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Verfahren zur Ubertragung von Schriftzeichen nach dem Hell-System
mittels Blattschreiber Die Übertragung von Schriftzeichen nach dem Hell-System erfolgte
bisher im allgemeinen in der Weise, (laß die Zeichen empfangsseitig auf einem Streifen
fortlaufend aufgezeichnet wurden. Dies hatte den Nachteil, daß der Text nicht so
gut zu übersehen und die Streifen nicht so bequem zu benutzen waren wie die durch
Fernschreil)-maschinen-Blattschreiber oder Bildtelegraphenapparate übertragenen
Texte, die im allgemeinen auf Bogen wie voll einer Schreibmaschine niedergeschrieben
werden. Es ist bereits bekannt, diesen Nachteil dadurch zu beheben, daß der Empfangsapparat
des Hell-Systems ebenfalls als Blattschreibempfänger ausgebildet ist. Dieser arbeitet
in der Weise, (laß mittels des Abtastorgans des Empfängers zunächst eine Zeile niedergeschrieben
und nach Beendigung dieser Zeile durch einen entsprechenden Vorschub) des Papiers
und eine Beeinflussung des Abtastorgans bewirkt wird, daß zur Niederschrift der
folgenden Zeichen eine neue Zeile begonnen wird. Dies hat jedoch den Nachteil, daß
der Text am Zeilenende unter Umständen mitten in einer Silbe unterbrochen wird und
infolgedessen schwer lesbar ist.
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Um diesem Übelstand abzuhelfen, ist bereits vorgeschlagen worden,
die Zeilenanfänge und Zeilenenden auf dem Blatt durch senkrechte Linien zu markieren
und nach jedem Zeilenwechsel die letzten, z. B. sechs bis zehn Zeichen zu Beginn
der nächsten Zeile zu wiederholen. Es entsteht auf diese Weise ein Blatt, Giessen
Text zu Beginn und am Ende jeder "Zeile um drei bis fünf Zeichen über den Markierungsrand
übersteht. Man hat auf diese Weise die Möglichkeit, die abgeteilten Wörter an den
Anfängen und Enden der Zeilen leichter zu ergänzen. Aber auch dieser Text ist nicht
so einwandfrei
lesbar wie ein von einer Schreibmaschine geschriebenes
Schriftblatt.
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Das Abtast- und Schreibverfahren des Blattschreibers für bildmäßige
Zeichenübertragung ist kontinuierlich, d. h. es wird am Ende jeder Zeile bewirkt,
daß sofort anschließend die nächste Zeile abgetastet wird; das kann entweder in
der Weise geschehen, daß das Abtastorgan nach Beendigung einer Zeile selbsttätig
möglichst schnell wieder in die Anfangstellung zurückgeführt wird oder daß mehrere
Abtastorgane in einem kontinuierlichen Kreislauf derart nacheinander über das Blatt
geführt werden, daß, wenn ein Abtastorgan an das Ende einer Schreibzeile gelangt
ist, das folgende Abtastorgan am Anfang der nächsten Schreibzeile erscheint und
die Beschriftung des inzwischen ruckweise oder kontinuierlich vorwärts transportierten
Schreibblatts übernimmt. Dieses kontinuierlicheAbtastverfahren unterscheidet sich
also grundsätzlich von dem beispielsweise bei den Fernschreibmaschinen üblichen
Start-Stopp-Verfahren, bei dem unter Umständen ein Zeilenwechsel von der Sendestation
aus zu einem beliebigen Zeitpunkt gesteuert werden kann, was bei dem kontinuierlichen
Verfahren nicht möglich ist. Das Start-Stopp-Verfahren hat jedoch hei Funkübermittlung
den Nachteil, daß die Start- und Stoppsignale leicht zerstört und entstellt werden
können.
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Die Erfindung beschäftigt sich mit der Aufgabe, bei einer in dieser
Weise kontinuierlichen Abtastung des Blattschreibers, die wegen ihrer erhöhten Betriebssicherheit
besonders im Funkverkehr erhebliche Vorteile bringt, ein einwandfrei lesbares Schriftblatt
zu erzeugen.
