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Zwickmaschine Zwickniaschineii sind bekannt, in denen der Schuhschaft
fortschreitend längs der Schuhbodenkante gezwickt tind der Zwickeinschlag oder Randteil
des Schuhschaftes dann in Zwicklage mit dem Schuhboden, beispielsweise mittels Klebstoff,
verbunden wird. 1)as Aufzwicken des Schuhschaftes 1>zN"-. des ZN" ickrairdteiles
geschieht durch eine Zwickzange, und ein Überschieber legt den von der Zange angezogenen
Zwickrandteil restlos gegen den Schuhboden. Der Schuhschaftrandteil verläuft nun
bekanntlich jeweils von dem in Zwicklage auf dem Schuhboden befestigten Teil, d.
b. von der Zwickstelle längs des Schuhes in einem Bogen zii (lern noch hochstehenden
Teil. Beim Vorschieben des Schuhes. das geNvöhnlich von Hand geschieht, muß nun
der Schuh genügend weit vorgeschoben werden. so daß die untere Zangenbacke unter
dem geibogenen Sehaftrandteil eingeführt werden kann und die Zange somit bei ihrem
Schließen den Randteil richtig erfaßt. Die Vorschubbewegung darf jedoch nicht zu
lang bemessen sein. da die Zwickwirkungen der Zange und des Überschiebers dann in
zu großen Abständen voneinander erfolgen würden, was zu einer unregelmäßigen. wenn
nicht fehlerhaften Zwickarbeit führen würde. Dagegen können die Vorschubbewegungen
auch nicht zu kurz bemessen sein, da dann, wie erwähnt, die eine Zangenbacke meist
nicht unter dem Zwickrandteil eingebracht werden kann und ferner -der schon air
dem Schuhboden befestigte Schaftrandtei;l, sei derselbe durch Klebstoff: oder durch
Klammern an dem Schuhboden befestigt, gegebenenfalls wieder durch das Aufzwicken
losgezogen werden könnte. Es ist auch bekannt, beim
Klebstoffzw,icken
zum Verstärken der Klebewirkung nach -dem Auflegen eines Schuhschaftrandteiles auf
den Schuhboden an der Zweckstelle je einen hammerartigen Schlag auf diesen Schaftrandteil
auszuüben, und die Länge der Vorschubbewegung darf infolgedessen nicht die Länge
der so einer Schlagwirkung auszusetzenden Zweckstelle übertreffen.
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Die vorliegende Erfindung bezweckt nun die bekannten Zw ickmaschinen
der beschriebenen. Art so zu verbessern, daß die Länge der Vorschubbewegungen des
Schuhes den besonderen. dem Zweckvorgang je entwachsenden Bedingungen angepaßt sind,
daß die Betätigung der Zweckzange, des Überschiebers. des Hammers und einer die
Vorschublängen bestimmenden Vorschubvorrichtung genau aufeinander abgestimmt sind
und daß ferner die Zweckzange bzw. die untere Zangenbacke immer wunschgemäß unter
dem Zwickrandteil eingeführt wird und dann ihren Schaftspannhub ausführt, ohne schon
mit dem Schuhboden verbundene Teile des Zwickrandteiles wieder loszuziehen.
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Erfindungsgemäß ist die Zweckzange in der Längsrichtung des Schuhes
schwingbar gelagert und wird durch ein Getriebe so aus ihrer Normallage in Übereinstimmung
mit -dem Überschieber leerausgeschwungen und dann in dieselbe zurückgeschwungen,
daß die Innenbacke der Zweckzange vor dem Spannvorgang der Zange unter dem Zwickrandteil
des Schuhschaftes nahe an dem eben gezwickten Teil des Schuhschaftes eingeführt
wird. Das Getriebe zum Schwingen der Z"vickzange in der Läii;srichtung des Schuhes
hat einen tnit zwei Lenkern verbundenen Arm, wobei ein Lenker je so mit einem VVinkelliebel
verbunden wird, daß benm Betätigen des Winikelhebels die Zweckzange über den Arm
hin und her geschwungen wird. Stangen verbinden die Lenker mit einem Handhebel,
der je nach seiner Einstellung einen der Lenker mit (lern Winkelhebel verbirrclet,
so daß er die Bewegungsrichtung des Armes aus ihrer Normallage und somit die Bewegungsrichtung
der Zweckzange längs des Schuhes bezüglich des Überschiebers beim Betätigen des
Winkelhebels bestimmt.
