DE83044C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE83044C DE83044C DENDAT83044D DE83044DA DE83044C DE 83044 C DE83044 C DE 83044C DE NDAT83044 D DENDAT83044 D DE NDAT83044D DE 83044D A DE83044D A DE 83044DA DE 83044 C DE83044 C DE 83044C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- wort
- hops
- hop
- extract
- pct
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
- C12C—BEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
- C12C3/00—Treatment of hops
- C12C3/04—Conserving; Storing; Packing
- C12C3/08—Solvent extracts from hops
- C12C3/085—Extraction of hops with beerwort
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Biochemistry (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Genetics & Genomics (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Wood Science & Technology (AREA)
- Zoology (AREA)
- Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Nach diesem Verfahren findet eine vollständige Lösung und Auslaugung der brauchbaren
Hopfenbestandtheile mittels extractarmen Nachgusses statt, nachdem der Hopfen mittels
extractreicher Würze in bekannter Weise theilweise ausgelaugt ist, und zwar geschehen beide
Auslaugungen mit Hülfe eines zwischen den Läuterbottich und die Würzepfanne eingeschalteten,
beliebig gestalteten Kochapparates.
Das Verfahren, welches dazu bestimmt ist, das bisherige Verfahren, bei welchem entweder
das ganze zu einem Sude erforderliche Hopfenquantum auf einmal oder in gewissen Zwischenräumen
in die Würzepfanne gegeben wird, zu ersetzen, stützt sich auf die Beobachtung, dafs
eine etwa 10 bis 15 pCt. Extract haltende Würze allein den Hopfen nicht vollständig
auszulaugen vermag, während etwa Y2 bis 2 pCt. Extract haltende Würze (Nachgufs) im
Stande ist, die letzten nutzbaren Hopfenbestandtheile in sich aufzunehmen, so dafs der so behandelte
Hopfen vollständig werthlos wird. Die vom vollständig ausgelaugten Hopfen schliefslich
zurückbehaltene Flüssigkeit ist naturgemäfs sehr geringwerthig, da sie nur '/2 bis 2 pCt.
Extract hält, und läfst sich durch verhältnifsmäfsig wenig Wasser leicht verdrängen, während
bei den bisherigen Extractionsverfahren die fast unversehrten Hopfendolden werthvolle,
10 bis 15 proc. Würze enthalten, welche nur
durch grofse Wassermengen oder theure Hopfenpressen gewonnen werden kann.
In Fig. ι der Zeichnung ist ein zur Ausübung des Verfahrens geeigneter Apparat beispielsweise
dargestellt.
Das zu einem Sud erforderliche Hopfenquantum wird in einen Kochapparat A durch
das Mannloch α eingebracht; alsdann läfst man vom Läuterbottich durch ein Zuleitangsrohr
b so viel Würze in den Kochapparat fliefsen, bis er ca. dreiviertel voll ist. Im
Kochapparat ist ein geeignetes Rührwerk c angeordnet, welches nun in Bewegung gesetzt
wird. Zugleich wird das Mannloch geschlossen. Der Inhalt des Kochapparates wird durch eine
Heizvorrichtung (z. B. Dampfmantel, Dampfschlange u. s. w.) zum Sieden gebracht, wobei
die erste Auslaugung des Hopfens vor sich geht. Die sich bildenden Dämpfe werden
durch ein Ableitungsrohr d nach einem Condensator B geleitet und das Condensat an
geeigneter Stelle abgefangen (etwa eine halbe Stunde lang), um in üblicher Weise als Zusatz
zur Würze oder auch zum Bier im Gährbezw. Lagerkeller Verwendung zu finden. Im weiteren Verlauf des Sudprocesses hat inzwischen
der Nachgufs angefangen zu laufen. Hiermit beginnt die zweite, d. h. die nachträgliche,
vollständige Auslaugung des Hopfens, indem nun der ganze Nachgufs durch das vorhin erwähnte Zuleitungsrohr b nach dem
Kochapparat A geleitet wird, unter beständigem Kochen und Umrühren durch einen Ablauf f
nach der Würzepfanne abfliefst und alle noch im Hopfen befindlichen nutzbaren Bestandtheile
mitnimmt.
Da die aromatischen Bestandtheile dem Hopfen durch die vorangegangene Auslaugung
entzogen wurden, kann man während letzterer Auslaugung die sich bildenden Dämpfe durch
ein Dunstrohr g entweichen lassen.