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Das Verfahren zur Übertragung von Schriftzeichen für Blattschreiberempfang
nach dein Hell-System oder einem ähnlichen Verfahren, bei dem die einzeln in Bildpunkte
zerlegten und als festgelegte Impulsreihen gesendeten Schriftzeichen empfangsseitig
im Schreiber durch das Abtastorgan nacheinander auf einem Blatt in untereinanderliegenden
Schriftzeilen kontinuierlich aufgezeichnet werden, besteht erfindungsgemäß darin,
daß die Schriftzeichen in sinnvoll allgeteilten Gruppen ausgesendet werden, deren
Sendezeiten untereinander stets gleich sind und der Abtastdauer einer Schreibzeile
entsprechen, und deren Anfänge mit den Anfängen der Schreibzeilen in Übereinstimmung
gebracht werden.
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Das Iniibereinstimmungbringen der Anfänge von Sendegruppen und Schreibzeilen
braucht grundsätzlich nur einmal, zweckmäßig zu Beginn einer Übertragung vorgenommen
zu werden, da die Abtastung kontinuierlich verläuft; hierbei ist vorausgesetzt,
daß die Sendegeschwindigkeit und die Schreibgeschwindigkeit miteinander übereinstimmen,
d. h. daß die Sende- und Empfangseinrichtung synchron arbeiten. Dieser Synchronismus
muß ohnehin für die Übertragung der einzelnen Schriftzeichen völlig oder mindestens
angenähert gesichert sein. Ist der Synchronismus nur angenähert, beispielsweise
mittels eines Umlaufreglers hergestellt, so muß das Iniibereinstimmungbringen öfter
wiederholt werden. Sind besondere Mittel vorgesehen, um den -\btastsyticlirottisnitis
laufend aufrechtzuerhalten, so ist es überhaupt nicht erforderlich, da13 die Anfänge
der Sendegruppen und der Schreibzeilen später noch einmal in LThereinstimmung gebracht
xverden; (lies könnte ltöclistens noch zur zusätzlichen Kontrolle geschehen. Hierdurch
unterscheidet sich die Erfindung grundsätzlich von jedem Start-Stopp-Verfahren,
wie es z.13. bei Fernschreibmaschinen bekannt und für Hell-Blattschreiber bereits
vorgeschlagen ist, (las bei jedem einzelnen Zeilenwechsel einen neuen Start erfordert.
Gemäß einer besonderen Ausbildung des 1?rfindungsgedankens wird das \ erfahren nach
der Erfindung kombiniert mit einem \-erfalit-en zur Syltchronisierung der bildmäßigen
L'bertragulig der einzelnen Schriftzeichen angewandt.
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Das Inübereinstitnmungbringen der :\nfänge von Sendegruppen und Schreibzeilen
kann entweder von Hand oder selbsttätig, beispielsweise durch Startsignale erfolgen,
die zwecl:mäl.iig voni Sender her zu Beginn der ganzen Sehdung gegeben werden. Für
das Startsignal ist ein besonderes 7eichen vorgesehen, das bei Tastensendung durch
eine besondere Taste gesendet wird oder hei Sendung mittels Schriftzeiclienträgern,
beispielsweise Lochstreifen, zweckmäßig als Zeichen auf d.cni Scliriftzeichenträger
angeordnet ist. Zur 13edientnig \-oti Hand ist das Abtastorgan im Schreiber, lleisliiels,#i-eise
über ein Differentialgetriebe oder eine keil>ungskupplung, derart von Hand verstellbar
bzw. arretierbar ausgebildet, (laß es zutn zeilenrichtigen Laufen gebracht werden
kann. Hei einer Fernsteuerung wird gemäß einer besonderen.\usbildung de,;
Hrfindungsgedankens derart verfahren, (laß durch das Startzeichen zunächst der -.Motor
des Schreibers zum Anlaufen gebracht wird und erst zum Schluß des Startzeichens
oder auf Grund eines zweiten Startzeichens oder unter der Wirkung von \`erzögerungsmitteln
der Anlauf des _\htastot-gans bewirkt wird. Unter Umständen kann auf ein besonderes
Startsiglial verzichtet werden. 1)ie Schreibzeilen stellen sich dadurch selbsttiing
auf die Sendegruppen ein, (laß am Schreiber Mittel vorgesehen sind, die das Abtastorgall
flach einer längeren Lücke, wie sie am Zeilenende :tilfztitr,etetl pflegt, selbsttätig
durch Bremsung oder 13eschletungung in die Anfangsstellung eitler Zeile ])ringen.
Damit die ersten Zeilen des Textes dabei nicht verlorengehen, werden hierbei zweckni<iliigerwcise
zuerst drei oder vier Zeilen mit belauglo sein Text gesendet.
