DE8317164U1 - Gegenstand in form eines kissens zur verwendung in einem wachsausschmelzverfahren zum herstellen einer haftfaehigen metallflaeche - Google Patents
Gegenstand in form eines kissens zur verwendung in einem wachsausschmelzverfahren zum herstellen einer haftfaehigen metallflaecheInfo
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Description
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-6-
Lie vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Gießverfähren,
genauer gesägt auf einen Gegenstand, der eine Struktur bzw. ein Muster aufweist, das in die
Haftfläche eines Hilfsmittels während dessen Herstellung durch Wachsausschmelzverfahren und dessen
Einbau eingearbeitet werden soll.
Die vorliegende Erfindung kann beim Gießen von metallischen Hilfseinrichtungen, Prothesen oder
Vorrichtungen Verwendung finden, bei denen eine Oberfläche erforderlich ist, die die Haftung mit
Hilfe eines Klebers erleichtert. Die Erfindung ist besonders geeignet für die Herstellung von dentalen
Hilfsmitteln.
V/ährend einer orthodontisehen Behandlung 13t oft eine
Bindung von intraoralen dentalen Hilfsmitteln an die Zahnoberflächen erforderlich. Damit mit Hilfe eines
Klebers eine qualitativ gute Bindung erzielt wird, ist sowohl eine Bearbeitung der Haftfläche des
Hilfsmittels als auch der Haftfläche am Zahn erforderlich. Üblicherweise wurde der Zahnschmelz
mittels Säure geätzt, um die Haftfähigkeit des Klebers am Zahn zu verbessern. Die Haftfläche eines orthodonditschen
Hilfsmittels kann hergestellt werden, indem an dem Hilfsmittel durch Löten, Schweißen oder Sintern
ein poröses siebförmiges Haftkissen befestigt wird.
Die Oberfläche eines gegossenen dentalen Hilfsmittels kann auf elektrolytischem V/ege geätzt werden. Dieses
Verfahren wird beispielsweise bei der Maryland-Brückentechnik,
die auf die Doktoren Thompson und Livaditis von der Universität von Maryland zurückgeht, angewendet.
Eine Maryland-Brücke besteht normalerweise aus einem mittleren Brückenelement und flügelähnlichen Halteelementen
an jedem Ende, die zur Befestigung an den
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H<ezährien dienen. Die Haftfläche der Halteelemente
wird mittels Säure geätzt, um eine unregelmäßig geformte Oberfläche auszubilden, durch die die Haftfähigkeit an
der Oberfläche eines Zahnes verbessert wird. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Kronen- und Brückentechniken
müssen hierbei die beiden Haltezähne, die sich auf gegenüberliegenden Seiten des Brückenelementes befinden,
nicht abgeschliffen werden, so daß kein künstliches Gebiß benötigt wird.
Die Nachteile dieser Maryland-Brücken-Technik sind darin zu sehen, daß nur die weniger korrosionsfesten Basismetallegierungen
in zufriedenstellender Weise geätzt werden können und daß der Ätzvorgang selbst schwierig
zu steuern ist, da das Ausmaß und die Gleichmäßigkeit der Ätzung von der Stromstärke, Spannung, dem Oberflächenbereich
und der Stärke·der Säure abhängen.
Wenn Dentallabors diese Technik anwenden, treten in Verbindung mit der Verwendung von Säuren Probleme auf.
Eine Reihe von Dentallabors besitzt keine Erfahrung jj
mit dem Einsatz von korrodierenden Säuren, so daß die Gefahr von Unfällen gegeben ist. Darüber hinaus ' \
machen die Säuredämpfe geeignete Ventilationseinrichtungen
erforderlich, beispielsweise eine chemische Dampfabzugshaube, die in vielen kleineren Labors nicht
vorhanden ist. Ein weiterer Nachteil ist darin zu sehen, daß die zum Ätzen erforderliche Ausrüstung
teuer ist, da sie als Minimum eine Galvanisiervorrichtung
mit einem Rührer und einem Timer umfassen muß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Herstellung eines Hilfsmittels mit einer mit Unregelmäßigkeiten
versehenen Haftfläche zu vereinfachen, ohne dabei mittels Säureätzung zu arbeiten bzw. dem
gegossenen Gegenstand ein Haftkissen zuzufügen.
