-
Verfahren zur Übertragung von Schriftzeichen nach dem Hell-System
mittels Blattschreiber Im Patent 832 444 ist ein Verfahren zur Übertragung
von Schriftzeichen für Blattschreiberempfang nach dem Heell-System oder einem ähnlichen
Verfahren beschrieben, bei dem die einzeln in Bildpunkte zerlegten und als festbelegte
Impulsreihen gesendeten: Schriftzeichen empfangsseitig im Schreiber durch das Abtastorjan
nacheinander auf einem Blatt in untereinanderliegenden Schriftzeilzen. kontinuierlich
aufgezeichnet werden und dessen wesentliches Merkmal darin besteht, daß die Schriftzeichen
in solchen sinnvoll abgeteilten Gruppen. ausgesendet werden, daß deren Sendezeiten
untereinander stets gleich sind und der Abtastdauer einer Schreibzeile entsprechen
und deren Anfänge. mit den Anfängen der Schreibzeilen in Übereinstimmung gebracht
werden.
-
Die Erfindung bezieht sich auf eine Weiterentwicklung des Gegenstandes
des Patenas 832 .I44. Es handelt sich dabei im wesentlichen. um eine Anordnung,
die das sinnvolle Zusammenarbeiten von Geber und Empfänger erleichtert bzw. zu kontrollieren
gestattet.
-
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß sendeseitig eine Zähl-
und Anzeigeanordnung vorgesehen ist, die die Stellung des empfangsseitigen Abtastorgans
anzeigt. Durch diese Maßnahme läßt sich jederzeit der Abtast- und Schreibvorgang
auf der Empfangsseite verfolgen, so daß das Bedienungspersonal
stets
weiß, an welcher Stelle einer Schreibzeile das Abtastorgan des Empfängers gerade
angelangt ist.
-
Eine weitere Ausbildung des Erfindungsgedankens besteht darin, da.ß
sendeseitig eine durch eine besondere Taste aaslösbare Zwischenstartvorrichtung
für die Gebeeinrichtung allein vorgesehen ist; die bei laufender Empfangsanordnung
wirksam wird und mit solchen: Verzögerungsmitteln: versehen ist, daß unabhängig
vom Zeitpunkt der Betätigung der Taste zum Anlauf der Gebeeinrichtung letztere stets
erst genau in dem Augenblick zu arbeiten beginnt, in dem das Abtastorgan des Empfängers
eine bestimmte Stellung, beispielsweise den Zeilenbeginn, passiert. Diese Maßnahme
erfüllt den Zweck, ein sinnvolles Zusammenarbeiten von Geber und Empfänger auch
dann zu ermöglichen, wenn der Sendevorgang am Geber plötzlich unterbrochen wird.
Dies tritt beispielsweise dann ein, wenn ein neuer Streifen in den Geber eingelegt
wird. Auf Grund der Maßnahme nach der Erfindung ist es nicht notwendig, in einem
:solchen; Fall die ganze Anlage sende.- und empfangsseitig anzuhalten und nach dem
Einlegen des neuen Streifens gemeinsam erneut wieder anlaufen zu lassen. Die Zwischenstartvorrichtung;
gestattet es vielmehr, daß .die ;ganze Anlage, insbesondere der Empfänger u.nd,
auch der Antriebsmotor für den Geber weiterlaufen, während nur der Geber selbst
zum Zweck des Einlegens eines neuen Streifens angehalten wird. Soll die Sendung
wieder aufgenommen werden, so wird, durch das Drücken der Taste für die Zwischenstartvorriclhtung
bewirkt, daß die Gebe einrichtung erst in, dem Augenblick wieder anläuft, in dem
die Empfangsanordnung eine ganz bestimmte Stellung erreicht hat.
-
Um lediglich den genauen Synchronismus und. damit auch gleiche Phase
zwischen Geber und Empfänger zu erreichen, wäre es an und für sich gleichgültig,
in welcher Empfängerstellung dieser Start vorgenommen wird. Zweckmäßigenveise wird
gerade in: dem Augenblick, in dem sich das Abtast-und Schreiborgan des Empfängers
am Zeilenbeginn befindet, der Geber an seinen Antrieb angekuppelt.
