DE83091C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C13—SUGAR INDUSTRY
- C13B—PRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
- C13B10/00—Production of sugar juices
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Biochemistry (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Jellies, Jams, And Syrups (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Nach den bisher zur Herstellung von Rübensaft oder Rübensyrup (Rübensaftsyrup)
üblichen Verfahren, wie es von den gegenwärtig in Deutsehland vorhandenen 14 Rübensaft-Fabriken
ohne Ausnahme ausgeführt wird, werden die zu verarbeitenden Rüben in Diffuseuren
oder Kochfässern, wie sie bei der Zuckerfabrikation angewendet werden, durch direct
einströmenden Dampf gar gekocht, darauf ausgepreist, worauf der erhaltene Saft in
offenen Pfannen, Vacuums oder Verdampfapparaten eingedickt wird. Hierbei liefert der
in das Kochfafs ununterbrochen einströmende Dampf eine grofse Menge Condenswasser,
welches sich mit dem inzwischen aus der Rübe infolge der Dämpfung austretenden Saft
vermischt. Das Condenswasser selbst, wie das aus dem Dampfkessel mit dem Dampfstrom
fortgerissene Wasser, event, auch OeI und dergl., haben aber einen widerlichen Geschmack
und beeinträchtigen dadurch die Qualität und Bekömmlichkeit des Saftes, was unter Umständen gesundheitsschädlich sein
kann.
Der gröfste Uebelstand dieses Verfahrens aber liegt nach Ansicht des Patentinhabers
darin, dafs wegen der beim Dämpfen in beträchtlicher Menge in den Saft übergehenden
Alkalien die Qualität des Saftes verschlechtert wird, so dafs man sogar einen Theil des
Saftes anfänglich abfliefsen lassen mufs, wodurch
ein wesentlicher Verlust entsteht. Ferner verursacht die hohe Temperatur des directen
Dampfes einen brenzlichen Geschmack, sowie eine dunkle, dem Absatz nachtheilige Farbe.
Bei dem Eindicken kocht der Saft sehr unruhig, schäumt stark und steigt trotz aller
Vorsicht häufig über, wodurch im Verlauf der ganzen Campagne (Betriebszeit) ein weiterer erheblicher Schaden erwächst.
Die Verdampfung der Säfte verursacht infolge der grofsen Menge Condenswasser,
welche beim Kochen der Rüben hinzutritt, mehr Arbeit und Kosten.
Der fertig gekochte Saft geht bei längerem Lagern oft in Gährung über und wird sauer.
Endlich ist der Dampfverbrauch bei dem bisherigen Verfahren unverhältnifsmäfsig grofs.
Das neue Verfahren nun besteht darin, dafs man die Rüben in doppelwandigen Gefäfsen
(Vacuums) kocht und den sich beim Kochen bildenden Brüden durch eine Pumpe
absaugen läfst. Diese Gefäfse sind in Batterien aufgestellt und mit einander verbunden.
Der Dampf, welcher mit den Rüben selbst nicht in Berührung kommt, wird in die
Doppelwandungen des ersten Gefäfses eingelassen und strömt durch die anderen in gleicher Weise weiter, das Condenswasser
wird schliefslich durch . einen Condenstopf zum Speisegefäfs der Kessel geleitet. Den
Brüden eines Fasses zum Kochen der übrigen Gefäfse zu benutzen, ist nicht zweckmäfsig, da
derselbe sehr ätzend ist und die Wandungen bald durchfressen würde. Er besitzt einen
ekelhaften, bitteren Geschmack.
Die so unter Luftleere gekochten Rüben geben einen hellen, reinschmeckenden Saft,
der daraus gekochte Saftsyrup ist goldgelb, so schön von Qualität und aromatisch von Geschmack,
dafs er als Delicatesse gelten kann.
Das Filtriren und Verdampfen geht wesentlich leichter vor sich, der Saft dampft rasch
und ruhig ein, bildet keinen Schaum und steigt nicht. Nach den vorgenommenen; Versuchen
ist seine Haltbarkeit sehr grofs.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung von Rübensyrup, dadurch gekennzeichnet, dafs die Rüben durch Erwärmung von aufsen und unter Luftverdünnung gar gekocht werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE83091C true DE83091C (de) |
Family
ID=355440
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT83091D Active DE83091C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE83091C (de) |
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0
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