Erfindungsgemäß soll ferner ein Verfahren zum Gießen
eines Hilfsmittels in der Form eines einzigen Elementes aur Verfügung gestellt werden, wobei in der Zahnanlagefläche des Hilfsmittels eine Vielzahl von Unregelmäßigkeiten
ausgebildet werden soll.
Die Erfindung bezweckt ferner die Schaffung eines vorgeformten Kissen, das zur Ausbildung einer strukturierten
bzw. gemusterten Haftfläche in eine Form eingebaut werden kann.
Erfindungsgemäß soll desweiteren eine Vorrichtung geschaffen werden, die in der Lage ist, eine strukturierte
bzw. gemusterte Haftfläche in korrosionsfesten Legierungen sowie ätzfähigen Metallegierungen
zu erzeugen.
Es soll ebenfalls eine strukturierte bzw. gemusterte Haftfläche an einem orthodontisehen Hilfsmittel geschaffen
werden, die eine größere Haftfestigkeit am Zahnschmelz besitzt als die bisherigen Vorrichtungen.
Schließlich soll durch die vorliegende Erfindung die Herstellung einer Dentalbrücke vereinfacht und verkürzt
werden.
Die vorstehend genannten Aufgaben werden durch die vorliegende Erfindung gelöst, die einen neuartigen
Gegenstand umfaßt, der beim Wachsgußverfahren bzw. Wachsausschmelzverfahren Verwendung finden kann.
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Einarbeitung dieses Gegenstandes. Bei dem Gegenstand
handelt es sich um ein Kissen, das beim Wachsausschmelzverfahren bei Temperaturen, die normalerweise
bei einem derartigen V/achsguß Verwendung finden, eliminiert werden kann. Diese Temperaturen liegen
normalerweise in einem Bereich von 760 bis 1093 C.
* 9 -
'1I Das Kissen umfaßt einen Öberflächenabschnitt, der in
vorgegebener Weise strukturiert bzw. gemustert ist,
so daß in der von dem strukturierten bzw. gemusterten '* Oberflächenäbschnitt herrührenden Gußfläche Ober-
flächenunebenheiten erzeugt werden. Der gemusterte Oberflächenabschnitt ist mit einem daran befestigten
Stützabschnitt versehen·, der nicht porös ist. Der strukturiere bzw. gemusterte Oberflächenabschnitt ist
flexibel, so daß er an eine vorgegebene Fläche anpaßbar ist, besitzt jedoch eine ausreichend große Steifigkeit,
so daß dies ohne Faltenbildung geschehen kann.
! Bei der Herstellung von dentalen Hilfsmitteln wird die
κ vorgegebene Fläche üblicherweise von einem Dentalmodell
abgenommen und entspricht der labialen oder lingualen Zahnfläche, mit der das Hilfsmittel verbunden
werden soll. Nach der Anpassung-an das Dentalmodell wird die strukturierte bzw;* gemusterte Fläche in ihrer
Form fixiert, so daß der strukturierte bzw. gemusterte Oberflächenabschnitt nach der Entfernung von der vorgegebenen
Fläche seine angepaßte Oberflächenform beibehält. Dieses Fixierung wird mindestens zum Teil
von dem nicht porösen Stützabschnitt übernommen. Falls gewünscht, kann zusätzliches Material, beispielsweise
Wachs, dem Stützabschnitt zugeführt werden, um die Steifigkeit zu erhöhen, und/oder es kann neues Material
zur Modellierung der Form des dentalen Hilfsmittels zugeführt werden.