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Während der Bewegung der Zweckzange längs des Schuhes in ihre Normallage
zurück wird gemäß der Erfindung ein Vorschubrad durch eine Sperrvorrichtung, zum
Festlegen des Schuhes gegen Drehbewegung, gesperrt und die Zweckzange geschlossen,
um einen frei rangierbaren Teil des Schuhschaftes ein der Längsrichtung des Schuhes
nach der Zweckstelle hin zu verschieben. Eine Welle in dem Getriebe zum Drehen des
Vorschubrades trägt ein Ritzel. das durch Verbindungen mit (lern 1-lanclhel)el in
Eingriff mit einer von zwei Zahnstangen 1>e%%#egt wird, so daß der Handhebel die
Drehrichtung des Vorschubrades bestimmt. Die Welle sitzt an einem verschiebbar gelagerten
Käfig, der mit -zwei Sätzen von federnden Fingern versehen ist, und die Finger des
einen Satzes drehen, je nach ihrer Einstellurig durch den Handhebel, das Rad über
ein Schaltrad auf einer Welle ist entgegen-.I
| gesetzter Richtung zu der Bewegungsrichtung der |
| Zweckzange aus ihrer Normallage, wobei die Sperr- |
| vorrichtung ein Drehen des Vorschtibrades in um- |
| gekehrter Richturig verhindert. Das Vorschuhrad |
| kann durch eine llandsteuerun ausgeschaltet |
| werden. |
| Der Überschieber ist erfndungsgeniäß auf einem |
| Block schräg zum Schubboden gleitbar gelagert |
| und wird durch seinen Antrieb so in zwei Absätzen |
| auf dem Block bewegt, daß er iviilirend der Schaft- |
| anzugbewegung der Zwickzatige nach dem Schuh- |
| hoden hin bewegt und dann angehalten wird und |
| darin während der Bewegung der Zwickzan g'e zum |
| Einziehen des Schuhschaftes über den Schuhboden |
| seinen Arbeitsliu'li fortsetzt. Der Rlock wird von |
| einem Arm auf einer Welle getragen. die zuni Ver- |
| ändern der Bewe-uiigsbalin des L`lterschiebers ge- |
| dreht werden kann. 1)ie .\rbeitsfäche des Cllier- |
| schiebers erstreckt sich in einem \\'inkel zur Be- |
| wegungsbahn des Überschiebers in einer parallel |
| zum Schuhboden verlaufenden 1?bene. |
| Der Hammer der Maschine wird gemäß der Er- |
| findung am Ende des :\i-beitshulx#s des Über- |
| schiebers zum Ausüben eines hammerartigen |
| Schlages auf den gezwickten Schaftrandteil durch |
| eine Öffnung des Überschiebers bewegt, wobei der |
| Hammer .um längs und quer zuni Schuldioden ver- |
| laufende Achsen bewegbar gelagert ist, so daß |
| er immer voll auf das N#'erkstück auftrifft. Der An- |
| trieb des Vorschubrades ist so angeordnet und aus- |
| gebildet, daß die Länge jeder Vorschubbewegung |
| kürzer als die Länge des je durch den Hammer mit |
| dem Schuhboden verbundenen Scltuliscliaftteiles ist. |
| In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform |
| der Erfindung beispielsweise veranschaulicht. |
| Fig. e ist eine Perspektivansicht <les Kopfteiles |
| einer Zweckmaschine: |
| heg. 2 ist eire Seitenansicht der .\rl>eitsstelle |
| und insbesondere eines (Tlx#t-scltiel)ers und seiner |
| Lagerung; |
| Fig. 3 ist eine Sclu tittansicht nach der 1_iitie |
| 111-111 der Fig. 2: |
| heg. 4 ist eine Seitenansicht von Teilen oines |
| Getriebes zum Schwingen einer Z",ickz<titge in der |
| Längsrichtung des Schuhes |
| Fig. 5 ist eine Schnittansicht nach (lei- Linie \'-V |
| der Fig.4; |
| Fig. (i ist eine Seitenansicht von "heilen des in |
| Fig.4 dargestellten Getrielws: |
| Fig. 7 ist eine Seitenansicht von Teilen der An- |
| triebe für den Überschieber, die Zweckzange und |
| ein Vorschubrad in verkleinertem \laßstahe; |
| Fig. 8 ist eine Seitenansicht eitles 'heiles .des _'\tt- |
| triebes für das Vorschubrad; |
| Fig. 9 ist eine Schnittansicht stach der Linie |
| 1X-1 \ der- 1, i g. 'r,' ; |
| Fig. t(» st ein Grundriß der schwingbaren 1_age- |
| rung der Zweckzange, teilweise ins Schnitt: |
| Fig. t t ist eine Einzelansicht von in Uig. 4 dar- |
| gestellten Teilen: |
| Fig. 12 ist eine Schnittansicht nach der Linie |
| X I I-N I 1 der lt ig. ; |
| Feg 13 ist eine 1'erslu#laivatt:iilit eines "heiles |
eines Schuhes, teilweise im Schnitt, und ist ferner ein Bewegungsdiagramm
der Zwickzange, und Fig. 14, 15 und i6 zeigen verschiedene Einstelllagen der \Verkzeuge
während des Arbeitsganges der -Maschine.
