeordnet, und zwar ist der Abstand der Walze 8 vom Förderband; etwas größer als der der Walze 9.
- Wird aus dem Fülltrichter 4 dem Förderband fortlaufend Gemenge io zuggeleitet, @so wird dieses Gemenge durch das umlaufende Förderband den Walzen 8 und 9 zugeführt und durch diese stufenweise zu einem dünnen Preßband ii verdichtet, das unmittelbar durch das Förderband auf die Oberfläche des Glasflusses im Ofen aufgeschoben wird. Auf diese Weise ist eine einwandfreie, staubfreie Beschickung des Ofens möglich, und zwar bei gleichzeitiger Leistungssteigerung des Ofens.
- Nach Fig. 2 ist vor der einen Stirnseite des Ofens das Förderband i i angeordnet, über dessen hinteres Ende die Ofendecke 3 derart hinweggezogen ist, daß zwischen dem Förderband und dem vorgezogenen Deckenende 3a ein kanalartiger Raum 12 gebildet wird. Zwischen dem Förderband und der Stirnwand des Ofens ist ferner ein kühlbares Preßwalzenpaar 13, 14 angeordnet, dessen obere im Bereich der heißen Ofengase liegende Walze 14 durch eine Wand 15 gegen Überhitzung geschützt wird.
- Das Gemenge wird kontinuierlich in dünner, breiter Schicht auf das Band i i aufgegeben, durch das es dem Preßwalzenpaar 13, 14 gleichmäßig zugeführt wird. Auf diesem Wege wird das Gemenge auf geeignete Weise durch die Ofenabgase von der Oberfläche her mehr oder weniger stark und tief erhitzt und gesintert. Dieses Erhitzen und Sintern könnte an Stelle der Verwendung der Ofenabgase aber auch auf andere Weise bewirkt werden, wie z. B. durch Flammen oder elektrische Beheizung u. dgl.
- Das iso gesinterte Gemenge gelangt dann in die Preßvorrichtung, die aus den beiden gekühlten Walzen 13, 14 oder Bändern oder aus beidem besteht, und durch diese Preßvorrichtung wird die teigige Gemengeoberfläche mit den restlichen, noch körnigen Gemengeteilen zu einem sehr dichten, dünnen und elastischen Plattenband verpreßt. Dieses Sinterpreßband wird dann in noch heißem Zustand durch die Preßvorrichtung sofort in den Schmelzofen eingeschoben. Eine Zugabe von Bindemitteln erübrigt sich bei diesem Verfahren. Wird schon -mit dem zuerst beschriebenen Preßbandverfahren gegenüber den bekannten Dünnschicht-bzw. Brikettierverfahren eine erhebliche Steigerung der Schmelzleistung erzielt, @so wird diese durch das Sinterpreßbandverfahren nochmals wesentlich erhöht.
- Die Vorwärmung des Schmelzgutes begünstigt nämlich die Einschmelzgeschwindigkeit und gestattet eine bessere Ausnutzung .der hohen Abgastemperaturen des Schmelzofens, wodurch auch die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens -erhöht wird.
- Durch die Sinterung kann auch .die Stärke des Preßbandes geringer gehalten werden als bei dem zuerst beschriebenen Verfahren, wodurch die Einschmelzgeschwin.digkeit nochmals begünstigt wird. Auch wird durch das besonders dichte Gefüge des Sinterpreßbandes die Wärmeleitfähigkeit erhöht. Anstatt das beschriebene Verfahren beim Erschmelzen von Glas zu verwenden, kann es auch beim Erschmelzen anderer Produkte Anwendung finden.
Claims (1)
- P A T E N T A N S P R U C H E r. Verfahren zum Einlegen des Gemenges in Glasschmelzöfen, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemenge, gegebenenfalls in Mischung mit Bindemitteln, in dünner Schicht dem Ofen fortlaufend zugeführt und auf diesem Wege verdichtet und derart gepreBt wird, daß es als endloses Gemengepreßband in den Schmelzofen eingeschoben werden kann. a. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Gemengedünnschicht auf dem Wege zum Ofen vor dem Pressen, vorzugsweise unter Ausnutzung der Ofenabgase, gesintert wird. 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an der Einlegeseite des Ofens eine Fördervorrichtung (5, 6, 7) für das Gemenge angeordnet ist, durch die das in dünner Schicht fortlaufend herangeführte Gemenge einer Verdichtungsvorrichtung, beispielsweise in Form von PreBwalzen (8, 9), zugeführt wird. 4. Weitere Ausbildung der Vorrichtung nach Angspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördervorriehtung (ii) für das Gemenge mit einer Einrichtung (3°) kombiniert ist, durch die die Oberseite des Gemenges auf dem Wege zur Verdichtungsvorrichtung (i3, 14) gesintert wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG5536A DE833995C (de) | 1951-03-29 | 1951-03-29 | Verfahren und Vorrichtung zum Einlegen des Gemenges in Glasschmelzoefen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE833995C true DE833995C (de) | 1952-04-15 |
Family
ID=7117821
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEG5536A Expired DE833995C (de) | 1951-03-29 | 1951-03-29 | Verfahren und Vorrichtung zum Einlegen des Gemenges in Glasschmelzoefen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE833995C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1235528B (de) * | 1959-05-12 | 1967-03-02 | Glaverbel | Verfahren und Vorrichtung zum Vorwaermen, Eintragen und Schmelzen eines Gemenges in einem Glasschmelzofen |
| DE2625314A1 (de) * | 1975-06-05 | 1976-12-23 | Libbey Owens Ford Co | Verfahren und vorrichtung zur eingabe von glas-rohmaterialien in einen kontinuierlich arbeitenden, der glasherstellung dienenden wannen-schmelzofen |
| DE4230232A1 (de) * | 1992-09-10 | 1994-03-17 | Sorg Gmbh & Co Kg | Verfahren zum Vorwärmen von einem Gemenge zur Glaserzeugung, insbesondere in Mischung mit Glasscherben |
-
1951
- 1951-03-29 DE DEG5536A patent/DE833995C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1235528B (de) * | 1959-05-12 | 1967-03-02 | Glaverbel | Verfahren und Vorrichtung zum Vorwaermen, Eintragen und Schmelzen eines Gemenges in einem Glasschmelzofen |
| DE2625314A1 (de) * | 1975-06-05 | 1976-12-23 | Libbey Owens Ford Co | Verfahren und vorrichtung zur eingabe von glas-rohmaterialien in einen kontinuierlich arbeitenden, der glasherstellung dienenden wannen-schmelzofen |
| DE4230232A1 (de) * | 1992-09-10 | 1994-03-17 | Sorg Gmbh & Co Kg | Verfahren zum Vorwärmen von einem Gemenge zur Glaserzeugung, insbesondere in Mischung mit Glasscherben |
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