Ein Verfahren, bei dem das vorstehend erwähnte Kissen beim Gießen eines Hilfsmittels Verwendung findet, um
eine unregelmäßige, mit Unebenheiten versehene Oberfläche zu schaffen, die die Haftung mit einem Klebemittel
verbessert, umfaßt die folgtnden Schritte: Abstimmen der Größe eines Kissens, so daß der strukturierte
bzw. gemusterte Oberflächenabschnitt mindestens einem Abschnitt eines zu gießenden Hilfsmitten etwa
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- 10 -
entspricht, Befestigen der strukturierten bzw. gemusterten Fläche mit einem geeigneten Klebemittel
an einer vorgegebenen Fläche, die nachgebildet werden soll, festes Ampassen des Flächenabschnittes des
Kissens an die vorgegebene Fläche, Vergießen des Kissens mittels Wachsausschmelzverfahren und Eliminieren
des Kissens aus der Gießform durch die während des Wachsausschmelzverfahrens aufgebrachte Wärmeenergie.
Das Kissen ist besonders geeignet für die Herstellung der Flügelelemente der vorstehend erwähnten Maryland-Brücke
.
Die Erfindung wird nunmehr anhand von Ausführungs-
beispielen in Verbindung mit der Zeichnung im einzelnen
erläutert. Sämtliche gezei'gten und beschriebenen Teile können dabei von erfindungswesentlicher Bedeutung sein.
Es zeigen:
20
20
Figur 1 eine Vorderansicht eines aus zwei Schichten bestehenden erfindungsgemäß ausgebildeten
siebartigen Kissens;
Figur 2 einen Schnitt entlang Linie 2-2 in Figur 1;
Figur 3 eine Vorderansicht, die ein anderes Ausführungsbeispiel eines siebartigen Kissens
zeigt;
30
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Figur 4 eine Vorderansicht eines aus drei Schichten bestehenden siebartigen Kissens, das eine
größere Maschenweite und eine andere Form besitzt als die Ausführungsformen der
Figuren 1-3;
- 11 Figur 5 einen Schnitt entlang Linie 5-5 in Figur 4j,
Figur 6 eine perspektivische Ansicht von der
lingualen Seite eines Abschnittes eines Dentalmodells, wobei der Umfang der Haltezähne
auf gegenüberliegenden Seiten eines fehlenden Zahns durch eine Markierung verdeutlicht ist;
Figur 7 eine perspektivische Ansicht von der l;ragualen
Seite eines Dentalmodells, dessen Zahnform auf der Rückseite eines Kissens mit einem geeigneten Werkzeug nachgezogen
wird;
Figur 8 einen Schnitt entlang Linie 8-8 in Figur 7;
Figur 9 eine perspektivische Ansicht von der lingualen Seite, die die Haltezähne zeigt,
an denen die auf die richtige Größe gebrachten Kissen befestigt sind;
Figur 10 einen Schnitt entlang Linie 10-10 in Figur 9;
Figur 11 eine perspektivische Ansicht von der lingualen Seite, die die beiden Haltezähne zeigt, die
jeweils mit einem Kissen versehen und an einer Wachsbrücke befestigt sind;
Figur 12 einen Schnitt ertlang Linie 12-12 in Figur 11;
Figur 13 eine perspektivische Ansicht einer zum
Brückenguß geeigneten Gießvorrichtung, an der das Brückenelement und die Flügelelemente
befestigt sind;
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Pig. 14 eine perspektivische Ansicht von der
labialen Seite, die die gegossenen Brücken- und Halte- bzw. Flügelelemente in einer
zum Einsetzen in Richtung der Pfeile geeigneten Lage zeigt;
Fig. 15 eine perspektivische Ansicht von der
labialen Seite der an Ort und stelle befindlichen Flügel- und Haltelemente/
wobei die Halteelement gestrichelt ange
deutet sind;
Fig. 16 einen Schnitt entlang Linie 16-16 in
Fig. 15;
15
15
Fig. 17 eine perspektivische Ansicht von der
llngualen Seite, die eine Maryland-Brücke
nach dem Stand der Technik zeigt.