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Die Gruppen, zu denen die Zeichen erfindungsgemäß bei der Sendwig
zusammengefaßt sind, werden in der Weise sinngemäß abgeteilt, (laß am Ende einer
Gruppe ein Wort oder eine Zahl gerade zu Erde ist oder ein Satzzeichen, ein \Vorttrennungszeichen
od. dgl. oder eine Pause steht. Ist nach Beendigung der Sendung einer solchen Gruppe
noch nicht die ganze Zeit verflossen, die die Abtastdauer einer Schreibzeile ausmacht,
so wird während der restlichen Zeit entweder die Sendung angehalten bzw. unterbrochen
oder es werden Pattsetl2eichell gesendet. Erfolgt die sclllllllig mit einem
Tastengeber,
so ist an diesem zweckmäßig eine Zeitmeßeinrichtung oder ein Zählwerk angeordnet,
wodurch dem Bedienungspersonal angegeben wird, wann die Schreibzeile beendet ist.
Unter Umständen können i\Iittel vorgesehen sein, durch die nach lkendigung einer
Sendegruppe und nach Auslösung eines entsprechenden Kontaktes, beispielsweise Tastendruckes,
automatisch Pausenzeichen ausgesendet werden, so lange, bis das Zählwerk das Ende
der Schreibzeile anzeigt und mit der Aussendung der nächsten Gruppe begonnen wird.
Hierzu kann das bei den bekannten Lochern ebenfalls vorhandene Zählwerk benutzt
werden; es ist jedoch in der Weise abzuändern, daß die Zeilen-und Buchstabenwechselzeichen
(Zi und Bu) mitgezählt werden, da die Sendegruppen erfindungsgemäß nicht auf die
Anzahl der Schriftzeichen, sondern auf die vom Schreiber benötigte Abtastzeit zugeschnitten
werden sollen. Bei Verwendung eines am Schreiber hin- und rückgeführten Abtastorgans
ist daher auch die Rückführungszeit mit zu berücksichtigen.
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Eine besondere Ausbildung des Erfindungsgedankens besteht darin, bei
Übertragung mittels Schriftzeichenträgern, vorzugsweise Lochstreifen, diese Schriftzeichenträger
von vornherein so herzustellen, daß auf ihnen die Sendezeichen bereits zu sinnvollen
Gruppen zusammengefaßt sind, deren Sendedauer der Abtastdauer einer Zeile auf dem
Blattschreiber entspricht. Die Herstellung eines solchen Streifens geschieht beispielsweise
in der Weise, daß die zur Herstellung der Schriftzeichenträger dienende Vorrichtung,
insbesondere Lochereinrichtung, mit einem Zählwerk ausgestattet ist, das dem Bedienungspersonal
anzeigt, wann eine einer Schreibzeile entsprechende Gruppe fertiggetastet ist, und
vorher ein entsprechendes Warnsignal gibt. Hierbei ist zweckmäßigerweise eine Schaltanordnung
vorgesehen, die bei oder unmittelbar nach Tastung des letzten Schriftzeichens einer
Gruppe betätigt wird und welche bewirkt, daß der Zähler automatisch die notwendigen
Pausenzeichen bis zur Beendigung der Zeile tastet. Gemäß einer besonderen Ausbildung
des Erfindungsgedankens werden die hierbei entstehenden Pausen an den Zeilenenden
dazu ausgenutzt, an Stelle der Pausenzeichen oder mindestens an Stelle einiger Pausenzeichen
Svnchronisierungssignale zu erzeugen, die dazu dienen, den Synchronismus für die
bildmäßige Abtastung der einzelnen Schriftzeichen herbeizuführen bzw. aufrechtzuerhalten.
Gegebenenfalls können in diesen Lücken auch noch andere Signale, insbesondere Kontrollsignale,
gesendet werden, die beispielsweise den zeilenrichtigen Anlauf bzw. Ablauf des Abtastorgans
am Schreiber nachkontrollieren.