-
Eine besonders zweckmäßige: Ausführungsform des Erfindungsgedankens
besteht darin,, daß sowohl die Zähl- und Anzeigevorrichtung für die Stellung des
Empfängers als auch die Zwischenstartein,richtung für den Geber zu einer baulichen
Einheit miteinander vereinigt sind. Zweckmäßigerweise wird hiermit auch noch die
Start- und Stopp-einricntung für die ganze Anlage vereinigt, so daß ein Steuergerät
mit drei Tasten für den Start und Stopp der ganzen Anlage und den Zwischenstart
des Gebers entsteht, an dem gleichzeitig die Anzeigevorrichtung für die Stellung
des Abtastorgans des Empfängers angebracht ist. Grundsätzlich kann dieses Steuergerät
mit dem Geber zu einem Ganzen vereinigt sein. Für viele Zwecke ist es jedoch vorteilhaft,
das Steuergerät als ein getrenntes Gerät auszubilden, das gesondert vom Geber an
einer beliebigen Stelle anzuordnen ist. Im letztgenannten Fall wird der Synchronismus
zwischen dem Geber und dem Steuergerät in einfacher Weise dadurch gewährleistet,
daß beide Einrichtungen von je einem Synchronmotor arngetrieben werden; die an demselben
Netz liegen.
-
Eine weitere Ausbildung des Erfindungsgedankens zur Gewährleistung
eines störungsfreien Zusammenarbeitens zwischen Sende- und Empfangsanordnung besteht
darin, daß zum Zweck des Synchronisierens zu Beginn jedes Sendestreifens unmittelbar
im An.schluß an die Startzeichengabe die- Aussendung einer Reihe unter sich gleicher
Zeichen (Synchronisierungs.zeichen) vorgesehen ist, wovon jedes aus getrennten oder
unmittelbar aufeinanderfolgendenBildpunktimpulseen je senkrechter Abtastlinie besteht,
die sich jeweils über denselben Teil einer Abtastünie erstrecken und durch eine
stets an ein und derselben Stelle liegende Lücke unterbrochen sind, z. B. fünf aufeinan@derfolgende
volle I-Striche oder fünf aufei.nanderfolgende I-Striche, die an einer bestimmten
Stelle, z. B. .in der Mitte, eine Lücke aufweisen.
-
Mit besonderem Vorteil empfiehlt sich eine bereits vorgeschlagene
Synchronisierungsmaßn.ah.me, bei der beschleunigende oder verzögernde Mittel korrigierend
auf den Antrieb der Empfangsanordnung einwirken, wenn auf den Randzonen Bildpunkte
abgetastet werden, wobei ,eine einmal eingeschlagene Korrekturtendenz (B,eschleunigung
oder Verzögerung) so lange beibehalten wird., bis während einer gewissen Zeit keine
Bildpunkte mehr auf die Randzonen fallen.
-
Für eine solche Synchronisierung ist das erfindungsgemäß vorgesehene
Synchronisierungszeichen besonders geeignet. Dieses besteht beispielsweise aus einem
einzigen unterbrochenen: Dauerstrich, wobei die Unterbrechung des Dauerstriches
vorzugsweise gerade in die Randzonen gelegt ist. Da zur Erzeugung dieses Zeichens
zunächst keine der üblichen Gebertasten verwendet werden kann. so geht eine Fortführung
des Erfindungsgedankens dahin, daß dem Synchronisiterungszeicheneine Gebertaste
mit solcher Zeichenkombination zugeordnet wird, die überhaupt keine Markierungen
enthält. Handelt es sich insbesondere um einen Lochstreifengeber, so besteht diese
Zeichenkombination darin, daß überhaupt kein Loch in das für das Schriftzeichen
auf dem Lochstreifen vorgesehene Feld eingestanzt ist. Die Einlegevorschrift für
den Lochstreifen bzw. sonstige Sendestreifen besteht darin, die Synchronisierungszeichen
auf .eine bestimmte, an der Geberanordnung angebrachte Marke einzustellen.