In den Figuren ist ein erfindungsgemäß ausgebildetes Kissen mit der Bezugsziffer 20 bezeichnet. Das Kissen
umfaßt einen Oberflächenabschnitt 22, der zumindest teilweise bei 24 strukturiert oder gemustert ist, und
einen nicht porösen Stützabschnitt 26. Das gesamte Kissen 20 besteht aus einem Material oder aus Materialien,
die bei den üblicherweise bei Wachsguß- bzw.
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Wachsausschmelzverfahren angewendeten Temperaturen von 760 bis 1O93°C eliminiert werden.
Der in Figuren 1 bis 4 dargestellte strukturierte bzw. gemusterte Oberflächenabschnitt 24 besteht aus
einem Sieb oder einem Raster, das für die Herstellung einer Haftfläche für Dentalprothesen geeignet ist.
Vorzugsweise handelt es sich hierbei um ein siebförmig
gewebtes Polymerisat (PoIy-Sieve-woven polymer) ,
das aus einer Polyäthylenfaser besteht. Andere geeignete Materialien sind Nylon und Polyester. Ej". breiter
Bereich von Masc'ienweiten ist geeignet, beispielsweise
100 bis 1300yUm. Mit Maschenweiten von 202/um und 432 /um
wurde eine Haftfläche hergestellt,die für geeignete Haftfestigkeiten sorgte. Es wurde jedoch festgestellt,
daß das Material mit der Kaschenweite von 202/um eine
bessere Anpassung an die Oberfläche eines Zahnmodells, das durch Gießen reproduziert werden sollte, gewährleistete.
Für dentale Anwendungszwecke beträgt die Dicke von derartigen vorgeformten Küstern normalerweise
0,2 bis 1,0 mm, wobei etwa 0,5 mm vorgezogen werden. Der Stützabschnitt besteht vorzugsweise aus einem
nicht porösen druckempfindlichen Wachs. Hierfür wurde ein Wert von 26 als besonders geeignet angesehen.
Der Stützabschnitt wird mit Hilfe eines geeigneten Klebers, beispielsweise eines 3M 4693 Kunststoffklebers,
an dem strukturierten bzw. gemusterten Oberflächenabschnitt 24 befestigt.
Für den Oberflächenabschni^t 22 sind zahlreiche Materialien
geeignet. In der Praxis muß der strukturierte
bzw. gemusterte Oberflächenabschnitt 24 keine Öffnungen enthalten. Er muß jedoch eine angemessene Anzahl von
Vertiefungen und/oder VorSprüngen aufweisen, so daß
3*5 an dem gegossenen Gegenstand sine rauhe Haftfläche entsteht.
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Ferner muß das Material ausreichend flexibel sein, um sich an die Form der auszubildenden Fläche ohne
Faltenbildung anpassen zu können. Die Kissen sind vorzugsweise so vorgeformt, daß sie für dentale
Anwendungszwecke geeignet sind. Eine andere Ausführungsform eines vorgeformten Kissens ist in Figur
dargestellt.
Die Figuren 4 und 5 zeigen ein Kissen 20 mit einem Oberflächenabschnitt 22, der ein vorgegebenes Flächenmuster
24' aufweist, das eine größere Maschenweite besitzt als das Kissen der Figuren 1 bis 3· Der daran
befestigte Stützabschnitt 26 ist mit einer Grenzschicht 28 versehen, die aus einem Material besteht,
das verhindert, daß der druckempfindliche Wachsabschnitt
30 das siebartige Material durchdringt und somit die Haftfestigkeit der gegossenen Haftfläche verringert.