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Die Maschine hat eine bekannte Zwickzange, die aus Backen 30, 32 (Fig.
i) besteht, einen Überschieber 34, ein Vorschulrad 36 und eine verstellbare Finstellrolle
38. Die Zwickzange hängt an einem zweiteiligen Hebel 5o, der durch einen DrehhOlZen
52 (Fig. to) finit dem Maschinenkopfteil verbunden ist und der Zwickzange in bekannter
Weise ihre Schaftanzugbewegung erteilt. Ein Trägerteil 54 (1# ig. t) der Zwickzatige
hat einen Schaftteil; der in einer Muffe 5t> gleitbar gelagert ist. Durch einen
Ansatz der -Muffe _3(i ist eine Schraube 58 geschraubt, deren Enden in einem Träger
6o und einem Ansatz 02 des Trägers drehbar gelagert sind. Der Träger 6o bildet ein
Ganzes mit einer Stange 64, die die Zwickzange in bekannter Weise so betätigt, daß
der Zwickeinschlag des Schuhschaftes einwärts Tiber den Schuhboden gezogen wird.
Die Stange 64 ist durch einen Bolzen 68 (Vig. 5) und einen Block 7o mit einem zweiteiligen
Hebel 66 verbunden. Der Hebel 50 trägt, wie bekannt, eine Stange 7
2 (Fig, i), die während jedes Arbeitszyklusses der Maschine die Zwickzange gegen
den Druck einer Feder 74 schließt.
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Die Zwickzange wird zum Erfassen des Schuhschaftes 1c1<anntlich
quer zur Schuhbodenkante in derselben senkrechten 1_i>ette, in welcher der Überschieber
34 eingestellt ist, bewegt. Ferner wird nun die Zwickzange in der Längsrichtung
des Schultes von dieser Ebene. d. h. Cherschieber, hinweg und nach derselben zurückgeschwungen,
und zwar auf folgende \Veise: Auf der Schraube 58 sitzt ferner ein Ritzet so (Fig.
4) auf, das mit einer Zahnstange 82 kämmt. Die Zahnstange 82 ist in (lern Träger
Go bewegbar gelagert und durch einen Lenker 84 mit einem Arm 86 verbunden. Der Arin
86 ist finit dem Maschinenkopfteil verzapft und hat zwei in entgegengesetzten Richtungen
-zeigende Öhre 92, 94, mit denen Lenker 96, 98 verbunden sind. In dem Unterende
des Lenkefs 96 ist ein Schlitz ioo und in dein Unterende des Lenkers 98 ist ein
Schlitz 104 ausgebildet. Die Oberenden (ler Schlitze Nahen @Je seitlich in entgegengesetzten
Richtungen versetzte Abbiegungen 102, io6. Ein Bolzen t 1(, der in dem gabelförmigen,
die Unterenden der Lenker umgebenden Ende eines Armes eitles Winkelhebels tob sitzt,
ist durch die Schlitze i@)o, io4 gesteckt. Der Winkelhebel io8 ist an dein Maschinenkopfteil
drehbar gelagert.
