DE831C - Zweicylindriger Gasmotor - Google Patents

Zweicylindriger Gasmotor

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DE831C
DE831C DE000000000831DA DE831DA DE831C DE 831 C DE831 C DE 831C DE 000000000831D A DE000000000831D A DE 000000000831DA DE 831D A DE831D A DE 831DA DE 831 C DE831 C DE 831C
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Description

1877.
Klasse 46.
KINDERMANN in MAGDEBURG. Zweicylindriger Gasmotor.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. Juli 1877 ab.
Den Haupttheil des Motors bildet ein Cylin-, der A (Fig. 1), welcher nach beiden Seiten hin offen ist: In demselben befinden sich zwei gleiche Kolben B, deren Kolbenstangen an dem anderen Ende je an einem Kreuzkopf C befestigt sind. An diesen beiden Kreuzköpfen C, welche in je zwei Coulissen D geführt werden, deren unterer Theil zu gleicher Zeit den Fufs des Motors bildet, ist je ein Balancier E angebracht. Diese Balanciere E sind mittelst je einer Pleuelstange F mit der doppelt gekröpften Kurbelwelle G (Fig. 2), deren Angriffszapfen sich gegen-. überstehen, verbunden. Auf dieser Kurbelwelle G befindet sich auf der einen Seite ein Schwungrad zur Ueberwindung des todten Punktes, auf der anderen Seite eine Riemscheibe zur Uebertragung der Bewegung und eine Kammscheibe IT, welche mittelst einer Nüth, in welcher ein am Steuerhebel J befestigter Zapfen gleitet, letzteren in Bewegung setzt, und den Schieber K auf- und niederbewegt. Der Schieber K ist dazu bestimmt, das Gasgemenge zur rechten Zeit in den Cylinder A ein-, und die Verbrennungsproducte auszulassen.
In Fig. ι ist die Stellung der Kolben bei Inbetriebsetzung des Motors gezeichnet. Sobald die Kurbelwelle G in Bewegung gesetzt wird, entfernen sich die beiden Kolben B von einander, um das Gasgemenge durch den Einströmungskanal; welchen der Schieber K öffnet, einzusaugen; bei einer weiteren Drehung des Motors geht der Schieber K schnell bis zur höchsten Stellung empor, setzt das eingeströmte Gasgemenge mit einer immerwährend brennenden Gasflamme in Verbindung, worauf die Explosion erfolgt. Hierdurch werden beide Kolben B auseinander getrieben und der Motor in Bewegung gesetzt. Der, Schieber K bleibt während des Auseinandertreibens der Kolben in seiner höchsten Stellung stehen und hält alle Ein- und Ausgänge des Cylinders A geschlossen. Erst nachdem die Kolben B den Rückgang angetreten haben, geht der Schieber K in seine Anfangsstellung zurück, um die Verbrennungsproducte zu rechter Zeit aus dem Cylinder zu lassen und eine neue Explosion vorzubereiten.
Durch das gleichzeitige Auseinanderschleudern beider Kolben B bildet sich zwischen denselben ein Vacuum, und drückt nun die äufsere Atmosphäre die beiden Kolben B wieder in ihre Anfangsstellung zurück. Da beide Kolben B mittelst Balancier und Pleuelstangen mit der doppelt gekröpften Kurbelwelle in. Verbindung stehen, so dreht sich dieselbe sowohl beim Hin- als auch beim Hergange der Kolben. Nach dem ersten Anstofs bleibt der Motor selbstthätig im Gange.
Neu ist an diesem Motor, dafs beide Kolben zu gleicher Zeit durch die Explosion auseinander getrieben werden, und den bei der Explosion auf sie wirkenden Druck, sowie den Druck der äufseren Atmosphäre auf eine gemeinschaftliche Kurbelwelle übertragen. Durch diese Einrichtung wird nach Ansicht des Erfinders erstens die gröfstmögliche Ausnützung der Gasexplosion erzielt, da durch die beschriebene Einrichtung die sonst nicht zu umgehende Abnutzung der Explosion am Boden des Cylinders vollständig beseitigt wird. Ferner ist der Motor so construirt, dafs das Gewicht der einzelnen Theile desselben dem Gange nicht hindernd entgegenwirkt, indem alle beweglichen Theile des Motors sich gegenseitig das Gleichgewicht halten.
Drittens kann man den Motor als liegenden, stehenden, oder auch als Wandmotor zur Verwendung bringen, ohne dafs es nöthig wird, einen Sockel aufbauen zu müssen oder eine Grube zur Aufnahme des Schwungrades herzustellen, da das Schwungrad nach unten oder oben gar nicht und von der Seite nur um weniges vor dem Cylinder vorsteht; und bei einem liegenden oder Wandmotor der Cylinder einen entsprechenden Fufs erhält, der vor dem Schwungrade genügend vorsteht. -
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE000000000831DA 1877-07-13 1877-07-13 Zweicylindriger Gasmotor Expired - Lifetime DE831C (de)

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DE831T 1877-07-13

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  • 1877

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