Für diese Grenzschicht 28 sind Cellophan und Polypropylen besonders geeignet. Auf den Wachsabschnitt 30
wird Druck aufgebracht, wenn der strukturierte bzw. gemusterte Oberflächenabschnitt 24 des Kissens an die
nachzubildende Oberfläche angepaßt wird.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform eines derartigen Kissens aus drei Schichten umfaßt ein gewebtes
Sieb (woven Poly-Sieve Screen) mit einer Maschenweite von 202/um als strukturierten.bzw. gemusterten Oberflechenabschnitt
24, eine Grenzschicht 28 aus einer klaren Kunststoffolie aus Polypropylen, die 0,0022 mm
dick und mit Hilfe eines Klebers am Sieb befestigt ist, und ein nicht poröses druckempfindliches 26er V/achsmaterial,
das ebenfalls mit Hilfe eines Klebers an der Grenzschicht 28 befestigt ist. Ein geeigneter
Kleber für beide Grenzflächen ist der von der Firma 3M gelieferte Kunststoffkleber 4693·
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ßin bevorzugtes Anwendungsgebiet für derartig aüsge~
bildete Kissen ist die Herstellung einer Brücke. Figur 6 ist eine schematische Teilansicht eines Dentalmodells
32 aus Steingut von der lingualen Seite her gesehen, das eine Nachbildung der Zahn« eines zu
behandelnden Patienten ist. Das Modell weist einen Leerraum 34 auf, bei dem ein Zahn fehlt. Der Umfang
der beiden Haltezähne 36 ist am Dentalmodell 32 bei
37 angedeutet. Ein vorgeformtes Kissen 20, wobei es sich in diesem Fall um das in Figur 3 dargestellte*
aus zwei Schichten bestehende Kissen handelt, wird für jeden Haltezahn 36 aus einem Sortiment von Kissen
ausgewählt. Die Kissen 20 sollten etwa der Form der gewünschten Halte- oder Flügelelemente 38 entsprechen,
die auf jeder Seite eines hergestellten Brückenelementes 40 (Figur 11) angeordnet werden,· jedoch größer als diese
sein. Der strukturierte bzw", gemusterte Oberflächenabschnitt
24' entspricht der Haftfläche eines jeden Halteelementes 38. Wie gezeigt, entspricht die Haftfläche
eines jeden Halteelementes 38 sowohl in ihrer Oberfläche als in ihrer Form der lingualen Seite eines
jeden Haltezahnes 36.
Wie in den Figuren 7 und 8 gezeigt ist, werden die Kissen 20 gegen die Haltezähne 36 des Modells 32
gedrückt, wobei der strukturierte Abschnitt 24' an der lingualen Fläche anliegt. Der Umriß 37 des am
Dentalmodell 32 markierten Umfangs wird mit einem geeigneten Werkzeug 42 auf den nicht porösen Stützabschnitt
oder die Wachsseite 26 des Kissens 20 übertragen. Die Kissen 20 werden dann entfernt und entlang
der markierten Linie mit einer geeignet gekrümmten Schere, beispielsweise einem Unitek Curved Scissor
7 abgeschnitten,
Model 801002,/so daß sich ein Kissen ergibt, dessen Größe exakt der Größe der lingualen Seite eines jeden Haltezahnes 36 entspricht.
Model 801002,/so daß sich ein Kissen ergibt, dessen Größe exakt der Größe der lingualen Seite eines jeden Haltezahnes 36 entspricht.
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Ein geeigneter Temporärkleber 42 wird auf jeden Haltezahn 36 aufgebracht, so daß er die gesamte lingUale
Feite bedeckt* Die Kissen 20 werden dann in geeigneter Weise auf den Hältezähnen 36 justiert, wobei der strukturierte
Oberflächenabschnitt 24 ' gegen den Kleber 43 gedrückt wird, wie in den Figuren 9 und 10 gezeigt.
Somit befindet sich der strukturierte Oberflächenabschnitt 24 eines jeden Kissens 20 mit dem Kleber 43 in Kontakt,
und der Stützabschnitt 26 erstreckt sich in Richtung auf den Innenabschnitt des Dentalmodells 32.
Die Kissen 20 werden an die vorgegebene linguale Fläche angepaßt, indem mit einem geeigneten Werkzeug Druck auf
den Stützabschnitt 26 der Kissen 20 aufgebracht wird.