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Gemäß einer weiteren Ausbildung des Erfindungsgedankens wird bei Verwendung
eines Zeichenträgers mit Zeichengruppen verschiedener Länge, wie sie beispielsweise
als Lochstreifen für die üblichen Blattschreiber der Fernschreibmaschinen benutzt
werden, die Aussendung jeder Gruppe durch Einschaltung von zusätzlichen Unterbrechungen
bzw. Pausen auf die Abtastdauer einer Schreibzeile gebracht. Dies geschieht beispielsweise
in der Weise, daß am Hell-Umsetzer Mittel vorgesehen sind, durch die die Abtastung
des Geberstreifens auf das Zeilenwechsel- oder Wagenrücklaufzeichen hin angehalten
wird, und solange keine Sendung stattfindet oder Pausenzeichen, Synchronisierungszeichen
od. dgl. gesendet werden, bis die Zeit verflossen ist, die zur restlichen Abtastung
der Zeile auf dem Blattschreiber benötigt wird. Dabei ist im Umsetzer eine mit Schreibzeilenbeginn
anlaufende und zur Abtastung am Schreiber synchrone Zählvorrichtung vorgesehen,
die die Sperrung der Streifenabtastung am Ende der Schreibzeile wieder aufhebt.
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Bei Verwendung von Schriftzeichenträgern, beispielsweise Lochstreifen,
ohne irgendeine Gruppeneinteilung, die also keine Zeichen für Zeilenwechsel, Wagenrücklauf
od. dgl. besitzen, wird gemäß einer weiteren Ausbildung des Erfindungsgedankens
dadurch eine Sendung in sinnvoll abgeteilten Gruppen von der Dauer einer Schreibzeile
erreicht, daß am Hell-Umsetzer Mittel vorgesehen sind, die bei Abtastung einer Zeichenpause
innerhalb eines vorgesehenen Endbereiches der Schreibzeile die Abtastung des Sendestreifens
bis zum Beginn der nächsten Schreibzeile unterbrechen und bewirken, daß während
dieser Zeit gar keine Sendung erfolgt oder Pausen- bzw. Synchronisierungszeichen
gesendet werden.
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In der Zeichnung sind einige Ausführungsformen von Einrichtungen zur
Ausübung des Verfahrens nach der Erfindung beispielsweise dargestellt. In Abb. i
ist der Schreiber und in Abb. 2 der Hell-Umsetzer schematisch dargestellt.
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In Abb. i bedeutet i eine Rillenwalze, über die ein Schreibblatt 2
mittels einer Transportrolle 3 hinweggezogen wird. Vor der Rillenwalze i bewegt
sich in kontinuierlichem Kreislauf ein System von vier als Abtastorgane wirkenden
Fähnchen. Die Fähnchen sitzen auf einem Kettenband 5, das über zwei Zahnräder 6
und 7 läuft. Der Abstand der Fähnchen 4 voneinander ist derart eingestellt, daß
in dem Augenblick, in dem ein Fähnchen am rechten Rande des Schreibblattes 2 und
damit am Ende einer Schreibzeile angekommen ist, gerade das nächste Fähnchen am
linken Rande, d. h. am Anfang der nächsten Schreibzeile mit der Abtastung beginnt.
Die Abtastung der als bestimmte Impulsfolgen gesendeten Schriftzeichen und die gleichzeitige
Aufzeichnung auf dem Schreibblatt erfolgen in bereits vorgeschlagener Weise derart,
daß eine Andruckschiene 8 bei jedem Impuls durch die Magneten 9 kurzzeitig angezogen
und gegen die Fähnchen gedrückt wird. Hierdurch kommt die Schneide des Fähnchens
4 zum Andruck auf der gerade darunter befindlichen Kante der Walze i, was sich als
ein Punkt auf dem Blatt 2 markiert, da zwischen der Rillenwalze i und dem Blatt
2 oder zwischen dem Fähnchen 4 und dem Blatt 2 ein Farbband oder ein Kohlepapier
angeordnet ist. Zur Erzielung klarer und eindeutiger Bilder müssen die Drehgeschwindigkeiten
der Zahrwäder 6
und 7, der Rillenwalze i und der Vorschubeinrichtung
3 richtig aufeinander abgestellt sein. Dies wird durch einen gemeinsamen Antrieb
von einem Motor io erreicht, der über entsprechende Übersetzungsgetriebe auf die
drei Bewegungsanordnungen übertragen wird. Bei ruckweisem Vorschub des Blattes 2
verlaufen die Rillen der Walze i horizontal, bei stetigem Vorschub sind die Rillen
schräg oder spiralig ausgebildet.