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Der freie Arm des \1'itikelhel)els io8 trägt eine Rolle io9, die sich
in einer Kurvennut 111 einer auf der Hauptwelle der :Maschine befestigten Kurvenscheibe
führt. Die Kurvennut i t i (Fig. 7) ist so ausgebildet. daß während jeder Drehbewegung
der Ilauptwelle der \\'inkelliel>el zuerst im Uhrzeigersinn itt die in 4 dargestellte
Lagt geschwungen und dann im Uhrzeigergegensinn, d. h. in der llichtung des -'feiles.
in seine Ausgangslage zurückbewegt wird. Wenn die Lenker 96, 98 ihre in Fig.4 dargestellte
untere Arbeitslage einnehmen. liegt der Bolzen 116 in der Abbiegung io2 des Schlitzes
ioo. Beim Schwingen des Winkelhebels io8 wird der Lenker 96 infolgedessen so betätigt,
daß der Arm 86 aus seiner strichpunktierten Lage (Fig. 4) in seine mit ausgezogenen
Linien dargestellte Lage abwärts und dann wieder in seine strichpunktierte Lage
hochgeschwungen wird, wobei der Bolzen sich in dem Schlitz io4 hin und her bewegt.
Durch Schwingen des Armes 86 wird die Schraube 58 über die Zahnstange 82 und das
Ritzel.8o hin und her gedreht. so daß die Muffe 56 in der Längsrichtung der Schraube
verschoben und die Zwickzange infolgedessen um die Achse des Bolzen: 52 geschwungen
wird und zwar zunächst nach rechts der Fig. i i aus ihrer Normallage von dem Überschieber
hinweg und dann zurück. Sind die Lenker 96, 98 in ihrer oberen Arbeitslage eingestellt,
so liegt der Bolzen 116 in der Abbiegung io6 des Schlitzes 104, und beim Schwingen
des Winkelhebels io8 wird der Arm 86 über den Lenker 98 aus seiner strichpunktierten
Lage (Fig. 4) aufwärts und dann in seine strichpunktierte Lage zurückgeschwungen,
wobei der Bolzen 116 sich in dem Schlitz ioo hin und her bewegt. Die Schraube 58
wird hierbei so gedreht, daß die Zwickzange zuerst aus ihrer Normallage nach links
(F ig. i i) und dann zurückgeschwungen wird.
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Die Lenker 96, 98 werden auf folgende Weise in ihre obere oder in
ihre untere Arbeitslage bewegt und in derselben festgelegt. Je mit den Lenkern 96,
98 verzapfte Zangen 120, 122 sind durch ein Loch 124 in einem Block 126 gesteckt,
der von einem Handhebel 128 (Fig. 4) getragen wird. Da das Unterende der Stange
122 von dem Unterende der Stange 120 verdeckt ist, ist nur das Unterende der Stange
120 11i Fig. 4 und 6 dargestellt. Auf jeder Stange sitzen zwei Kragen
130, 132 auf. Zwischen dem Kragen 130 und dem Block 126 umgibt eine
Druckfeder 134 jede Stange, und zwisflien dem Kragen 132 und dem Block sitzt eine
Druckfeder 136 auf jeder Stange auf. Eine Zugfeder 138 hält den Hebel 128 entweder
in seiner Hoch- oder in seiner Tieflage eingestellt. Durch Schwingen des Hebels,i28
werden die Lenker 96, 98 über die Federn 134, 136 in ihre obere oder ihre untere
Arbeitslage bewegt.
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Der Überschieber 34 ist auf einem Block i5o (Fig. 2) bewegbar gelagert.
der an einem Arm 152 befestigt ist. Der Arm 152 bildet ein Ganzes mit einer Welle
154 (Fig. 2 und 12). Die Welle 154 ist in dem Maschinenkopfteil drehbar, und mit
einem abgesetzten Ende der Welle ist ein Arm 158 verkeilt. Der Arm 158 trägt zwei
Einstellschrauben 16o, 162, die an entgegengesetzten Seiten eines mit dem Maschinenkopfteil
verschraubten Bolzens 164 anliegen. Durch Verstellender Schrauben 16o, 162 kann
die Schräglage des Blockes i5o und infolgedessen die Bewegungsbahn des Üherschiehers
bezüglich des Schuhbodens verändert werden.