V/ie aus den Figuren 11 bis 16 zu ersehen ist, wird ein vorgeformtes Wachsbrücken el'ement 40, das in bekannter
Weise ausgebildet ist, im Raum 34 angeordnet. Ein geeignetes, nicht poröses Wachsmaterial, bei dem es sich um
das gleiche Material handeln kann, das im Stützabschnitt 26 verwendet wird, wird danach bei 42 aufgebracht, um
das Brückenelement 40 am Stützabschnitt 26 der Kissen zu befestigen, die an jedem Haltezahn 36 des Modelxs
angebracht sind. Weiteres nicht poröses Wachsmaterial kann auf den Stützabschnitt 26 der Kissen 20 und das
Brückenelement 40 aufgebracht werden, um dem Ganzen zusätzliche Steifigkeit zu verleihen und/oder um in
die gewünschte Form der Halteelemente 38 gebracht zu werden. Die dreiteilige Brücke, die aus zwei Halteelementen
38 besteht, die ein Brückenelement 40 zwischen sich aufnehmen, und mit der Bezugsziffer 44 versehen
ist, besitzt dann die in den Figuren 11 und 12 dargestellte Erscheinungsform.
Das aus Steingut bestehende Dentalmodell 32 wird dann in Wasser eingeweicht, wodurch das dreiteilige Wachselement
44 der Brücke freigegeben wird. Der Temporär-
IM HI ·* * 4« *· «4
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kleber 43 wird von dem strukturierten Oberflachenabschnitt
oder Siäb 24 * durch Abbürsten des Siebus unter laufendem kalten Wasser entfernt. Das Wachselement
44 wird dann zum Gießen mit dem Wachsaus-Bchmelzverfahren
fertig gemacht. Vor Beendigung dieses Verfahrens wird jedoch das entsprechende Material,
d.h. Vestra, in die Maschenöffnungen des strukturierten
Oberflächenabschnittes 24 ' eingearbeitet;, um auf diese
V/eise eine Nachbildung der Maschen struktur in der gegossenen
Haftfläche auf der entsprechenden Fläche der Halteeleraente 38 sicherzustellen.
In Figur 13 ist ein Wachsguß 45 des Wachsmodells 44 auf einer geeigneten Brückengießvorrichtung 47
bekannter Bauart montiert dargestellt, wobei die Einfüllelenente 39 und Entlüftungselemente 41 noch
zu erkennen sind.
Das Wachsmaterial wird vorzugsweise durch Wärmeenergie
entfernt. Dies wird bei den eingangs erwähnten Temperaturen von 760 bis 1O93°C durchgeführt. Dabei wird ein
fester Metallguß 45' (Figur 14) der Brücke hergestellt, der sich aus dem Brückenelement 40· und den metallischen
Halteelementen 38f zusammensetzt. Der Brückenabschnitt
40' wird durch bekannte Verfahren mit Porzellan 44 beschichtet, so daß die Brücke die in Figur 14 gezeigte
Erscheinungsform annimmt. Die fertige Brücke kann dann in den Kiefer des Patienten zwischen die Haltezähne
36* eingesetzt werden.
V/ie die Figuren 15 und 16 zeigen, ist die Brücke von
der labialen Seite nicht sichtbar, da die strukturierte Haftfläche eines jeden Metallhalteelementes 38', die
von dem strukturierten Oberflächenabschnitt 24 des Kissens 20 herrührt, gegen die linguale Fläche eines
Haltezahnes 36' stößt.
Auf die linguale Seite der Haltezähne wird ein Permanentkleber 51 aufgebracht, und die Halteelemente 38'
werden auf diese Weise an den Haltezähnen befestigt.
Fig. 17 zeigt eine Ausführungsform der bekannten Maryland-Brücke
50, die mit säuregeätzten Halteelementen versehen ist, welche von der lingualen Seite her dargestellt
sind, wobei die Brücke 49 gerade in den Kiefer des Patienten eingesetzt wird.