Hat der ganze Nachgufs den Apparat passirt und die gesammte Würze in der Würzepfanne
die nöthige Behandlung erfahren, so wird
Claims (1)
- schliefslich der Inhalt der Würzepfanne nach dem Kühlschiff oder nach dem Sammelbottich (beim Kühlschiff-Ersatz) geleitet; dorthin kommt auch diejenige Würzemenge, welche im Kochapparat verblieb und für sich behandelt (gekocht) wurde, und zwar unter Passirung des Hopfenseihers. Auch kann man, nachdem der Nachgufs unter fortwährendem Kochen den Apparat passirt hat, den ganzen Inhalt des Kochapparates in den Hopfenseiher leiten und die Flüssigkeit unter Zurücklassung des Hopfens von da in die Würzepfanne pumpen, um sie dann noch beliebige Zeit mit dem Inhalt der Würzepfanne zu kochen.Der Apparat ist mit den erforderlichen Armaturtheilen versehen, wie z. B. mit einer Reinigungsbürste h, welche das Sieb vor dem Rohr f beständig frei von Verstopfungen hält und erforderlichenfalls mit anderen Siebreinigungsbürsten, mit einem Thermometer i, der Armatur k für die Dampfheizung, bestehend aus einem Dampfeintritts- und Dampfdruckverminderungsventil, einem Luft- und Sicherheitsventil und Manometer, einem Condenswasserablauf e und einer Vorrichtung m mit heb- und senkbarem durchlochten Kegel, um schliefslich den Hopfen ablassen zu können, einem Ablafsventil n, um den Rest der Würze und den Hopfen nach dem Hopfenseiher zu leiten, einem Wasserzulauf ο und einem Wasserablauf ρ für den Condensator. Das Rührwerk läuft zweckmäfsig nur mit einer geringen Umdrehungszahl, damit die Hopfenstengel und Blätter nicht zerschlagen, sondern erstere von letzteren nur getrennt werden.Gewisse Variationen bei der Verarbeitung des Hopfens in den beschriebenen Apparaten sind angängig, jedoch beruhen sie alle schliefslich auf der Voraussetzung, dafs die extractarme (Y2 bis 2 pCt.) Würze den Hopfen besser auslaugt, als die extractreiche (10 bis 15 pCt.) und demzufolge der Apparat nur zwischen Bottich und Pfanne eingeschaltet werden kann. ,Fig. 2 zeigt die Einschaltung des Apparates A im Sudhause. C ist der Bottich, D die Pfanne und E der Hopfenseiher.Das vorbeschriebene Verfahren unterscheidet sich von bekannten Verfahren mit periodisch unterbrochenem Betrieb auch dadurch, dafs es ohne jede Unterbrechung durchgeführt wird. Der Apparat arbeitet während der beiden Auslaugungsperioden continuirlich, indem der Nachgufs unten eintritt und stetig unter fortwährendem Kochen und Rühren abläuft. Auch hat das Verfahren den Vortheil, dafs gegen früher etwa 20 pCt. Hopfen gespart werden und durch die eintretende innige Berührung der Würzetheile mit den im Apparat präparirten nutzbaren Hopfenbestandtheilen ein besserer Bruch im Hopfenkessel und eine gröfsere Eiweifsausscheidung stattfindet, wodurch eine bessere bezw. schnellere Klärung des gewonnenen Bieres hervorgerufen wird.Pa τ ε ν τ - A ν s ρ R υ c η :Verfahren zur vollständigen Auslaugung des Hopfens mittels extractarmer Würze, bei welchem der Hopfen mit Hülfe eines zwischen Läuterbottich und Würzepfanne eingeschalteten Kochapparates nach theilweiser Auslaugung durch etwa 10 bis 15 pCt. Extract haltende Würze, durch den continuirlich den Kochapparat durchlaufenden etwa 1J2 bis 2 pCt. Extract haltenden Nachgufs ausgelaugt wird. ,Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE83044C true DE83044C (de) |
Family
ID=355403
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT83044D Active DE83044C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE83044C (de) |
-
0
- DE DENDAT83044D patent/DE83044C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| WO2018083324A1 (de) | Vorrichtung und verfahren zur extraktion von aromastoffen aus pflanzlichen aromaträgern in einer brauflüssigkeit | |
| DE83044C (de) | ||
| DE621576C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Trennung der Bierwuerzen von Treber, Hopfen, Eiweissstoffen, Trub und Schmutz | |
| AT407877B (de) | Würzepfanne | |
| DE102005003462A1 (de) | Verfahren zum Abläutern mit einem Läuterbottich | |
| DE102018212895A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Hopfenbehandlung bei der Bierherstellung | |
| DE10156829A1 (de) | Verfahren zur optimierten Herstellung von Bierwürze | |
| DE304438C (de) | ||
| DE136562C (de) | ||
| DE13390C (de) | Verbessertes Brauverfahren | |
| DE4401694A1 (de) | Verfahren für das Brauen mit erhöhtem Stammwürzegehalt | |
| DE657114C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Bierwuerze | |
| DE131278C (de) | ||
| DE538071C (de) | Verfahren zum raschen Ablaeutern | |
| DE4344330A1 (de) | Verfahren zur verkürzten Gewinnung von Läuterwürze | |
| DE845487C (de) | Verfahren zur Abtrennung von Hopfen und Trub aus Bierwuerze | |
| AT70941B (de) | Absaugeapparat für Würze und Dünnmaische. | |
| DE168634C (de) | ||
| DE274777C (de) | ||
| DE23168C (de) | Spiritusfiltrir- und Liqueurerzeugungs-Apparat | |
| DE109615C (de) | ||
| DE276848C (de) | ||
| DE314464C (de) | ||
| DE79323C (de) | Läuterapparat | |
| DE28080A (de) | Hopfen - Extraktionsapparat für c]je Bierbrauerei |