-
Da das Synch:ronisierungszeichen nur zum .erstmaligen Herstellen des
Synchronismus benötigt wird, während die weitere Synchronisierung durch die Schriftzeichen
selbst --erfolgt, so geht eine weitere Ausbildung des Erfindungsgedankens dahin,
das Synchronisierungszeichen während oder am Schluß des Sendevorganges für andere
Zwecke nutzbar zu machen. Insbesondere kann, es zum Auslösen eines, an sich bereits
vorgeschlagenen Schnelltransportes des Schreibblattes über mehrere Schreibteilen
mit
anschließendem Abschneiden bzw. Perforation dies Blattes dienen.. Damit dieser Vorgang
nicht auch bereits zu Beginn der Sendung während. der ersten. Einsynchronisierung
ausgelöst wird, ist erfindungsgemäß weiterhin vorgesehen, daß empfangsseitig ,ein
auf ein bestimmtes Zeichen, beispielsweise, auf einen Dauerstrich ansprechendes
Arbeitsrelais, das zum Auslösen des Abschneidevorganges dient, durch zwei Kontakte
gesteuert ist, von denen der eine dtirch die empfangenen Impulse und. der andere
durch eine synchron zum Empfänger umlaufende Nockenscheibe derart betätigt wird,
daß bei Synchronismus und damit auch gl-eichier Phase von. Sender und Empfänger
die Pause des Synchronisierungszeichens durch die Nockenscheibe derart -ergänzt
wird, da.ß ein bestimmtes Zeichen, beispielsweise ein Dauerstrich, entsteht und-
das Arbeitsrelais betätigt wird. Durch das Zusammenwirken des Synchronisierungszeichens
mit der Nockenscheibe wird also ein neues Zeichen -erz-eugt, auf das das betreffende
Arbeitsrelais anspricht, und zwar nur dann, wenn der Synchronismus zwischen Sende-
und Empfangsanordnung bereits hergestellt ist.
-
In der Zeichnung, ist eine Ausführungsform der Einrichtung nach der
Erfindung beispielsweise dargestellt.
-
In Fig. i und 2 ist das Steuvergerät nach der Erfindung schematisch
dargestellt. Fig. 3 zeigt zwei :!£usfübirunigsb@eispiel-e für dass Synchronisi-erun.as-7eichen,
und Fig. q. zeigt eine Schaltskizze der Empfangsanordnung nach der Erfindung.
-
Der innere Aufbau des Steuergeräts ist in Fig. i im Ouerschnitt und
in Fig. 2 noch einanal in Form einer Übersichtsschaltung schematisch dargestellt:
die Bezugszeichten sind in. beiden Figuren die gleichen.
-
Das Steuergerät nach der Erfindung vereinigt in sich drei Tasten Str
für den Start und Sto für den Stopp der ganzen Anlage sowie die Taste Zs für einen
Zwieche,nstart des Gebers .allein zu einer Einheit. Außerdem ist ein Zeiger Z vorhanden,
der auf einer festen. Skala S die jeweilige Stellung des Abtastorgans: der Empfangsvorrichtung
anzeigt. Die Skala S ist in so viel Teilstriche mit gleichem Abstand eingeteilt,
wie die Schreibzeile zeitlich gleiche Abschnitte besitzt; dies sind im Ausführungsbeispiel
siebzig Schriftzeichen einschließlich Wortlücken pro Zeile. Das Abtastorgan der
Empfangsvorrichtung ist gleichzeitig der Schreiber, der die Zeichen des zu übertragenden
Schriftsatzes druckt. Außer den aufgeführten Tasten des Steuergeräts sind noch weitere
Schalter vorgesehen. die den Geber, das Steuergerät und den. Sendegenerator startbereit
machen: Es müssen hierzu die Antriebsmotoren angelassen und. die Heizspannung an
die Röhren der Verstärker- und Generatoranordn.ung gelegt werden. Durch diese Vorbereitung
isst der Antriebsmotor IT für das Steuergerät zum Anlauf gebracht. Damit das Steuergerät
und der Geber genau synchron laufen, ist der Motor 31 als Syncli.ronmotor ausgebildet,
der mit einem entsprechenden Synchronmotor für den Geber zusammen an demselben Netz
liegt. Der eigentliche Aufbau. des Steuergeräts besteht im folgenden.: Über eine
Zahnradkupplung i ist an den Antriebsmotor M eine mit diesem zusammen ständig umlaufende
Weile 2 angekuppelt. Auf der Welle 2 sitzt lose eine Nockenscheibenanordnung 3,
die durch eine Rutschkupplung zum Mitlaufen. gebracht wird. Die Rutschkupplung besteht
aus, zwei Buchsen d. und 5, die durch eine festgelegte Feder 6 gegeneinandergedrückt
werden. Die Nockenscheibenanordnung 3 besteht aus drei Nocken;, und 9. Alle drei
Nockenscheiben sinid miteinander fest vereinigt, so daß .durch den. Sperrhaken io
der Taste Str die gesamte Nockenscheibenanordnung festgehalten wird. Durch
kurzzeitiges Drücken der Starttaste Str dreht sich die Nockenscheibenanordnung 3
in Richtung des Pfeiles i i bis zum nächsten Zahn der Scheibe i weiter. Hierdurch
wird der Kontakt 12 mittels der Nockensoheibe 9 geschlossen und auf die Impulsleitung
I ein Dauerstrich von 2 Sekunden gegeben, der bewirkt, daß empfangsseitig die Motoren:
anlaufen und der, Verstärker betriebsbereit (Röhrenheizung) gemacht wird. In dem
Augenblick, in dem dieses. Vorsignal beendet ist und der Kontakt 12 wieder von seinem
Nocken heruntergleitet und sich öffnet, wird durch, die Nockenscheibe 8 der Doppelk
ontakt i3 kurzzeitig geschlossen. Hierdurch wird gleichzeitig zweierlei erreicht.