Es wurde ein Abzieh/Scherfestigkeitstest durchgeführt, um die Haftfestigkeit von dentalen Hilfsmitteln zu
ermitteln, die unter Einsatz der vorliegenden Erfindung und der gegenwärtig zur Verfügung stehenden Techniken
hergestellt waren. Bei dem Testverfahren wurden Rinderzähne in Acrylharz eingebettet, so daß die labialen
Flächen, auf denen die einzelnen Proben befestigt werden sollten, freilagen.Als Kleber fanden dabei ein
Material der Unitek Corp. mit dem Namen Unite und ein üblicher Kleber der Firma 3M Company namens Concise
Verwendung. Die Acrylharzträger wurden vertikal in eine
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Instron Universal Testmaschine eingebracht. Die Testproben
wurden mit Hilfe eines um das Hilfsmittel geschlungenen Drahtes von den Rinderzähnen abgezogen
bzw. abgeschert. Es wurden dabei folgende drei Typen von orthodontisehen Elementen untersucht: 1. eine
säuregeätzte Basis; 2. eine gegossene siebförmig strukturierte Basis und 3· eine gesinterte Drahtbasis.
Ferner wurden geätzte und gegossene,siebförmig
strukturierte Flügelteile einer an die Hinderzähne angepaßten Brücke ausgewertet. Wie in der nachfolgenden
Tabelle I gezeigt ist, besaß die erfindungsgemäß hergestellte, in der vorgegebenen V/eise strukturierte
oder siebf örmig gegossene poröse Fläche die §) größte Haftfestigkeit bei beiden Arten von Testproben,
und es wurde sogar häufig ein Brechen der Zähne beobachtet.
durchschnittliche Art der Verbindung Haftfestigkeit (N)
säuregeätzte Basis 115
gegossene siebförmige Basis 275
gesinterte Drahtsiebbasis 182
säuregeätzte Flügelelemente 373
gegossene siebförmige übersteigt 635 bzw. die
Flügelelemente Bruchfestigkeit des Zahnes I
Die gegossenen siebförmigen Halter der Flügelelemente
besaßen dabei eine größere Kontaktfläche als der restliche Teil der Basen. Für jeden Typ wurden zwölf
Tests durchgeführt. Bei den an den gegossenen siebförmigen Halteelementen durchgeführten Tests brachen
in wiederholter Weise der Befestigungsdraht, Zähne und Zahnhalter, so daß für die Haftfestigkeit nur eine
untere Grenze angegeben werden konnte.
tu ti
Claims (7)
- Bristol-Myers Company
M-6260Schutzansprüche/ /in Form eines Kissens
/ Gegenstand zur Verwendung in einem Wachsausschmelzverfahren zum Herstellen einer haftfähigen Metallfläche Λ gekennzeichnet durch ein Kissen (20) mit einem Oberflächenabschnitt (22), der zumindest teilweise in einer vorgegebenen Weise strukturiert ist, so daß der Oberflächenabschnitt Unebenheiten aufweist, die die Haftfähigkeit einer davon herrührenden gegossenen Fläche verbessern, und mit einem nicht porösen Stützabschnitt (26), der an dem strukturierten Abschnitt befestigt ist, wobei das Kissen (20) aus einem Oberflächenwerkstoff besteht, der an eine vorgegebene Fläche anpaßbar ist und durch Temperaturen, die bei dem Wachsausschmelzverfahren Anwendung finden, eliminierbar ist. - 2. Gegenstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der strukturierte Flächenabschnitt (22) aus einem unterschiedlichen Material besteht als der Stützabschnitt (26).
- 3. Gegenstand nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützabschnitt (26) ein druckempfindliches Wachsmaterial enthält.
- 4. Gegenstand nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Flächenabschnitt (22) ein siebförmiges Muster aufweist.
- 5. Gegenstand nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem siebförmigen Muster um ein gewebtes polymeres Material handelt.
- 6. Gegenstand nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch ge-J kennzeichnet, daß der Stützabschnitt (26) eine Grenzschicht (28)umfaßt, die an den strukturierten Flächenabschnitt (22) stößt.ti t ι * ι
- 7. Gegenstand nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Kissen (20) eine für dentale Zwecke zur Anpassung an eine Zahnfläche vorgegebene Form aufweist.
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