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Gemäß der Erfindung ist eine besondere Start-und Arretiervorrichtung
vorgesehen, die bewirkt, daß nach Stillsetzen der Empfangseinrichtung zum Schluß
einer Sendung eines der Abtastfähnchen gerade am Zeilenanfang festgehalten wird
und zu Beginn einer neuen Sendung aus dieser Stellung heraus startet. Diese Vorrichtung
besteht im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus einer zwischen Antrieb und Zahnrad
6 eingeschalteten Reibungskupplung. Die Reibungskupplung besteht aus einer als 'N
ockenscheibe ausgebildeten Reibscheibe i i, die fest auf der Antriebswelle 12 des
Zahnrades 6 sitzt und gegen die von unten mittels einer Feder eine Reibscheibe 13
drückt, die mit dem Antriebsmotor io formschlüssig verbunden ist. Ein als Magnetanker
ausgebildeter Sperrhaken 14 wird von dem Magneten 15 in der Weise betätigt, daß
er nach Beendigung der ganzen Sendung angezogen wird, sich dabei um seine Drehachse
16 dreht und eine Sperrung der Nockenscheibe io bewirkt, und zwar wird diese in
einer solchen Stellung festgehalten, in der sich das Fähnchen 4 zu Beginn einer
Zeile befindet; bzw. befindet sich das Fähnchen nicht gerade in dieser Stellung,
so kann die Scheibe i i noch so lange umlaufen, bis sich das Fähnchen in der richtigen
Stellung befindet. Das Stillsetzen der Empfangseinrichtung mit dem Motor io erfolgt
wie bei den bekannten Hell-Schreibempfängern zweckmäßigerweise mittels eines Zeichens,
das ungefähr einen vollen Umlauf einer einzigen Bildzeichenal>tastung ganz ausfüllt.
Es muß dafür Sorge getragen werden, daß der Motor nach dem Wirksamwerden dieses
Zeichens mindestens noch so lange umläuft, bis sich die Scheibe i i einmal ganz
herumgedreht hat. Dies wird entweder dadurch erreicht, daß bei sofortiger Abschaltung
des Motors to dieser sich auf Grund seiner Trägheit noch weit genug herumdreht oder
aber dadurch, daß die Abschaltung des Motors nach dem Eintreffen des die Beendigung
der Sendung anzeigenden Signals verzögert erfolgt.
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Zur Wiederingangsetzung der Sendung wird mittels eines entsprechenden
Startsignals umgekehrt zuerst der Motor zum Anlauf gebracht und gleichzeitig der
Sperrhaken 14 angezogen. Entweder bei Beendigung des Startsignals oder durch ein
zweites Startsignal oder durch entsprechende Verzögerungsmittel wird bewirkt, daß
nach einiger Zeit, wenn der Motor io auf volle Touren gelangt ist und die Nockenscheibe
i i auf jeden Fall zum Anschlag an den Sperrhaken i4 gekommen ist, die Sperrung
des Hakens 14 wieder aufgehoben wird, und zwar in <lern Augenblick, in dem die
Sendung beginnt. Unter Umständen kann die Sperrung mittels des Sperrhakens 14 während
der Sendung ein oder mehrmals zur Kontrolle wiederholt werden. Diese Kontrollen
können entweder regelmäßig in bestimmten Zeitabständen zuin Zeilenbeginn wiederholt
werden oder im Bedarfsfall zwischendurch auf Grund eines besonderen Startkontrollzeichens
von der Sendestelle oder einer anderen Station her vorgenommen werden.
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Die Erfindung ist keineswegs auf das Ausführungsbeispiel beschränkt.
Es sind noch andere kontinuierliche Abtastverfahren denkbar, die Starteinrichtung
kann durch andere Mittel ersetzt sein, es können zusätzliche Einstellvorrichtungen
für die Abtastorgane vorgesehen sein, die von Hand zu betätigen sind. In diesem
Fall hat der Bedienungsmann des Blattschreibers die Möglichkeit, die Schrift jederzeit
nachzukontrollieren und auf Gleichlauf mit der Sendeeinrichtung einzustellen. An
Stelle der Reibungskupplung 12 und 13 kann beispielsweise auch eine entsprechende
Kupplung über ein Differentialgetriebe treten. Voraussetzung für das richtige Arbeiten
der Einrichtung nach der Erfindung ist, daß die bildmäßige Abtastung eines einzelnen
Schriftzeichens synchron zur Aussendung der Impulsreihen erfolgt, daß also ein linienmäßiger
Synchronismus zwischen Sende- und 1,--inpfangseinrichtung besteht. Dies kann wie
beim bekannten Hell-Streifenschreiber von Hand geschehen, wobei durch eine Umlaufregeleinrichtung
dafür Sorge getragen ist, daß der Synchronismus bis zu einem gewissen Grade gewährleistet
ist. Zweckmäßigerweise befindet sich jedoch an dein Blattschreiber noch eine Synchronisierungseinrichtung,
die in der Zeichnung nicht dargestellt ist, die den Antrieb des Empfangssystems
durch Synchronisierimpulse od. dgl. mit der Sendeeinrichtung synchronisiert.