Über die Leitung G, die zum Geber führt, wird ein Selbsthalterelais erregt und der
Geber in Tätigkeit gesetzt. Der Lochstreifen ist in dem Geber so eingelegt, daß
gleichzeitig die Sendung beginnt. Am Empfänger sind an sich, bekannte Mittel vorgesehen,
die auf ein. gleichzeitig mit dem Anlaufen des Gebers ausgesendetes Startsignal
oder auf die Beendigung des Vorsignals hin das Schreiborgan des Empfängers in Bewegung
s-et7e'Il. Zweitens wird durch das Schließen. des Doppelkontakts 13 bewirkt, daß
das Selbsthalterelais 14 anzieht, das über den im Ruhestand geschlossenen: Kontakt
i5 und den Selbsth.altekontakt 16 angezogen bleibt. Hierdurch, wird der Sperrhaken
18 ausgeklinkt und die Nockenscheibe i9 losgelassen, die fest auf einer Buchse 2o
sitzt. Die Folge hiervon ist, daß die Buchse 2o von der Welle :2 mitgenommen wird,
mit der sie durch eine Rutschkupplung verbunden ist, die aus den Buchsen, 2i, 22
und der festen Feder 23 besteht. Auf der Bucbse 2o ist der Zeiger Z fest angeordnet.
Durch das Schließen des Doppelkontakts 13 wird also bewirkt, daß der Zeiger
Z, der im Ruhezustand auf dem Nullpunkt der Skala steht, in dem Augenblick zu laufen
beginnt, in dem sich empfangsseitig das Abtastorgan in Bewegung-setzt.
-
Um die Anlage wieder stillzusetzen, wird die Stopptaste Sto gedrückt.
Hierdurch wird die Klinke 2.4 kurzzeitig zurückgezogen und diie Nockenscheibenanordnung
25, die durch eine Rutschkupplung an die Buchse 2o angekuppelt ist, ein Stück gedreht,
bis der Nocken der Scheibe 26 von dem Sperrhaken 27 wieder festgehalten wird. Sobald
nun die mit dem Zeiger Z zusammen umlaufende Nockenscheibe 28 so weit umgelaufen
ist, d@aß der Zeiger Z ungefähr auf 6o steht, wird der Kontakt 29
kurzzeitig
geschlossen und hierdurch -das Relais 30 erregt. Dies bewirkt, daß der Sperrhaken
27 angezogen wird und die Nockenscheibenanordnung 25 freigibt, so daß sie sich mit
der Buchse 2o mitdreht. Hierdurch wird mittels der Nockenscheibe 31 der Kontakt
15 geöffnet und mittels der Nocken-Scheibe 32 der Kontakt 33 geschlossen. Das Öffnen
des Kontakts 15 bewirkt, daß das Relais 14 abfällt und. damit den Sperrhaken i8
in seine Sperrstellung zurückfallen: läßt. Indolgedessen kann sich die ganze Buchse
2o mit der Nockenscheibe i9 nur noch bis zur Zeigerstellung i drehen, da dann der
Nocken der Noclcenscheibe i9 am Sperrhaken i8 zum Anschlag kommt. In demselben Augenblick,
d. h. bei Zeigerstellung i, wird der Kontakt 34 durch, den Nocken der Nockenscheibe
28 geschlossen. Hierdurch ist die Anlage für den nächsten Start mittels der Taste
Str wiederum startbereit gemacht, weil die beiden Kontakte 13 und 34 hintereinanderg°-schaltet
sind und nur, wenn sie gleichzeitig geschlossen sind, der Geber über die Leitung
G eingeschaltet und das entsprechende Selbsthalterelais zur Wirksamkeit gebracht
werden kann.