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Zum Bewegen des Überschiebers auf <lern Block i @o itt Anpassung
an die Betätigung der Zwickzange trägt der Überschieber eine Rolle 172
(Fig.
7), die in einer Kurvennut 170 einer Kurvenscheibe auf der Hauptwelle läuft.
Die Kurvennut 17o hat zwei hohe Teile 171 und 173, so daß der Überschieber in zwei
getrennten Absätzen nach dem Schuhboden hin bewegt wird.
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Der Überschieber hat eine mit einem Ansatz 181 versehene Arbeitsfläche
i8o, die den Zwickeinschlag des Schuhschaftes über den Schuhloden legt und an den
Schuhboden andrückt. Die Arbeitsfläche i 8o (Fig. 2 und 7) steht in einem Winkel
zur Be-
wegungsbahn des Überschiebers in einer parallel zum Schuhboden verlaufenden
Ebene. .
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Um die Preß- oder Druckwirkung des Überschiebers zti verstärken, trägt
derselbe einen Schlagteil oder Hammer 182, der sich durch eine öffnung 185
in der Arbeitsfläche i8o des Überschiebers bewegt und dem Schuhschaft nach seinem
Auflegen auf den Schuhboden einen scharfen, hammerartigen Schlag erteilt. Der Hammer
182
sitzt an dem Unterende eines Kolbens 184, der in dem Vorderende des Überschiebers
34 (Fig. 2 und 7) bewegbar gelagert ist. Das Oberende des Kolbens 184 ist mit einem
Lenker 186 verbunden, der an einen Winkelhebel 188 angelenkt ist. Der Winkelhebel
188 trägt eine Rolle igo, die durch eine Feder 194 in Eingriff mit einer Kurvenscheibe
192 auf der Hauptwelle gehalten wird. Die Kurvenscheibe 192 ist so ausgebildet,
daß der Hammer 182 am Ende des Arbeitshubes des Überschiebers zum Ausführen
seines Schlaghubes durch die Feder 194 betätigt wird. Ein verstellbarer Anschlag
193
an dem Kolben tritt mit einem als Dämpfer wirkenden Block 195 an dem Überschieber
in Eingriff und begrenzt die Abwärtsbewegung des Kolbens 184. Der Hammer hat eine
geriffelte Arbeitsfläche 196 (Fig.2) und ist so gelagert, daß er um quer und längs
zum Schuhboden verlaufende Achsen kippen kann und seine Arbeitsfläche somit immer
voll auf den Zwickeinschlag auftrifft. Das Unterende des Kolbens 184 hat somit eine
kugelförmige Ausnehmung 198, und das kugelförmige Oberende 200 des Hammers wird
durch eine Feder 202 der Ausnehmung hingestellt gehalten.
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Das Vorschubrad 36 (Fig. 2 und 8) ist auf einer Welle 298 ausgebildet,
die in einem Träger 3oo an dem Maschinenkopfteil drehbar ist. Ein Kegelrad
302 (Fig. 2) auf der Welle 298 kämmt mit einem Kegelrad 304 auf einer Welle
3o6 in dem Träger 300. Auf der Welle 3o6 ist ein Ringteil 308 (l@ ig. 8)
ausgebildet, der in einer Ausbohrung 3o9 des Trägers 300 gelagert ist. Ferner
ist mit der Welle 3o6 ein Nabenteil 310 eines Schaltrades 312 Verholzt. Auf
der Nabe 310 und der Welle 306 ist ein Käfig 316 verschiebbar gelagert.
Am Oberende des Käfigs ist eine Welle 326 ausgebildet, die in dem Träger 3oo drehbar
ist, wobei das Ende der Welle 306 in eine Bohrung der Welle 326 einpaß,t.
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An dem Unterende des Käfigs 316 (Fig. 8 und 9) ist eine Blechscheibe
328 mit drei federnden Fingern 330 befestigt, die in entgegengesetzter Richtung
zu Zähnen 332 auf der Unterfläche des Schaltrades 312 verlaufen. Das Oberende des
Käfigs trägt eine Blechscheibe 334 mit drei federnden Fingern 336, die in entgegengesetzter
Richtung zu Zähnen 338 auf der Oberfläche des Schaltrades 312
sowie entgegengesetzt
zu den Fingern 330 verlaufen. Ein Ritzel 34o auf der Welle 326 kämmt je nach
der Einstellung des l#Zäfigs finit einer von zwei Zahnstangen 342, 344. Die Einstellung
des Käfigs bestimmt auch die .1r1>eitslage der Federn 330
bzw. 336.