| In Abb.2 ist eine beispielsweise Ausführungs- |
| form des Hell-Umsetzers dargestellt, der mittels |
| für Fernschreibmaschinen üblicher Lochstreifen |
| fortlaufend sendet. Die Einrichtung arbeitet im |
| wesentlichen in der üblichen Weise und ist daher |
| nur schematisch angedeutet. |
| 17 bedeutet das Transportrad für einen Loch- |
| streifen 18. Dieser wird in bekannter Weise ab- |
| getastet, wodurch Schienen 19 bzw. 20 zur Wirk- |
| samkeit gebracht Nverden. Die Schiene i9 ist eine |
| von denjenigen Schienen, die über eine Kontakt- |
| anordnung 21 die Aussendung eines Hellzeichens |
| bewirken. Die Schiene 20 wird auf das Zeichen |
| »Wagenrücklauf« hin ausgerückt und schließt dabei |
| einen Kontakt 22. Hierdurch wird ein Stromkreis |
| geschlossen, der einen Magneten 23 erregt, wodurch |
| der als Sperrhaken ausgebildete Anker 24 zum Ein- |
| fallen gebracht wird und den Antrieb des Trans- |
| portrades 17 sperrt, indem er das finit diesem auf |
| der gleichen Welle sitzende Sperrad 25 festhält. |
| Da die Welle 26 mit der Antriebswelle 27 des |
| :Motors 28 über eine Reibtingskupl)lung 29 ver- |
| bunden ist, braucht hierbei der @lotor 28 nicht ab- |
| geschaltet zu werden. Der Magnet 23 ist mit |
| seinem Anker 24 als Selbstbalterelais dadurch aus- |
| gebildet, daß der Aiihei- 24 im angezogenen Zti- |
stand gleichzeitig einen Kontakt
30 schließt. In demselben
Stromkreis liegt außerdem ein Kontakt 31, der normalerweise geschlossen ist. Über
diesen Kontakt ist der Stromkreis des Selbsthalterelais geschlossen, da der Kontakt
22 nur kurzzeitig geschlossen wird und die Schiene 2o nach einiger Zeit wieder einrückt.
Durch eine ständig umlaufende Nockenscheibe 32 wird bewirkt, daß der Kontakt 31
in dem Augenblick kurzzeitig mittels des Nockens der Scheibe 32 unterbrochen wird,
indem das Abtastorgan des empfangsseitigen Schreibers am Ende einer Zeile angekommen
ist. Dies wird dadurch erreicht, daß ein Umlauf der Nockenscheibe 32 gerade soviel
Zeit beansprucht, wie die Abtastdauer einer Schreibzeile beträgt. Durch an sich
bekannte Mittel wird Synchronismus der Nockenscheibe 32 mit der empfangsseitigen
Abtastung einer Zeile bewirkt und außerdem Sorge dafür getragen, daß der Nocken
der Scheibe 32 stets gerade dann den Kontakt 31 abhebt, wenn sich das Abtastorgan
am Zeilenende des Schreibers befindet.
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Die Wirkungsweise der Einrichtung nach Abb. 2 besteht darin, daß auf
das Zeilenendzeichen hin durch Betätigung der Taste 2o automatisch die Sendung unterbrochen
wird, indem der Transport des Sendestreifens 18 angehalten wird. DieseUnterbrechung
der Sendung wird durch die Wirkung der Nockenscheibe 32 in dem Augenblick wieder
aufgehoben, in dem der Kontakt 31 geöffnet wird. Hierdurch kann die Sendung ihren
Fortgang nehmen und die nächste Sendegruppe gesendet werden, die auf der nächstfolgenden
Schreibzeile des Schreibers abgetastet und niedergeschrieben wird.