-
Während des ganzen Stoppvorgänges wird durch das Schließen des Kontakts
33. durch die Nockenscheibe 32 ein längeres Dauersignal über die Impulsleitung I
ausgesendet, welches auch den Empfänger stillsetzt. Hierbei sind am Empfänger Mittel
vorgesehen, welche bewirken, daß das Abtastorgan amEmpfänger nachAufhörendesDauersignals
noch so lange weiter umläuft, bis es genau auf Zeilenbeginn steht, so, daß also
das Abtastorgan am Empfänger bei der Stillsetzung sich wiederum in Übereinstimmung
mit dem Zeiger Z befindet, der in diesem Augenblick auf i steht.
-
Will man während des Laufens der ganz-en-Anlage den Geber gesondert
wieder in Start bringen, nachdem er durch irgendwelche Maßnahmen, beiispielsweise
durch Auswechseln eines, Sendestreifens, zum Stillstand gekommen war, so@,drückt
man die Zwischenstarttaste Zs. Hierdurch wird die Nockenscheibe 36 freigegeben,
so daß sie ebenso wie die Nockenscheibe 37 zum Mitlaufen mit der Buchse 2ö kommt,
mit der beide Nockenscheiben durch eine Rutschkupplung verbunden sind. Durch die
Drehung der Nockenscheibe 37 wird der Kontakt 38 geschlossen. Da der Kontakt 38
in Serie mit dem Kontakt 34 liegt-, so wird das Selbsthalterelais der Geberleitung
G genau in dem Augenblick zum Ansprechen gebracht, in dem -der Kontakt 34 mittels
der Nackenscheibe 28 geschlossen. wird. Dies geschieht in dem Augenblick, in dem
der Zeiger Z die Stellung i passiert. In diesem Augenblick wird auf das Drücken
der Zwischenstarttaste Zs hin der Geber zum Anlaufen gebracht.
-
In Fig. 3 ,sind zwei Ausführungsformen des Synchronisierungszeichens
lbeispiels-,veis-e dargestellt. Es ist hierbei vorausgesetzt, daß jedes Schriftzeichen,
feld, das in der Zeichnung durch eine Strichelung umrandet ist, wie bei dem üblichen
Hell-Verfahren in ein Raster von 7X7 Bildpunkten aufgeteilt ist. In der Form c,
sind, drei senkrechte Striche vorgesehen, zwischen denen jeweils eine Lücke besteht;
die Zeichen sind durch Schraffur angedeutet. Die senkrechten Linien erstrecken sich
aber nicht über das ganze Bildfeld, sondern lassen jeweils zwei Bildpunkte frei.
Nach der Erfindung werden diese Zeichen fünfmal hintereinander zu Beginn der Sendung
unmittelbar nach dem ersten Startkontakt ausgesandt. Durch bereits vorgeschlagene
Synchronisierungsverfahren stellt sich der Empfänger selbsttätig auf synchronen
und, damit auch konphasen Lauf mit der Gebereinrichtung ein. Ein vorgeschlagenes
Synchronisierungsverfahren, das eine sich anbahnende, jedoch zu vermeidende Niederschrift
von Schriftzeichen auf den Zeilenzwiachenraum dazu ausnutzt, um dem Antrieb für
das Empfangsgerät eine Beschleunigung oder eine Verzögerung zu erteilen, und die
Beschleunigungs- bzw. Verzögerungstendenz in dem einmal eingeschlagenen Sinne eine
gewisse Zeit lang beibehält, l.äßt es zu, daß unter Umständen eine Phasenverschiebung
um eine ganze Abtastlinie stattfinden kann.
-
Eine andere Form des Synchronisierungszeichens ist mit 3 b bezeichnet,
bei der sämtliche Abtastlinien untereinander gleichberechtigt sind. Das ganze SohTiftzeichen
ist ein einziger in einem bestimmten Rhythmus, nämlich in den Randpunkten, unterbrochener
Dauerstrich. Bei Aneinanderreihung mehrerer solcher Schriftzeichen hintereinander
erhält man ebenfalls einen Dauerstrich von größerer Länge, jedoch mit den gleichen
Unterbrechungen.
-
In Fig. 4 ist ein Schaltschema dargestellt, das es gestattet, das
in Fig. 3 b dargestellte Schriftzeichen später noch für andere Zwecke zu benutzen.