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13ei der in Fig.8 dargestellten 1?instellung des Ritzels 340 wird
(las Vorschulrad 3l) durch die 1Ziickwärtsbewegting der Zahnstange 342 über die
l@ inger 33o, die elle 306 und die Kegelräder 302.
304 im Uhrzeigersinn, d.
h. in der Richtung des mit ausgezogenen Linien dargestellten Pfeiles gedreht. Eine
Drehbewegung der Welle 30G und des Vorschubrades in entgegengesetzter Richtung während
der Vorwärtsbewegung Gier Zahnstange wird durch eine Sperrvorrichtung verhindert,
die aus zwei federnden, an dem Träger 300 befestigten Fingern 346 besteht,
die in Einkerbungen 348 auf der Oberfläche des Ringteiles 308 eingreifen.
Wenn dagegen das Ritzel 34o seine andere Arbeitslage einnimmt und infolgedessen
durch die Rückwärtsbewegung der Zahnstange 344 betätigt wird, so wird das Vorschubrad
über die Finger 336 iin Uhrzeigergegensinn gedreht, d. h. in der Richtung des mit
strichpunktierten Linien dargestellten Pfeiles (Fig.8). Auch hier verhindert die
Sperrvorrichtung 346, 348 eine Drehbewegung des, Vorschubrades in entgegengesetzter
Richtung.
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D,ie Zahnstangen 342, 344 werden auf folgende Weise zusammen hin und
leer bewegt: Mit den Innenenden der Zahnstangen ist ein Lenker 350
(Fig. 1,
7 und 12) verbunden, der wiederum an einen Block 352 angelenkt ist. I)er Block 352
(Fig. 7 und 12) ist verstellbar an cinein Arm 35(-) befestigt. Der Ann 356 ist auf
der M'elfe 154 schwingbar gelagert und trägt eine Rolle 36o (Fig. 7), die in einer
Kurvennut 362 einer Kurvenscheibe aiif der liaul)tivelle läuft. Die Kurvennut 362
ist so ausgebildet, daß die Zahnstangen 342, 344 bei Jeder Umdrehung der Hauptwelle
zuerst nach links der 7 und dann wieder nach rechts zurückbewegt werden, und zwar
in Anpassung an die Bewegungen der 7wicl:zange und des Überschiebers.
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Vorzugsweise übt die Z@vickzzange ihre Spannwirkung fortschreitend
längs des Schuhbodens je an nahe itebeneinanderliegendeii Teilen des Schuhschaftes
aus, so dalß alle Teile (les Schuhschaftes restlos über den Schuhboden gezogen @@@erden.
Ferner soll der Hammer seine Schlagwirkung fortlaufend auf alle Teile des über den
Schuhtl)oden gelegten Zwickrandteiles ausüben, so daß der Zwiekrandteid durch den
auf ihn und gegebenenfalls auf den Schuhboden aufgetragenen Klebstoff fest mit dem
Schuhhoden verl)unden wird. Damit nun der Hammer auf alle "heile des Schuhschaftes
einwirken kann, sind die Längen der \'orschul)-bewegungen so bemessen, dal3 sie
nicht größer und vorzugsweise etwas kürzer als die Länge der Hammerfläche (in Längsrichtung
des Schuhbodens gesehen) sind. Durch Verstellen des Blockes 352
bezüglich
des Armes 356 können die Längen der Vorschulbewegungen nach Wunsch verändert werden.
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Bei kurzen Vorschulhüben kann die Zwickzange fortschreitend alle Teile
des Schuhschaftes anziehen, und der Zwickrandteil kann wunschgemäß fortlaufend mit
dem Schuhboden verbunden werden. Da jedoch die Spannwirkungen der Zwickzange so
nahe zueinander erfolgen, kann es geschehen, daß die Zange bei ihrem Anzughub einen
Teil des eben mit dem Schuhboden verbundenen Schuhschaftes wieder loszieht. Um dies
nun zu verhindern und doch den Vorteil einer kurzen Vorschulbewegung nicht einzubüßen,
ist die Kurvenscheibe zum Schließen der Zwickzange so ausgebildet, daß die Zange
vor ihrer Rückkehr in ihre Normallage geschlossen werden kann. Da der Schuh durch
das Vorschulrad 36 während der Rückkehrbewegung der Zwickzange in ihre Normallage
gesperrt gehalten wird, kann die Zange beim Schließen einen Teil y (Fig. 3) des
noch frei rangierbaren Schuhschaftes erfassen und in der Längsrichtung des Schuhbodens
nach der Zwickstelle hin verschieben, ohne daß dies zu einer ausgesprochenen Faltenbildung
führt. Wenn die Zwickzange nun zum Spannen bzw. Anziehen des Schuhschaftes betätigt
wird, so wird durch die Fülle des an der Zwickstelle verfügbaren Schuhschaftes verhindert,
daß der schon mit dem Schuhboden verbundene Schuhschaftrandteil losgezogen oder
angehoben wird. Die Anziehbewegung der Zange kann schon während der Rücklxwegung
der Zange in ihre Normallage einsetzen, jedoch wird vor der Rückkehr der Zange in
ihre Normallage noch keine eigentliche Spannung auf den Schuhschaft ausgeübt.
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Die Welle 326 und das Ritzel 340 werden auf folgende «'eise verschoben:
In eine Nut eines Kragens 366, der auf der Welle 326 befestigt ist, greifen Rollen
368 ein, die von einem Hebel 370 getragen werden. Der Hebel 370 ist
mit dem Träger 300 (Fig. i und 8) verzapft. Durch ein Loch 372 des Hebels
370 ist eine Stange 374 gesteckt, auf der zwei Kragen 376, 378 befestigt
sind. Zwischen den beiden Kragen und dem Hebel 370 sitzen je Druckfedern
380, 382 auf der Stange 374 auf. Eine Zugfeder 384 hält den Hebel
370 und infolgedessen die `'Felle 326 entweder in der in Fig. 8 dargestellten
Lage, in welcher das Ritzel 340 mit der Zahnstange 342 kämmt, oder in ihrer anderenArbeitslage,
in welcher das Ritzel 340 mit der Zahnstange 344 kämmt. Die Stange 374 ist mit einem
Winkelhebel 390 verbunden, der wiederum durch eine Stange 392 (Fig. 4) mit
dem Handhebel 128 verbunden ist. Der Handhebel steuert infolgedessen die
Drehrichtung des Vorschulrades und die Schwingrichtung der Zwickzange bezüglich
des Überschiebers in der Längsrichtung des Schuhes immer so, daß das Werkstück in
entgegengesetzter Richtung zu der Bewegung der Zwickzange aus ihrer Normallage heraus
vorgeschoben wird.
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Das Vorschulrad 336 kann auch gänzlich ausgeschaltet werden, so daß
der Arbeiter, das Werkstück von Hand verschieben kann. In einem Ansatz des Trägers
300 ist ein Bolzen 4oö gelagert, und ein abgeflächtes Ende 402 des Bolzens
liegt gewöhnlich an der Unterfläche des Rdngteiles 308
(Fig. 8) an: Auf dem
Außenende des Bolzens 400 ist ein -Handgriff 404 befestigt. Ferner ist ein Stift
4o6 quer durch den Bolzen 4oo gesteckt und wird durch eine Druckfeder 408 gewöhnlich
in einer von zwei Einkerbungen 410 gehalten, die in einem rechten Winkel zueinander
verlaufen und in dem =Ansatz -des Trägers joo ausgebildet sind. Wenn der Bolzen
durch den Handgriff 404 von der Welle 3o6 hinweg ausgezogen und der Stift 4oo aus
seiner Einkerbung 41o ausgehoben ist, so kann -die Welle 3o6 durch Drehen des Bolzens
4oo auf dem Ringteil 3o8 angehoben werden. Hierdurch werden die Kegelräder 304,
302 außer Eingriff miteinander bewegt, und das Vorschulrad 36 ist ausgeschaltet.