Insbesondere ist daran gedacht, mittels eines Arbeitsrelais 40 einen Vorgang auszulösen,
der dem Blatt, auf dem die Aufzeichnung der Schriftzeichen erfolgt, einen plötzlichen
Schnellvorschub über mehrere Schreibzeilen erteilt und das. Blatt anschEeßend abschneidet
bzw. perforiert. Damit dieser Vorgang nicht bereits zu Beginn der Sendung während
des Synchronisierungsvorganges ausgelöst wird, sondern erst später, nachdem die
Synchronisierung erreicht ist, sind vor das Arbeitsrelais 40 zwei Kontakte 41 und:
42 in: Serie geschaltet. Beide Kontakte sind Ruhekontakte, die normalerweise geschlossen
sind; da:s Relais 4o arbeitet in dem Augenblick, in dem es stromlos wird. Der Kontakt
41 wird durch ein Relais 43 geöffnet, das an die Impulsleitung angeschlossen ist
und die Sendeimpulse aufnimmt. Auf einen nur in den Randpunkten. unterbrochenen
Dauerstrich hin, wie er in Fig. 3 b dargestellt ist, öffnet sich der Kontakt 41
in einem bestimmten Rhythmus. Durch die Widerstandskapazitätskombination 44 wird
bewirkt, daß während der Dauer dieser kurzen Unterbrechungen das Relais 40 nicht
stromlos wird. Der Kontakt 42 wird regelmäßig durch eine Nockenscheib-e 45 geöffnet,
die synchron mit der Antriebsvorrichtung für den Empfänger läuft. Die Unterbrechung
des Kontakts 42 hat die gleiche Dauer wie die Unterbrechung des Dauerstriches nach
Fig. 3 b. Wenn der richtige Synchronismus und die richtige Phase zwischen dem Empfängerantrieb
und dem Geber erreicht ist, ergänzen die Öffnungen der beiden Kontakte 41
und!
42 einander genau, so daß jeweils der eine Kontakt geöffnet ist, wenn der andere
geschlossen ist, d. h. es wird; eine dauernde Unterbrechung des kelais 40 hervorgerufen,
wodurch der Anker des Relais 4o abfällt und den gewünschten Arbeitsvorgang auslöst.
Die Widerstandskapazitätskombination 44 ist derart bemessen, daß während der Gesamtdauer
der Öffnung der beiden Bontakte 41 und 42 der Kondensator so weit aufgeladen: ist,
d:aß Stromlosigkeit des Relais 40 eintritt. Hierbei ist es gleichgültig, ob die
Phase des Empfängers gegenüber derjenigen des Senders um eine oder zwei Ab tastlinien
abweicht, weil das gesamte Bildzeichen: feld gemäß Fig. 3 b von den unterbrochenen
Dauerstrichen erfüllt ist. Man erhält bei einer Phasenverschiebung von beispielsweise
zwei Abt.astlinien immer noch einen: Dauerstrich, der sich über fünf Siebentel der
Abtastdauer eines Bildfeldes erstreckt. Die Widerstandskapazitätskombination .44
ist so bemessen, daß bereits bei einem Dauerstrich von der Länge einer oder zweier
Abtastlinien das Relais 4o abfällt und dadurch wirksam wird.
-
Die Erfindung ist nicht auf die Ausführungsbeispiele beschränkt; es
sind unter Umständen noch weitere zweckmäßige Anordnungen vorzusehen, welche das
einwandfreie Zusammenarbeiten von Sende- und Empfangsseite der ganzen Anlage fördern.
-
So ist es z. B. zweckmäßig, auf dem Steuergerät Lampen, vorzugsweise
Glimmlampen, oder sonstige optische oder akustische Signalvorrichtungen anzuordnen,
die durch die Startsignale zur Wirksamgebracht «-erden.. Wird also das Startsignal
zur Inbetriebnahme der ganzen Anlage durch Drül,-ken der Starttaste am Steuergerät
ausgelöst, so leuchtet gleichzeitig ein Schauzeichen am Steuergerät auf und zeigt
das Startsignal an. In der gleichen Weise können auch das Stoppsignal und die Synchronisierungssignale
am Steuergerät optisch oder akustisch nachgebildet werden.
-
Die Einrichtung ist so getroffen, daß die Anzeigeorgane am Steuergerät
unmittelbar von der Sendeleitung erregt werden.
-
Das Bedienungspersonal des Steuergeräts ist hierdurch stets in der
Lage, die Signalisierungsvorgänge auf der Empfangsseite zu beobachten und zu kontrollieren,
ob, und in welcher Weise die Signale ausgesandt worden: sind.