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Der Arbeitsgang der Maschine ist wie folgt: Auf einen Leisten A sind
eine Brandsohle 1 und ein Schuhschaff aufgebracht, -der aus einem Oberleder
U und einem Futter L besteht. Der Randhebel 128 ist in seiner in Fig.4
dargestellten Lage eingestellt, so daß der Zwickvorgang an der einen Schuhseite
in der Richtring nach der Kappernlinie hin ausgeführt werden kann. Big. 13 zeigt
die Vorschulrichtung des Schuhes mittels eines mit ausgezogenen Linien dargestellten
Pfeiles. Die Bewegungsbahn der Zwickzange, d. h. der Backe 30, ist diagrammatisch
durch die Linie bzw. Pfeile a bis f dargestellt. Die Linie a, c, d, f
der Fig. 3 zeigt die Bewegungsbahn der Backe 30 in einer waagerechten Ebene.
Die Pfeile e und f in Fig. 14 und 15 stellen den Pfeilen e und
f der Fig. 13 entsprechende Teile der Bewegungsbahn der Zange dar.
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Ein Teil des Zwickeinschlages ist wie bei lt (Fig. 13) dargestellt
mit dem Schuhboden verbunden. Der Hammer 182 ist angehoben. Die Zwickzange ist -geöffnet.
Das Vorschulrad 36 schiebt den Schuh nunmehr nach links der Fig. 13 vor, der Überschieber
34 wird von dem Schuhboden hinwegbewegt, und die Zange wird durch die Schraube 58
in der Längsrichtung des Schuhes nach rechts geschwungen, so daß die Backe
30 sich in dem durch die Linie a dargestellten Teil ihrer Bewegungsbahn bewegt.
Wenn der Schuh am Ende der Vorschulbewegung durch das Vorschulrad 36 festgelegt
ist, wird die Backe 30 längs der Linie b nach der Brandsohle I hin und dann längs
der Bahn c auswärts bewegt. Hierauf wird die Zange längs der Linie d in ihre Normallage
(s. Linie X-X in Fig. 3) zurückbewegt. Die Zangenbewegung längs den Teilen
b, c, d ihrer Bahn werden gleichzeitig ausgeführt und entsprechen
somit ungefähr der Linie b', c', d' der Fig. 13. Durch ihre Bewegung in Längsrichtung
'des Schuhes wird die Backe 30 unter dem Zwickeinschlag eingeführt, und zwar ehe
die Zange in ihre Normallage zurückkehrt. Die Zange kann während ihrer Bewegung
in Normallage zurück geschlossen werden und wird nach Erreichen der Normallage längs
der Bahn e zum Spannen des Schuhschaftes in der Höhenrichtung bewegt. Die Arbeitsteile
nehmen nun die in Fig. 1.5 dargestellte Lage ein. Hierauf wird die
Zange
längs der Bahn f bewegt und zieht den Zwickeinschlag einwärts über den Schuhboden.
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Der Überschieber wird in einer schräg zum Schuhboden verlaufenden
Bahn (s. Pfeile in Fig. 14 und 15) in zwei Absätzen, in Arbeitslage bewegt. Der
erste Teil der Überschieberbewegung erfolgt während des ersten Teiles der Spann,
oder Anzugbewegung der Zange längs der Bahn e, worauf eine Pause in der Bewegung
des Überschiebers eintritt. Der Ansatz 181 des.Überschiebersliegt, wie in Fig.15
dargestellt, hierbei eben an dem Zwickeinschlag an. Wenn die Zange nun nach links
in der Richtung des Pfeiles f zum Einziehen des gespannten Zwickeinschlages über
den Schuhboden bewegt wird, führt der Überschieber den zweiten Teil seines Arbeitshubes
aus, und zwar folgt derselbe der Einwärtsbewegung des Zwickeinschlages, so daß er
den Zwickeinschlag, unmittelbar nachdem die Zange geöffnet ist, über den Schuhboden
legt und fest gegen denselben andrückt (Fig. 16). Der Hammer 182 wird nun zum Ausüben
seines Schlaghubes betätigt.
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Am Ende des Zwickvorganges an der einen Schuhseite wird der Handhebel
128 in seine andere Einstellage bewegt. Die Schwingbewegungen der Zange und die
Vorschubbewegungen auf der anderen Seite des Schuhes erfolgen nun in entgegengesetzten
Richtungen zu den eben beschriebenen Bewegungen und sind in Fig. 13 durch strichpunktierte
Pfeile dargestellt.